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Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

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Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Heidi am Do 31 März 2016, 14:18

Jak. 1,19:
Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Verse 20-21 danach:
Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.
Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen

Versteht ihr diesen Text jetzt allgemein im Umgang mit anderen Menschen und im Miteiander, oder geht es hier bei d i e s e r Stelle um Gottes Wort?, . es zu hören, nichts dagegen zu Reden und nicht wütend drüber zu werden, wenn uns Gott durch sein Wort oder ein Geschwister etwas zu sagen hat?

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Henoch am Do 31 März 2016, 14:54

Hallo Heidi,
diese Stelle beziehe ich auf das von Gott geforderte Verhalten eines Gläubigen bei Ermahnung durch Geschwister.
Ich denke auch, dass es ein Zeichen geistlicher Reife ist, da dankbar und nicht ärgerlich zu reagieren und ggf. mit dem "Ermahner" geduldig die Sachlage zu klären, die angesprochen wurde, und sich selbst im Licht der Bibel zu prüfen.
Wir sollen die, die uns ermahnen, ja sogar besonders ehren, was für mich heißt, dass ich deren "wie ermahnen sie", nicht auf die Goldwaage lege, sondern ihr sachliches Anliegen ernst nehme.

Wer da ärgerlich wird, hat vermutlich Gründe. Von mir kenne ich: Entweder keine Lust, mein Verhalten oder mein Denken zu überprüfen oder zu ändern, weil ich an einem "Götzen" hänge, oder ich bin "geistlich" (geistig) eitel, weshalb ich keine Kritik ertragen kann und meine, alles besser zu wissen, und hoch von mir selbst denke und den anderen deshalb für nicht berechtigt halte, mich zu kritisieren oder zu hinterfragen. Im letzteren Fall bin ich mir selbst mein Götze.  Embarassed

Zorn ist dann erlaubt, wenn es dem anderen dient, also z.B. dann, wenn er auf Ermahnung hin sich nicht prüft und den Ermahner auch noch beschimpft. Dann ist Zorn wichtig und man darf sich zurückziehen und ihn behandeln wie einen Heiden, denn er benimmt sich ja auch wie einer.

Dabei ist zu bedenken, dass ich nicht zornig werden soll, weil ich selbst verletzt wurde. Denn hier sollen wir das "Vergehen" im Normalfall vergeben und bedecken.

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Heidi am Do 31 März 2016, 19:14

Liebe Henoch,

danke für deine weiterführenden Erklärungen, jetzt habe ich das ganz "intus". Ich habe bis heute immer gedacht, dass es sich um eine allgemeine Anweisung zum Verhalten handelt und mir so manche "Zornes-warn-stelle" daneben geschrieben:
Sprüche 12.16 z.B mit : Ein Tor zeigt seinen Zorn alsbald, klug ist, wer Schmähung überhört.

Hm, aber d a r u m geht es ja bei Jakobus nicht. Das habe ich erst heute festgestellt, wo ich einen Ausleger zu Jakobus lese.

Henoch schrieb:Zorn ist dann erlaubt, wenn es dem anderen dient, also z.B. dann, wenn er auf Ermahnung hin sich nicht prüft und den Ermahner auch noch beschimpft. Dann ist Zorn wichtig und man darf sich zurückziehen und ihn behandeln wie einen Heiden, denn er benimmt sich ja auch wie einer.

Weiß nicht, ob man das Echo darauf, wenn einer so hitzig und ungemäßigt schimpft, als Zorn bezeichnen muss. Ich würde eher sagen, man geht so einem Menschen dann besser aus dem Weg. Denn meistens - finde ich - sind generell Unbelehrbare wirklich unbelehrbar, ihnen dient gar nix, was man auch macht, denn sie sind völlig von sich überzeugt. Solche kann man nach einer Ermahnung nur ins Leere laufen und schießen lassen, um so den Nährboden für weitere Auseinandersetzungen zu entziehen, da diese ja nichts bringen.

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Günter am Do 31 März 2016, 20:15


Heidi schrieb:
Versteht ihr diesen Text jetzt allgemein im Umgang mit anderen Menschen und im  Miteiander, oder geht es hier bei  d i e s e r  Stelle um Gottes Wort?,

Hallo Heidi,

vermutlich ist beides richtig.


Heidi schrieb:
..... es zu hören, nichts dagegen zu Reden und nicht wütend drüber zu werden, wenn ..... ein Geschwister etwas zu sagen hat?

Jakobus 1,19:
..... Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn


"nichts dagegen zu Reden" und "nicht wütend drüber zu werden" - das ist nicht das, was da in Jak. 1,19 steht. da steht "langsam zum Reden" und "langsam zum Zorn".

Man darf also darüber reden und man darf auch im (angemessenen) Zorn darüber reden. Aber man soll nicht dabei "explodieren", sondern man soll das mit Augenmaß tun. Nicht bei jeder falschen Äußerung oder bei jedem Problem geht gleich die Welt unter. Wieviel an Ärger ist die Sache überhaupt wert?

