Wer ist online?
Insgesamt sind 8 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 8 Gäste :: 2 Suchmaschinen

Keine

[ Die ganze Liste sehen ]


Der Rekord liegt bei 69 Benutzern am Di 15 Sep 2015, 08:23
Besucher

counteronline.de

Die neuesten Themen
» Den Feind segnen, was passiert dann?
von Eliah Heute um 07:33

» Das Buch Susanne
von Heidi Gestern um 19:55

» Würde Luther wirklich diese Partei wählen, wie das Plakat sagt?
von Eliah Mo 18 Sep 2017, 07:56

» Gute Bibel?
von Eliah Sa 16 Sep 2017, 19:09

» Danke für den Regenbogen
von budde harald Mo 11 Sep 2017, 18:12

» Lieber Gott ich habe viel zu danken ...
von budde harald So 27 Aug 2017, 09:11

» Der Vorhang und die Bundeslade im Neuen Testament
von Eliah Do 17 Aug 2017, 19:49

» Viele Grüße
von Harald Do 17 Aug 2017, 00:20

» Ein sehr erfreulicher Bibelabschnitt
von Eliah Mi 16 Aug 2017, 17:09

» Jesaja 53,10 ... warum?
von Henoch Sa 05 Aug 2017, 07:49

» Das zweischneidige Schwert ...
von Eliah Do 03 Aug 2017, 17:57

» Jesus und der Islam
von Eliah Fr 28 Jul 2017, 08:37

» Wort + Wissen, Schöpfung vs. Evolution
von Harald Fr 21 Jul 2017, 23:22

» Ehe für alle
von Günter Do 20 Jul 2017, 19:11

» Werden wir Essen und Trinken im Himmel bzw. auf der neuen Erde?
von Heidi Mo 17 Jul 2017, 20:32

» Was mann nicht hören will ...
von Harald Mo 17 Jul 2017, 00:33

» Geheiligt werde dein Name (Vater Unser Gebet)
von Eliah So 16 Jul 2017, 18:37

» Toleranz ... einem liberalen Christentum
von Harald Sa 15 Jul 2017, 22:13

» Ehe für Alle – Eine Stellungnahme aus meiner Sicht als gläubiger Christ
von Harald Do 13 Jul 2017, 22:51

Auge um Auge

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Auge um Auge

Beitrag  fetarubil am Mo 21 Sep 2015, 04:42



Jesus spricht

Mat 5,38:
Ihr habt gehört, daß gesagt ist: »Auge um Auge und Zahn um Zahn!«
39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;
40 und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Hemd nehmen will, dem laß auch den Mantel;


Gott spricht (3. Mose 24,20, 2. Mose 21,24, 5. Mose 19,21) :
Bringt aber einer seinem Nächsten eine Verletzung bei, so soll man ihm das tun, was er getan hat:
20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; die Verletzung, die er dem anderen zugefügt hat, soll man ihm auch zufügen.



Gott widerspricht sich nicht selbst. Worum geht es dort? Sprechen die beiden vom selben?
Wie ist es zu verstehen?


(Im 2. Mose lese ich heraus, dass es darum geht, wenn eine schwangere Frau gestossen wird. Die beiden anderen Stellen hören sich aber schon allgemeiner an. )

fetarubil
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 01.07.13

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Henoch am Mo 21 Sep 2015, 08:30

Hallo Fataburil,
hier geht es um zwei verschiedene Heilswege Heilszeitalter mit dem Menschen.
Das Zitat aus dem AT-
Gott spricht (3. Mose 24,20, 2. Mose 21,24, 5. Mose 19,21) :
19 Bringt aber einer seinem Nächsten eine Verletzung bei, so soll man ihm das tun, was er getan hat:
20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; die Verletzung, die er dem anderen zugefügt hat, soll man ihm auch zufügen.
-betrifft die Zeit unter dem Gesetz. Der Mensch sollte erkennen, wie hart Gerechtigkeit ohne Gnade ist und wie streng Gott Gerechtigkeit sieht. Und er sollte lernen, dass er trotz harter Strafen nicht in der Lage ist, das Gesetz zu halten. Der Mensch sollte erkennen, dass das Prinzip Schuld-Gericht-Strafe sein Herz nicht verändern kann.

