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Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

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Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Günter am So 15 Sep 2013, 23:02

Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Mit dieser Frage möchte ich nicht nur den „harten Kern“ dieses Forums ansprechen, sondern auch die Mitglieder, die sich sonst nur wenig oder nicht äußern. Und ich möchte die vielen Gäste ansprechen, die sonst nur hier lesen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


PS: Ich möchte Euch natürlich meine Antwort nicht schuldig bleiben:

Ja, ich habe die Bibel schon mal ganz gelesen, sogar mehrfach.


Günter
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Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Gast am Mo 16 Sep 2013, 15:23

Hallo,

die Bibel besteht aus 66 Büchern. Es ist mehr als nur ein faszinierendes Buch.
Es ist Gottes lebendiges Wort an uns Menschen. In all dem Durcheinander dieser Welt ist es das Einzige was irgend einen Wert hat - Jesus Christus.

Die Welt die verloren geht will das nicht erkennen und geht geradewegs in ihren Untergang. Steht alles so geschrieben, kann jeder nachlesen.
Gerade vor der gegenwärtigen politischen Situation in und um Israel und in der Welt scheint mir das sehr wichtig.

Jemand sagte mal, die Bibel wäre auch die "Tageszeitung von Morgen."
Ich lese seit fast 20 Jahren in der Bibel und werde damit nicht zu einem Ende kommen. Gott ist HEILIG.

IHM sei in Christus Dank - ER wird auch mit uns zu seinem herrlichen Ziel kommen.
Jedes Knie muss sich beugen und jede Zunge muss bekennen das Jesus Christus der Herr ist. Das ist sogar mathematisch exakt - jeder!

Die Bibel wird sich bis ins Detail erfüllen. Dazu muss man sie lesen. Manchmal bin ich erstaunt wie viele Menschen über die Bibel etwas sagen wollen und
haben das "Buch" nie gelesen. Das ist traurig - es geht um Alles - um die Ewigkeit!

Ich freue mich auf gute Beiträge.
Gottes Segen

Thomas
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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Ralf-Peter am Mo 16 Sep 2013, 17:16

Hallo an alle,

es erscheint mir gerade in der heutigen doch sehr chaotischen Zeit um so wichtiger, die Bibel nicht nur als Text zu lesen, sondern sie zu durchforschen, die Texte in sich aufzusaugen. Vor ein paar Jahren war das bei mir noch nicht so ausgeprägt, ich habe schon die Bibel immer mal wieder zur Hand genommen und auch mit anderen Christen über diesen oder jenen Text diskutiert und darüber nachgedacht. Aber richtig durchgelesen, so dass auch wirklich alle Texte einmal dran waren habe ich sie erst dreimal (vielleicht über die Zeit vorher auch schon öfter, aber da weiß ich nicht genau, ob ich wirklich auch die "unwichtigen" Teile gelesen habe). Ich benutze dazu immer wieder einmal Lesepläne, die ich im Internet gefunden habe. Meistens habe ich dann die Bibel in ein oder zwei Jahren durchgelesen (je nach Leseplan). Das bedeutet aber auch für jeden, dran zu bleiben und das wirklich durchzuziehen.

Für mich mich ist es ganz wichtig, sie wirklich immer und immer wieder zu lesen, da sich einem viele Stellen immer wieder neu und anders erschließen, und so wird das Buch immer aktuell und interessant bleiben. Gottes Wort spricht heute noch aktueller denn je zu uns. Uns es bewahrheitet sich immer wieder, was Jesus gesagt hat:

Himmel und Erde werden vegehen, aber meine Worte werden nicht vergehen
. Mt. 24, 35

Liebe Grüße
Ralf-Peter

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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  fetarubil am Mo 16 Sep 2013, 21:11

Hallo,

komplett habe ich die Bibel noch nicht gelesen. Ein paar wenige Bücher fehlen noch.
Das NT habe ich schon mehrmals gelesen, auch einen großen Teil des AT.

