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Versuchung

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Versuchung

Beitrag  Gast am Do 10 Jul 2014, 08:09

gerade heute steht im losungsbüchlein etwas zu einem meiner wiederkehrenden themen:
Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnet (1. Kor 10,13)
prima, ich werde also mit versuchungen konfrontiert, bis ich kurz vor dem zusammenbrechen bin. wozu soll das denn gut sein? nur um mir ein mal mehr zu sagen: du hast einen freien willen und kannst dich immer wieder neu für mich entscheiden? braucht es das wirklich? welche erkenntnisse habt ihr dazu?

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Re: Versuchung

Beitrag  Günter am Do 10 Jul 2014, 21:52


Hallo Querellia,

Gott versucht nicht, er lässt die Versuchung aber zu (Siehe Hiob). Wie groß die Versuchung ist, bzw. wie anfällig wir dafür sind, hängt wohl auch von unserer Persönlichkeit ab, z.B. wie ausgeprägt der Sexualtrieb ist oder wie wichtig das Erreichen von Wohlstand, Ansehen, ….., - man könnte diese Aufzählung noch beliebig fortführen.

Zu 1.Kor. 10,13:
Paulus warnt die »Starken« in Korinth vor falscher Selbstsicherheit. Eine den Menschen nicht überfordernde, sondern für ihn tragbare Versuchung. Die Christen sollen ihre eigene Gefährdung durch Versuchungen realistisch einzuschätzen lernen und zugleich auf die Treue Gottes vertrauen.

Quelle: Elberfelder Bibel mit Erklärungen

Ich finde, das trifft es sehr gut. Und es liest sich sehr viel moderater, als Deine Interpretation. Trotzdem, die Welt ist keine Kuschelecke. Die Versuchung erkennen, weil man die Bibel (= Gottes Wille) kennt, ausharren, der Versuchung widerstehen.

1.Kor 6,18: Flieht die Hurerei! - Da ist ausharren vermutlich zu wenig zum widerstehen, dem muß man sich entziehen.

Ich gebe zu, dass das alles nicht einfach ist. Für mich fängt alles damit an, dass man die Bibel, und damit Gottes Willen kennt. Woher wissen wir sonst, was in unserem Leben in Ordnung ist und worin wir versucht werden?

Das waren jetzt meine Erkenntnisse. Jetzt bin ich mal gespannt auf weitere Antworten.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Versuchung

Beitrag  Günter am So 13 Jul 2014, 16:19

JESUS WIRD IN VERSUCHUNG GEFÜHRT

Zurück zum Matthäusevangelium. Das vierte Kapitel beginnt mit einem Bericht darüber, wie Jesus vom Teufel in Versuchung geführt wird. Der Begriff „Versuchung“ hat zwei Bedeutungen, die wir in unserer Alltagssprache leider oft vermischen. Wenn wir davon sprechen, dass jemand in Versuchung geführt wird, dann bedeutet das meistens, dass dieser Mensch zum Schlechten verführt werden soll. Genau das erlebt Jesus. Der Teufel führt nichts Gutes im Schilde, als er Jesus in Versuchung führt.

Ganz im Gegensatz dazu führt Gott Menschen in Versuchung, um sie auf die Probe zu stellen und sie im Glauben reifen zu lassen. Zum Bösen verführt er niemanden, heißt es ausdrücklich im Jakobusbrief (Jak 1,13).

