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Heilung eines Blindgeborenen am Sabbat

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Heilung eines Blindgeborenen am Sabbat

Beitrag  Harald am So 30 Aug 2015, 02:16

Hallo,

hier zunächst der Text aus Johannes 9:
Unterwegs sah Jesus einen Mann, der von Geburt an blind war. 2 »Rabbi«, fragten die Jünger, »wie kommt es, dass dieser Mann blind geboren wurde? Wer hat gesündigt – er selbst oder seine Eltern?« – 3 »Es ist weder seine Schuld noch die seiner Eltern«, erwiderte Jesus. »An ihm soll sichtbar werden, was Gott zu tun vermag. 4 Wir müssen den Auftrag2 dessen, der mich gesandt hat, ausführen, solange es Tag ist. Die Nacht kommt, in der niemand mehr etwas tun kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.« 6 Nachdem Jesus seinen Jüngern diese Antwort gegeben hatte, spuckte er auf den Boden und machte aus ´Erde und` Speichel einen Brei, den er dem Blinden auf die Augen strich. 7 Dann befahl er ihm: »Geh zum Teich Schiloach, und wasch dir das Gesicht!« (Schiloach bedeutet »Gesandter«.) Der Mann ging dorthin und wusch sich das Gesicht. Und als er von dort wegging, konnte er sehen. 8 Seine Nachbarn und die, die ihn bis dahin als Bettler gekannt hatten, fragten verwundert: »Ist das nicht der, der ´am Straßenrand` saß und bettelte?« – 9 »Ja«, sagten die einen, »er ist es.« – »Unmöglich!«, riefen die anderen. »Er sieht ihm nur sehr ähnlich.« – »Doch, ich bin es«, erklärte der Mann selbst. 10 »Aber wie kommt es denn, dass du auf einmal sehen kannst?«, wollten sie wissen. 11 Er gab ihnen zur Antwort: »Da ist doch dieser Mann, der Jesus heißt. Er hat einen Brei gemacht und ihn auf meine Augen gestrichen und gesagt: ›Geh zum Teich Schiloach und wasch dir das Gesicht!‹ Ich bin dorthin gegangen und habe mir das Gesicht gewaschen – und da konnte ich sehen!« –
Ich habe heute eine Auslegung von Dr. Arnold Fruchtenbaum gehört. Wirklich sehr interessant. Er ist ja messianischer Jude, wenn ich das richtig verstehe, jedenfalls ist er Christ (über ihn kann man hier etwas lesen - [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] - aber sicher auch auf anderen Seiten).

Zurück zu dem was hier eigentlich erst durch jüdisches Wissen näher verständlich wird. Da ist zum Einen, dass kurz vorher die Pharisäer ihn versuchten hereinzulegen durch die Frage nach dem mosaischen Gesetz (Jh 8,5: Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Was sagst nun du?), weil sie wollten, dass der Herr hier gegen das Gesetz redet oder handelt. Es ging um die Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde. Aber der Herr blieb sozusagen Gesetzeskonform mit dem mosaischen Gesetz.

Da sie hier eine Niederlage hinnehmen mussten, versuchten sie es künftig nur noch bei den Mischna-Gesetzen, die um die mosaischen Gesetze herum "gebaut" wurden, damit die Gefahr möglichst gering wurde, dass man aus Versehen ein Gesetz übertritt. So gab es bis zu tausende von weiteren Vorschriften für ein mosaisches Gesetz (lt. Fruchtenbaum).

Ebenfalls interessant war der Hinweis auf die ersten Verse, dass ihn die Jünger fragten, wer gesündigt hat, er selbst oder seine Eltern? Im AT war es so, dass Gott Sünde strafte bis ins nächste bzw. glaub sogar übernächste Glied. Aber wie konnte ein noch nicht geborener Mensch schon gesündigt haben, dass er deshalb blind geboren würde, quasi als Strafe? Darum fragten seine Jünger den Herrn, weil das damals übliches jüdisches Gedankengut (aus diesen Mischnagesetzen) war.

Ich habe hier einen Text gefunden, der auch das aussagt, was A. Fruchtenbaum in dem Vortrag berichtete:
Die Juden glaubten, dass vor der Geburt eines Menschen zwei Naturen im
Mutterleib gegeneinander kämpfen. Meistens gewinnt die gute Natur, wenn
aber die böse Natur gewinnt, dann wird das Kind von Gott gestraft und blind
geboren. Kein Mensch könnte diese Strafe Gottes aufheben und einen blind
Geborenen heilen als nur der Messias (3. Messianisches Wunder).
In den „Mischna-Gesetzen der Pharisäer stand folgendes: „Am Sabbat ist
es verboten, einen Blinden zu heilen, weder dadurch, dass man Wein in die
Augen schüttet, noch dadurch, dass man einen Brei aus Spucke bereitet und
auf die Augen schmiert.“
Der Teich Siloah wurde zum zu dieser Zeit stattfindenden Laubhüttenfest
von den Priestern und vielen anderen Menschen zum Wasser holen besucht.
Diese konnten nun alle den Blinden beobachten.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] auf Seite 20

Habt ihr es gelesen? Am Sabbat durfte man keinen Blinden heilen, und wenn es doch geschah, dann aber nicht durch Wein noch durch einen Brei aus Spucke und Erde, den man dann dem Blinden auf die Augen schmiert.

Der Herr Jesus schien genau darauf Bezug zu nehmen bei dieser Heilung, und schickte dann eben auch noch den immer noch Blinden dort an den Teich, wo die ganzen Menschen versammelt waren am Laubhüttenfest. So sahen sehr viele auf einen Blick, dass ein messianisches Wunder geschehen war.

Soweit mal. Ich hatte es bisher nicht verstanden, wieso der Herr Jesus diese Heilung so kompliziert machte, aber nun kann ich das besser nachvollziehen.

Dabei noch offtopic ein Hinweis zu der Begebenheit in Joh 8 mit der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde, sagte A. Fruchtenbaum, auf die Stelle bezogen:
Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
dass sich viele fragten und rätselten, was wohl der Herr hier geschrieben hatte. Aber darauf komme es gar nicht wirklich an, sondern viel mehr darauf, dass ER mit dem Finger geschrieben hatte. Und das erinnert uns an die Gesetzestafeln, die Gott beschrieben hatte auf dem Berg Sinai, mit seinem Finger. Da der Herr entweder selbst die Tafeln beschrieben hatte oder eben dabei war, wusste ER ja sehr genau, was im Gesetz stand, er musste nicht daran erinnert werden. Wer hier näheres lesen möchte, kann das hier tun - [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Grüße Harald

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Re: Heilung eines Blindgeborenen am Sabbat

Beitrag  Eliah am Di 01 Sep 2015, 09:42

ja, hoch-interessant, stimmt! Das erklärt warum er es sich nicht leicht gemacht hat, und 2x "nur" indirekt heilte - damit die Schrift erfüllt werde und ihn als Messias ausweise! Surprised ja, hoch-erstaunlich!

So soll es sein: einer wird (auch) erbaut durch den Glauben des anderen! Danke für dieses "Wort"
sehr gut, Danke! Very Happy

Eliah

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