Ich finde, die Bibel ist ein besonderes Buch. Sie ist sehr vielfältig. Man kann aus ihr lernen, sie lesen, sie beten, sie ist ein Ratgeber, ein Rätsel, sie erforschen usw. Manches ist nicht einfach zu verstehen, anderes ist leichter zu verstehen. Je mehr man darin liest, desto mehr kann man auch verstehen – oder auch weniger. Was sonst so selbstverständlich war, bekommt bei nochmaligen lesen einen anderen Aspekt hinzu, oder die Zusammenhänge werden anders verstanden. Was man sonst eher keine Bedeutung gemessen hat, bekommt bei nochmaligen Lesen die Bedeutung. Manche Verse, Kapitel, Bücher können einen über einen Zeitraum lange begleiten. Die Bibel verändert einen. Man beginnt zu hinterfragen.

Ich selbst lese täglich in der Bibel. Mein derzeitiges Projekt ist gezielt die komplette Bibel zu lesen.
Die tägliche Bibellese, so finde ich, sollte zum Glaubensleben dazugehören (ebenso das Gebet). Es öffnet mir die Augen und macht mich Aufmerksamer für Gott. Muss aber auch zugeben, dass die Bibel mich auch schon in Glaubenskrisen geführt hat. Als ich vor einiger Zeit viel im AT gelesen habe, musste ich das Bibellesen aufhören, weil ich so sehr erschüttert war von dem was ich las und ich fürchten musste vom Glauben abzukommen – und der Glaube an Gott erfüllte mich auch zunehmend mit Angst.
Bibel lesen, ist das eine. Die Bedeutung und Umsetzung in das eigene Leben, das andere. Lebe ich so wie es Gott gefällt? Was muss ich noch verändern? All das ist ein andauernder Prozess. Und die Bibel ist hier eine wunderbare Hilfe, denn sie sagt mir Klartext wie es laufen sollte. Ehrlichkeit zu sich und Gott ist hier natürlich Voraussetzung.

Lg
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Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Gast am Di 17 Sep 2013, 15:35

Hallo,

es ist ganz wichtig die Bibel ganz zu lesen. Jesus Christus ist die Erfüllung des Alten Testamentes.

Dazu ist es zwingend notwendig auch das AT zu kennen, gerade auch geschichtliche Hintergründe des jüdischen Volkes.

Das ist nicht einfach.

Für mich war es wichtig überhaupt zu verstehen warum im NT sich alles im alten Israel abspielt. Um das zu erfahren habe ich mich
durch die gesamte Bibel gelesen, in fast einem Zug.
Vieles verstand und verstehe ich absolut nicht.
Hier kommt der Heilige Geist ins Spiel. Auf wirklich manchmal wundersame Weise fielen/fallen mir Kommentare, Bücher etc. in die Hände,
die mir genau die jeweiligen Themen haarklein erklären die ich nicht verstand. Ich bitte beim Lesen um die Leitung durch den Heiligen Geist,
um Über- oder Untersetztung für meinen begrenzten Geist.

Ich werde damit nicht zu einem Ende kommen, denn vorher wird der Herr in Kraft und Herrlichkeit wiederkommen.

Ein Beispiel: was ich lange nicht gesehen habe sind die sog. Parallelstellen.
Die Kommunisten lehren nach K.Marx z.B. das Gesetz der Negation der Negation, welches eine sich spiralförmig wiederholende, nur auf jeweils höherem Niveau wiederkehrende
Entwicklung beschreibt.
Mir ist aufgefallen, das weiß die Bibel schon lange. In der Bibel steht ja auch das es nichts Neues unter der Sonne gibt.
Dieser Tage wurde es mir deutlich an der Rückkehr Israels aus der babylonischen Gefangenschaft und dem Bau des 2. Tempels in Jerusalem.
Es ist mit der modernen Geschichte Israels vergleichbar.

Mir fällt vieles nur sinngemäß ein. Die genauen Verse muß ich auch oft umständlich in der Bibel suchen. Dafür gibt es ja Gott sei Dank digitale Medien.
Hinter allen gefundenen Versen steht die Leitung durch den Heiligen Geist - der Pfingsten ausgegossen wurde.