Nur so konnte der Mansch reif werden für das Evangelium. Er konnte verstehen, dass er Gnade und Vergebung braucht und ein neues Herz.

Hat ein Mensch dann die Erfahrung von Vergebung und Erneuerung erlebt, dann sieht er auch den Nächsten anders. Er weiß, dass er selbst unvollkommen ist und auf Vergebung angewiesen und dass ihm nur Gott ein neues Herz geben kann. Er wird jetzt anders auf die Fehler und Sünden der Mitmenschen reagierten, nämlich vergeben und für ihn beten, dass der Herr sein in sein Leben kommen und sein Herz wandeln soll.

Die Liebe, die wir als Christen leben, bleibt ja völlig unvollkommen, aber die Vergebung macht den neuen Menschen in Christus aus. Das ist die Liebe, die wir aufbringen können in Schwachheit.

Deshalb gilt im neuen Testament das Zitat.
Mat 5,38:
Ihr habt gehört, daß gesagt ist: »Auge um Auge und Zahn um Zahn!«
39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;

Henoch


Zuletzt von Henoch am Fr 04 Dez 2015, 12:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Henoch
Treuer User
Treuer User

Anzahl der Beiträge : 306
Anmeldedatum : 17.01.15
Ort : Bayern

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  fetarubil am Di 01 Dez 2015, 22:22

Henoch schrieb:
-betrifft die Zeit unter dem Gesetz. Der Mensch sollte erkennen, wie hart Gerechtigkeit ohne Gnade ist und wie streng Gott Gerechtigkeit sieht. Und er sollte lernen, dass er trotz harter Strafen nicht in der Lage ist, das Gesetz zu halten. Der Mensch sollte erkennen, dass das Prinzip Schuld-Gericht-Strafe sein Herz nicht verändern kann.

Nur so konnte der Mansch reif werden für das Evangelium. Er konnte verstehen, dass er Gnade und Vergebung braucht und ein neues Herz.

Hat ein Mensch dann die Erfahrung von Vergebung und Erneuerung erlebt, dann sieht er auch den Nächsten anders. Er weiß, dass er selbst unvollkommen ist und auf Vergebung angewiesen und dass ihm nur Gott ein neues Herz geben kann. Er wird jetzt anders auf die Fehler und Sünden der Mitmenschen reagierten, nämlich vergeben und für ihn beten, dass der Herr sein in sein Leben kommen und sein Herz wandeln soll.

Die Liebe, die wir als Christen leben, bleibt ja völlig unvollkommen, aber die Vergebung macht den neuen Menschen in Christus aus. Das ist die Liebe, die wir aufbringen können in Schwachheit.

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe oft und immer wieder darüber nachgedacht.
An einem Tage kann ich es verstehen, an einem anderen Tag nicht mehr. Teils bin ich verwirrt.

Gibt es zu diesem Thema weiterführende Informationen? Weitere Bibelstellen?

Ich bin nicht so Bibelfest um konkrete Bücher mit diesem Thema festzumachen.


A)
Wenn es so ist wie du schreibst, dann wären die damaligen Menschen offenbar noch hartherziger als wir heute es sind; um den Menschen diese "Lektion" beizubringen. Und da Jesus später schreibt es wird alles noch viel schlimmer werden, sind wir scheinbar in der jetzigen Zeit noch "gut" dran bis die Menschen wieder und noch viel hartherziger/schlimmer werden. Hat Gott diesen Plan bereits im AT irgendwo (konkret) gesagt?
Und wenn Gott schon zur damaligen Zeit geahnt hat wohin der Menschenweg führt -der erste Heilsplan (oder einer der ersten?) scheitert - , wäre es nicht geschickter gewesen, damals schon "liebevoller" zu sein oder Jesus zu schicken?


