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Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

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Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Heidi am Di 11 Okt 2016, 20:55

Hier erstmal der Text, um den es geht:
1. Mose 19,17-22

17 Und als sie ihn hinausgebracht hatten, sprach der eine: Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich, bleib auch nicht stehen in dieser ganzen Gegend. Auf das Gebirge rette dich, damit du nicht umkommst!

18 Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!

19 Siehe, dein Knecht hat Gnade gefunden vor deinen Augen, und du hast deine Barmherzigkeit groß gemacht, die du an mir getan hast, als du mich am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf das Gebirge retten; es könnte mich sonst das Unheil ereilen, sodass ich stürbe.

20 Siehe, da ist eine Stadt nahe, in die ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten - ist sie doch klein -, damit ich am Leben bleibe.

21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch darin dich angesehen, dass ich die Stadt nicht zerstöre, von der du geredet hast.

22 Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis du hineinkommst. Daher ist diese Stadt Zoar genannt.

Meine Fragen sind diese:

- Welche Todesgefahr fürchtete Lot im Gebirge? Oder war das eine unwahre Ausrede?, dass er nur nicht ins Gebirge wollte, die Gott dann durchgehen ließ und ihm erlaubte, in die Stadt Zoar zu fliehen?

- In 1. Mose 14,1 stehen, soweit ich das verstanden habe, die 5 üblen Städte, von denen Sodom und Gomorra die größten waren, die Gott vernichten wollte.
Da hieß die kleine Stadt Zoar noch Bela.
Warum hat Gott um Lots willen denn Zoar verschont? Weil es da "nur so wenig" Böse gab, weil die Stadt so klein war???

- Wieso sagt Gott in Vers 21 sinngemäß: Auch in DIESER Sache erhöre ich dich. In welcher denn noch?

heidi

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Günter am Mi 12 Okt 2016, 06:32


Hallo Heidi,

Heidi schrieb:Welche Todesgefahr fürchtete Lot im Gebirge? Oder war das eine unwahre Ausrede?, dass er nur nicht ins Gebirge wollte, die Gott dann durchgehen ließ und ihm erlaubte, in die Stadt Zoar zu fliehen?

--> Das war wohl eher eine Ausrede (Übertreibung --> Wilde Tiere gibt es im Gebirge), wie wir sie von kleinen Kindern kennen.  

Heidi schrieb:Wieso sagt Gott in Vers 21 sinngemäß: Auch in DIESER Sache erhöre ich dich. In welcher denn noch?

1. Mose 19,21 (Elberfelder):
..... Siehe, auch darin habe ich Rücksicht auf dich genommen .....


--> Gott hat ihn nicht der Zerstörung von Sodom preisgegeben.  


Viele Grüße, Günter

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Heidi am Mi 12 Okt 2016, 20:33

Lieber Günter,

wenn es mit der Todesangst vor dem Gebirge eine Ausrede und also nicht wahr war, dann wundere ich mich aber über Gott, dass er es nicht wenigstens ein bisschen bekrittelt oder aufdeckt - sondern der Ausrede sogar noch "Folge leistet".

Ich denke über Gott nach und frage mich / euch, ob das zu Gott passt? Nicht um des "Recht haben willens", sondern um Gottes Weise zu wissen.

Ein Ausleger (ich glaube es war in der Bruns Bibel) schrieb noch, dass Lot Angst hatte, sich nicht rechtzeitig bei dem Gebirgeweg in Sicherheit bringen zu können, bzw bei dem Aufstieg auf das sehr steile Gebirge (habe jetzt den Namen des Berges vergessen) zu verunglücken. Das klingt auch noch plausibel, oder was meinst du?

heidi

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Günter am Mi 12 Okt 2016, 21:21


Hallo Heidi,

Lot zieht die Sicherheit und Annehmilichkeiten einer festen Behausung in einer Stadt dem Gebirge vor.

Abraham und Lot sind einige Kapitel zuvor noch gemeinsam als Normaden durch das Land gezogen. Kein Jammern und Klagen über die Gefahren, die das Leben im Freien mit sich bringt.

Was macht das Gebirge dann einige Zeit später plötzlich so viel gefährlicher als die mittlerweile gewohnte Sicherheit in einer festen Stadt?