So etwas kann nur vom Herrn selbst geschehen. Denn Jesus selbst wird die Decke wegnehemen. Jetzt geschieht es noch individuell - aber wenn
der Herr sichtbar wiedergekommen ist - dann gilt es für alle.
Steht in Jesaja und auch in der Off. des Johannes.
Vieles bleibt auch ein Geheimnis - welches sich uns (der Gemeinde oder auch der Leib Jesu Christi) erst bei der Wiederkunft des Herrn auftut.

Das heißt nicht, bei z.Z. schweren Bibelstellen aufzugeben - sondern vielmehr um Weisheit zu ringen.
So, jetzt muß ich schließen, denn ich kämpfe mich gerade "parallel" durch Jesaja 24 -27 - Daniel - Matthäus (Jesu Ölbergpredigt) - Offenbarung.

Gottes Segen
Thomas
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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Günter am Sa 21 Sep 2013, 07:00


Ich finde es etwas schade, dass sich niemand outen will und auch mal schreibt, dass er bisher trotz gutem Vorsatz noch keine Zeit zum lesen der Bibel gefunden hat, oder schon die dritte Seite bereits nicht mehr geschafft hat. Ich habe auch schon mal die Gegenfrage gehört, was uns denn ein so altes Buch heute noch sagen könnte.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Ralf-Peter am Sa 21 Sep 2013, 10:50

Lieber Günter,

ich weiß nicht, wen Du denn damit meinst, wenn Du sagst, dass es keinen gibt der sich bisher geoutet hat. Aber ich gebe gern zu, dass es mir bis vor zwei Jahren sehr schwer fiel, überhaupt in der Bibel zu lesen. Im  Gegenteil, ich las vielleicht ab uns zu einmal einen Abschnitt der Bibel, einige Verse um darüber nachzudenken. Aber regelmäßig, geschweige denn wirklich mal ganz im Zusammenhang? Daran war überhaupt nicht zu denken. Ich lebte mein Leben im "christlichen?" Trott. Ja, ich hatte mich für Jesus entschieden, aber irgendwie war da einfach nur noch Routine drin. Auch das Gebet hatte ich sehr lange vernachlässigt, obwohl ich geanu wusste, wie wichtig dies in der Beziehung mit Jesus ist.

Vor ungefähr 2 1/2 Jahren zeigte mir Gott jedoch eine gewohnheitsmäßige Sünde auf, die ich bis dahin noch nicht wirklich erkannt hatte. Und da begann ich in der Bibel nachzuforschen und sie immer mehr zu lesen. Ich suchte nach Bibelleseplänen und blieb durch eine Handy-App, die mich jeden Tag per Email auch erinnern konnte, am Bibellesen dran. Seitdem habe ich vor, täglich in der der Bibel zu lesen und auch durch diese Lesepläne wirklich auch komplett durch die Bibel zu kommen.

Ich gebe zu, dass das Lesen manchmal doch sehr mühevoll ist, vor allem, wenn dann als Text die Stammbäume bestimmter wichtiger Menschen dran sind. Aber ich mache jetzt die Erfahrung, dass selbst diese Texte mir etwas zu sagen haben und auch interessant sind. Und ich erlebe immer mehr, wie mich Bibeltexte fesseln können, wie sie mich auch im heutigen Leben begleiten und mir aktuell sein können. Heute weiß ich, wie bereichernd die tägliche Bibellese sein kann. Dennoch ist es immer wieder auch ein Kampf mit mir selbst, wirklich dran zu bleiben. Mein eigenes Ich sträubt sich noch immer ab und zu dagegen, aber ich möchte dieses tägliche Wort aus diesem Buch einfach nicht mehr missen.

