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Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

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Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Jemima am Mi 30 Sep 2009, 13:19

In 1. Kor. 11 lesen wir ja, dass Frauen durchaus "beten und weissagen" - es geht da speziell ums Kopfbedecken. Im Gottesdienst aber soll die Frau schweigen. Das soll in "allen Gemeinden der Heiligen" so sein. Soweit klar. Wo aber soll sie "weissagen", und was meint das genau? Wortauslegung? Prophetie? Einfaches Zitieren des Wortes Gottes? Gibt es Stellen, die klar darauf hinweisen, welches die Aufgaben der Frau sind in Bezug auf das Reich Gottes?
Vielen Dank vorab für hilfreiche Antworten, respektive Bibelstellenangaben.

Jemima
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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Heidi am Mi 30 Sep 2009, 21:47

Liebe Jemima,

mir ist leider immer nocn nicht klar, was genau die Gabe der Weissagung überhaupt ist.
Sie wird vom Heiligen Geist verliehen:
1. Kor. 12,8:
dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist;


Ich habe dann angefangen, mich voranzutasten, ob Weisheit vielleicht was mit weise (wie klug) zu tun hat...ob es eine beratende Weisheit ist.
Spr. 8,12:
Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben


Beratende Funktion wäre dann bei der Kunst Kleider zu machen z.B. wie es 2. Mo. 28,3 beschreibt oder mit welchem weisen Verständnis Josua dsa Volk führte 5. Mo. 34,9:
und sollst reden mit allen, die sich darauf verstehen, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei.
Josua aber, der Sohn Nuns, wurde erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Israeliten gehorchten ihm und taten, wie der HERR es Mose geboten hatte

Wenn das so ist, könnte man vielleicht davon ausgehen, dass die älteren Frauen die jüngeren entsprechend belehrten.

Aber ich habe auch noch diese schöne Stelle gefunden:
Off 19,10b:
Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

Mag heißen, dass man auch mit dieser Gabe über Jesus spricht und Dinge erklärt.

Es wäre schön, wenn wir zu dieser Gabe das Richtige herausarbeiten könnten.

Heidi

PS: wo ich mir sda gerade nochmal durchlas, fiel mir auch, dass Weissagung und die Gabe von Weisheit zu reden, vielleicht 2 verschiedene Sachen sind?
Und ich weiß auch nicht, ob weissagen und prophetisch reden das selbe sind.
Sorry.

Heidi
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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Günter am Fr 02 Okt 2009, 21:54

Jemima schrieb:
In 1. Kor. 11 lesen wir ja, dass Frauen durchaus "beten und weissagen"

Könnte mir da mal jemand eine konkrete Stelle in nennen, wo Frauen in 1. Kor. 11 weissagen? Ich find da mal gerade nichts.

<°)))>< Günter

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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Heidi am Fr 02 Okt 2009, 22:21

1. Kor. 11,5:
Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt,...


Die Schlachter und rev. Elberfelder übersetzen mit "weissagen", der große Rest mit "prophetisch reden".

heidi

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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Günter am Fr 02 Okt 2009, 23:09

Alte Elberfelder 1871 mit Strong-Nummern:
1Kor 11,5
Jedes 3956 Weib 1135 aber 1161 , das betet 4336 oder 2228 weissagt 4395 mit unbedecktem 177 Haupte 2776 , entehrt 2617 ihr 1438 Haupt 2776 ; denn 1063 es ist 2076 ein 1520 und dasselbe 2532 , wie die 846 , welche geschoren 3587 ist.


Griechisch/Deutsch Strong`s Lexikon:

4395 propheteuo

Vb. (28)
Gräz.: sich als Prophet oder Orakelausleger betätigen.