Wilde Tiere, Absturzgefahr, Gesetzlose, Kälte, Hitze, Mangel an Wasser und Lebensmittel, oder war es doch die Bequemlichkeit, wie ich meine?

Das habe ich in den Auslegungen gefunden:

Erklärungen zur Bibel (Elberfelder Übersetzung) schrieb:Er will die Trennung von der städtischen Lebensweise des Jordantals nicht wirklich vollziehen und wenigstens in dieser Stadt sein altes Leben weiterleben.

MacArthur Studienbibel schrieb:Das Leben in der Stadt war offenbar höher angesehen als das einsame Leben in den Bergen. Das war vielleicht der Grund, weshalb Lot sich auf die ihm bereits erwiesene Barmherzigkeit berief und eine alternative Zuflucht aushandelte: eine andere Stadt! Die Antwort der Engel (V. 21) zeigt, dass auch diese Stadt ursprünglich im Plan der Gerichtsvollstreckung eingeschlossen war, aber um Lots willen nun verschont blieb.

In der Bibel finde ich nichts dazu, die vorstehenden Kommentare sind dem entsprechend Spekulation. Ich bin da also mit meiner Spekulation in guter Gesellschaft, was die Geschichte mit der Annehmlichkeit in der Stadt aber auch nicht richtiger macht.

„Nichts Genaues weiß man nicht“

Was Gott betrifft, dessen Wege ..... (du weißt schon), der hat Lot zuliebe eine ganze Stadt verschont, die eigentlich schon, wie Sodom und Gomorra, dem Gerichtsurteil unterlag. Gott konnte Lot wohl gut leiden, wenn er um seinetwillen eine ganze Stadt verschont hat, auch wenn es "nur" eine kleine Stadt war.


Viele Grüße, Günter


PS:
Karl August Dächsel kommentiert übrigens mit einem möglichen Unfall in einer unwirtlichen Gegend.

Günter
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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Eliah am Do 13 Okt 2016, 13:12

Karl August Dächsel kommentiert übrigens mit einem möglichen Unfall in einer unwirtlichen Gegend.
...und das im Oktober....
jaja, die Ausleger in ihrer eigenwilligen Art etwas aus der Luft zu greifen, wo nichts ist - mE. dreist, frech, unhaltbar, anmaßend und abstoßend. - wi e man hier schön sieht und Günter auch eingesteht. Lobenswert zumindest zu erkennen das das Spekulatius ist, aber es ist ja bald Wein-Nachten, da passt das ja gut santa

Im Ernst: Des vielen Büchermachens ist noch kein Ende* (oder des vielen Kommentare meinen verfassen zu müssen ohne Grund und Halt)  * Sprüche
ich habe hier wieder eine unübersichtliche Hand voll Material zugeschickt bekommen, wer alles sich christlich nennt und meint was herausgeben zu müssen, mit auf Mini-Roller-Skates fahrende Elefanten mit roten Käpchen, die offensichtlich meinen die Weisheit bekommen zu haben und ein "tierisch gutes Andachtsbuch" herausbringen zu müssen... meine Güte... (Affenzirkus? - aber halt, man kann ja den Namen des Herrn aussprechen, Hosianna....meine Güte, merkt eigentlich keiner mehr was da abgeht? das grenzt schon an Spott und Lästerung... mit Tiefgang oder Ernsthaftigkeit bringe ich das Affentheater nicht in Einklang, es ist abstoßend für mich, genauso wie der alljährliche Tanz um den Nadelbaum, dessen Blätter ja so gern besungen werden, und keinem fällt was auf...) farao

Ja der gerechte Lot, wie ihn Petrus durch den hl. Geist trefflich bezeichnete, ja-... Gott mochte ihn, war er doch ein Gerechter im Sinne Gottes... study
Und ja, Lot war vielleicht eher fleischlich, und eher bequem (doch, Vorsicht, auch das ist Mutmaßung!) vielleicht, möglich, aber er konnte wenigstens unterscheiden ob er Menschen oder Engel vor sich hatte, da tue ich mich noch schwer - zugestanden Wink

und ihr?