LG
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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Gast am So 29 Sep 2013, 18:08

In meiner Kindheit lernte jeden Sonntag ein Bibelvers auswendig, was ich später als Segen empfand. Dann las ich viele verschiedene christliche Literatur die sehr oft widersprüchliche Aussagen erhielten.  Ich wusste, es kann nicht Sein, Gottes Wort wiederspricht sich selber nie! Auf einmal habe ich einen sehr großen Durst nach der Wahrheit. Ich fang an die ganze Bibel zu lesen und zwar genau. Wichtig war dabei die Texte im Kontext zu verstehen und die Zusammenhänge der Aussagen zu erforschen. Und ich habe gebetet, dass Gott mir hilft durch den Heilige Geist.  Ich wollte nicht mehr von vorgekautem Brot ernähren, sondern wollte die Manna, der Brot des Lebens.
Heute gibt so viel verschiedenen Irrelehren und sie zitieren dabei auch die Bibel. Bekanntlich wenn ein falsche Bild nicht zum Verwechseln ähnlich aussieht wie der Original, würde auffallen.

Ein jüdisches Sprichwort sagt:

Wenn eine Lüge keine Wahrheit enthält, glaubt es Niemand.
 
So ist es auf den geistliche Ebene. Nur wer Gottes Wort kennt, wird in der Lage sein bei dem Original zu bleiben.

Ein Beispiel:

„Die Wahrheit macht frei“ Jn 8,32b

Viele theologische Interpretationen wurden auf diese einzige Satz der Bibel aufgebaut, die aber beim näher betrachtend die Wahrheit nicht standhalten. Wir sollten hier die Aussage im Kontext verstehen.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!i]
Jn8,31-32

Hier finden wir das Kriterium zu Freiheit. Erst müssen wir in Jesus Wort bleiben, das heißt sie zu gehorchen, dann werden wir Jünger und nur dann werden wir die Wahrheit erkennen und wiederum die Wahrheit wird uns frei machen. Ohne Gehorsam gilt diese Aussage Jesus nicht. Durch Sein Wort werden wir von jeglicher Abhängigkeit frei. Er ist der HERR unseres Lebens.

Außerdem Gott sprach nicht nur durch Sein Wort, sondern auch durch Seinen wunderbaren Taten zu uns. Wie Er sein auserwähltes Volk führte, sprach von Seiner unendlichen Liebe. Jesus finden wir nicht erst in der NT., Er sprach schon auch z.B. Abraham.

Ich bete weiterhin, dass Gott mich bewahre durch Seinem Wort, Jesus, der Messias.

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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Harald am Mi 02 Okt 2013, 01:54

Hallo Elis,

ich möchte dich auch hier nochmal "Herzlich Willkommen" heißen im Forum.

Vielleicht ist es Faulheit, aber ich habe große Mühe mit dem auswendig lernen ... schon immer gehabt, vielleicht auch nur nie richtig "trainiert". In der Schule quasi immer auf Arbeiten, Prüfungen etc. gepaukt, auswendig gelernt, und nach 2 Tagen war das "Wissen" wieder Nichtwissen.

Schon öfter dachte ich, eine Möglichkeit, vielleicht etwas tiefer von der Bibel zu verstehen und mehr Zusammenhänge zu erkennen, wäre für mich, wenn ich dann in ein paar Jahren, wenn ich in Rente komme, so Gott will, dass ich mich dann für eine Bibelschule anmelde und 1, 2 oder 3 Jahre über Gott und Jesus lerne und intensiver nachdenke und vielleicht dann etwas mehr hängen bleibt.

Ich habe schon einige Male die Bibel ganz gelesen, mache das immer wieder aufs Neue, meist in einem Jahr mit Bibelleseplan. Hm, manchmal bin ich müde oder abgelenkt und es bleibt kaum was hängen.
Für mich ist es gut, dass es Hilfsmittel gibt, wenn ich zwar in etwa weiß, wie ein Bibelvers heißt, aber nicht weiß wie genau und wo er steht, dann suche ich mit der PC-Bibel oder eben online. Ja und mir helfen auch Kommentare, aber in letzter Zeit merke ich, dass ich nicht automatisch die Kommentare oder Vorträge eins zu eins übernehme bzw. denen eben nicht uneingeschränkt zustimme, nur weil das der und der gesagt oder geschrieben hat.
Auch Griffregister sind eine Hilfe um schneller ein bestimmtes Buch in der Bibel zu finden.

