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Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

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Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Harald am Di 14 Apr 2009, 02:26

Hallo,

es ist schrecklich, und ich ärgere mich über mich, weil ich an Abraham "rumnörgle". Ich möchte ihn keineswegs klein machen, ich verstehe es einfach nicht bzw. mich nicht.

Es heißt immer so, daß Abraham treu blieb und Gott glaubte, und sein Glaube ihm zur Gerechtigkeit verhalf. Aber es ist doch so, daß er zweifelte, daß er auf Geheiß von Sara mit der Magd ein Verhältnis anfing und von ihr ein Kind bekam.
Es war auch so, daß, verständlicherweise, er und Sara daran zweifelten, daß sie noch ein Kind bekommen würden, schließlich waren sie beide bei dieser Ankündigung schon weit über 90 Jahre alt.
Warum also wird der Glauben von Abraham so herausragend dargestellt?
Ok, danach kam es so, daß Gott von ihm verlangte, daß er seinen einzigen Sohn, den er mit Sara hatte, opfern sollte ... (Galt sein andrer Sohn nichts, weil es "einziger" Sohn heißt?)
1. Mose 22:
8Und Abraham sprach: Gott wird sich ersehen das Schaf zum Brandopfer, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander. 9Und sie kamen an den Ort, von dem Gott ihm gesagt hatte; und Abraham baute daselbst den Altar und schichtete das Holz; und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. 10Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 11Da rief ihm der Engel Jehovas vom Himmel zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sprach: Hier bin ich! 12Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Knaben, und tue ihm gar nichts! Denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast. 13Und Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, da war ein Widder dahinten im Dickicht festgehalten durch seine Hörner; und Abraham ging hin und nahm den Widder und opferte ihn als Brandopfer an seines Sohnes Statt.
Immer wieder stelle ich an mir fest, daß ich nachtragend bin, selbst bei biblischen Begebenheiten. Gott hat Abraham wegen den Fehltritten nicht verworfen. Und so haben ja die meisten großen Gestalten aus der Bibel ihre dunklen Seiten, ihre schwarzen Flecken, ja das ging soweit daß sie Menschen umbrachten oder umbringen ließen. Wie kann Gott aber mit solchen Menschen seine Geschichte schreiben?
Und dann erinnere ich mich wieder daran, daß gerade dieser Umstand ungemein tröstlich ist, daß Gott nicht lauter Supermänner auserwählte, sondern recht normale Menschen erwählte.

Letztlich ist es in meinem Leben auch nicht anders, wenngleich ich mich niemals mit Abraham vergleichen möchte, so ist es doch so, daß mich Jesus ja auch nicht verworfen hat trotz meiner ganzen Fehler/Schuld/Sünden, im Gegenteil ER mich gerechtfertigt hat, allein durch Glauben.

Nichtsdestotrotz könnt ihr mir gerne was zu meiner Abwehrhaltung schreiben, wieso ich da so "komisch" denke, wieso mich das fast aufregt, wieso ich so "rechthaberisch" denken will? (also ich will´s nicht, aber es ist doch manchmal so)

Grüße von Harald

Harald
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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Günter am Di 14 Apr 2009, 20:37

Hallo Harald,

die Antworten auf deine Fragen hast du dir alle selbst gegeben. Bleibt noch das Problem, dass unser Gerechtigkeitssinn und unserer Gewissen natürlich sehr viel mit unserer Gesellschaft und unserer Erziehung zu tun haben. Das können wir nicht einfach so ablegen. Wenn wir uns nach der Bibel ausrichten, stellen wir Defizite in unserem Leben auch in Bereichen fest, wo wir eigentlich mit uns und der Welt im Reinen waren, weil wir uns nach ihr ausgerichtet haben.

So gibt es eine biblische, eine humanistische und eine säkulare (staatliche/weltliche) Sicht der Dinge und damit auch verschiedene Definitionen von Gerechtigkeit. Bei einer ganzen Reihe von Dingen musste ich feststellen, dass die Bibel eine andere Sichtweise verlangt, obwohl ich das aus meiner begrenzten Sicht nicht unbedingt immer für besser finde. Da haben die vielen Jahre ohne Gott ihre Spuren hinterlassen.