B)
(Ich spreche hier für mich:)
Wenn es einen solch großen Unterschied zwischen AT und NT gibt, dann muss man ziemlich Aufpassen was wann Gott gesagt/gefordert/erwünscht/... hat, da nicht alles noch Gültigkeit hat. Auch wenn Jesus später sagt, er hebt das Gesetz nicht auf (wenn das damit zu tun hat). Andererseits muss sich das NT durch das AT erklären lassen, weil im NT ja nichts neues gelehrt wird (?).

Große Sorge habe ich auch: Indirekt muss ich dann auch an meinen Beitrag hier denken [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] . Denn dann wäre meine Recherche dort ziemlich daneben gegangen und meine Erkenntnisse völlig falsch! Bin schon am überlegen, ob ich meinen dortigen falschen Recherchierten Beitrag nicht noch nachträglich editieren sollte, weil er nicht der Wahrheit entspricht.
(Und ich wage zu Behaupten das dieser Irrtum vielen und häufig passiert)



Vielleicht kannst du, oder auch jemand anders, Licht ins Dunkel bringen.

LG
Fetarubil

fetarubil
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 01.07.13

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Henoch am Mi 02 Dez 2015, 10:18

Hallo Fetaburil,
also erst einmal vorneweg, alles wird Dir der Herr erschließen. Wenn Du mal zurückblickst, auf sein Wirken in Deinem Leben achtest, dann bemerkst Du wahrscheinlich, dass er auch mit Dir erst durch das alte und dann durch das neue Testament geht. Very Happy
Vor meiner Bekehrung war ich eine, die die Schuld beim anderen suchte, nach Gerechtigkeit schrie und blind war für meine eigene Schuld.
Ich bekämpfte das Böse im Anderen und nicht in mir. Mehr hätte ich aber auch gar nicht begriffen. Deshalb war für mich das AT ursächlich dafür, vor Gott auf die Knie zu kommen und meine Schuld einzusehen und zu erkennen, dass ich verworfen und verloren bin.

So bereitet Gott die Menschen vor auf die Gnade, das Volk Israel als Volk und auch den einzelnen als Person.

Es ist immer das selbe Prinzip. Probleme, wir suchen Hilfe in der Welt (Ägypten), die Welt/die Sünde und die Gottlosigkeit nimmt uns zunehmend gefangen (Sklaverei) und wir schreien nach Gott. Gott führt uns aus Ägypten heraus und ebnet den Weg (das Spalten Schilfmeers als Bild für die Erlösung durch Christus). Dann folgt Prüfung, Erziehung und Heiligung (Wüstenwanderung, Erfahren der Abhängigkeit von Gott, Vertrauen erlernen) und zuletzt erobern wir das gelobte Land durch das mächtige Wirken Gottes. Dabei soll Juda immer vorgehen (Juda heißt Lobpreis!) und Gott ist mit uns. Wir erobern und vernichten die Kanaaniter (das bedeutet Kaufmann), die Philister (stehen für religiöse, aber ungläubige Menschen), die Hetiter (Söhne des Schreckens) und die Jebusiter (die Zertrampler), um ein paar genauer zu nennen. (Darüber kannst Du im Buch von M.G.de Koning, Das Buch der Richter, lesen. Ich bin sicher, das beantwortet Dir viele Fragen).

Genau genommen beschreiben die Kämpfe im AT äußerlich das, was wir heute geistlich, also innwendig, erfahren und lernen müssen. Sie beschreiben unseren geistlichen Kampf und wie wir unsere Sünden (Hetiter, Jebusiter etc...) mit der Hilfe des Herrn Jesus Christus überwinden können.

