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Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

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Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Heidi am Fr 17 Jul 2015, 13:49

Hallo,
da unser Bibelkreis sich heute mit den Heilungswundern von Jesus befasst, habe ich einige Stellen nochmal durchgelesen und meine, dass es so ist, dass Jesus die Kranken und Besessenen in einem Moment vollständig geheilt hat.

Nur bei dem Blinden in Mk. 8,22-25 war es so, dass es hier eine schrittweise Heilung gab. Hier der Text:

Und sie kamen nach Betsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrühre. Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas? Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen. Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht, sodass er alles scharf sehen konnte.

Ich verstehe allerdings nicht, wieso der Blinde bei der ersten Handauflegung noch unscharf sah - wissen wir doch, dass Gott keine "halben" Sachen macht. Ich könnte mir nur als Grund denken, dass Gott uns dadurch sagen will, dass es eben a u c h schrittweise Heilungen geben kann...aber richtig zufrieden bin ich mir der Antwort auch nicht.
Wie seht ihr das denn?

heidi

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wenn ihr sonst noch weiter ein bisschen Ausarbeitung zum Thema lesen mögt, ist das das Konzept für heute:

Wenn wir von Jesus Heilungswundern lesen, ist es so, dass der Kranke eine persönliche Berührung mit Jesus hatte – und meistens nahm in Jesus aus der Menge der Leute weg und stellte den Kranken mit sich allein. Bei der Menge der Heilungswunder hat Jesus auch kein bestimmtes Schema, sondern er handelt manchmal sogar anders, als das von ihm erwartet wird. Aber es war wichtig, dass der Kranke bereit war, gesund zu werden.

In Markus 7,32-35 bringen die Leute einen Taubstummen zu ihm, sie erwarten, dass Jesus ihm seine Hand auflegt, aber Jesus macht es anders:
- Jesus nimmt ihn aus der Menge beiseite
- Jesus zeigt ihm, wo er geheilt werden soll (Ohren, Sprache)
- Er macht ihm klar, dass nun Gott am Werk ist

Es kommt zu einer sofortigen Heilung. (Bibelstelle lesen!)


In Markus 8,22-25 wird von einem Blinden berichtet, der zu Jesus gebracht wurde, aber hier zeigt sich eine schrittweise Heilung:
- Wieder nimmt Jesus ihn aus der Menge beiseite
- Es kommt zu einer Berührung und schrittweiser Heilung. Erst sah er die Menschen wie Bäume umhergehen und dann scharf.

In Joh. 5,5-9 wird von einem Gelähmten im totalen Bankrott berichtet. Kein Mensch half ihm mehr und dann kam Jesus und fragte ihn, ob er gesund werden wolle.
Er heilte ihn und der Gottesbefehl lautete dann: Steh auf! - und er mutete dem Geheilten sogar schon zu, sein Bett zu tragen.



Da Jesus gestern, heute und morgen der Selbe ist, kann er noch heute heilen. Alles hat seine Zeit. Manchmal sagen uns andere, wir glauben nicht genug oder nicht richtig.
Aber das stimmt nicht, denn die Bibel schreibt auch von dem Vater, der um Heilung für seinen Sohn sogar von einem Dämon bittet und nur einen jämmerlich kleinen Glauben hatte.
Die Geschichte ist so:
Der Vater bittet, dass Jesus seinen Sohn heilt, wenn Jesus das denn könne. Jesus deckt mit einer Frage: „Wenn ICH kann???“ den Unglauben des Vaters auf und der Vater macht es richtig und wendet sich auch mit dem Problem des Unglaubens an Jesus. Sein Sohn wird geheilt. Markus 9,20-27

Viele Leiden hängen mit der Psyche zusammen. Das Herz ist der Sitz der Gedanken und Gefühle.

Die Bibel sagt z.B. über den Zusammenhang Herz und Körper in Spr 17,22: Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl; aber ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren oder Spr. 15,13: Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut

Und Gott will das Herz heilen:
Ps. 147,3 Er heilt, die zerbr. Herzens sind
Jes. 57,15
Jes. 35,4 (erster Satz): Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!
Ps. 62,2: meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.