Ausserdem gibt es da noch etwas zu bedenken: Im Alten Bund gab es das Mosaische Gesetz. Auge um Auge und Zahn um Zahn kann man schon als Gerecht ansehen, auch wenn es zugleich martialisch ist. Der Neue Bund verlangt uns da schon mehr ab. Da sollen wir unsere Feinde lieben und auch Mörder und Sexualstraftäter kommen in den Himmel, wenn sie sich bekehren. Sollen das auch Opfer und Hinterbliebene als Gerecht empfinden? Sollen von ihren Eltern misshandelte und missbrauchte Kinder ihre Eltern trotzdem ehren? Ich arbeite daran. Zum Glück sind das für mich alles nur theoretische Überlegungen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Heidi am Di 14 Apr 2009, 22:08

Harald schrieb: (Galt sein andrer Sohn nichts, weil es "einziger" Sohn heißt?)
Du weißt ja, dass die Nachkommen nach Isaak genannt werden sollten. Das hat Gott so gesagt. (1.Mo. 21,12). Also war Isaak erstmal der Sohn der Verheißung.
Und außerdem war Ismael ja fort. Hagar ging mit ihm in die Wüste und dort blieb er dann auch wohnen.
Wenn eins von deinen Kindern ganz weit weg ginge und du es nie wiedersehen würdest...kann es doch sein, dass du das verbliebene Kind auch dein (noch) einziges Kind nennen würdest?

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Harald am Do 07 Mai 2009, 01:46

Günter schrieb:
Zum Glück sind das für mich alles nur theoretische Überlegungen.
Hallo,

dies möchte ich zum Anlaß nehmen um nochmal auf das einzugehen, was ich oben so alles bemängelte an Abraham.
Dabei ist es für mich fast unvorstellbar mir das zu vergegenwärtigen, wie gehorsam Abraham war, wie er an Gott glaubte, IHM absolut ohne Einschränkung vertraute, als es um Isaak ging, darum, ihn zu opfern für Gott auf dem Altar.
Und er zögerte das nicht hinaus, sondern stand morgens in aller Frühe schon auf um Gott zu dienen, Seinen Befehl auszuführen. Ob er vielleicht geweint hat, ob er schwere Kämpfe mit sich führen mußte, steht nirgends zu lesen, wäre denkbar, aber er hat den Auftrag ausgeführt, er hat nicht gewartet, nicht noch die letzten Stunden mit seinem Sohn verbringen wollen, das Opfer hinauszuzögern versucht, den Abschied möglichst bis kurz vor Mitternacht aufgeschoben ... er machte sich frühmorgens auf.
1. Mose 22:3:
Da stand Abraham am Morgen früh auf und sattelte seinen Esel, und nahm zwei Knechte und seinen Sohn Isaak mit sich und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.
Er liebte seinen Sohn sehr. Und doch war er Gott gehorsam, über diese Liebe zu seinem Sohn hinweg.
Er bereitete selbst das Brennholz zu. Kann sich ein Vater (eine Mutter) das alles vorstellen, wie er gehandelt hätte an Abrahams Stelle? Ich mag es mir nicht wirklich vorstellen, daß Gott das mal von mir verlangen könnte. Wär ich bereit dazu, wirklich, in echt, bis zum Brennholz sammeln, den Sohn darauf legen ... confused Würde ich wirklich ALLES opfern, wenn Gott es von mir verlangt?

6Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand, und sie gingen beide miteinander. 7Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Siehe, hier bin ich, mein Sohn! Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Lämmlein zum Brandopfer? 8Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ein Lämmlein zum Brandopfer ersehen! Und sie gingen beide miteinander. 9Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz ordentlich darauf, band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. 10Und Abraham streckte seine Hand aus und faßte das Messer, ...

Da bin ich dann wieder bei Günters Aussage: "Zum Glück sind das für mich alles nur theoretische Überlegungen."

Grüße von Harald

PS: die Begebenheit geht dann glücklicherweise so weiter ...
11Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Und er antwortete: Siehe, hier bin ich! 12Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und hast deinen einzigen Sohn nicht verschont um meinetwillen!
und das hatte dann auch Auswirkungen für die ganze Menschheit ...
15Und der Engel des HERRN rief Abraham zum zweitenmal vom Himmel 16und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan und deines einzigen Sohnes nicht verschont hast, 17will ich dich gewiß segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Rande des Meeres, und dein Same soll die Tore seiner Feinde besitzen, 18und in deinem Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast!

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Günter am Mo 21 Sep 2009, 18:55

Ich habe noch mal über die Ausgangsfrage nachgedacht:

Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Die Bibel zeigt die Entwicklung des Menschengeschlechtes auf. Ich nehme mal an, mit Abraham war die Zeit einfach reif dafür. Manchmal liegen die Dinge vorher in der Luft.

Wer hätte es sonst sein sollen?

Adam? - Nein

Noah? - Hätte ich mir spontan auch vorstellen können. Er war wohl so eine Art Urvater wie Adam, nur eben ohne den Sündenfall mit einen gottgefälligen Lebenswandel. Auf ihn geht das ganze heutige Menschengeschlecht ausnahmslos zurück.