Ich denke, dass Du da Schritt für Schritt immer mehr erkennen wirst. Das wichtigste ist der Herr, ihn vor Augen zu haben und unser Herz bei ihm zu haben, nicht zuerst seine Theologie und unser Verstehen. Er ist immer der selbe, in Dir und in den anderen, sowie "äußerlich".

Schau einfach auf das, was er in Dir tut, und Du siehst seine Hand nach und nach überall und dann werden solche Zusammenhänge klar.

Ps 103,2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu sehr von Deinen Fragen abgewichen. Ich denke aber, dass hier eine Antwort "im Detail" nicht hilft, aber ein Herz bei Gott. Und weil Deines ja schon da ist, wird es erkennen. Ganz bestimmt. cheers

Henoch

Henoch
Treuer User
Treuer User

Anzahl der Beiträge : 306
Anmeldedatum : 17.01.15
Ort : Bayern

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Ralf-Peter am Mi 02 Dez 2015, 17:32

Henoch schrieb:-betrifft die Zeit unter dem Gesetz. Der Mensch sollte erkennen, wie hart Gerechtigkeit ohne Gnade ist und wie streng Gott Gerechtigkeit sieht. Und er sollte lernen, dass er trotz harter Strafen nicht in der Lage ist, das Gesetz zu halten. Der Mensch sollte erkennen, dass das Prinzip Schuld-Gericht-Strafe sein Herz nicht verändern kann.

Liebe Henoch, da gehe ich nicht konform mit Dir, da sagt auch Paulus etwas ganz anderes.
Dann wäre auch Abraham nicht gerecht gewesen, und auch hier schreibt die Bibel etwas anderes, sie schreibt, dass Abraham gerecht wurde, weil er Gotte glaubte - damit war aber auch Abraham nicht vor den Konsequenzen seiner Handlungsweise geschützt. Das passt also nicht zusammen.

Römer 3,20
Darum: Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durchs Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Allein darum geht es Gott, das der Mensch vor Gott erkennt, dass er schuldig ist. Es geht Gott nicht um Strafe! Im Gegenteil - dann hätte er Israel sofort gestraft, als sie den Götzen nachliefen - er ließ sie irgendwann allerdings die Konsequenzen ihrer Schuld spüren, weil sie den Propheten eben nicht glaubten. Das passiert aber auch in der heutigen Zeit - die Konsequenzen Deines Handelns trägst Du selbst, auch wenn Gottes Vergebung da ist.

Für die nicht Gläubigen gilt: Dadurch, dass sie die einzige Rettung aus Ihrer Schuld nicht annehmen, haben sie auch ihre eigene Schuld vor Gott nicht erkennt und werden deshalb die bittere Konsequenz auf ewig spüren - das aber aus freiem Willen, da sie sich dafür entschieden haben.

auch zu den angeführten Mosestellen (vor allem 2. Mose 21) gehe ich nicht konform mit euch.


2. Mose 21
Es geht hier nicht um Auge um Auge - das ist nicht wörtlich gemeint, sondern es geht um eine Regelung des Ausgleichs von Verletzungen. Selbst bei einem Tötungsdelikt (unbeabsichtigt) gab es die Möglichkeit des Lösegelds. Lest einmal das ganze Kapitel, dann wird vieles klarer.

Die Stelle im 3. Mose bezieht sich klar auf einen Rechtsfall - in diesem Fall hat Mose im Namen Gottes Recht gesprochen (3. Mose 24, 10ff) - auch hier sollte man unbedingt den Zusammenhang lesen.

Im 5. Mose geht es um Zeugenaussagen - also einem Meineid gegen jemand anderes (also gegen das Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!). Da soll man dann also die Strafe so fest setzen, dass demjenigen, der den Meineid spricht, das auferlegt wird, was er seinem Nächsten antun wollte.

Wenn wir diese Verse zitieren, sind wir uns oft nicht bewusst darüber, zu welchem Zweck sie geschrieben wurden.
Es ist halt immer gefährlich einzelne Bibelverse zu zitieren, ohne den Zusammenhang, in dem sie stehen zu berücksichtigen.