Sünde und Krankheit?
Ps, 38,4-5, Zusammenhang Ps 103,3

Aber auch Christen waren krank:
Timotheus 1. Tim 5,23
Trophimus 2. Tim 4,20
Ephraditus Phil 2,27, andernfalls würden vielleicht alle Leute Christ werden wollen, um der Gesundheit willen und nicht wegen Gott.

oder auch:
Joh. 9,1-3 Krankheit zur Verherrlichung Gottes, als der Blinde geheilt wurde.


Aber Gott hat auch die Ärzte gegeben, so war Lukas z.B. Arzt (Kol 4,14)

Und auch wenn die Apokryphen nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen sind, haben heilige Männer hier doch nützliche Sachen geschrieben und hier was ganz Interessantes über Ärzte in Jesus Sirach 38,1-14:
1Schätze den Arzt, weil man ihn braucht; denn auch ihn hat Gott erschaffen.1
2 Von Gott hat der Arzt die Weisheit, vom König empfängt er Geschenke.
3 Das Wissen des Arztes erhöht sein Haupt, bei Fürsten hat er Zutritt.
4 Gott bringt aus der Erde Heilmittel hervor, der Einsichtige verschmähe sie nicht.
5 Wurde nicht durch ein Holz das Wasser süß, sodass Gottes Macht sich zeigte?
6 Er gab dem Menschen Einsicht, um sich durch seine Wunderkräfte zu verherrlichen.
7 Durch Mittel beruhigt der Arzt den Schmerz, ebenso bereitet der Salbenmischer die Arznei,
8 damit Gottes Werke nicht aufhören und die Hilfe nicht von der Erde verschwindet.
9 Mein Sohn, bei Krankheit säume nicht, bete zu Gott; denn er macht gesund.
10 Lass ab vom Bösen, mach deine Hände rechtschaffen, reinige dein Herz von allen Sünden!
11 Bring den beruhigenden Duft eines Gedenkopfers dar, mach die Gabe fett, wenn dein Vermögen es erlaubt.
12 Doch auch dem Arzt gewähre Zutritt! Er soll nicht fernbleiben; denn auch er ist notwendig.
13 Zu gegebener Zeit liegt in seiner Hand der Erfolg; denn auch er betet zu Gott,
14 er möge ihm die Untersuchung gelingen lassen und die Heilung zur Erhaltung des Lebens.


Allerdings sollten wir in Krankheit immer Gott suchen und eben nicht nur Hilfe bei menschlichen Ärzten, so wie es z.B. die Frau in Lukas 8,43 machte (lesen!) oder Asa in 2. Chronik 16,12.

Interessant ist auch, dass Gott dem Sohn von der böse Iseble und Ahab, dem Ahasja durch seine Krankheit Gelegenheit schenken wollte, Gott zu finden. Aber Ahasja trachtete nur nach Genesung und erkannte die Hand Gottes nicht bei seiner Krankheit.
So hätte ihm die Krankheit zum Segen werden können, aber er ließ den Baal befragen. In Krankheitsfällen soll man aber fragen: Was sagt der Herr seinem Knecht? (Vers 16). Und Ahasja beugte sich auch nicht Elias Propohetie sondern schickte dem Elia noch Soldaten auf den Hals.



Heidi
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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Neben der Spur am Fr 17 Jul 2015, 17:35