Es hilft aber durchaus, wenn man seine teilweise vielleicht auch liebgewonnenen Ansichten ggf. doch wieder in Frage stellen lässt, wenn es eben vielleicht doch nicht biblisch fundiert war, was ich an Meinung/Ansicht übernommen hatte. Letztlich werden wir wohl nie alles komplett richtig und ganz verstehen, was Gott bzw. Jesus uns bis ins Detail da alles aufgeschrieben hat bzw. eben inspiriert aufschreiben ließ in Seinem Willen.

Grüße harald


Harald
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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Gast am Mi 02 Okt 2013, 09:34

Lieber Harald!

Sicher bleiben oft Fragezeichen die wir noch nicht verstehen und ich denke das sollten wir auch aufrichtig und ehrlich zugeben. Mir gefällt die Übersetzung von der Schlachter Bibel:

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
1Kor 13,12

Die ganze Bibel ist Gottes Liebesbrief an uns. Es geht nicht darum unsere intellektuellen Informationen zu erweitern, sondern Gottes Wort verändert unsere Leben und unsere Herz. Es reinigt uns und Licht auf unseren Wegen.

Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibet in mir, und ich bleibe in euch!
Jn 15,3-4a

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für meinen Pfad.
Psalm 119,105

Ich denke es kommt nicht darauf an, dass man aus Pflichtgefühl jeden Tag einen bestimmten Teil liest. Die Tage sind unterschiedlich und es kann sein, dass man müde ist und nicht konzentrieren kann. Oft habe ich das auch erlebt. In solche fällen war ich Gott sehr dankbar, dass Er auch nur durch einen Bibelvers gestärkt hat. An den Tagen wo ich mehr Zeit hatte, könnte ich dann auch mehrere oder auch längere Kapitel studieren.  

Ist es nicht wunderbar, dass wir heute in einen Zeit Leben, wo jeder die Möglichkeit hat Gottes Liebesbrief zu lesen? Er spricht uns direkt an.

Solches habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!
Jn 16,33

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Bibel komplett gelesen

Beitrag  Wiso am So 02 Jul 2017, 11:37

Hallo.

Habe gerade vor ein paar Tagen die Bibel fertig gelesen. Bei mir ging das Ganze allerdings eher nach hinten los. Letzte Woche bin ich daraufhin aus der Kirche ausgetreten. Ehrlichgesagt kann ich jetzt, wo ich weiß, was alles in der Bibel steht, noch viel weniger nachvollziehen, wie man an sowas glauben kann oder will.

Den Gott aus dem Alten Testament würde ich, wenn er mir in Form eines Menschen heutzutage begegnen würde, als sehr unsympathischen Zeitgenossen ansehen und ihn meiden. Warum ich jemanden oder etwas - in welcher Form auch immer dieser Gott existieren soll - der sich so verhält, auch noch verehren und anbeten soll, ist mir absolut unverständlich. Eher kann ich nur hoffen, dass es ihn NICHT gibt.

Habe mich im Laufe des Lesens immer wieder gefragt, wie dann später die ganze Geschichte "die Kurve" kriegt, von diesem unsypathischen, rachsüchtigen, egoistischen, blutrünstigen Wesen, das Menschen in Kriege schickt, um andere zu ermorden und selbst Menschen ermordet (mitsamt sämtlichen Angehörigen von jemandem, der eine "Straftat" in Gottes Augen begangen hat, die aber doch eigentlich selbst gar nicht dafür können), zu einem guten, liebenden und wohlwollenden Gott im Neuen Testament. Musste dann feststellen, dass die Geschichte ganz einfach gar nicht die Kurve kriegt, sondern einfach am Ende des Alten Testamentes abbricht und dann plötzlich mit Jesus wieder was anderes anfängt und behauptet wird, dass halt jetzt Gott plötzlich ganz anders und viel freundlicher ist als früher.

Für mich absolut unverständlich.

