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Werksgerechtigkeit

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Werksgerechtigkeit

Beitrag  Gast am Fr 29 Mai 2009, 21:59

Also, da bin ich wieder. Hochfiziell und grüsse Euch alle ihr Treuen.
Vor kurzen hatte ich mir eine Predigt heruntergeladen, wobei es unter anderen um die Heilsgewisseit ging. Nun, bis jetzt dachte ich eigentlich, dass zum Heil der Glaube an Jesus und die Sündenreue genügt. So weit, so gut.
Jetzt lese ich aber im Jak. 2,14 ff sinngemäss, dass der Glaube ohne Werke nichts zählt, was mich gleich wie von einer Tarantel gestochen hochfahren liess; wie denn , was denn nu? Steht der Jakobusbrief im Widerspruch zu Paulus oder nicht? Und da hilft mir keineswegs, dass sogar Luther beim Jakobsbrief im Dreieck gesprungen ist. Mann, es ist schwierig sich im Bibeldschungel zurechtzufinden!

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Heidi am Fr 29 Mai 2009, 22:29

He, Otto, schön, dass die "Tasten nicht mehr klemmen".
Und sooo schnell gibts hier auch ein Echo:
Du setzt die Überschrift: Werksgerechtigkeit.
Ich weiß es nicht und frage jetzt mal: Woher hast du das Wort? Steht es so in der Bibel?

O.k, zu deinem Vers aus Jakobus 2,14. Wenn man Glauben hat, dann h a t man auch die Werke aus dem Glauben heraus!
In Vers 15 steht zur Veranschaulichung ein Werk und zwar das von einem notleidenden Mitchristen. Wenn man also wirklich an Jesus glaubt und auch aus diesem Glauben heraus tun mag, was er sagt (Zitat Jesus: Wer mein Wort hört und tut..) dann ist es ein Bedürfnis, dem Mitchristen bei Mangel an den Grundbedürfnissen zu helfen. O.k, hier hast du nun gleich ein finanzielles Werk aus diesem Vers. Aber meiner Meinung nach gibt es noch viel, viel mehr, was man aus dem Glauben heraus tun mag.
Ich bringe jetzt einfach mal Evas und mein Beispiel mit dem Urlaub. Wir haben ja gebetet, ob Gott uns hier nochmal 2 Wochen Gemeinsamkeit schenken würde - und es ging alles wie gefügt. Dann brauchen wir also auch keine Rücktrittsversicherung, dieses ganze "Unsinnspaket" - und haben das nicht mitgebucht. Gott ist Versicherung genug.
Eva hat mal gesagt, dass man bestimmte Sachen quasi "ohne Netz und doppelten Boden" wagen kann - und zwar deshalb, weil wir Gott vertrauen! Das sind auch Werke aus dem Glauben heraus. Die Palette ist riesig.
Ich glaube, Christen könnten dir Geschichten über Geschichten erzählen, was sie so alles gemacht und gewagt haben und nur deshalb, weil sie sich auf Gott verlassen haben!!!
Aber nun....soll mir mal jemand seinen Glauben zeigen (Jak. 2,18) , ohne Werke. Wie soll das gehen? Hast du eine Idee?

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Günter am Fr 29 Mai 2009, 22:56

Jak 2,14 Glaube ohne Werke ist tot - Luther 1984:
Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?


Ergänzend zu dem, was Heidi geschrieben hat, habe ich noch zwei recht gute Kommentare gefunden:

John MacArthur zu Jak 2,14:

2,14 wenn jemand sagt. Dieser wichtige Ausdruck bestimmt die Auslegung dieses ganzen Abschnitts. Jakobus sagt nicht, dass dieser Mensch tatsächlich Glauben hat, sondern dass er behauptet, Glauben zu haben. Glauben. Das versteht man am besten in einem weiteren Sinne, nämlich dass jemand die Wahrheiten des Evangeliums in irgendeinem Grad angenommen hat. hat doch keine. Auch hier beschreibt die Form des Verbs jemanden, dem durchgängig jeglicher äußere Erweis des Glaubens fehlt, den er gewohnheitsmäßig behauptet. Werke. Das bezieht sich auf jegliches gerechte Verhalten in Übereinstimmung mit Gottes offenbartem Wort, doch in diesem Zusammenhang geht es insbesondere um Werke der Barmherzigkeit (V. 15 ). Kann ihn denn der Glaube retten? Eine bessere Übersetzung ist: »Kann diese Art von Glauben ihn retten?« Jakobus bestreitet keineswegs die Wichtigkeit von Glauben. Vielmehr spricht er sich gegen die Vorstellung aus, dass rettender Glaube eine bloß theoretische Übung sein kann, ohne sich verbindlich zu aktivem Gehorsam zu entschließen (vgl. Mt 7,16-18 ). Die grammatische Form der Frage erfordert eine Verneinung. S. Anm. zu Röm 2,5-10.