Hallo Heidi,

die Geschichte mit dem Blinden musste ich erst einmal nachlesen und ich dachte dass es sich vielleicht um eine komische Übersetzung handelt aber dem ist wohl nicht so.
Nachdem ich etwas darüber nachgedacht habe, erscheint es mir sogar ganz logisch, dass die Geschichte irgendwie auch ein Abbild dessen ist, wie die meisten Menschen sich bekehren.
Zuerst ist da der ungläubige mensch, der in der Finsternis wandelt (geistlich blind).
Er fühlt schon, dass etwas mit ihm nicht stimmt und darum setzt er seine Hoffnung in Jesus Christus (Bekehrung).
Nun beginnt er in der Bibel zu lesen und merkt, dass es mehr ist als ein gewöhnliches Buch, dass es in seinem Leben mehr bewirkt, als irgend so ein Ratgeber für ein einfaches Leben.
Er kann es noch nicht richtig erkennen oder verstehen, nur sehr Schemenhaft, aber er weiß dass da etwas ist, und zwar etwas großes! ("Ich sehe die Leute als wären sie wandelnde Bäume")
An diesem Punkt hat der HERR sein gutes Werk bereits begonnen, und er führt es dann auch zu Ende.
ER hat auch hier keine halbe Sache gemacht, sondern ich denke er hat einfach gezeigt, wie es im Leben eines Christen so läuft.
Niemand versteht gleich zu Anfang das Ganze Evangelium. Man unterliegt immer irgendwelchen Irrtümern und sieht irgendwas noch nicht völlig klar, versteht nicht alles.
Aber wenn man ein Kind Gottes ist, dann wird man immer weiter nachforschen, solange man lebt und nach permanentem Wachstum in seinem Glauben streben, damit man immer mehr wird wie der HERR Jesus Christus.
Sicherlich wird der HERR uns immer weit voraus sein, (selbst wenn es "nur" um soviel wäre, dass ER für uns alle SEIN Leben gab, und IHM unser ewiger Dank gebührt...) aber durch unser Streben werden wir irgendwann die Form annehmen, die der HERR für uns vorgesehen hatte als er uns nach SEINEM Bilde schuf.

Ich hoffe dass ich nicht zu weit abgeschweift bin, und ich Dir ein wenig helfen konnte die Geschichte besser zu verstehen.
Ich denke nicht, dass diese Geschichte SEINER Größe irgendwie etwas wegnimmt. Sie zeigt nur wie der Prozess der Heilung von der Geistlichen Blindheit in den meisten Fällen von statten geht.
Schließlich kann nicht jeder so ein Überflieger sein, wie es z.B. Paulus war. Very Happy

Viele Grüße
Hakim

Neben der Spur
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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Ralf-Peter am Fr 17 Jul 2015, 17:50

Hallo Heidi,

das ist nicht das einzige Wunder, dass in Stufen passiert.
Im vorhergehenden Kapitel heilt Jesus einen Taubstummen (Kap. 7, 31-37)

Bei beiden Wundern waren  nur seine Jünger auch noch anwesend, und gerade deshalb denke ich, dass Jesus genau das als Symbol den Jüngern weitergeben will, was NdS schon schrieb; dass auch in geistlicher Hinsicht die Menschen erst langsam sehend bzw. hörend werden - in Stufen. Trotzdem bringt es der Herr zu Ende.

LG
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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Günter am Fr 17 Jul 2015, 21:37

Hallo Heidi,

ich kenne jemanden, der im Alter von ca. 40 Jahren an beiden Augen operiert wurde. Trug er zeit Lebens eine Brille mit "Glasbausteinen" und war massiv sehbehindert, so hat er nach den Operationen gar keine Brille mehr gebraucht und er sieht heute besser als ich. Soweit so gut, sollte man meinen. Aber ganz so einfach ist das dann doch nicht. Wenn er sich heute etwas ansieht, geht er immer noch ganz nahe dran und gebraucht auch weiterhin seine Hände zum sehen, eben so, wie eh und je. Es reicht also nicht, plötzlich besser zu sehen, es muss sich auch im Kopf etwas ändern.

Möglicherweise soll die Heilung (Mk. 8,22-25 ) in Stufen dem Mann helfen, die schnelle Heilung zu verarbeiten.

Günter
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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Heidi am Sa 18 Jul 2015, 10:40

Lieber Hakim,
ja, das habe ich, glaube ich auch schon mal gehört, dass es hier um ein stufenweises "Erkennen" von Jesus geht und um geistliche Blindheit.
Bis eben hätte ich dazu "ja" gesagt, aber je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr würde ich sagen, dass es hier um ein tatsächliches Heilungswunder an der Gesundheit geht.
Ich weiß beim besten Willen nicht, ob wir hier die Heilung von einer geistlichen Blindheit dazu"deuten" dürfen. Denn sonst laufen wir Gefahr, die Bibel nicht mehr wörtlich zu nehmen und zu viel reinzudeuten.
Das war aber nur ein pers. Gedanke, ich weiß es nicht....