An anderer Stelle steht, dass unsere Rede freundlich sein soll. Ich übersetze das hier mal mit einem wohlwollenden Umgang mit berechtigter Kritik, etwa so, wie man ein Arbeitszeugnis formuliert. Überaus wohlwollend und doch weiss jeder, was gemeint ist.
Choleriker bekommen das so nicht hin, eher schon Menschen, die besonnen reagieren und erst mal nachdenken und abwägen. "Nichts dagegen zu Reden" kann also durchaus falsch sein, aber dann das dagegen reden eben bitte auch so, dass dabei nicht jemand sein Gesicht verliert!

Ich als normaler Mensch bekomme das nur hin, wenn ich mir mit solchen Reaktionen etwas Zeit lasse, also "langsam" reagiere, weshalb ich von Kollegen und Vorgesetzten schon auch mal als "besonnen handelnd" wahrgenommen wurde.

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Heidi am Do 31 März 2016, 20:32

Ja stimmt, da steht "langsam" Shocked 
...und ich habe den Bibeltext  w i r k l i c h  nicht nur überflogen. Jetzt werd ich alt.... Embarassed
Danke für den Hinweis.
Ich weiß, dass du eher besonnen bist und selten mal aus "der Laune heraus" reagierst - auch hier im Forum.

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Henoch am Do 31 März 2016, 21:54

Hallo Günther,
ja, danke, dass Du das erklärst.
Ich möchte noch was ergänzen. Das Motiv für Zorn ist wichtig.

Gott ist selbst überaus zornig, aber sein Zorn ist heilig. Wir können das zwar nicht wie er, dürfen uns aber schon daran orientieren.

Ein paar Beispiele:

Jesus wurde sehr zornig und sehr klar im Umgang mit den Pharisäern, die nicht nur dabei waren, den Messias zu verwerfen, sondern auch noch das Volk verwirrten und mit sich ins Verderben rissen.

Und er wurde zornig, wenn die Heiligkeit und die Ehre Gottes des Vaters angetastet wurde (Tempelreinigung....)

Aber wenn er selbst betroffen war von Spott oder Gemeinheiten, dann schwieg er.

Ich denke, wenn wir uns bemühen, unser Motiv zu hinterfragen, wenn wir merken, dass wir zornig werden, dann werden wir automatisch langsamer. Wenn wir nicht langsamer werden, hilft beten Very Happy

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Günter am Do 31 März 2016, 22:40


Zorn ist für mich eine heftige, meist spontane Gefühlsregung, eng verbunden mit Ärger, Wut und Agression. Alles Dinge, die man klein halten sollte, wenn man sie nicht gänzlich vermeiden kann.

Ich habe jetzt noch mal zum Thema "Zorn" nachgelesen:

John MacArthur Studienbibel schrieb:

Zorn

Ist verboten. Pred 7,9; Mt 5,22; Röm 12,19.
Ein Werk des Fleisches. Gal 5,20.
Ein Charaktermerkmal von Toren. Spr 12,16; 14,29; 27,3; Pred 7,9.

Ist verbunden mit
  - Stolz. Spr 21,24.
  - Grausamkeit. 1Mo 49,7; Spr 27,3.4.
  - Geschrei und Schimpfen. Eph 4,31.
  - Bosheit und Lästerung. Kol 3,8.
  - Zank und Hader. Spr 21,19; 29,22; 30,33.

Bringt seine eigene Strafe mit sich. Hi 5,2; Spr 19,19; 25,28.
Verletzende Worte schüren Z. Ri 12,4; 2Sam 19,44; Spr 15,1.
Sollte uns nicht zur Sünde verleiten. Ps 37,8; Eph 4,26.
Gebet muss frei von Z. sein. 1Tim 2,8.
Kann durch Weisheit abgewendet werden. Spr 29,8.
Sanftmut besänftigt Z. Spr 15,1; Pred 10,4.
Kinder sollten nicht zum Z. gereizt werden. Eph 6,4; Kol 3,21.
Sei langsam zum Z. Spr 15,18; 16,32; 19,11; Tit 1,7; Jak 1,19.
Meide Menschen, die von Z. geprägt sind. 1Mo 49,6; Spr 22,24.

Beispiele für berechtigten Z.:
  - Unser Herr. Mk 3,5.
  - Jakob. 1Mo 31,36.
  - Mose. 2Mo 11,8; 32,19; 3Mo 10,16; 4Mo 16,15.
  - Nehemia. Neh 5,6; 13,17.25.

Ein Werk des Fleisches, Charaktermerkmal von Toren, Stolz, Grausamkeit, Geschrei und Schimpfen, Bosheit und Lästerung, Zank und Hader - Wenn ich das so lese, sollten wir den (heiligen) Zorn doch lieber Gott überlassen.

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Re: Jak. 1,19 Schnell zum hören...langsam zum Zorn

Beitrag  Henoch am Fr 01 Apr 2016, 07:50

Hallo Günther,

stimmt, berechtigt ist Zorn ganz selten.
Wenn sich jemand genauer mit dem Thema Zorn aus biblischer Sicht beschäftigen will, bitteschön:
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Denn immerhin ist und der Zorn vom Schöpfer gegeben, also hat er einen Sinn! Wenn auch nicht den, den wir meinen.

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