Erklärungen zur Bibel (Elberfelder Übersetzung) Jak 2,14-20:

Jakobus nennt zwei Beispiele eines toten Glaubens, der keine guten Werke hervorbringt: 1) der kühle, theoretische Verstandesglaube, der in egoistischer und zynischer Weise an der Not des Nächsten vorbeilebt; 2) der Glaube der Dämonen (V. 18-20). Teufel (->Satan) oder Dämonen sind gefallene Engel, die Gott geschaffen hat. Wegen ihres Ungehorsams und der radikalen Ablehnung der Herrschaft Gottes und ihrer Verbindung mit dessen Widersacher sind sie unabänderlich für das ewige Feuer der Verlorenheit bestimmt. Sie glauben zwar, doch sie zittern dabei. Damit will Jakobus sagen, daß der äußere, rein formelle, lippenhafte Glaube an die Wirklichkeit Gottes nutzlos, nicht ausreichend zum Heil ist, weil er sich nicht im ganzen Leben des einzelnen auswirkt. Das Fehlen der guten Werke ist ein Zeichen dafür.
Für mich ist das einleuchtend!

oehmspecht schrieb: Mann, es ist schwierig sich im Bibeldschungel zurechtzufinden!
Die Bibel ist einerseits so einfach, dass jeder die grundlegenden Wahrheiten verstehen kann und andererseits so tief, dass wir sie ein Leben lang studieren können.

Ich finde es gut, so wie es ist. Da wird es auch nicht langweilig. Die Bibel ist das einzige Buch, das ich beliebig oft lesen kann und immer wieder etwas neues entdecke. Lies mal einen Roman das zweite mal kurz nacheinander, dann wirst du wissen, was ich meine.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Harald am Fr 29 Mai 2009, 23:12

Hallo,

Jalobus 2:14:
Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten?
Mir fällt dazu ein, daß es mit den Werken ist wie mit der Liebe.
1. Joh. 4:20+21:
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht! Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.
und als zweite Bibelstelle fällt mir dazu ein ...
Epheser 2:8-10:
Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.
Das bedeutet für mich klar, daß ich nichts dazutun konnte, was mir Ruhm einbringen könnte, daß ich gerettet bin - ALLEIN durch die Gnade.
Es steht da im Epheser, wir sind SEIN Werk! Wir selber sind erstmal Werke Gottes. ER hat uns durch den Heiligen Geist die Augen geöffnet, aufdaß wir erkennen konnten, daß Jesus Christus unser Erlöser ist.
Und weiter steht da, daß die Werke, die wir tun können, alle vorbereitet sind von Gott. Die sind quasi Nebenprodukte der Nachfolge - Nebenprodukte des auf Jesus ausrichten, des danach fragen: "Herr, was willst DU, das ich tun soll?" Leben wir so, wird es diese Früchte tragen, ohne daß wir uns verkünsteln müssen.
Wenn ich meinem Nächsten helfe, überlege ich nicht, ob ich das nun muß, ich tue es weil es mir ein Herzensanliegen ist.

Nicht daß es zu rosig klingt.
Vermutlich sehe ich es 10 Mal nicht, oder ich schaue auch noch bewußt weg, wenn mein Nächster meine Hilfe bräuchte, bis ich es 1 Mal dann sehe Sad Aber auch da kann ich zu Jesus gehen und um Vergebung bitten.

Es ist immer wieder eine Herausforderung, eben nicht zu denken, ich muß mich jetzt aber ganz ganz arg anstrengen, ich muß jetzt dies und jenes leisten, ein Christ muß so und so sein, damit man auch Werke sehen kann. Dieser Druck ist Menschenwerk, Stolz, Eitelkeit, Ichsucht ... schaut her, ich bin doch viel weiter, ich bin der bessere Christ, ihr macht noch diesen und jenen Fehler/Sünde, das passiert mir schon lange nicht mehr. Und da wären wir dann bei dem Pharisäer, der sogar noch zu Gott betete und dankte, daß er nicht so ist wie die andern.

Gleichzeitig ist es für mich manchmal schwer zu erkennen, was nun Gott von mir möchte, was mich auch bis an meine Grenzen bringen kann, um dann zu merken, wie sehr ich auf die Vergebung angewiesen bin, denn wenn ich an meine Grenzen komme, merke ich, wie gereizt ich sein kann, wie wenig Verständnis noch übrig ist für meine Nächsten, wieviel mir davon fehlt, wirklich loszulassen, es nicht selber schaffen zu wollen, nicht einer Norm entsprechen zu wollen, nicht alles gut machen zu wollen, aus eigener Kraft. All das ist Selbstbeweihräucherung, letztlich zeigt es, daß ich selber "Herr" sein will. Bis es mir dann bewußt wird, wie verkehrt ich schon wieder unterwegs war ...