Lieber Ralf-Peter,
ich weiß leider nicht, welche anderen schrittweisen wunder du meinst. Bei dem Taubstummen in der Bibelstelle, die du schriebst Mk 7,31 ff. lese ich auch nichts von einer schrittweisen Heilung. Question

Lieber Günter,
über deine Geschichte habe ich gestaunt. Ich könnt mir vorstellen, dass etwas Ähnliches der Grund gewesen sein könnte bei der Heilung von blind auf sehend, weil Jesus ja immer individuell auf Menschen einging.
Ein Ausleger machte drauf aufmerksam, dass der Blinde nicht immer blind war, sonst hätte er ja nicht sagen gekonnt, dass er Menschen wie Bäume sähe, wenn er noch nie Menschen oder Bäume gesehen hätte.

heidi

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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Neben der Spur am Sa 18 Jul 2015, 12:45

Hallo Heidi,

ich glaube natürlich auch, dass es sich um eine tatsächliche Heilung handelt. Sonst wäre es ja ein Gleichnis gewesen.
Allerdings hat es meiner Ansicht nach bei allem, was der HERR getan hat, einen tieferen sinn gegeben.
Manche Dinge, die Er getan hat, tat Er als Zeichen, die so bereits im AT von den Propheten vorausgesagt wurden.
Andere Dinge tat er so, dass wir etwas daraus lernen konnten.
In den Evangelien steht an mehreren stellen, dass er viele kranke heilte. Warum sollte man also diesen Blinden, oder den Taubstummen gesondert erwähnen und nicht mit den Vielen zusammenfassen, die Er geheilt hat?
Ich denke dass man diese beiden Wunder so detailliert dokumentiert hat, weil man als Gläubiger eben auch noch etwas mehr daraus lernen kann, als dass der HERR seine Hände zweimal auflegen musste. Nämlich dass man nicht enttäuscht sein muss, wenn als man als junger Gläubiger nicht gleich alles versteht, und dass das nicht bedeuten muss, dass der heilige Geist nicht in einem wohnt. Und auch dass man andere nicht voreilig Abschreiben soll, wenn sie nicht gleich alles verstanden haben oder sich in dem einen oder anderen Punkt irren.
Ich glaube sogar, dass man selbst nach vielen Jahren noch immer etwas dazulernen kann, auch wenn ich selbst noch nicht so lange gläubig bin ;-)
Im AT hat es übrigens häufig sogenannte Vorschattierungen gegeben, die auf verblüffende Weise das Evangelium wiederspiegelten. Das dies so war, bedeutet ja nicht, dass diese Geschichten nicht so stattgefunden hätten, sondern nur dass es mehrere Informationsebenen in den Texten gibt. Wenn Du Dir die Briefe ansiehst, dann ist es doch auch oft so, dass sie Bezug auf die Ereignisse nehmen, die in den Evangelien oder im AT geschildert werden und diese dann auslegen.
Ich denke dass wir aus der Geschichte mehr lernen dürfen, als dass Jesus Christus einen blinden Mann geheilt hat, solange wir keine Schlussfolgerungen daraus ziehen, die mit der Bibel im Widerspruch stehen.
Ich glaube fest daran, dass der Mann blind war, und dass Jesus ihn geheilt hat, aber das bedeutet ja nicht, dass es mit der geistlichen Blindheit nicht genauso ist wie mit der Blindheit dieses Mannes.
Es gibt diese Schrittweise Entwicklung im Glauben, also warum sollte man da nicht die Parallelen erkennen und benennen dürfen?