alles Liebe
Eliah Very Happy

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Harald am Fr 14 Okt 2016, 00:08

Hallo,

in 1 M 19 Vers 16 heißt es:
stehe auch nicht still in dieser ganzen Umgegend!
Zum Einen war es wohl vorgesehen, dass Gott die ganze Gegend richtet, nicht nur Sodom und Gomorra.
Bzgl. Lots Bitte, nicht ins Gebirge fliehen zu müssen hörte ich mal, dass er es wohl in erster Linie nicht wollte, da er dort total abgeschnitten gewesen wäre und eben auch z.b. keine Ehemänner für seine Töchter in Aussicht waren.
Er hatte einfach kein Vertrauen in diesem Moment.
Später tritt ja das dann genau so ein, leider, dass ihn seine Töchter betrunken machen etc.pp. - eine Sünde reiht sich an die nächste, Abgründe tun sich auf, zu was die Menschen fähig sind.

Und dabei sehe ich und kehre ich da zuerst vor meiner eigenen Türe. Wie oft denken wir, "ach dieser Weg sieht doch viel einfacher aus ... das ist doch vernünftig, dass ich jetzt das so und so mache, entscheide ..." Wir schauen auf uns, statt auf den Herrn zu vertrauen.

Gott ließ es letztlich zu, dass Lot zunächst wie es sein Wille war, in diese kleine Stadt floh. Glücklich wurde er da scheinbar auch nicht und floh dann doch auf einen Berg in eine Höhle.
Gott läßt uns manchmal auch unsere Wege gehen, auch wenn ER weiß, dass uns diese Wege wohl nicht förderlich sind. Wie gnädig ist Gott mit uns, wie langmütig. Und später heißt es über Lot trotzdem, dass er "gerecht" war. Wie unglaublich ist das denn? Zu welchem wunderbaren Gott gehören wir, sind seine Kinder, ER ist so unglaublich gnädig, selbst wenn wir IHM doch auch manchmal davonlaufen.

Grüße Harald

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Günter am Fr 14 Okt 2016, 21:02


Harald schrieb:Er hatte einfach kein Vertrauen in diesem Moment.

Der Gedanke ist interessant. In einem Vortrag hat der Referent einige Beispiele dafür genannt, wo Seine Leute nicht auf ihn veraut haben und eigene Wege gegangen sind, was dann regelmäßig zu vermeidbaren Problemen geführt hat. Der Gedanke leutet mir auch im Zusammenhang mit Lot ein.

Viele Grüße, Günter

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Re: Fragen zu Lots Auszug aus Sodom

Beitrag  Heidi am Mo 17 Okt 2016, 19:36

Harald schrieb:
Und dabei sehe ich und kehre ich da zuerst vor meiner eigenen Türe. Wie oft denken wir, "ach dieser Weg sieht doch viel einfacher aus ... das ist doch vernünftig, dass ich jetzt das so und so mache, entscheide ..." Wir schauen auf uns, statt auf den Herrn zu vertrauen.
Gott ließ es letztlich zu, dass Lot zunächst wie es sein Wille war, in diese kleine Stadt floh. Glücklich wurde er da scheinbar auch nicht und floh dann doch auf einen Berg in eine Höhle.

Lieber Harald,

ja, da hast du Recht, wie Günter schrieb, kann man sich mit Gottes Wegen vermeidbare Probleme ersparen.

Aber Lot wurde nicht nur "nicht glücklich" in dieser kleinen Stadt Zoar, sondern er bekam da sogar ANGST!

1. Mose 19,30:
Und Lot zog weg von Zoar und blieb auf dem Gebirge mit seinen beiden Töchtern; denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben;
und so blieb er in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern.

Also, wenn ich nun Lot wäre, dann hätte ich Angst deswegen bekommen, weil ich mich, nachdem ich mich beruhigt hätte, gefragt hätte, ob das nun richtig war, den von Gott gewiesenen Weg ausgeschlagen zu haben. Und dann hätte ich mich genauer umgesehen und wohl erkannt, dass das wohl genau falsch war und man hat OHNE Gottes Segen Angst auf einem falschen Weg...also ich jedenfalls.

heidi

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