Der Teufel also möchte Jesus zu Fall bringen. Da stellt sich natürlich die Frage: Hätte es denn passieren können, dass Jesus den Versuchungen unterliegt? Meine Antwort darauf: Nein! Gegenfrage: Ja, was sind denn das für Versuchungen, die ihn ohnehin nicht zu Fall bringen können? Anstatt eine Antwort darauf zu geben, möchte ich Ihnen ein Erlebnis aus meiner Kindheit erzählen. Wir wohnten damals in einer Kleinstadt, die an einer wichtigen Bahnstrecke liegt. Ganz in der Nähe gab es eine Eisenbahnbrücke, die einen Fluss überquerte, der im Sommer eher einem Rinnsal glich, aber im Winter sehr viel Wasser führte. Einmal kam es dazu, dass die Brücke durch das Wasser schwer beschädigt wurde und durch eine neue ersetzt werden musste. Vor der offiziellen Inbetriebnahme fuhren damals zwei schwere Lokomotiven gleichzeitig auf die neue Brücke und blieben mitten darauf stehen. Viele Leute schauten gespannt zu und einer fragte schließlich einen Ingenieur der Eisenbahngesellschaft: „Und was ist, wenn die Brücke nicht hält?“ Der lachte nur und gab zur Antwort: „Keine Bange, die Brücke hält! Würden wir sie sonst mit zwei Lokomotiven gleichzeitig befahren?“ So ähnlich war es nach meiner Meinung auch, als Jesus vom Teufel in Versuchung geführt wurde, obwohl etliche Bibelausleger die Versuchungen als wirklich große Prüfungen für Jesus sehen. Für mich aber wäre es zwar theoretisch möglich gewesen, dass Jesus bei einer der drei Versuchungen unterliegt. Praktisch gesehen handelte es sich aber mehr um einen Beweis dafür, dass Jesus dem Teufel jederzeit Paroli bieten kann.

Genug der Vorrede; wenden wir uns nun dem Bibeltext zu. Gleich am Anfang von Matthäus 4 wird deutlich, wer Jesus in Versuchung führt. Es ist nicht Gott, der den Glauben Jesu auf die Probe stellt, sondern es ist der Teufel, der ihn zum Schlechten verführen will. – Die Verse 1 bis 3:

„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden“ (Mt 4,1-3).

Nicht nur Liebe geht durch den Magen. Hier versucht der Teufel Jesus zu Fall zu bringen, indem er dessen körperliche Bedürfnisse ins Spiel bringt: seinen Hunger. Nach vierzig Tagen Fastenzeit könnte das ein geeigneter Angriffspunkt sein. Ich denke, wir als Menschen sind grundsätzlich dafür anfällig, uns von unseren körperlichen Bedürfnissen in die Irre führen zu lassen. Deshalb warnt der erste Johannesbrief ausdrücklich vor der „Lust des Fleisches“ und der „Lust der Augen“ (1 Joh 2,15). Wie reagiert Jesus auf den Vorschlag des Teufels, aus ein paar Steinen Brot zu machen? Die Antwort steht in Matthäus 4, Vers 4:

„Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5 Mose 8,3): ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht‘ (Mt 4,4).

Jesus zitiert hier einen Bibelvers aus dem fünften Buch Mose. Nur nebenbei bemerkt: Für Jesus gibt es offenbar nicht den Hauch eines Zweifels, dass das Alte Testament tatsächlich Wort Gottes ist; von Gott inspiriert und von Menschen niedergeschrieben. Weiter ab Vers 5: die zweite Versuchung.

„Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Ps 91,11-12): ‚Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt‘“ (Mt 4,5-6).

Man höre und staune: Der Teufel kennt sich in der Bibel aus und zitiert aus Psalm 91. Diesmal will er Jesus geistlich in Versuchung führen, frei nach dem Motto: „Zeig mal, ob deine Beziehungen zu Gott wirklich tragfähig sind.“ Und wie reagiert Jesus auf die scheinbar so geistliche Masche des Teufels?

„Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5 Mose 6,16): ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen‘“ (Mt 4,7).

Wieder setzt Jesus dem Teufel ein anderes Bibelwort entgegen. Auch diesmal aus dem fünften Buch Mose. Und es folgt eine dritte Versuchung, die ich als psychologischen Trick bezeichnen würde:

„Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest“ (Mt 4,8-9).