Wenn wir nicht über unseren Glauben nachdenken dürfen, unterscheiden wir uns im Übrigen nicht von der Römisch Katholischen Kirche oder den Moslems.
Dort werden die Wiedersprüche in ihrer Lehre zu Dogmen erklärt und jeder der daran zweifelt zum Häretiker.
Als Christ hingegen gehört es meiner Ansicht nach zum Wachstum dazu, dass man versucht, zusammenhänge zu erkennen und Verbindungen zu knüpfen, und nicht bloß die Bibel auswendig zu kennen (Obwohl das vermutlich auch nicht schadet, wenn man sie auswendig kennt Very Happy )
So erkennt man, wie die Schrift sich im gesamten Leben  irgendwie wiederspiegelt.
Sowohl die guten Dinge, als auch die Schlechten lassen sich mit der Bibel erklären und solange man der Schrift treu bleibt und sie nicht so auslegt dass Widersprüche entstehen, gewinnt man an biblisches Verständnis, was den Glauben untermauert und vor Anfechtungen und Verführungen zum Irrtum schützt.

Hakim

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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Ralf-Peter am Sa 18 Jul 2015, 19:17

Heidi schrieb:Lieber Ralf-Peter,
ich weiß leider nicht, welche anderen schrittweisen wunder du meinst. Bei dem Taubstummen in der Bibelstelle, die du schriebst Mk 7,31 ff. lese ich auch nichts von einer schrittweisen Heilung.

Ich lese das schon daraus. Ich finde dieses Wunder von seiner Symbolik sogar noch stärker. Jesus wurde gebeten, dass er dem Taubstummen die Hand auflegte.
Er tat das aber nicht, sondern legte die Finger erst in seine Ohren, dann auf die Zunge - und beide Male passierte nichts. Erst als Jesus das Wort "Ephata" (Tu dich auf) sprach, konnte der Taubstumme sprechen und hören.

Auch hier steckt wieder ein ganz großer Hinweis drin auf unser - auf mein - Glaubensleben.
Du kannst manche Dinge angehen im Glauben - und es tut sich erst einmal nichts. Du kannst in dieser Hinsicht sogar Berührungen von Jesus erleben, die erhebend sein können - und dennoch passiert in der Sache in der du kämpfst immer noch nichts.
Trotzdem weiß Jesus den genauen Zeitpunkt, an dem er das erlösende Wort spricht - und sich alles zu einem Ganzen fügt.

Liebe Grüße
Ralf-Peter


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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Heidi am Sa 18 Jul 2015, 20:36

Lieber Hakim,

danke für deine Erklärung - jetzt habe ich es verstanden, wie du es gemeint hast.
Ich habe gestaunt über deine Feststellung, dass neben den vielen, vielen "allgemeinen" Heilungswundern, einzelne tatsächlich genauer beschrieben wurden. Das habe ich noch nie so gesehen, aber auch deine Begründung passte dann.


Lieber Ralf-Peter,

ich lese da immer noch keine schrittweise Heilung draus, das kann aber wohl daher kommen, weil ich dieselbe Bibelstelle (siehe Eingangsthema) ja so gesehen habe, dass Jesus a n d e r s handelt, als erwartet. Die Leute baten ihn um Handauflegung, er machte es aber dann, wie beschrieben anders.
Aber ich und du und wir wissen, dass wir nicht haargenau die selben Gedanken haben müssen, sondern Austausch Freude macht und sich so vielleicht ein sich ergänzendes Bild ergibt. O.k,?

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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Günter am So 19 Jul 2015, 11:09

Hallo Heidi,

mal abgesehen von diesem Heilungswunder in Mk. 8,22-25, auch die ganze Schöpfung ist nicht „in einem Rutsch“ passiert. Auf die Frage, warum das so ist, gibt die Bibel wohl keine Antwort.

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Re: Wie Jesus heilte: Hier Frage zu Besonderheit in Mk. 8,24

Beitrag  Heidi am So 19 Jul 2015, 12:16

Lieber Günter,

ja stimmt! Shocked
Hab ich drüber nachgedacht und mir fiel ein, dass Gott je jedes Schöpfung"stück" gemacht hat und es dann immer heißt: Und Gott sah, dass es gut war!
Das kommt mir vor, wie eine sehr sorgfältige Arbeit, mit Liebe und überlegt.

Dinge, an denen man mit Liebe dran ist, für die nimmt man sich Zeit. Wenn man nicht mit ganzem Herzen dabei ist, dann "flatscht" man etwas schnell so dahin (ich jedenfalls)

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