I.) prophezeien
1) weissagen, etw. Zukünftiges vorhersagen d.h. das aussprechen was
man nur durch göttliche Offenbarung wissen kann; durch göttliche
Eingebung reden; d. Ratschlüsse Gottes enthüllen.
2Chr 18,7; Joe 3,1; Mt 11,13; 26,68; 1Petr 1,10; Jud 1,14; Offb 10,11; ua.
2) in durch Gottes Geist gewirkten Lobpreis ausbrechen. Lk 1,67;
3) mittels d. Gabe d. Weissagung zu d. Gläubigen zur Ermahnung,
Erbauung und Tröstung sprechen (d.h. das offenbarte Wort Gottes
so auf d. Herzen d. Zuhörer anwenden, daß Ermahnung, Erbauung und
Tröstung bewirkt wird).
Offb 11,3; 1Kor 11,4.5; 14,1.3-5.24.31.39;

Man kann das also offensichtlich sowohl mit "prophezeien", als auch mit "weissagen" übersetzen. I.) 3) "mittels d. Gabe d. Weissagung zu d. Gläubigen zur Ermahnung,
Erbauung und Tröstung sprechen (d.h. das offenbarte Wort Gottes
so auf d. Herzen d. Zuhörer anwenden, daß Ermahnung, Erbauung und
Tröstung bewirkt wird)". Das ist eine Bedeutung für "prophezeien", bzw "weissagen", die mir bisher nicht geläufig war, die aber hier passt.

Das stimmt auch gut überein mit der Aussage in dem "Kommentar zur Bibel" vom R. Brockhaus Verlag:

Prophetische Rede:
dazu gehört im NT auch die Vorhersage zukünftiger Ereignisse (Apg. 11,27f; 21,10), aber häufiger ist Prophetie die »Übermittlung« der Botschaft Gottes in inspirierten Worten (vgl. Lk 1,67ff; Apg 19,6; 21,9). Einige, die hierin besonders begabt waren, wurden als Propheten (1.Kor 12,28f) anerkannt.



<°)))>< Günter

So gesehen sind alle Bibelausgaben an dieser Stelle korrekt übersetzt.

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Haupt bedecken

Beitrag  Jemima am Sa 03 Okt 2009, 13:59

Danke schon einmal für all eure Antworten. Wenn also nun weissagen meint, Gottes Wort weiterzugeben - mit tröstender, helfender und anderer Auswirkung (vereinfacht gesagt) dann müsste ja "frau" auch das Haupt bedecken wenn sie am Mittagstisch in der Familie betet, wenn sie mit ihren Kindern über Gott und die Bibel redet und auch wenn sie bspw. Kinderstunde oder Frauenstunde hält oder wenn sie im Hauskreis mit anderen biblische Themen behandelt und dabei auch mitredet. Und wenn ich im Büro einer Arbeitskollegin biblische Inhalte vermittle... dann auch. Ist das so?
Ich befasse mich erst relativ kurz mit diesen Dingen, möchte gern gehorsam sein, aber mich andererseits nicht von Traditionen etc. leiten lassen. Immerhin ist es "um der Engel willen" (1. Kor 11,10). Gleichwohl fühle ich mich sehr "verkleidet" mit einer Kopfbedeckung in o. g. Situationen. Ich hätte dazu gern eure Meinung und Rat.

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Kopftuch tragen?

Beitrag  Heidi am Sa 03 Okt 2009, 22:14

Liebe Jemima,

ich würde nur raten können, dass es jede Frau so macht, wie sie es für richtig vor Gott hält. Normalerweise kein üblicher Rat, dass jeder die Bibel auslegt, wie es ihn gut dünkt, aber über diese Verse der Kopfbedeckung bei Frauen gibt es kein einheitliches Verständnis...nicht mal in den verschiedenen Brüdergemeinden..die "Hochburg" der Kopftücher (glaube ich).
Ich habe diese Woche einen Ältesten der Brüdergemeinde gefragt und der hatte eine ganz verblüffende Erklärung....ich kriege sie aber kaum noch nacherzählt*grübel*...ich versuchs mal:

Also aus der Bibel kann man ableiten, dass die Huren damals geschorene Köpfe hatten. Und auch unter diesen Frauen kamen ja so manche zum Glauben. Und damit es in der Gemeinde in Korinth keine "Auffälligkeiten" gab..so sinngemäß: Ach dort, eine Hure! , sollten die Frauen ihr Haupt bedecken...damit die bekehrten Huren nicht gleich als solche "geoutet" wurden, trugen halt alle ein Kopftuch. Wer das nicht tun wollte, sollte sich eben auch gleich scheren lassen.