Dann kommt irgendwann Abraham in den Fokus der biblischen Geschichte. Ein außergewöhnlicher Mann mit einem außergewöhnlichen Glauben. War Noah noch der Stammvater aller Menschen, so ist Abraham der Stammvater Israels zum Vorbild des Glaubens und »Vater« der Glaubenden aus allen Völkern (Röm 4,1-25).

Sein Glaube wurde ihm zur Gerechtigkeit zugerechnet (Römer 4,3-5).

Da gilt im Alten Testament schon so etwas, wie es dann im Neuen Testament beschrieben wird, wo der Sünder das Geschenk der Gnade Gottes allein durch Glauben empfängt, nicht aber durch seine guten Taten:

Röm. 3,24: und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.



Viele Grüße und Gottes Segen,


<°)))>< Günter

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Otto am Di 22 Sep 2009, 21:02

Nun, Abraham glaubte Gott, der ihm die Nachkommenschaft für ein grosses Volk zusicherte.
1.Mos. 17,6: Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige sollen aus dir hervorkommen.
1. Mos. 17,19: Und Gott sprach: Fürwahr, Sara, dein Weib, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Isaak geben; und ich werde meinen Bund mit ihm errichten zu einem ewigen Bunde für seinen Samen nach ihm.
Und weil Abraham dem Versprechen Gottes glaubte und darauf vertraute, dass er über Isaak der Stammvater eines grossen Volkes werden würde, konnte er sicher sein, dass Isaak nicht geopfert werden würde.
Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass die Veheissung, dass Sara einen Sohn bekommen würde, findet sich im darauffolgenden Kapitel etwas anders dargestellt.

L.G.Otto

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Heidi am Di 22 Sep 2009, 21:21

Otto schrieb:Und weil Abraham dem Versprechen Gottes glaubte und darauf vertraute, dass er über Isaak der Stammvater eines grossen Volkes werden würde, konnte er sicher sein, dass Isaak nicht geopfert werden würde.
Hallo lieber Otto,
Wenn ich die Stellen im NT über Abrahams Gerechtigkeit aus dem Glauben lese...einem Glauben, der sich dann auch in Taten (Werken) zeigt und die Vorbereitungen, die er für das Opfer traf, glaube ich eher, dass Abraham dachte, dass Gott den Isaak wohl wieder auferwecken könnte.


Otto schrieb: Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass die Veheissung, dass Sara einen Sohn bekommen würde, findet sich im darauffolgenden Kapitel etwas anders dargestellt.
Oh, ja? ich bin zu bequem zu lesen...würdest du mal sagen, was das ist?

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Otto am Mi 23 Sep 2009, 14:07

Hallo Heidilein,
glaube ich eher, dass Abraham dachte, dass Gott den Isaak wohl wieder auferwecken könnte.
was wohl auf das Gleiche kommt, nämlich dass Isaak leben würde. Aber wie denn auch immer, Abraham vertraute und glaubte an Gott, deswegen wurde er wegen seinen FGlauben gerechtfertigt.
Bezüglich des anderslautenden Textes im Kapitel danach, so lese ich da heraus dass Gott Jahwe Abraham, bzw. Sarah den Isaak voraussagte, worauf Sarah innerlich ob ihres und Abraham´s hohen Alters lachte.
1.Mos. 18,9: Und sie sprachen zu ihm: Wo ist Sara, dein Weib? Und er sprach: Siehe, im Zelte.
10 Und er sprach: Gewißlich werde ich übers Jahr wieder zu dir kommen, und siehe, Sara, dein Weib, wird einen Sohn haben. Und Sara horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war.
11 Und Abraham und Sara waren alt, wohlbetagt; es hatte aufgehört, Sara zu ergehen nach der Weiber Weise.
12 Und Sara lachte in ihrem Innern und sprach: Nachdem ich alt geworden bin, sollte ich Wollust haben? Und mein Herr ist ja alt!
13 Und Jehova sprach zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht und gesagt: Sollte ich auch wirklich gebären, da ich doch alt bin?
14 Ist für Jehova eine Sache zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit übers Jahr werde ich wieder zu dir kommen, und Sarah wird einen Sohn haben.
15 Und Sara leugnete und sprach: Ich habe nicht gelacht! denn sie fürchtete sich. Er aber sprach: Nein, sondern du hast gelacht.
Sind nicht gar gross die Unterschiede, aber mir fiel bloss auf, dass im Kapitel 17 Gott nach der Zusage wg. Isaaks  in den Himmel aufgefahren war, bzw. dass Abraham gelacht hatte.
Bei Kap. 19 lachte Sarah und stritt es danach ab, als Goot (der Gast) sie fragte, warum sie denn gelacht hätte. Weiters geht es da weiter und dem Abraham wird die Zerstörung Sodom und Gomorrahs vorausgesagt, worauf Abraham zu verhandeln beginnt. das erinnert mich an die Theorie der verschiedenen Schreiber des alten Testament, wie Textkritiker (nicht unbedingt Atheisten oder Agnostiker) zuweilen anführen, weil sie festgestellt hatten, dass sich im AT verschiedene sog. Doubletten ausfindig machten und dieses 18. Kapitel wäre denn somit eine Doublette des 17. Kapitels.
L.G.Otto