Der Teufel versucht bei Jesus gewisse Machtgelüste zu wecken. Psychologisch geschickt zeigt er ihm, auf was er bisher verzichtet hat. Doch schauen wir uns an, wie Jesus auf diese Versuchung reagiert. – Vers 10:

„Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5 Mose 6,13): ‚Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen‘“ (Mt 4,10).

Ein drittes Mal zitiert Jesus hier einen Vers aus dem fünften Buch Mose. Das muss mir als Christ in der heutigen Zeit eigentlich ein Ansporn sein, die eigenen Bibelkenntnisse zu vertiefen und sie mit Leben zu füllen. Dann wird es auch mir gelingen, falsche Argumente zu entlarven. Selbst wenn sie mit frommen Worten gespickt sind oder mit Bibelversen, die mit böser Absicht aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Jesus spürt man ab, dass er Bibelverse nicht nur auswendig gelernt hat, sondern dass er versteht, was Gott damit den Menschen sagen möchte. Diese Art von Bibelkenntnis lässt den Teufel nicht unbeeindruckt. In Vers 11 ist zu lesen:

„Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm“ (Mt 4,11).

Der Teufel hat es eigentlich nicht verdient, dass man sich großartig mit ihm beschäftigt. Deshalb nimmt er auch in der Bibel nur sehr wenig Raum ein. Ein paar Dinge sollte man aber schon über ihn wissen. Schauen wir uns die zurückliegenden Verse an, so erkennen wir auf jeden Fall, was er nicht ist. Er ist keinesfalls diese bekannte Schreckensfigur mit Pferdefuß, Schwanz und Hörnern. Aber er ist auch keineswegs nur „das Böse in der Welt“ oder „das Prinzip des Bösen“. Vielmehr stellt die Bibel ihn als eine Person dar, als den Gegenspieler Gottes. Er ist äußerst raffiniert in seiner Vorgehensweise. Niemals würde es ihm in den Sinn kommen, Jesus zu einem Verbrechen zu überreden. Ihm ist klar, dass ihm so etwas nie gelingen würde. Lieber versucht er, Jesus von seinem eigentlichen Auftrag abzubringen, indem er zum Beispiel sagt: „Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.“ Der Teufel möchte Jesus dazu verführen, dem Willen Gottes ein Schnippchen zu schlagen.

Des Weiteren möchte er Jesus dazu bringen, seine Macht zu gebrauchen, Wunder zu tun und sich wie ein religiöser Führer aufzuspielen. Dabei hat Gott etwas ganz anderes mit seinem Sohn vor. Als hilfloses Kind kam er zur Welt. Als Erwachsener soll er von der Liebe Gottes predigen und den Menschen die Vergebung ihrer Sünden anbieten. Und schließlich wird er sogar am Kreuz für sie sterben. Für diesen Heilsplan Gottes hat der Teufel wirklich kein Verständnis.

Jesus hat sich niemals als großer religiöser Führer oder als Wunderheiler aufgespielt. Deshalb rate ich übrigens auch zur Vorsicht, wenn bei christlichen Kongressen und anderen Veranstaltungen gewisse Grenzen überschritten werden. Es kann doch wohl nicht sein, dass angeblich besonders begnadete Christen den Besuchern mehr geistliche Erfahrungen anbieten, als Jesus Christus es selbst getan hätte. Oder wenn sie sich wie große religiöse Führer aufspielen.

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang, wie raffiniert der Teufel aus Psalm 91 zitiert. Nach Matthäus 4 sagt er: „Gott wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Mit anderen Worten: „Tu, was du willst. Gott wird dich schon beschützten.“ In Psalm 91 gibt es jedoch einen kleinen, aber sehr wichtigen Zusatz, den der Teufel im Gespräch mit Jesus einfach weglässt. In Psalm 91 heißt es: „dass die Engel dich behüten auf allen deinen Wegen“ (Ps 91,11). Jesu Wege sind nicht irgendwelche Wege, sondern Wege, die er im Einklang mit seinem himmlischen Vater geht. Erst recht gilt das für Christen. Gott muss nicht zu allem, was wir von ihm erbitten, ja und amen sagen. Die Auffassung mancher Christen, dass man Gott nur lange genug wegen einer bestimmten Sache in den Ohren liegen muss, bis er klein beigibt, halte ich für falsch. Nur wenn wir ihn danach fragen, welche Wege wir in unserem Leben einschlagen sollen, können wir gewiss sein, dass er diese Wege auch mit uns geht.