Liebe Grüße
Ralf-Peter


Zuletzt von Ralf-Peter am Mi 02 Dez 2015, 17:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Ralf-Peter
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 796
Anmeldedatum : 06.04.10
Alter : 45
Ort : Lotte - NRW

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Henoch am Mi 02 Dez 2015, 22:32

Hallo Ralf-Peter,
ich bin ganz konform mit Dir, kann aber nicht erkennen, wo das, was ich schrieb im Widerspruch zu dem steht, was Du schriebst.
Klar war, immer schon, nur errettet, wer glaubte.
Und schon immer war das Gesetz der Zuchtmeister auf Christus hin.

Gal 3,24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.
Gal 3,25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.

Das Gesetz sollte, wie ich schrieb, das Bewusstsein des Menschen ansprechen, so dass er verstehen konnte, warum er die Gnade und die Vergebung braucht.

Henoch

Henoch
Treuer User
Treuer User

Anzahl der Beiträge : 306
Anmeldedatum : 17.01.15
Ort : Bayern

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Ralf-Peter am Do 03 Dez 2015, 16:24

Hallo Henoch,

Okay, damit gehe ich konform. Deine erste Antwort klang so, dass der Mensch erkennen sollte, dass durch die Strafe, die Gott jemandem schickt, der Mensch erkennen sollte, dass er das Gesetz nicht halten kann. Darüber bin ich so ein bisschen gestolpert.

LG
Ralf-Peter

Ralf-Peter
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 796
Anmeldedatum : 06.04.10
Alter : 45
Ort : Lotte - NRW

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Eliah am Do 03 Dez 2015, 17:24

hallo Henoch,

Vielen Lieben Dank für deine weisen, umsichtigen und klaren und zudem so liebevollen Worte, die dir nur sein Geist inspiriert haben kann!
- So klar mit so wenigen Worten hätte ich es nicht erklären können!

Ja, auch Abraham, wie in Hebräer zu lesen ist glaubte Gott, wie ich auch schon oft schrieb! (Achtung der feine Unterschied zu "ich glaube an" Gott) ist: Er glaubte IHM, d.h. er tat aus Glaubenszuversicht was er zu tun hatte.

So sollte es bei uns auch sein, wie es schon immer war. Wir glauben ihm, und handeln. (oder auch ggf. nicht)

Es gibt auch eine Stelle betr. Auge um Auge im alten Bund mit Israel (genau lesen) indem er damals sagte: "ICH werde vergelten Auge um Auge - = also nicht ihr sollt. Aber wie weiter oben erwähnt, ist der "alte Bund" [AT] ganz allgemein nur für die Israelis geschrieben und mit ihnen geschlossen worden, eher nicht für oder mit den Heiden, wie man unschwer nachlesen kann, wenn man genau liest. Nur sehr selten steht das was für die "Nationen" oder die "Völker". Im [NT] neuen Bund schließt Der Vater jedoch durch das Blut d. Sohnes mit jedem der da glaubt einen Bund: den neuen Bund in seinem Blut! Dies ist der nunmehr entscheidende Bund für alle und darum auch der "neue" Bund (mit den Menschen) genannt.

Es ist alles eigentlich so einfach: Wir tun, was wir tun, im Glauben, aus reiner Liebe WEIL wir den neuen Geist haben, oder wir können es gleich ganz sein lassen. Selbst die Werke, "in Gerechtigkeit getan" helfen nicht weiter, nur der Glaube aus dem heraus wir etwas der Notwendigkeit halber taten ist wie damals mit Israel das selbe Prinzip. Very Happy

Gott-sei-Dank gilt zum einen für uns hier nicht der alte Bund, bzw. die alten Bündnisse, Gott-sei-Dank, das würde schwer für die meisten von uns! Doch auch heute ist auch für Israel nur Jesus Christus entscheidend, auf den hinweisend hat der alte Bund auch die Israelis gezüchtigt, denn die Gebots-Ansprüche Gottes konnte noch nie einer völlig erfüllen, von daher benötigte es eine "Bridge over trubbled water" - Christus und sein heiliges unschuldiges Sühneblut, das den Sühnedeckel auch damals schon besprengte - unter dem das WORT/Gesetz GOTTES verborgen war* -  und für uns heute das Heil bedeutet, wenn wir ihm glauben.