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Harald am Mi 23 Sep 2009, 16:53

Hallo Otto,

Wir (du+ich) gehen von einem heiligen Gott aus, dem NICHTS unmöglich ist.
Ich lese derzeit die Kapitel im 4. Mose wo das Volk Israel in der Wüste ist. Ist es menschlich gesehen nachvollziehbar, wie jemand 603.000 Männer ab 20 Jahren (also ein Volk von etwa 2 Millionen Menschen) 40 Jahre lang täglich versorgen könnte mit Wasser und Essen? Mose lachte auch, als Gott ihm sagte, daß ER für die 2 Millionen Menschen so viel Fleisch beschafft, daß sie einen Monat lang davon essen werden und zwar so lange bis es ihnen aus dem Halse hängt.

Aber zurück zu der Stelle.
Gott redete vielmals mit Abraham, schon über 20 Jahre zuvor (1. Mose 12) wurde ihm verhießen, daß er mindestens einen Sohn haben wird (2So will ich dich zu einem großen Volke machen). Diese zwei Begebenheiten aus 1. Mose Kapitel 17 + 18 waren für mich zwei nacheinanderfolgende Begebenheiten. Bei dem ersten Gespräch lese ich nicht, daß Gott als Mensch(liche Gestalt) mit Abraham redete. Bei der zweiten Begebenheit wußte Abraham anfangs gar nicht, daß er mit Gott redet. Ich denke, daß ihm das erst aufgegangen ist, als Gott nach Sarah fragte, denn diesen Namen kannte bis dahin noch niemand (ok ist eine Vermutung).
Findest du es verwunderlich, daß Abraham insgeheim lachte, und später als Sara im Haus hörte, daß sie jetzt noch im hohen Alter schwanger werden soll? Ich glaube, Gott hat Verständnis dafür. Leider sind wir öfter so, daß wir doch in unseren Dimensionen denken, denken es kann nur das funktionieren/geschehen, was wir uns irgendwie noch vorstellen können.

für dich schreibe ich mal Markus 5,35 etwas um...:
35Während Otto noch mit Jesus redete, kommen etliche von den Leuten aus Kirchen und Universitäten und sprechen: Die Bibel ist nur ein Buch, das Menschen geschrieben haben, wir zeigen dir ganz viele Widersprüche in der Bibel, was bemühst du den Meister noch?
Die Antwort Jesu darauf war ...
36Sobald aber Jesus dies Wort hörte, sprach er zum Obersten der Synagoge: Fürchte dich nicht, glaube nur!

Auf dich übertragen: Laß dich nicht irre machen, sag es Jesus und vertraue darauf, daß er dich hört, ernst nimmt, dir Antworten gibt, vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit.
Wenn wir alles wüßten, mit 1000%iger Sicherheit, müßten wir nicht Vertrauen, Glauben. Es ist immer wieder eine Entscheidung, will ich Jesus/Gott vertrauen oder erst mal hinter "vielem" den Widerspruch suchen? Das beinhaltet natürlich und schließt nicht aus, daß man hier fragen kann, oder eben Mitgeschwister vor Ort.

Weil ich es als so mutmachend empfinde, schreib ich es nochmal für Dich, Otto, naja nö, eigentlich für uns alle:
Fürchte dich nicht, glaube nur! Oder auch: Zweifle nicht, glaube nur!

Grüße von Harald

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Re: Wieso wird Abraham als der Vater des Glaubens bezeichnet?

Beitrag  Heidi am Do 24 Sep 2009, 15:48

Lieber Otto,
endlich habe ich mal etwas Zeit und habe die beiden Kapitel gelesen. Mir ist das bisher noch gar nicht aufgefallen, was du treffend quasi als Doublette bezeichnest.
Ich würde es so verstehen:
1. Mose Kap. 17 beleuchtet die Reakton Abrams auf Gottes Verheißung
1. Mose Kap. 18 erzählt von Saras Reaktion, denn schließlich sind beide ja "beteiligt".

Abraham fiel auf sein Angesicht und lachte innerlich. Sara lachte nur.

Diese Verheißung wurde gegeben, als Abram 99 Jahre alt war (17,1) und bald darauf wurde Sara schwanger. Als Abraham 100 Jahre alt war, wurde Isaak geboren (21,5)

grüße von heidi

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