Grüße von Harald

PS: schön, wieder von dir zu lesen, Otto Smile

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Heidi am Sa 30 Mai 2009, 10:18

Harald schrieb:
Es ist immer wieder eine Herausforderung, eben nicht zu denken, ich muß mich jetzt aber ganz ganz arg anstrengen, ich muß jetzt dies und jenes leisten, ein Christ muß so und so sein, damit man auch Werke sehen kann.

Ich habe nun ganz viele Bibelstellen zu dem Wort "Werke" gelesen und glaube, wir reden aneinander vorbei, wenn wir nicht darauf achten, dass es zwei Sorten von Werken gibt.
Die Bibel spricht einmal von den Werken der Pharisäer und anders von den Werken, die ein Christ tun soll. In den letzteren sollen wir sogar mehr und mehr zunehmen, die zu tun und das nicht aus Pflicht, sondern aus Dankbarkeit, wie ich 1. Kor. 15,57-58 verstehen würde:
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Nun, was versteht man unter der Arbeit im Werk des Herrn?

Restliche Bibelstellen zu Gesetzeswerken adversus Christenwerken versuche ich später aufzuschreiben.

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Harald am Sa 30 Mai 2009, 11:46

Hallo,

da bin ich jetzt gespannt, bin ja noch Lernender. Ist mir bisher nicht bewußt, daß ich unterscheiden muß. Ich dachte eigentlich, daß es auf die Herzenseinstellung ankommt. Ich kann auch das vermeintlich Richtige tun, aber aus egoistischen Gründen, und dann ist es eben auch falsch, denke ich.

Das nur als Nebensatz...
Aber es war wohl kein Spaziergang, was Paulus auf seinen Missionsreisen durchlebt und durchlitten hatte, also ein Selbstläufer war es sicher nicht, "in den Werken zu wandeln", auch wenn die schon vorbereitet waren.
2. Korinther 11:23b-28+30:
...ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Streiche ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Streiche weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Mörder, in Gefahren vom eigenen Volke, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meere, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem der tägliche Zulauf zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.
...
Wenn ich mich rühmen soll, so will ich mich meiner Schwachheit rühmen.

Philipper 1:21:
Denn für mich ist Christus das Leben,

Grüße von Harald

Harald
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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Heidi am Sa 30 Mai 2009, 23:42

Harald schrieb:Ist mir bisher nicht bewußt, daß ich unterscheiden muß.

Also ich verstehe das so:

Die Pharisäer glaubten, Gerechtigkeit vor Gott zu erhalten, indem sie das Gesetz befolgten und danach handelten bzw. anderen Menschen diese schweren Bürden aufbinden wollten.
Sie taten die Werke des Gesetzes des Alten Bundes (und noch darüber hinaus mehr) und konnten dadurch keine Gerechtigkeit vor Gott erlangen.
Nachdem das Blut Jesu zur Reinigung von Sündenschuld bereit stand, spricht Hebr. 9,14 in Zusammenhang mit den Tieropfern (= Werke des Alten Bundes) von t o t e n Werken.
Oder in Hinblick auf die jüdische Werksgerechtigkeit noch Rö 3,20:
weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Nun sagt die Bibel aber doch an vielen Stellen , dass aus dem Glauben an Jesus heraus Werke resultieren müssen. Ein gefrorener Christ, der für sich allein mit seinem Glauben still auf der Chouch ausruht...dessen Verhalten ist nicht so biblisch.

Was soll der also tun?

Er kann sich einbringen mit seinen Gaben. Nach Eph. 4,12 zu einem Werk des Dienstes z.B als Hirte, Lehrer, Evangelist. oder nach 2. Tim 4,5 im Werk als Prediger des Evangliums.
Wir werden sogar nach Mt. 5,16 zu guten Werken aufgerufen, die die Leute bemerken sollen und dafür Gott dankbar sein sollten.
Aus dem Zusammenhang mit finanziellen Hilfen spricht 2. Kor. 9,8 davon, dass Gott uns reich genug macht, in dieser Hinsicht gute Werke zu tun. (Nebenbemerkung: Wir sollen das Geld nicht mit vollen Händen aus dem Fenster werfen oder das letzte Hemd weggeben auch hier hat die Bibel recht klare Vorgaben).

Es gibt viele Möglichkeiten für gute Werke. 1. Tim. 6,18 dort steht es noch etwas allgemeiner...reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich sein.