Wie auch immer. Jeder sollte glauben dürfen was er will, so lange er niemand anderem damit wehtut. Und wenn es ihm im Leben hilft, umso besser. Und: auch wenn man mit Glauben bzw. Religionen nichts anfangen kann, irgendwas in einem drin sagt einem, dass es besser ist, GUTE Dinge im Leben zu tun, als schlechte. Hoffe, das geht allen so, ob religiös oder nicht.

Wiso
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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Henoch am So 02 Jul 2017, 19:26

Hallo Wiso,
als ich die Bibel das erste Mal las, da ging es mir wie Dir. Ja, der Gott, der sich in seiner unendlichen Heiligkeit und Gerechtigkeit in letzter Konsequenz im alten Testament offenbart, der ist erschreckend. Unser größtes Problem mit Gott ist, dass er heilig ist und dass er gut ist, so dass er jede kleine Ungerechtigkeit hart bestraft. Und dass wir ungerecht sind. Aber schon im alten Testament schimmert durch, dass Gott unser Problem mit IHM aus vollkommener Liebe zu uns lösen will, ohne auch nur einen Millimeter von seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit zu weichen.


Stell Dir vor, ein unendlich vollkommener Richter und heiliger Gott, der niemals mit einem Menschen Gemeinschaft haben kann, der auch nur die aller kleinste Sünde hat, will Menschen ins Himmelreich retten, die ungerecht und egoistisch sind, aber so erschaffen sind, dass ihr Leben von Gott abhängt, wie das Leben eines Fisches vom Wasser. Was kann er tun? Wenn er die Sünde ungestraft lässt, ist er nicht mehr gerecht und heilig, wenn er aber die Menschen verloren gehen lässt, dann hat er keine vollkommene Liebe.

So kommt es, dass Gott in Jesus Mensch wird, alle Schuld der Menschen auf sich nimmt, damit ans Kreuz geht und leidet und stirbt und so unsere Schuld bezahlt. Jetzt ist er vollkommen gerecht, denn Sünde ist bestraft und vollkommen liebend, denn er zahlte die Strafe. Nun kann jeder, der unter seiner Sündenlast leidet und mit Gott in Liebe und Gehorsam Gemeinschaft haben möchte,  für seine Schuld vor Gott Jesu Sühnetod für sich in Anspruch nehmen. Das ist das Evangelium.


Der Gott des alten Testamentes ist der selbe wie der des neuen Testamentes. Wir würden nicht verstehen, warum wir Erlösung brauchen, wenn wir nicht verstehen, wie konsequent Gott ist, was Sünde betrifft. Und der Gott, der sich in der Offenbarung als heilig erweist, ist ebenfalls der selbe Gott. Sein Handeln ist heilig, konsequent und tödlich für jeden, der Gottes moralische Ansprüche nicht akzeptieren will. Gottes Liebe und Gnade gilt aber auch jedem, der ein geheiligtes Leben leben will, weil er versteht, dass die Sünde den Tod, das Leid und die Hölle bringt. Sünde zerstört alles und durch sie gibt es den Tod und das Leid.


Ich kann verstehen, dass Du erschrocken bist, das spricht dafür, dass Du von Gott gerade angesprochen wirst.

Gott ist schrecklich für jeden Unerlösten und Gott ist unendlich herrlich und begehrenswert für jeden, der sich von ihm retten lies. Ich habe die Bibel schon viele, viele male gelesen. Sie hat mich erst erschrocken, dann zu Gott gezogen. Heute bin ich sein und erfahre täglich Halt, Liebe, Hoffnung und Kraft durch ihn, der mich so sehr liebt, dass er sein Leben für mich hingegeben hat. Er, der heilige, ewige Gott, wurde in Christus Mensch und starb, um mir das ewige Leben zu geben. Und nicht nur das, er will mir auch die herrliche Zukunft im Himmel schenken.