Und noch eine letzte Beobachtung. Als der Teufel Jesus alle Reiche dieser Welt gezeigt hat, bietet er ihm an: „Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Eigentlich könnte man erwarten, dass Jesus darüber lacht und dann sagt: „Du kannst mir davon überhaupt nichts geben, denn es gehört dir doch nicht.“ Aber genau das sagt Jesus nicht! Denn offenbar hat der Teufel – zumindest in gewissen Grenzen – Verfügungsgewalt über diese Welt. Das muss uns keine Angst machen, denn Jesus Christus hat durch seinen Tod am Kreuz den Satan bereits besiegt. Aber bis Jesus ein zweites Mal kommt, um das Reich Gottes für alle sichtbar aufzurichten, hat auf dieser Welt auch der Teufel ein Wörtchen mitzureden. Und wir tun gut daran, ihn nicht zu unterschätzen.

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Viele Grüße und Gottes Segen,

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Re: Versuchung

Beitrag  Harald am Mo 14 Jul 2014, 02:35

Hallo,

Gott versucht uns auch, nicht nur Satan oder unser Fleisch. Aber Gott versucht uns nicht zum Bösen, eher um uns zu prüfen, oder wenn ich an Abraham und Isaak denke, dann steht da auch noch eine Geschichte hinter der Geschichte, hinter dem "Schicksal" Abrahams. Denn Gott wollte, denke ich, den Menschen damit schon zeigen, dass ER dieses Opfer von den Menschen nicht erwartet, sondern ER selbst bereit ist, SEIN Liebstes herzugeben zur Erlösung der Menschen.
1.Mose 22.1: 1 Und es geschah nach diesen Dingen, daß Gott den Abraham versuchte;
Ferner gibt es eben auch die Versuchung durch unsere eigenen "Gelüste":
Jakobus 1:14: Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird.
Dazu dann eben auch die Versuchung durch Satan:
2. Korinther 11:3: Ich fürchte aber, daß etwa, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, [also] auch euer Sinn verderbt und abgewandt werde von der Einfalt gegen den Christus. Jakobus 4:7: Unterwerfet euch nun Gott. Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch fliehen.
Derzeit war ich wieder bei Hiob am Lesen. Auch hier weiß Hiob nicht, was mit ihm geschieht. Wenn ich mir also nicht sicher bin, bzw. nicht erkennen kann, dass ich sündige Gedanken habe, die mich verführen, ... hm ... ich merke eben, dass die Unterscheidung schwierig ist zwischen eigener Lust und der Versuchung von Satan ...
Jedenfalls denke ich, dass ich meist durch mein Fleisch versucht werde, und das beginnt eben in Gedanken, geht in Worten weiter und führt auch leider zu falschen Taten.

Mir sagt das nicht in erster Linie, dass ich eine Marionette bin, oder Witzfigur, mit der Gott dann letztlich doch das macht, was ER möchte, im Gegenteil Gott gab sich selbst mit Jesus, zur Erlösung von dir und mir. In den Versuchungen sehe ich, wie ich auf die Erlösung und die Vergebung meiner Schuld angewiesen bin, dass ich wohl wirklich nichts ohne Jesus tun kann, zumindest nichts Gutes, das vor Gott Bestand hat.