Harald schrieb:
Es ist immer wieder eine Herausforderung, eben nicht zu denken, ich muß mich jetzt aber ganz ganz arg anstrengen, ich muß jetzt dies und jenes leisten, ein Christ muß so und so sein, damit man auch Werke sehen kann. Dieser Druck ist Menschenwerk, Stolz, Eitelkeit, Ichsucht ... schaut her, ich bin doch viel weiter, ich bin der bessere Christ, ihr macht noch diesen und jenen Fehler/Sünde, das passiert mir schon lange nicht mehr. Und da wären wir dann bei dem Pharisäer, der sogar noch zu Gott betete und dankte, daß er nicht so ist wie die andern.

Nö, so soll es natürlich nicht sein, aber Harald, lies mal bitte Hebr. 10,24:
und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken


Titus 2,7:
Dich selbst aber mache zum Vorbild guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit,8 mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde und nichts Böses habe, das er uns nachsagen kann.


Ich sehe das nicht so, dass der Andere mit seinen guten Werken dann gleich zum Pharisäer mutiert, sondern ziehe da echt einen riesigen Gewinn draus, mich von anderen Gläubigen mitziehen zu lassen und auch ein gutes Werk zu wagen.


Kleines Beispiel davon: Es hat mal eine Christin einem ihr noch relativ unbekannten Christen ein paar 1000 Euro geliehen ohne jede Unterschrift. Das hat mich sehr, senr beeindruckt und ich erzählte noch so, dass so etwas ja echt Werke aus dem Glauben heraus sind und nicht nur leeres "Bla Bla" sondern eben echte tätige Hilfe.
2 Minuten nachdem ich das erzählte, klingelt bei mir das Telefon mit der Bitte einer Schwester und Freundin von mir: Kannst du mir einen größeren Betrag leihen? Shocked Hätte ich nicht gerade zuvor von dem Werk der anderen Christin gehört und auch noch davon froh erzählt- hätte ich es vielleicht ängstlich abgelehnt...so aber habe ich mich von diesem Mut einfach anstecken gelassen. Ob ich das heute nochmal schaffen würde, weiß ich aber nicht.

Oder aber, wenn ich sehe, dass andere Christen z.B. eifrig auf der Straße alte Jesus- Lieder singen, macht mir das Mut, mich auch weiter und weiter für den Herrn einzusetzen.

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Otto am Mo 01 Jun 2009, 21:11

Ich danke Euch und nun habe ich´s endlich begriffen. Dabei war es doch gar nicht so schwer, aber manchmal sieht man vor lauter Bäume den Wald nicht.
Ich grüsse Euch und Gott segne euch alle.
Otto

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Re: Werksgerechtigkeit

Beitrag  Harald am Di 02 Jun 2009, 00:20

Hallo,
in den Kommentaren zur Jakobusstelle hieß es sinngemäßt, daß Jakobus hier eigentlich von Früchten spricht, die der Glaube trägt.
Wohingegen die Werke des Fleisches so aussehen:
Galater 5:16-21:
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; diese widerstreben einander, so daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord; Trunkenheit, Gelage und dergleichen,
Dagegen die Früchte des Geistes:
Galater 5:22-26:
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. 23Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. 24Welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 25Wenn wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln. 26Laßt uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!
Dazu passen dann auch noch die Verse aus Römer 12:
9Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasset das Böse, hanget dem Guten an! 10In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor! 11Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn! 12Seid fröhlich in Hoffnung, in Trübsal haltet stand, seid beharrlich im Gebet! 13Nehmet Anteil an den Nöten der Heiligen, befleißiget euch der Gastfreundschaft! 14Segnet die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht! 15Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden! 16Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug! 17Vergeltet niemandem Böses mit Bösem! Befleißiget euch dessen, was in aller Menschen Augen edel ist! 18Ist es möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.
...
20Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. 21Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!
Diese "Werke" sind dann gut, erstrebenswert, nachjagenswert, jeden Einsatz wert, jede Mühe wert.
Herr, hilf uns, daß wir immer mehr erkennen, was Du von uns möchtest. Aber auch, wo wir eigene Wege gehen. Gib uns Weisheit von oben, damit wir ehrlich vor Dir stehen und bleibende Früchte/Werke Dir zur Ehre tun können. Amen
Prediger 2:11:
Als ich mich aber umsah nach all meinen Werken, die meine Hände gemacht hatten, und nach der Mühe, die ich mir gegeben hatte, um sie zu vollbringen, siehe, da war alles eitel und ein Haschen nach Wind und nichts Bleibendes unter der Sonne!
Auch wir müssen so ehrlich zu uns selbst sein, das erkennen und bekennen. Gott gebe uns geöffnete Augen.

Grüße von Harald

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