Henoch


Zuletzt von Henoch am So 02 Jul 2017, 19:30 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet (Grund : Einfügung)

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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  fetarubil am Mo 03 Jul 2017, 18:37

Ich denke, dass man auch die Umstände des AT beachten muss. Der Schöpfer der Welt wurde fast vergessen und, die an ihn glaubten, lebten in Gefangenschaft. Sein Wille war das ER unter den Menschen bekannt wird, dass die Menschen an ihn glaubten usw. Die Menschen lebten ja so schlecht, dass ER es kaum als "leben" bezeichnet. Trotzdem  musste er sich bei diesen Menschen durchsetzen mit all ihren Göttern, und Aberglauben. Da hieß es hart durchgreifen. Aber auch so zu handeln, dass jeder der dies sieht, an ihn glauben kann. Ich denke, Gott musste vielerlei so handeln und hat immer bestimmte Leute dafür eingesetzt. Heute sähe das vermutlich ganz anders aus, und berechtigt keinen von uns, genauso zu handeln wie er damals, außer Gott befiehlt es.
Gott bezeichnet sich als liebend, und wir Menschen uns auch. Und zu welchen Grausamkeiten ist der Mensch erst fähig, wie "milde" muss Gott die Menschen behandelt haben, um den Menschen den Funken einer Chance auf den rechten Weg zu bringen. Seinerzeit war es dringend notwendig, die faulen Kartoffeln auszusieben, bevor alle Kartoffeln faule werden - und seinen Glauben zu verbreiten.

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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Heidi am Mo 03 Jul 2017, 19:08

*Wiso* weist ja auch auf die Kriege hin. Das stimmt, aber es handelte sich ja hier um Völker, die Götzen verehrten und damit Gott ablehnten.

Die vielen Wunder - von den Plagen, - bis hin zur Meerteilung - und der wundersamen Reise des Volkes Israels durch die Wüste mit Gott als Feuer- und Wolkensäule, - hatten sich unter den Nachbarvölkern herumgesprochen. Trotzdem blieben sie bei ihren Kulten, bei denen sie "ihrem Gott" (Götze) sogar Kinderopfer durchs Feuer brachten. Komisch, dass da kein Aufschrei gegen kommt?!!

Jericho wusste von Gott. Die Hure Rahab kannte den wahren Gott. Aber die anderen wollten nicht zu Ihm umkehren, sondern verließen sich auf die hohen Mauern, die Jericho schützen sollten.

Außerdem waren die fremden Völker böse. Gott hatte aber Geduld, er wartete z.B. bei den Amoritern 400 Jahre (glaub ich waren es), bis das Maß der Sünden voll war.

Gott ist gerecht und Er hat uns die Gebote gegeben. Er hasst Götzendienst! Also wird der bestraft, der dabei bleibt. Gott hat immer gewarnt nach dem "Wenn - dann" Prinzip.

Das gefällt den Menschen aber nicht, dass Gott die Regeln vorgibt. Erst seit ich Christ bin und erfahren habe, dass ICH so viel falsch gemacht habe in meinem Leben und Gott damit so verärgert und bekümmert habe und Vergebung durch Jesus erfahren habe...kann ich voll und ganz Gottes "Spielregeln" auf dieser Welt akzeptieren. Auch wenn ich manches nicht verstehe - ist Gott Gott. Amen.



Liebe Grüße
Heidi

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Re: Habt Ihr die Bibel schon mal ganz gelesen?

Beitrag  Eliah am Di 04 Jul 2017, 18:08

... ja  ...


aber eher mit dem Verstand "herunter gelesen" - in einem Jahr, aber das ist lange her... (und die Psalme und Sprüche lies ich erst mal aus)
...
nun lese ich eher mit dem Herzen und eher überwiegend wenig Verse und kaue sie erst mal mit dem Herzen ordentlich durch, und gebe den Versen Zeit Fuß zu fassen, sich einzunisten sozusagen um wirken zu können.
..  Wenn es mehr ist, dann halte ich zwischendurch inne und rege die Verdauung an, bevor ich weiter esse ... Idea

Eliah


und das mit dem "strengen Gott im AT" - es ist derselbe, der sich nie ändert, nur wird im NT klarer wie alles gemeint ist:
Christus hat den Vater ja offenbart, auch er war "hart", wenn man genau liest Wink
"Jesus Christus, der selbe gestern, heute und in Ewigkeit" - kein Wunder, er ist ja (schon) vollkommen!

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