Soweit mal heute Nacht - wünsche ebensolche gute ...
Harald

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Versuchung

Beitrag  Gast am Sa 19 Jul 2014, 23:09

Günter schrieb:Gott versucht nicht, er lässt die Versuchung aber zu (Siehe Hiob).
Harald schrieb:Derzeit war ich wieder bei Hiob am Lesen. Auch hier weiß Hiob nicht, was mit ihm geschieht. Wenn ich mir also nicht sicher bin, bzw. nicht erkennen kann, dass ich sündige Gedanken habe, die mich verführen, ... hm ... ich merke eben, dass die Unterscheidung schwierig ist zwischen eigener Lust und der Versuchung von Satan ...
Ja, was denn nun? GOTT LÄSST VERSUCHUNG ZU --- ICH/WIR ERKENNEN ABER NICHT, OB ES EIGENE LUST ODER VERSUCHUNG VON SATAN IST - --  
Gott schenkt uns doch Erkenntnis, oder??? - steht doch so irgendwo (Ihr seht - die genauen Bibelstellen kann ich nicht zitieren, werde ich auch nie können, trotz all meiner Bemühungen, das habe ich schon so oft festgestellt) Darf/Kann ich nicht mehr Hilfestellungen durch meine Gebete und Reden mit Gott erwarten und auch erlangen? Wozu immer wieder die Fragestellungen? Mache ich es kompliziert oder ist es so?

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Re: Versuchung

Beitrag  Harald am So 20 Jul 2014, 01:40

Hallo,

wegen Bibelstellen kannst du ja mal weiter oben schauen, da gibt es einige Buttons, links beginnend mit Startseite, bis zu Logout auf der rechten Seite. Da gibt es auch eine Verlinkung zur Bibel. Klickst du das an, wirst du auf den Bibelserver geleitet. Dort gibst du z.B. Erkenntnis ein, und kannst dir die passende Bibelstelle aussuchen, die du meintest.
Ich denke, dass du das schon hinbringst. Die Bibel soll unser Maßstab sein für die Diskussionen, in erster Linie jedenfalls, unsere Meinungen und Gedanken müssen sich hier wiederfinden oder unterordnen.
Fragen, Diskussionen sind natürlich immer möglich, denn so können wir auch voneinander lernen und wachsen.

Bzgl. Hiob und Versuchung gibt es keinen Widerspruch zwischen Günter und mir, denn dort heißt es ja z.b. in Kap.
2,6: Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben!
Anders war es bei Abraham - 1. Mose 22.1 - siehe weiter oben.

Mit der Erkenntnis ist es ähnlich wie im normalen Leben auch. Als Baby weiß man noch recht wenig, braucht Milch, und so ist es im Glaubensleben auch. Und manches werden wir bis zum Lebensende nicht verstehen und erkennen.

Viele Grüße
Harald

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Re: Versuchung

Beitrag  Heidi am So 20 Jul 2014, 10:47

Hallo zusammen;

Wenn Gott versucht (prüft):

2. Mose 8,2:

Und gedenke des ganzen Weges, den dich der Herr, dein Gott geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit kund würde, was in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

Dazu muss man sich vorstellen, was Israel alles mit Gott erlebt hatte. Angefangen von den Wundern vor seinem Auszug aus Ägypten, der Meerteilung, der gewaltigen Situation wo Gott am Berg die Gebote gab, von der Ernährung von einem riesengroßen Volk in der Wüste, dessen Kleider nicht mal verschlissen, wie Gott sich in der Wolkensäule sichtbar machte - und dennoch:

In Psalm 106,7 heißt es: Sie wollten seine Wunder nicht verstehen und gedachten nicht an seine große Güte...

Ich verstehe das also so, dass Gott den Gehorsam Ihm gegenüber prüft, zumindest aber den Wunsch und Willen danach, auch wenn es mal schief geht trotz Wollens und ob wir an Ihn gedenken und Seine Güte nicht vergessen.

Habt ihr das nicht auch schon oft erlebt: Man sah selber keinen Ausweg mehr aus einer Sache...und dann griff Gott ein und das, bevor man seinen Glauben womöglich "an den Nagel hängt" und seine Güte in der Vergangenheit vergisst?