Ich habe diesen Gedanken noch nicht sacken gelassen und auch zum ersten Mal so gehört...fände es aber erstmal plausibel.

Ich habe Ehrfurcht vor Gott, fühle mich aber als Kind so einfach vor meinem Vater, dass ich kommen kann, wie immer ich will...Hauptsache ich habe die Kleider des Heils...bzw das weiße Leinen durch Christus Jesus angenommen...diese neuen Kleider, die Gott dem Verlorenen, der umkehrt, gegen die Lumpen tauscht (Gleichnis verlorener Sohn).

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass unser Vater im Himmel oder der Herr Jesus sich die Ohren verstopfen wollen würden, wenn wir beten und Gott sagte dann: "Ne, dein Gebet ist ja ein Gräuel, wo ist dein Tuch?"

Manchmal wundere ich mich auch über das Tuch an sich. Es gibt da auch eine ganze Vielfalt...angefangen vom wirklich alles verhüllenden bis in die Stirn gezogenen Tuch, bis über ein kleines lose herübergelegtes oder ein durchsichtiges oder ein modisch geknotetes. Wenn Tuch, dann welches?

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Kopftuch tragen

Beitrag  Eva am So 24 Jan 2010, 22:47

Nochmal ein paar Gedanken zum "KOPFTUCH":
@ Jemima und Heidi:
Ich habe kürzlich eine Predigt von Pastor Wolfgang Wegert gehört zu 1.Tim.2,8+9.
Dabei griff er auch das Thema Kopfbedeckung der Frauen beim Beten auf. Nach 1.Kor.11 soll sie ihr Haupt bedecken , wenn sie betet.
Damit soll sie zum Ausdruck bringen, dass sie die männliche Leiterschaft in der Gemeinde anerkennt, so wie sich auch Christus seinem Vater als seinem Haupt untergeordnet hat.
Es wurde damals anders zum Ausdruck gebracht, wie eine Frau die geistliche Leiterschaft der Brüder anerkennt. Das Kopftuch ist nicht das entscheidende, sondern die innere Haltung der Frau des Herzens, wenn sie betet. Es geht darum, dass sie die Autorität der männlichen Führung in Gebet, Anbetung und Lobpreis anerkennen. Dafür bedarf es wohl heute nicht des Kopftuches.

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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Heidi am Mo 25 Jan 2010, 17:25

Liebe Eva,

vielen Dank, dass du das geschrieben hast. Das leuchtet mir irgendwie ein.
In der Korintherstelle steht es ja auch so: Ich
lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist;
der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi. Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt.

Also er schändet nicht sein eigenes Haupt, sondern er schändet Jesus
, der sein Haupt ist (s.o.)

Eine
Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die
schändet ihr Haupt
;

Das wäre dann ihr Mann, der ihr Haupt ist (s.o.) . Da habe ich mich gefragt, was dann für alleinstehende Frauen gilt, die keinen Mann und damit sozusagen kein Haupt haben...und da passte deine Erklärung einer männlichen Leiteschaft gut. Vielleicht hast du auch Recht, dass wir die Anerkennung der männlichen Leiterschaft heute nicht mehr per Tuch zeigen müssen...sondern es an unserer Haltung und natürlich Akzeptanz zu sehen sein sollte.

Vielleicht dürfen wir es so halten, wie es in der Bibel steht, nämlich:
Vers 13: Urteilt bei euch selbst, ob es sich ziemt, dass eine Frau unbedeckt vor Gott betet.