Bibelstellen auf Wunsch!

Schalom Geschwister!
Eliah

* in der Bundeslade

Eliah
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1142
Anmeldedatum : 18.01.15
Alter : 57
Ort : 86xxx

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Ralf-Peter am Do 03 Dez 2015, 21:50

Eliah schrieb:Es ist alles eigentlich so einfach: Wir tun, was wir tun, im Glauben, aus reiner Liebe WEIL wir den neuen Geist haben, oder wir können es gleich ganz sein lassen. Selbst die Werke, "in Gerechtigkeit getan" helfen nicht weiter, nur der Glaube aus dem heraus wir etwas der Notwendigkeit halber taten ist wie damals mit Israel das selbe Prinzip.

Genau Eliah,

Hebr. 11, 1
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.


Dieser Glaube ist mit Vertrauen verbunden. Wir vertrauen Gott dem Vater. Wir wissen tief in unserem Inneren, dass es besser ist, Gott, unserem Vater die Entscheidungen mit Ungerechtigkeiten oder anderen Dingen, die wir nicht überblicken, zu überlassen. Er hat den Überblick.
Wenn wir das erkennen, und darauf vertrauen, dann ist das Gebot Jesu "auch die rechte Backe hin zu halten" ein Beweis unseres Vertrauens zu Gott, der eines Tages die Menschheit richten wird.

Aber um nochmals auf die Verse zurück zu kommen, die fetarubil im Anfangspost ansprach.

Ich sagte ja schon, dass diese Verse eine Art Gesetzbuch waren, die einzig und allein darauf hinausliefen, ein gemeinsames Miteinander im Volk zu regeln. Und auch hier ging es Gott vorrangig um das Miteinander - und auch hier spielt seine Gnade hinein. Gott verlangt in den einzelnen Fällen eine Entschädigung, um sich wieder begegnen zu können. Er macht nur dort Ausnahmen, wo ein Miteinander nicht mehr möglich wäre - weil es eben eine Ausgleichszahlung bzw. eine Entschädigung für z. Bsp. einen vorsätzlichen Mord nicht gibt.

Auch das ist für mich Gnade - Gott will das Geschöpf schützen und nicht strafen oder zu Grunde richten.
Bei dem anderen hatte Henoch ja bereits beschrieben, dass der Mensch lernen sollte, dass er das Gesetz (die geringste Forderung Gottes an den Menschen) nicht halten kann wegen seiner Sündhaftigkeit

Aber gerade deswegen sind das für mich keine zwei Heilswege, sondern nur ein einziger.

Der Heilsweg Gottes sieht zusammengefasst folgendermaßen aus (zumindest für mich).