Die Versuchung durch Gott ist demnach eine Versuchung nicht zum Bösen, sondern eine Glaubensprüfung zu Gehorsam und Gedenken an Ihn, so wie es in der Bibelstelle oben steht.


Wenn ich durch mich selber versucht werde:

Ja, das wissen wir ja schon, steht in Jakobus 1,13-14.

Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand.
Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.

Das fängt bei den Augen an:

Eva sah den Apfel, sie begehrte, sie nahm....

Achan sah die Beute, es gelüstete ihn und er nahm (Jos. 7,24)

Deshalb hat Jesus ja gesagt, man soll sich lieber "das Auge ausreißen" (symbolisch).
In einem christlichen Buch las ich mal, dass man auf dieser Welt eine schlechte Sache wohl sieht, aber man beguckt sie nicht weiter.


Bibelstellen, wo es wirklich der Teufel ist, der uns versucht, (außer bei Hiob, wo Gott es so zuließ) fallen mir gerade nicht ein. Wäre schööön, wenn ihr das mit dem Teufel raussuchen könntet, wo da was über Versuchund durch ihn steht. Gibt es das überhaupt im NT?

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Re: Versuchung

Beitrag  Günter am So 20 Jul 2014, 12:30


Heidi schrieb:Bibelstellen, wo es wirklich der Teufel ist, der uns versucht, (außer bei Hiob, wo Gott es so zuließ) fallen mir gerade nicht ein. Wäre schööön, wenn ihr das mit dem Teufel raussuchen könntet, wo da was über Versuchund durch ihn steht. Gibt es das überhaupt im NT?

Hallo Heidi,

das habe ich mit Konkordanzen gefunden:

1Chr 21,1
Und {2. Sam. 24} Satan stand auf wider Israel und reizte David an, Israel zu zählen.

Mt 4,1+3
1 Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden;
3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.

Joh 13,2
Und während des Abendessens, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, daß er ihn überliefere,

1Thes 3,5
Darum auch, da ich es nicht länger aushalten konnte, sandte ich, um euren Glauben zu erfahren, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsere Arbeit {O. Mühe} vergeblich gewesen sei.

1Kor 7,5
Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeitlang, damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt.


Der Teufel (als Person) versucht. Aber ein allgemeingültiges Prinzip ist das nicht:

Versuchung entsteht oft durch
  - Armut. Spr 30,9; Mt 4,2.3.
  - Reichtum. Spr 30,9; Mt 4,8.
  - Weltliche Ehre. 4Mo 22,17; Dan 4,27; 5,2; Mt 4,8.

Spr 30,8:
..... Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast.


Das hat sich in meinem Leben so eingestellt, ohne dass ich darüber nachgedacht hätte.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


Versuchung (aus der MacArthur Studienbibel):

Gott kann nicht versucht werden. Jak 1,13.
Kommt nicht von Gott. Jak 1,13.
Kommt von
   - Den Lüsten. Jak 1,14.
   - Den Begierden. Spr 28,20; 1Tim 6,9.10.
Der Teufel ist der Urheber der V. 1Chr 21,1; Mt 4,1; Joh 13,2; 1Th 3,5.
Böse Verbindungen sind Instrumente der V. Spr 1,10; 7,6; 16,29.
Entsteht oft durch
   - Armut. Spr 30,9; Mt 4,2.3.
   - Reichtum. Spr 30,9; Mt 4,8.
   - Weltliche Ehre. 4Mo 22,17; Dan 4,27; 5,2; Mt 4,8.
Die V., Gottes Fürsorge zu misstrauen. Mt 4,3.
Die V., Gott herauszufordern. Mt 4,6.
Die V., den Gott dieser Welt anzubeten. Mt 4,9.
Wird oft durch die Verdrehung des Wortes Gottes verstärkt. Mt 4,6.
Wird zugelassen als Erprobung
   - Des Glaubens. 1Pt 1,7; Jak 1,2.3.
   - Der Uneigennützigkeit. Hi 1,9-12.
Entspricht stets der Natur des Menschen. 1Kor 10,13.
Endet oft in Sünde und Verderben. 1Tim 6,9; Jak 1,15.
Christus
   - Erlitt V. vom Teufel.
Mk 1,13.
   - Erlitt V. von den Gottlosen. Mt 16,1; 22,18; Lk 10,25.
   - Widerstand der V. durch das Wort Gottes. Mt 4,4.7.10.
­ - Überwand V. Mt 4,11.
   - Kann mit denen mitfühlen, die unter V. stehen. Hebr 4,15.
   - Kann denen helfen, die unter V. stehen. Hebr 2,18.
   - Tritt als Fürsprecher für sein Volk unter V. ein. Lk 22,31.32; Joh 17,15.
Gott wird nicht zulassen, dass Gläubige über ihr Vermögen hinaus versucht werden. 1Kor 10,13.
Gott wird den Gläubigen ein Weg aus der V. bereiten. 1Kor 10,13.
Gott befähigt die Gläubigen, V. zu ertragen. 1Kor 10,13.
Gott weiß die Gläubigen aus der V. zu erretten. 2Pt 2,9.
Christus bewahrt treue Gläubige in der Stunde der V. Offb 3,10.
Gläubige können sich auch in V. freuen. 1Pt 1,6.
Gläubige sollen
   - Der V. im Glauben widerstehen. Eph 6,16; 1Pt 5,9.
   - Vor V. wachsam sein. Mt 26,41; 1Pt 5,8.
   - Beten, dass sie vor V. bewahrt werden. Mt 6,13; 26,41.
   - Anderen keinen Anlass zu V. geben. Röm 14,13.
   - Solche, die von V. überwältigt wurden, wiederherstellen. Gal 6,1.
   - Den Weg der V. meiden. Spr 4,14.15.
Der Teufel wird erneut V. bringen. Lk 4,13.
Hat Kraft aufgrund der Schwäche des Fleisches. Mt 26,41.
Bloße Bekenner fallen in der Zeit der V. ab. Lk 8,13.
Die Glückseligkeit derer, die V. überwinden. Jak 1,2-4.12.
Beispiele:
   - Eva. 1Mo 3,1.4.5.
­   - Joseph. 1Mo 39,7.
   - Bileam. 4Mo 22,17.
   - Achan. Jos 7,21.
   - David. 2Sam 11,2.
   - Jerobeam. 1Kö 15,30.
   - Petrus. Mk 14,67-71.
   - Paulus. 2Kor 12,7; Gal 4,14.

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Re: Versuchung

Beitrag  Heidi am So 20 Jul 2014, 21:40

Danke, Günter für die umfangreiche Auflistung.
Das werde ich mir mal in einer freien Stunde zu Gemüte führen und die Stelle nachlesen.

Ich wäre übrigens nicht auf die Idee gekommen, in der Konkordanz nach "Versucher" zu suchen.

heidi

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Re: Versuchung

Beitrag  Heidi am So 27 Jul 2014, 21:03

Hallo querelia,

ich bin so froh, dass ich heute in der Predigt vielleicht eine Antwort auf deine Frage bekam:

Querelia schrieb:prima, ich werde also mit versuchungen konfrontiert, bis ich kurz vor dem zusammenbrechen bin. wozu soll das denn gut sein?

Also, je schwieriger und vertrackter eine Lebenslage ist, umso besser kann und Gott seine Größe, Macht und Kraft zeigen.
Dort wo Leute auf dem Null-punkt angekommen sind, kann er einen Anfang machen.

Ich habe schon so manches Mal gestaunt, wie Gott helfen kann und eingreift, wenn aus menschlicher Sicht gar kein Ausweg mehr da ist.

Vielleicht hilft dir diese Sichtweise etwas weiter.

heidi

PS: Huch, Günters Auflistung, die hab ich ganz vergessen gehabt.

Heidi
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