Und wenn ich dann nur wenige Sätze weiterlese, würde ich wirklich meinen, dass wir dies in jedem Fall selber beurteilen dürfen und das Tuch hier nicht unbedingt ein Befehl ist...denn sonst drückt sich ein Befehl ja schon ein paar Verse weiter so aus:
Zum Vergleich also Vers 17 zu einem anderen Thema (Mahl) : Dies aber muss ich befehlen: Ich kann's nicht loben....


heidi

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Re: Wie und wo können/sollen Frauen "weissagen"?

Beitrag  Gast am Di 26 Jan 2010, 23:38

Eva schrieb:Es wurde damals anders zum Ausdruck gebracht, wie eine Frau die geistliche Leiterschaft der Brüder anerkennt.

In unserer Zeit des Abfalls, der Emanzipation der Frau, etc. kann ich mir kein besseres Symbol vorstellen um eine schriftgemäße Unterordnung zu demonstrieren als die Bedeckung des Hauptes in der Gemeinde.

Wir wollen uns dem Thema aber vom Bibeltext her nähern.
»Ich will aber, daß ihr wisset, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupte hat, entehrt sein Haupt.« (1. Korinther 11,4; Elb.)

Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass Gottes Wort uns hier elementare Wahrheiten über die Hauptschaft gibt. „Christus das Haupt eines jeden Mannes“. Bedeckt der Mann sein Haupt, so verbirgt er damit Christus, sein geistliches Haupt.
Es ist in diesem Zusammenhang sicherlich die Erwähnung wert, das die Juden damit das sie in den Synagogen ihr Haupt bedecken Christus auch vollkommen als Haupt ablehnen. Das ist kein Zufall!
Indem die Männer ihr Haupt unbedeckt lassen zeigen sie an, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist.

»Jedes Weib aber, das betet oder weissagt mit unbedecktem Haupte, entehrt ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre.« (1. Korinther 11,5; Elb.)
Warum nun – so fragen wir uns – wird das Haupt der Frau (Ehemann, Vater, aber auch Älteste in der Versammlung, etc.) entehrt, wenn sie in der Gemeinde mit unbedeckten Haupt betet?
Weil die Autorität in der Gemeinde allein dem Herrn Jesus zusteht. Er allein steht in der Mitte. Und deshalb soll allein Seine Autorität (durch das unbedeckte Haupt der Männer) Ausdruck finden.
»Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit.« (1. Korinther 11,7; Elb.)
Das heißt: Nur die Herrlichkeit Gottes soll – symbolisiert durch das unbedeckte Haupt der Männer dargestellt werden. Die Herrlichkeit des Mannes hingegen soll – symbolisiert durch das bedeckte Haupt der Frauen verborgen sein.

Es ist mir klar, dass viele diese geistliche Wahrheit heute nicht mehr verstehen – und das ist traurig genug. Das Problem ist, das man mit den Symbolen auch die Inhalte ändert und es nicht einmal bemerkt – was wohl noch trauriger ist.
Der Herr will, das wir uns in diesen Symbolen - die Er hierzu gegeben hat - diesen Wahrheiten bewusst sind.

Genau wie wir in den Symbolen von Brot und Wein seinen Leib sehen, sowie die Gemeinde, die Er sich als Leib gebildet hat. Niemand bei klarem Verstand käme ernsthaft auf die Idee diese Symbole ändern zu wollen, weil man es „heute auch anders zum Ausdruck bringen könnte“.

Wir haben uns leider angewöhnt biblische Aussagen – bedingt durch den Zeitgeist – leichtfertig beiseite zu setzen. Dabei benutzt Paulus in dem betrachteten Abschnitt (man lese alle Verse von Kapitel 11 in Bezug auf die Kopfbedeckung) kein einziges kulturelles Argument.

Vers 13 sagt übrigens mitnichten - tut was ihr wollt - sondern fordert den Hörer im Gegenteil dazu auf sich zu fragen wie er zu geistlichen Urteilen gelangt. Paulus hatte ihnen alle geistlichen, schöpfungsbezogenen, naturbezogenen und apostolischen Argumente vorgelegt. Jetzt sollten sie entscheiden. Gehorsam - Ja! oder Nein!

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