1. Gnade nach Sündenfall und Ankündigung Christi gegenüber dem Satan (der Schlange), 1. Mose 3, 15
2. wieder Gnade - Predigen des Gerichts um die Menschen zur Umkehr zu bewegen (Noah durch die Arche und Jona bei Ninive), aber auch ein Aufzeigen der Konsequenzen, wenn man nicht zu Gott umkehrt, 1. Mose 6 u. 7 sowie das Buch Jona
3. Auswahl eines besonderen Menschen im Glauben, um zu zeigen - dass allein der Glaube (das Vertrauen auf Gott) den Menschen vor Gott gerecht macht (dieser Mensch war Abraham), 1. Mose 17, 5
4. Auswahl eines Volkes, das der Welt zum Segen werden sollte, (eigentlich schon mit der Verheißung an Abraham, deutlich an der Aussage Gottes in 2. Mose 3, 7)
5. Die zehn Gebote - das Gesetz, welches die Sünde aufzeigen sollte, sie erkennbar machen sollte - in dieser Hinsicht ist das Gesetz nur ein vermeintlicher Heilsweg, weil dieser Weg nicht das Heil bringt (2. Mose 20 - und die Erklärung dazu dann im Römer 3, 20)
6. Höhepunkt und Erfüllung des Heilsweges in der Menschwerdung und dem Opfer Jesu Christi - und damit die Schaffung eines neuen Menschen (Paulus sagt: der zweite Adam). In Christus ist das Gesetz erfüllt.

Und ab dort gilt nur noch dies hier bezüglich unseres Heils:
"Ich (Jesus) bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater (zu Gott) außer denn durch mich."
Johannes 14, 6


Liebe Grüße
Ralf-Peter

Ralf-Peter
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 796
Anmeldedatum : 06.04.10
Alter : 45
Ort : Lotte - NRW

Nach oben Nach unten

Re: Auge um Auge

Beitrag  Henoch am Fr 04 Dez 2015, 07:28

Hallo Ralf-Peter,

nicht dass wir über Begriffe stolpern.
Also, es gibt verschiedene Bundesschlüsse zwischen Gott und Israel und den neuen Bund im Blut Christi.
Es gibt verschiedene Heilszeitalter.

Aber es gibt natürlich nur einen Heilsweg, den Weg des Heils, der aus dem Glauben kommt und möglich wird im Blut Christi.

Henoch

PS: Ich hab grad gesehen, dass ich das selbst nicht beachtet habe und daher im ersten Beitrag fälschlicherweise Heilsweg schrieb, wo ich Heilszeitalter meinte Rolling Eyes

Ich hab es verbessert...... Sorry, Ralf Peter, für das von mir verursachte Mißverständnis

Henoch
Treuer User
Treuer User

Anzahl der Beiträge : 306
Anmeldedatum : 17.01.15
Ort : Bayern

Nach oben Nach unten

Epheser 2: hier ist eig. alles enthalten. Sollte/Könnte/Darf ein Merkvers sein fürs ganze Leben

Beitrag  Eliah am Fr 04 Dez 2015, 15:31

... für mich ist es einer geworden, einer der allerwichtigsten:*




" ..4 ...Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat,
5 auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht .durch Gnade seid ihr gerettet!
6 Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt4 in Christus Jesus,
7 damit er in den kommenden Zeitaltern5 den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus.
8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
10 Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."




* in ihm ist eig. alles enthalten, alles denkbare und undenkbare, eigentlich ist dies das Evangelium in Kurzform
über diese 7 Verse könnte man Tagelang nachdenken und jedes Wort zelebrieren, nochmal wiederkäuen und nochmal genießen, und schmecken und sehen wie gütig der HERR ist,- Ist das nicht so lecker, das man das mehrfach lesen kann und kosten, und genießen?

PS: besonders gut, - wie Honigseim - ists, wenn man ganz langsam isst Wink [Text ref. Elb.Ü - Bibelserver.de]

Den alten Bund vergessen wir mal, ja? (er war ja wie erwähnt eigentlich eh nicht für die "Nationen", sondern für Israel, eines seiner Bündnisse mit Jakob. Für uns und heute gilt eben dieser neue Bund, der in Christus selbst den alten erfüllt hat. Zudem hat seit dem Jahr 0 ein neues Zeitalter angefangen, das in der Auferstehung um 33 rum gültig wurde und das "neue Testament" wirksam werden lies (Vgl. etwa Hebräerbrief).

Schalom Geschwister!
Eliah

Eliah
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1142
Anmeldedatum : 18.01.15
Alter : 57
Ort : 86xxx

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten