Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Wer ist online?
Insgesamt sind 6 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 6 Gäste

Keine

[ Die ganze Liste sehen ]


Der Rekord liegt bei 69 Benutzern am Di 15 Sep 2015, 08:23
Besucher

counteronline.de

Neueste Themen
» Christliche Teestube in Velbert hat eröffnet!
von Heidi Gestern um 21:36

» Vergeben leicht gemacht
von budde harald Gestern um 21:11

» Flüchtlinge
von UriKulm Gestern um 18:53

» Phil. 3,17-19 Feinde des Kreuzes
von UriKulm Gestern um 15:27

» Frage zu den Opfern im AT
von Heidi Do 18 Jan 2018, 13:56

» Frage zu Joh. 11,33.38 (Lazarus): da ergrimmte Jesus
von Eliah Di 16 Jan 2018, 16:22

» Jahreswechsel 2017/18
von Heidi Di 02 Jan 2018, 18:30

» - Zitate -
von Heidi Di 02 Jan 2018, 18:28

» Geld investieren
von Heidi So 31 Dez 2017, 20:11

» 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?
von UriKulm Fr 29 Dez 2017, 12:32

» Frage zum Vater unser
von Henoch Do 28 Dez 2017, 22:54

» Weihnachtsgrüße
von budde harald Mo 25 Dez 2017, 20:35

» Das ungeliebte Weihnachtsgeschenk
von budde harald Mo 25 Dez 2017, 20:07

» Kann ein Gläubiger wieder verloren gehen?
von Henoch Mo 25 Dez 2017, 00:24

» Emmaus Bibelkurs-App
von Harald So 24 Dez 2017, 20:25

» Meine Waschmaschine...
von Eliah So 24 Dez 2017, 18:51

» Haralds Weihnachtsgeschenk
von Harald So 24 Dez 2017, 18:16

» Eingeholt...
von Heidi Mi 20 Dez 2017, 15:52

» Psalm 22
von Eliah Mi 20 Dez 2017, 10:55

Jahreslosung 2018


Mit freundlicher Genehmigung:
Wort im Bild Verlag und
Vertriebs gmbH

Dürfen Frauen predigen?

Seite 1 von 3 1, 2, 3  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Di 30 Sep 2008, 05:26

Hallo,

ganz aktuell aus der Bundes-FeG
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Am Samstag, dem 20. September fand der Bundestag der Freien evangelischen Gemeinden im neu erbauten Kronberg-Forum statt. Parallel zur Aufnahme zehn neuer Gemeinden in den Bund ging es hauptsächlich um die Frage, ob in Zukunft Pastorinnen im Bund ausgebildet und berufen werden können.

Keine Entscheidung zu Pastorinnen
Im Ergebnis stimmten die über 500 Delegierten keinem der drei vorliegenden Anträge mit ausreichender Mehrheit zu. Der weitestgehende Antrag des Rheinischen Kreises, der den Frauen den sofortigen Zugang zum Pastorendienst eröffnen sollte, verfehlte knapp die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Auch der Kompromissvorschlag der Bundesleitung, der eine „vorsichtige Öffnung" vorsah, erhielt mit knapp über 64 Prozent Zustimmung nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Der dritte Antrag des Geschäftsführers des Bundes, Klaus Kanwischer, der die Einführung einer „Pastoralreferentin" beinhaltete, erhielt ebenfalls keine Mehrheit.

Weiter möchte ich noch ein Statement auszugsweise zitieren, das man auch dort weiter unten verlinkt findet ...


Einheit trotz Unterschieden? Wie wir mit dem Thema „Pastorinnen“ als Gemeinden umgehen können
Ansgar Hörsting ist Präses
des Bundes Freier evangelischer
Gemeinden.
...
In unserer Auseinandersetzung dürfen wir uns nicht nur die schlechten Argumente der "Gegenseite" heraussuchen. Das wäre zu einfach. Nein, wir müssen uns mit den Guten auseinandersetzen. Das bringt wirklich weiter in der Erkenntnis. Und es macht bescheiden in der eigenen Argumentation. Zur Situationsbeschreibung gehört, daß ich unterstelle, daß sowohl Befürworter als auch Gegner eine aufrichtige Auseinandersetzung mit der Bibel geführt haben und Gottes Wort gehorsam sein wollen. Das mag zwar nicht für jeden Einzelnen gelten, aber doch für viele. Wir müssen das einander unterstellen, wenn wir miteinander reden wollen - und auch, wenn wir trotz unterschiedlicher Erkenntnisse zusammenbleiben wollen.

Gewicht der Frage klären
Es stellt sich nun die Frage: Wie und unter welchen Voraussetzungen können wir trotz unterschiedlicher Erkenntnisse zusammenbleiben?

Meine Antworten lauten:
- indem wir die Frage, um die es geht, nicht als eine heilsentscheidende Frage ansehen und auch einen direkten Zusammenhang zu Heilsfragen nicht sehen. Geht es um eine heilsentscheidende Frage, darf uns eine Trennung nicht abschrecken, sondern kann nötig sein.
Es gibt Menschen, für die es in fast jeder Frage ums Ganze geht. Das ist sehr anstrengend und nicht dem Evangelium gemäß.
...

- indem wir einander abnehmen, daß es uns um Gottes Wort geht, um seine Herrschaft mitten unter uns und in der Gemeinde geht. Verlieren wir diese Sicht, wird die Skepsis untereinander siegen und wir müssen einander gefährliche Erkenntnisse unterstellen.

- indem wir in Liebe miteinander umgehen. Dazu gehört Wertschätzung. Das heißt, daß wir einander nicht belächeln oder arrogant behandeln. Dazu gehört nicht nur der Austausch von Argumenten, sondern auch der Aufbau von Beziehung, soweit das möglich ist.
...
Liebe führt nicht zu übervorsichtigen Worten, Liebe hält nicht hinterm Berg mit den Argumenten. Liebe ist in der Lage, wertschätzend und respektvoll die eigenen Argumente zu sagen und die anderen zu hören.

- indem wir aus unserer Beziehung zu Christus den anderen höher schätzen als uns selbst. Das ist der "Königsweg". Das ist das Gegenteil von aufgeblähter oder aufblähender Erkenntnis. Aufblähende Erkenntnis kann als Siegerin in einer zwischenmenschlichen oder argumentativen Schlacht hervorgehen. Aber sie ist für das Reich Gottes eine Niederlage. Die Liebe erträgt, sagt die Bibel. Machen wir uns nichts vor: Von der Liebe brauchen wir reichlich. Gott schenkt sie durch den Heiligen Geist.

Den anderen wertschätzen
Die Kunst ist, mit einer klaren Überzeugung zu leben und gleichzeitig die andere wertzuschätzen. Je wichtiger mir meine Erkenntnis und die Frage, um die es geht, ist und je eindeutiger meine Überzeugung ist, desto schwieriger wird es mir fallen, die andere Erkenntnis nachzuvollziehen. Das ist natürlich. Und wenn das Gewissen gebunden ist, dann geraten wir in Spannungen.

hier ist der Artikel zu finden ... [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Dieser Argumentation von Hr. Hörsting kann man sich nicht entziehen. In einer anderen Gemeinde wird es wieder einen Punkt geben, der mit meiner Meinung nicht harmoniert. Selbst wenn es zumindest theoretisch diese perfekte Gemeinde gäbe, wäre sie spätestens durch mein Hinzukommen nicht mehr perfekt, weil ich Fehler habe.
So haben alle Menschen Fehler. Aber deshalb muß ich keinem aus der Gemeinde gleich unterstellen, daß er/sie es nicht so genau nimmt mit der Bibel bzw. dem das schlimmste unterstellen etc.

Grüße von
Harald


Zuletzt von Harald am Mo 06 Okt 2008, 01:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Frauen als Pastor?

Beitrag  Heidi am Mi 01 Okt 2008, 17:25

Lieber Harald,

sehr angesprochen hat mich der Einschub des Präses, dass es hier um eine nicht heilsentscheidende Frage und nicht ums "Ganze" geht.

Ich halte persönlich eine Frauenordination für falsch und begründe das so:
1. Tim 3,1-5:
Das ist gewisslich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt* begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe. Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, 3 kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, 4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. 5 Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?

Titus 1,5-6
Deswegen ließ ich dich in Kreta, dass du vollends ausrichten solltest, was noch fehlt, und überall in den Städten Älteste einsetzen, wie ich dir befohlen habe wenn einer untadelig ist, Mann einer einzigen Frau, der gläubige Kinder hat, die nicht im Ruf stehen, liederlich oder ungehorsam zu sein. Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht streitsüchtig, nicht schändlichen Gewinn suchen; sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam; er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen.

*Bischofsamt (= andere Übersetzungen: Aufseher, Hüter, HfA sagt: Gemeindeleiter)


Der Bischof also:
- soll sorgen für die Gemeinde
- soll ein Mann sein
- ist ein Haushalter Gottes
- halte sich an das Wort der Lehre
- soll der Gemeinde vorstehen
- in dem Wort der Lehre soll er ermahnen und ggf. zurechtweisen

*In diesem Sinne wird sogar Jesus selbst in 1. Petr 2,25 als Bischof / Aufseher bezeichnet.

Ich meine nun, dass der Pastor "von heute" der in der Bibel bezeichnete Bischof / Ältester ist. Und mit den dazu aufgeführten Eigenschaften und Aufgaben kann ich mir nur schwer eine Frau vorstellen, die Männer belehrt und sozusagen voll verantwortliche Vorsteherin einer Gemeinde ist.
Wer mal in Israel oder hier in einer Synagoge hier war, wird sofort begreifen, dass es nicht ausdenkbar wäre, dass diesen Gemeinden eine Frau vorsteht und in Leitungsfunktion predigt.

Nach 1. Tim 2,11 soll die Frau n i c h t über den Mann Herr sein.


Es ist aber nicht so, dass Frauen gar nichts aus Gottes Wort lehren oder ganz mundtot sein sollen.
Ich glaube, das schließt es ein, auch innerhalb der Gemeinde so aktiv zu werden:
Sie sollen junge Frauen unterweisen und Gutes lehren. (Titus 2,3)
Sie dürfen weissagen (ApG 21,9)
Sie dürfen beten und prophetisch reden (1. Kor. 11,5)
Sie dürfen Brüdern die Schrift genauer auslegen (ApG 18,26)

Wenn es in 1. Tim 2,12 und 1. Kor. 14,35 heißt, dass die Frau still sein soll, dann verstehe ich das persönlich so, dass die Frauen während des Gottesdienstes nicht schnattern sollen. Solche Schnatterliesen habe ich hier in den Schabbatgottesdiensten der jüdischen Gemeinde gesehen. Die Männer sitzen dabei unten und die Frauen getrennt auf einer Empore. Und auf der Empore gehts dann oft erzählhaft zwischen den Frauen zu.
Anders wird noch die Meinung vertreten, dass uns diese Stelle sagen sollen, dass die Frau nicht Wortführer sein soll.


grüße von heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Mi 01 Okt 2008, 18:27

Hallo Heidi,

ich kann es nicht begründen, was Befürworter für eine Pastorin in die Waagschale "werfen". Ich nehme an, es sind nicht nur unbiblische Gründe. Wenn ich das unterstellen würde, müßte ich behaupten, daß die alle vom Weg abgekommen sind etc.
Die Frage ist nun für mich, wie gehe ich damit um, wenn es eben Brüder und Schwestern gibt, in meiner Gemeinde beispielsweise, die das anders sehen, liberaler? Wie gehe ich damit um, wenn plötzlich meine Gemeinde beschließen sollte, eine Pastorin oder eine Älteste zu bestellen?
Wenn diese Frage nicht heilsentscheidend ist, muß ich dann nicht diese "Kröte" notfalls schlucken und weiter in der Gemeinde bleiben? Was wenn ich in eine andere Gemeinde gehe, wo mir dann ggf. auch wieder etwas nicht "gefällt"?
Ich könnte jetzt leicht schreiben, daß ich also darauf hoffe, daß sowas halt einfach nie passiert.
Aber ganz egal, was passiert, möchte ich doch davon ausgehen, daß in meiner Gemeinde Gottes Wille regiert, daß Gott doch sehr wohl in der Lage ist, diesen Christen das klar zu machen, wie sie sich ggf. bei einer solchen Entscheidung abstimmen sollten.
Nun, wenn dann etwas anders kommt, als ich vielleicht möchte, muß ich dann gleich daraus schließen, daß die Gemeinde irregeleitet wurde, daß sie nicht mehr unter Gottes Segen steht o.ä.?

Ich frage mich wirklich ernsthaft, wenn ich diese Auflistung lese bzgl. der Ältesten, was denn dann ist, wenn nicht alle Kriterien von den Ältesten in meiner Gemeinde erfüllt sind? Speziell wenn die Kinder nun (noch) nicht gläubig sind? Bedeutet das dann, daß Gott die Gemeinde nicht segnen kann?

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am Sa 04 Okt 2008, 19:30

Harald schrieb:ich kann es nicht begründen, was Befürworter für eine Pastorin in die Waagschale "werfen".

Ich auch nicht. Die Bibel ist in diesem Punkt sehr eindeutig. Der Schlüssel zum Verständnis liegt eher im Verhältnis zur Bibel. Ich gehöre als jemand, der an die Wahrhaftigkeit der ganzen Bibel glaubt zu einer Minderheit. Wer da eine liberalere Einstellung zur Bibel hat und diese eher als mystisches altes Buch sieht, muss seine Abweichung in dieser Frage vermutlich nicht mal begründen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Sa 04 Okt 2008, 21:46

Hallo,

@Günter
dann mal dich direkt gefragt: ich meine mich erinnern zu können, daß du evangelisch bist, also Landeskirche. Was wenn nun bei dir in der Gemeinde plötzlich eine Pastorin das Amt antritt?
Würdest du dann die Gemeinde wechseln? Und würdest du das auch tun, wenn du dann meinetwegen 20km einfach zum Gottesdienst u. zur Bibelstunde u. Gebet etc. fahren müßtest?
Denkst Du, die Frage ist heilsentscheidend?

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am So 05 Okt 2008, 02:46

Harald schrieb:dann mal dich direkt gefragt: ich meine mich erinnern zu können, daß du evangelisch bist, also Landeskirche. Was wenn nun bei dir in der Gemeinde plötzlich eine Pastorin das Amt antritt?

Ich persönlich hätte da nicht das große Problem damit, auch, wenn ich es nicht für richtig halte.

Ich halte es da mit Wilhelm Busch. Hier ist ein Zitat aus seinem Buch "Jesus - Unser Schicksaal":

Neulich erklärte mir jemand: »Ich würde glauben, aber ich komme nicht weiter!« Da habe ich ihm geraten: »Sie brauchen Anschluss an andere Christen!« Darauf wandte er ein: »Die gefallen mir aber alle nicht!« »Ja«, habe ich da gesagt, »dann ist nichts zu machen. Wenn Sie im Himmel mal mit denen zusammen sein wollen, dann müssen Sie es jetzt schon lernen! Der liebe Gott kann nicht Sonderchristen für Sie schnitzen.«

Harald schrieb:Hallo,
Denkst Du, die Frage ist heilsentscheidend? Grüße von Harald

Nein, das denke ich nicht. Zu der Frage, was wirklich heilsentscheidend ist, habe ich ein neues Thema angefangen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Mo 06 Okt 2008, 03:33

Hallo,
ich hab jetzt zwei Kommentare zu einigen Bibelstellen gelesen. Erstaunlicherweise kommt der Kommentar von Werner De Boor von 1974 über den 1. Korinther-Brief zu einem moderneren Ergebnis wie der viel spätere Kommentar über das NT von Arno C. Gaebelein von 2002. Letzterer sieht es auch so wie Günter u. Heidi.
De Boor schreibt z.B. zum 14. Kapitel in Auszügen folgendes:
Hier kommen wir zu einer besonders schwierigen Stelle unseres Kapitels. Schwierig ist sie ihrem Inhalt nach, weil sie den Aussagen des Abschnittes 1. Kor. 11,3-16 widerspricht. Dort war der Frau befohlen, beim Beten und prophetischen Reden in der Öffentlichkeit das "Kopftuch" zu tragen. Das Beten und Reden als solches war ihr nicht verwehrt. Jetzt wird der Frau ein absolutes Schweigegebot in der Gemeinde auferlegt. ... Inhaltlich schwierig ist auch die positive Anweisung: "Wenn sie aber etwas lernen wollen, sollen sie zu Hause ihre eigenen Männer fragen." Hat Paulus vergessen, daß er in Kap. 7,13 von Frauen sprach, die ungläubige Männer habe? Was sollen diese Frauen tun? ... Auffallend ist aber auch der Unterschied in der ganzen Art des Schreibens Wie weit holt Kap. 11 aus, wie gründlich wird alles erörtert. Wie wird um das eigene Verständnis der Korinther geworben, obwohl es hier doch nur um das "Kopftuch" geht. Dagegen jetzt, wo es sich um die ganze Stellung der Frau in dem Gemeindeleben handelt, wird ihr kurz und schroff das völlige Schweigen auferlegt. ... Auch der Hinweis auf das Gesetz muß uns auffallen bei dem Apostel, der in Römer 6,14, +7,4, Galater 5,18 den Christen mit solcher Entschiedenheit sagt, daß sie nicht mehr unter dem Gesetz stünden.
...
So ist aus inhaltlichen und formellen Gründen zu bedenken, ob nicht diese ganze Stelle ein erst später in den Text gekommener Einschub ist, den Paulus nicht selbst schrieb. Auch der Befund bei den Handschriften kann diese Vermutung unterstützen. Eine Reihe von ihnen bringt unseren Abschnitt erst nach V. 40. Ein durchschlagender Beweis dafür, daß unsere Verse ein späterer Zusatz sind, läßt sich aber nicht führen.
...
Im Empfinden jener Zeit wäre ganz ebenso auch die Lehrerin, die Ärztin, die Ministerin eine Unmöglichkeit, ein unerträglicher Anblick (eine Schande) gewesen. Nun liegt es Paulus daran, daß dieses starke Empfinden der Zeit in der Gemeinde Jesu nicht verletzt wird. Es geht vor allem nicht, daß eine einzelne Gemeinde wie Korinth eigenmächtig ein Verhalten durchbricht, das in allen Gemeinden der Heiligen mit Bestimmtheit eingehalten wird. Der Gesichtspunkt des Apostels, wenn er unseren Abschnitt in seinem Brief schrieb, ist einfach der: Die Gemeinde Jesu kann und darf der Frau nicht eine Stellung geben, die sie sonst in der Öffentlichkeit nicht hat. Dann heißt es aber für uns heute: die Gemeinde Jesu kann und darf der Frau nicht eine Stellung verweigern, die sie sonst in der Öffentlichkeit hat und die dem ganzen selbstverständlichen Empfinden der Zeit entspricht!
... Freilich geht es - wie auch in dem Abschnitt von dem "Kopftuch" - bis heute darum, daß die Frau ganz und echte "Frau" bleibe. Die Gemeinde der Heiligen wird mit Ernst darauf achten, daß das in ihrem Raum geschieht. ... Wenn feinste und edelste Frauen von der Parlamentstribüne sprechen, kann die Frau auf der Kanzel nicht auf einmal eine "Schande" sein.
Noch ein Nachsatz von Markus Endlich, einem FeG Pastor.
Kann man die Sache auch anders sehen?
Natürlich! Nicht umsonst schreibt Paulus, daß unsere Erkenntnis Stückwerk sei und natürlich handelt es sich bei diesem Thema um eine Frage der Erkenntnis und nicht des Heils. Ich habe viele liebe Brüder und Schwestern, mit denen ich in Christus tief verbunden bin, und die doch an dieser Stelle eine andere Meinung haben. Trotzdem halte ich die Entscheidung unserer Väter zur geistlichen Leiterschaft nur Männer zu berufen, nicht für eine kulturell begründete Engstirnigkeit, sondern für das Modell, das sehr gut biblisch belegt ist und deshalb keiner Änderung bedarf.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Was ziehe ich also für Lehren daraus? Auch wenn Christen hier nicht einer Meinung sind, können wir uns dennoch als Brüder und Schwestern annehmen, tief verbunden in Christus.

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Mahlatse am Mo 13 Okt 2008, 16:25

Liebe Alle,
hier nur eine Frage: Warum lehnen die Mitglieder dieses Forums (zumindest, die, die bisher geschrieben haben) das Frauenordinat ab, wenn doch das folgende in den Forums-Grundsaetzen steht? Ich bin zugegebenermassen eine Befuerworterin des Frauenordinats und zwar aus genau dem folgenden Grund:


Wir bekennen uns:  zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist;

Ich sehe hier einen Widerspruch zu Euren Aussagen
Heidi: "Ich halte persönlich eine Frauenordination für falsch..."
Harald: ich kann es nicht begründen, was Befürworter für eine Pastorin in die Waagschale "werfen".
Guenther: "Ich gehöre als jemand, der an die Wahrhaftigkeit der ganzen Bibel glaubt zu einer Minderheit. Wer da eine liberalere Einstellung zur Bibel hat und diese eher als mystisches altes Buch sieht, muss seine Abweichung in dieser Frage vermutlich nicht mal begründen."

Hintergrund: Ich halte die Bibel nicht fuer ein mystisches altes Buch, finde aber, dass man die Hermeneutik, also u.a. die Untersuchung der Umstaende, unter der sie geschrieben wurde, bei der Auslegung nicht vernachlaessigen sollte. Moechte hierzu Wikipedia (Unter Hermeneutik) zitieren (Hervorhebungen von mir):

Grundsätzliche Fragen zum Bibelverständnis, zur Inspiration, zur Entstehungsgeschichte biblischer Texte müssen eine Antwort haben, bevor ein Text ausgelegt werden kann.

Alles Liebe

Mahlatse (die kennt Ihr vielleicht schon? Die hat jetzt klaro auch gewechselt)

Mahlatse
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Mo 13 Okt 2008, 23:28

Hallo Mahlatse,

erst mal kurz auch hier: Herzlich Willkommen!
für mich ist das kein Widerspruch, was du ansprichst, was in der Basis des Glaubens formuliert ist, bezieht sich auf diesen Bibelvers...
1. Petrus 2:9:
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündiget, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat,
Dieser hat aber m.E. mit diesem alttestamentlichen Umstand zu tun, daß eben ...
Nehemia 7:64:
Diese suchten ihr Geburtsregister, und als sie es nicht fanden, wurden sie von dem Priestertum ausgestoßen.
Ohne diese Berechtigung durfte man nicht in das Hochheiligste, ja nichtmal in das Heiligtum.
Nun aber, durch Jesus Christus, haben wir alle diesen Zugang und sind deshalb als Priester bezeichnet.

So wie ich es verstehe, sollte es wohl eh keine Priester geben, die eine übergeordnete, eine Mittler-Rolle innehaben, da wir ja alle die direkte Verbindung zu Gott haben. Darauf weisen die Pastoren aus den Freikirchen dann auch gelegentlich hin, daß sie keine Mittlerrolle innehaben, wir alles Brüder und Schwestern sind.
Das hat nun aber meiner Ansicht nach nichts damit zu tun, wie die Hierarchie in der Gemeinde geordnet sein soll.

Kleiner Einschub: Darf ich dich mal fragen, wie du darüber denkst, daß du deinem Manne untertan sein sollst? (mal angenommen...) Das hört sich mittelalterlich an, wenn man aber weiter liest ...
Epheser 5:23-25+28:
23denn der Mann ist des Weibes Haupt, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist; er ist des Leibes Retter. 24Wie nun die Gemeinde Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. 25Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, ... 28Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

Wie gesagt, ich habe damit nicht unbedingt ein Problem, ein heilsentscheidendes, wenn jetzt jemand das anders sieht.
So verstehe ich das derzeit in etwa...

Grüße von Harald

die Frage bzw. die Antwort auf die Frage, wie man dich nun ansprechen soll, würde mich auch interessieren...

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Mo 20 Okt 2008, 21:46

Heute sind wir in einen katholischen Gottesdienst in der Kapelle eines Krankenhauses geraten und ich habe mich gewundert, dass die ganze Andacht (ca 1/2 Std.) von einer Frau, die sich als katholische Seelsorgerin vorstellte, abgehalten wurde.
Es wurde gesungen, gebetet, aus der Bibel vorgelesen und letztendlich Abendmahl gereicht. Dass alles von einer Frau geleitet wurde, hat mich dann doch gewundert....aber es war sehr schön.
Beim Abendmahl bin ich dann heute weggelaufen...hab geheult, auch weil es vor einigen Monaten meiner inzwischen verstorbenen Oma bei einem Gottesdienst im Altenheim verwehrt wurde, weil die Oma evangelisch ist. Wir sind dahin gegangen, weil es im Heim eh nur 1 mal im Monat einen Gottesdienst gibt. Da hat es uns auch gar nichts genutzt, dass ich erklärte, dass wir Christen sind und die Oma doch schon 92 Jahre alt ist. Sie erhielt mit mir und meiner Freundin als einzige kein Abendmahl. Es wäre das letzte vor ihrem Tod gewesen. Aber das ist jetzt nicht Thema.

heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Eva am Sa 25 Okt 2008, 23:35

Ich denke, dass die Frauenordination nicht richtig ist.
Denn nach 1.Kor.14,34 sollen sich die Frauen unterordnen.
Und in 1.Tim.2,12 ist der Frau das Lehren nicht gestattet.

Allerdings sehe ich in Kapitel 11,5
5 Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.
einen Widerspruch zu Kapitel 14,34+35 (ähnlich wie Werner de Boor)
34 sollen die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.35 Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht der Frau schlecht an, in der Gemeinde zu reden.
Hier ist es den Frauen nicht gestattet zu reden, in Kap.11 ist aber den Frauen das Wort keineswegs verboten.

In 1.Tim.2,11-15
11 Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung.12 Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still. 13 Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. 14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen. 15 Sie wird aber selig werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung.
wird die Unterordnung der Frau mit dem Schöpfungsbericht begründet.
Wenn sie ihre Rolle als Mutter wahrnimmt, denke ich, kann sie das Pastorenamt nicht so voll und ganz ausführen wie ein Mann. Denn wer es ernsthaft nimmt, für den ist es fast ein Rund-um-die-Uhr-Amt, welches jedoch eine Mutter mit ihrer Mutterrolle schon hat.

Mir stellt sich jedoch noch eine Frage:
Die Richterin Debora im AT war eine sehr bedeutende Frau in Israel und auch noch Prophetin (Richter 4). Wie verhält sich da im AT das Unterordnen der Frau zu den Aussagen des NT?

Übrigens halte ich es nicht für mitterlalterlich, dass sich die Frau dem Mann unterordnen soll. Man muss sich nur die bereits zitierten Verse aus Epheser 5,21-30 vor Augen halten und die Männer auch danach leben.

Wenn ich einen Gottesdienst mit einer Pastorin erlebe, ist das für mich kein Problem, ich renne da nicht weg, aber ich halte es eben nach der Bibel nicht für richtig. Letzten Sonntag war ich als Gast in einer Gemeinde, wo eine Pastorin den Gottesdienst hielt, d.h. es waren gleich zwei (vielleicht haben die sich wegen ihrer Mutterrolle in das Amt geteilt ?).

Viele Grüße
Eva

Eva
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 200
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Thüringen

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am So 26 Okt 2008, 23:32

Eva schrieb:
Allerdings sehe ich in Kapitel 11,5 ..... einen Widerspruch zu Kapitel 14,34+35 ..... Hier ist es den Frauen nicht gestattet zu reden, in Kap.11 ist aber den Frauen das Wort keineswegs verboten.

Liebe Eva,

auch da gibt es keinen Wiederspruch:

1Kor 11,5: Frau ... betet oder weissagt. Paulus erteilt klare Anweisungen, dass Frauen bei den Zusammenkünften der Gemeinde nicht leiten oder reden dürfen (vgl. 14,34; 1Tim 2,12), aber sie dürfen vor Ungläubigen beten oder ihnen das Evangelium erklären oder auch Kinder und andere Frauen belehren (vgl. 1Tim 5,16; Tit 2,3.4).

Eva schrieb:Übrigens halte ich es nicht für mitterlalterlich, dass sich die Frau dem Mann unterordnen soll. Man muss sich nur die bereits zitierten Verse aus Epheser 5,21-30 vor Augen halten und die Männer auch danach leben.

Wenn ich einen Gottesdienst mit einer Pastorin erlebe, ist das für mich kein Problem, ich renne da nicht weg, aber ich halte es eben nach der Bibel nicht für richtig.

Das sehe ich ganz genau so.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Eva am Mo 27 Okt 2008, 22:26

Lieber Günter,
die Überschrift zu Kapitel 11 ist doch "Die Frau im Gottesdienst".
Also beten und weissagen die Frauen doch in einer Zusammenkunft der Gemeinde ?
Und das sind doch sicher meistens Gläubige ?
Ich versteh das irgendwie noch nicht richtig, für mich ist das ein Widerspruch Question

Oder habe ich heute "Knoten" im Gehirn ???

Für heute erstmal Gute Nacht
Eva

Eva
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 200
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Thüringen

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am Mo 27 Okt 2008, 23:03

Eva schrieb:Lieber Günter,
die Überschrift zu Kapitel 11 ist doch "Die Frau im Gottesdienst".

Hallo Eva,

In der Lutherbibel ist das die Überschrift. Die Elberfelder Bibel hat an der selben Stelle eine andere Überschrift: "Mahnung zum rechten Verhalten beim Gebet".

Bleibt nur noch anzumerken, dass die Überschriften kein (!) Bestandteil der Bibel sind, sondern nachträglich eingefügt wurden. Kommentare eben! Wenn wir die Bibel an einer Stelle nicht richtig verstehen, bringen die Überschriften auch nicht das fehlende Licht in die Dunkelheit.

Eva schrieb:Ich versteh das irgendwie noch nicht richtig, für mich ist das ein Widerspruch Question

Auch ich verstehe manches nicht. Ich habe aber schon so viele vermeintliche Wiedersprüche gesehen, die sich dann in Wohlgefallen aufgelöst haben, dass ich nicht mehr an Wiedersprüche in der Bibel glaube. Das ist wie mit dem Glas, das entweder halb voll oder eben halb leer ist. Wenn ich es mir recht überlege, ist mein Glas fast voll.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

PS 1: Meine diesbezügliche Literaturempfehlung:

"Die Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit der Bibel"
Stephan Holthaus, Karl-Heinz Vanhaiden (Hg.)
Verlag : VTR / JOTA
ISBN: 978-3-933372-38-3

PS 2: Für Jesus ist das AT eine göttliche Autorität - und zwar bis ins Details des einzelnen 'Wortes hinein. Bei Jesus ist auch nicht der leiseste Ansatz einer bibelkritischen Haltung gegenüber dem AT zu finden.

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Di 28 Okt 2008, 20:05

Liebe Eva,

nein, da ist kein Widerspruch. Frauen können in der Gemeinde beten und sie können auch prophetisch reden (wobei man dann mal genau klären könnte, was prophetisches Reden ist). Das hast du ja schon so aus der Bibel rausgesucht. Manche Gemeinden praktizieren das so, dass - wer mag - ein Gebet sprechen kann. Oder nach vorn kommen und ein paar Verse vorlesen, oder so einige Sätze sagen...oder singen...das alles können wir Gott zur Freude tun, würde ich sagen.

Es soll nur nicht so sein, dass sich Frauen (in den Versammlungen) als Herr über die Männer aufspielen...eine belehrende Funktion einnehmen. Das "Redeverbot" ist in den Versen ja immer nur in Hinblick auf eine Unterordnung gegenüber dem Mann erteilt worden...nicht aber auf ein Schweigen vor Gott.

Ich schreib dir die "Schlüsselworte" zur Begründung des Redeverbots hier nochmal hin:

1. Kor. 14,34....sondern sie sollen sich unterordnen
1. Tim 2,12 ...gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei

Ich verstehe es so, dass das Lehren bzw die Leitung einer Gemeinde also Sache der Männer ist.

Übrigens genieße ich das in der Brüdergemeinde, dass sich jede Woche die Herren Gedanken machen, welche Bibelverse "dran" sind und wie ausgelegt wird und was die Gemeinde nun davon in die Woche nehmen soll. So gern ich auch hier mit euch Bibelverse beleuchte...ich würde gar nicht im Gottesdienst nach vorn ans Rednerpult wollen, um Frauen und Männern was zu lernen.

grüße von heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Eva am Di 28 Okt 2008, 21:17

Hallo,
Ich will nur noch dazu anmerken, dass ich in einer Gemeinde aufgewachsen bin, wo es keine Frauenordination gibt, die Gemeindevorsteher nur Männer sind, in der Gemeindeversammlung nur Männer Stimmrecht haben und Frauen im Gottesdienst nichts lesen oder beten dürfen.
Von daher bin ich sehr konservativ geprägt.
Inzwischen bin ich durch Wohnortwechsel nicht mehr in dieser Kirche.

Viele Grüße
Eva

Eva
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 200
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Thüringen

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Tobias am Mo 10 Aug 2009, 00:24

Bezugnehmend auf einen anderen Thread und mit dem Schwerpunkt auf den Gehorsam gegenüber der Schöpfungsordnung im Bereich des Bedeckens der Haare möchte ich auf folgende Einlassung antworten:
Sephora schrieb:die brüdergemeinde ist auch für das kopftuchtragen im gottesdienst und das eine frau lange haare trägt.
ich kenne einen fall aus der brüdergemeinde, die aufgrund ihres kurzhaarschnittes nicht am abendmahl teilnehmen durfte. sie trennte sich daraufhin sehr schnell.
Bevor ich 2004 aus der ev. Kirche austrat, war ich - unabhängig davon - in Kontakt mit einem der Brüder gekommen. Es war schon eine merkwürdige Sache, als der Bruder mich zu einem Vortrag einlud den er in Leonberg hielt und ich das erste Mal sah, das die Frauen dort ihr Haupt bedeckten. Ich habe das dann zum Anlass genommen diese Sache anhand der Schrift zu prüfen - etwas das ich vorher aus Tradition niemals getan hatte (Weil ich nie auf die Idee gekommen wäre, wie ich zugeben muss). Allein vom kirchengeschichtlichen Aspekt sieht man jedoch sehr schnell, das bis vor etwas mehr als hundert Jahren alle Frauen ihr Haar bedeckten und keine Probleme mit diesen Belehrungen hatten. Im Gegenteil, es handelt sich um eine "Errungenschaft" der historisch-kritischen Denkweise und ich meine das allein sollte uns schon sehr hellhörig machen. Ich will einmal in Abwandlung eines Zitats von Wilhelm Busch sagen: "Entweder waren unsere Väter Narren, ... - oder wir sind die Narren".

Die größte Verwirrung über diese Sache dürfte wohl daher kommen, weil man nicht mehr über die Grundlagen in dieser Frage belehrt ist. Es geht hier ja nicht um einen äußerlichen Selbstzweck, sondern das auch in dem was wir äußerlich ausdrücken unsere innere Haltung deutlich wird. Die Frau bezeugt indem sie während des Zusammenkommens als Versammlung ihr Haupt bedeckt, dass sie sich unter die gute Schöpfungsordnung Gottes stellt und diese anerkennt.

Hierzu nun einige deutliche Belege:

1) Paulus schreibt »der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, sowohl ihres als unseres Herrn.« (1. Korinther 1,2; Elb.)
Der Brief richtet sich also an alle, „die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn.“. Es gibt keinen Zweifel, was Paulus schreibt gilt nicht nur auch uns, sondern hat klar die Inspiration des Hl. Geistes. Deshalb kann Paulus auch in Bezug auf seine Ausführungen in Kapitel 14 (wo es um das Schweigen in der Versammlung geht) sagen...

2) »Wenn jemand sich dünkt, ein Prophet zu sein oder geistlich, so erkenne er, was ich euch schreibe, daß es ein Gebot des Herrn ist.« (1. Kor. 14,37; Elb.)
Es ist also schlicht unwahr und vermessen zu behaupten, Paulus hätte hier seine eigene Meinung dargelegt. Das was in den Versen davor über das Schweigen der Frau in der Versammlung geschrieben hat – so sagt er eindeutig – ist ein Gebot des Herrn!

Sehen wir uns nun die Argumentation in 1. Korinther 11 im Detail an:
»Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Christi. Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner eingedenk seid und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.« (1. Korinther 11,1-3; Elb.)
Nur wenige Verse später, wenn er über das Abendmahl zu sprechen kommt schreibt der Apostel dann: »Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in welcher er überliefert wurde, Brot nahm, und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis.« (1. Korinther 11,23-24; Elb.)
Und in Kapitel 15 schließlich noch: »Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften;«

Alle diese Überlieferungen des Apostels sind grundsätzliche Belehrungen. Einmal über die Schöpfungsordnung Gottes, das andere Mal über das Gedächtnismahl und schließlich über die Auferstehung des Herrn Jesus Christus. In diesem Kontext stehen die Belehrungen über das Bedecken des Haares und der Apostel argumentiert weiter: »Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupte haben, um der Engel willen.« (1. Korinther 11,10; Elb.)

Ich kann hier in der Tat nirgendwo in diesem Brief einen "kulturellen" Aspekt erkennen. Wie schon gesagt, der Apostel schreibt, "allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen" und nicht nur den Korinthern. Er bezieht sich auf die Schöpfungsordnung (und an anderer Stelle auf das Sündenfallverdikt). Speziell in den Versen 7-9 legt er ja drei Dinge klar dar:
1) das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit (V.7; Elb.)
2) "Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne" (V.8; Elb.)
3) "geschaffen ... um des Mannes willen" (V.9; Elb.)

Was hat es nun mit den Engeln auf sich? Nun, »auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes, nach dem ewigen Vorsatz« (Epheser 3,10; Elb.)
Die Welt mag sich nicht an die Grundsätze der Schrift halten, aber die Gemeinde hat es zu tun, zur Ehre des Herrn und um seine Weisheit - die sich ja auch in der Schöpfungsordnung ausdrückt - kundzutun.

Zu einem früheren Zeitpunkt schrieb ich schon einmal zu diesem Thema:
T. J. Walker schrieb:Erst in unserer Zeit fing man an dieses Gebot zu missachten. Und wir müssen leider sehen, das in den Gemeinden immer weniger die Autorität und das Hauptsein Jesus Christus anerkannt wird. Nur dort, wo die klaren Gebote Gottes anerkannt werden, gibt die Gemeinde Zeugnis von ihrer Unterordnung unter Christus. Wo sie dies nicht tut, sagt sie „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!“ (vgl. Lk 19,14).
Auch hier gilt (2. Thess. 2,15): »Also nun, Brüder, steht fest und haltet die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief.«
Entschuldigung, aber ich halte es nicht für einen Ausdruck von Bibeltreue Gottes Wort zu relativieren oder zu ignorieren. Ich gestehe es zu und sage es in aller Klarheit, das ich in diesem Punkt früher auch keine Treue bewiesen habe! Ach Geschwister, ich möchte mit Zinzendorf ausrufen: »Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn ? Mir ist's nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.«

Grüße und Gottes Segen
Tobias

Tobias
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Gast am Mi 30 Sep 2009, 14:12

@Walker: Amen dazu. Und danke für das Belegen der Aussagen mit Bibelstellen. Da halte ich es ebenfalls mit Zinzendorf. ^^

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Do 01 Okt 2009, 02:28

Hallo,

Tobias schrieb:
ich halte es nicht für einen Ausdruck von Bibeltreue
ich hab da ein wenig Bauchweh damit. Einerseits ist es eben deine Meinung und die gestehe ich dir zu. Andrerseits suggeriert dieser Standpunkt, daß alle anderen, die eine andere Meinung haben als du in diesem Punkt, daß sie nicht Bibeltreu wären, daß sie Gottes Wort ignorieren würden.
Wer sagt denn nun, daß diese Auslegung die einzig mögliche ist, Wer sagt denn nun, daß die anderen zigtausend Christen, ich unterstelle denen jetzt mal daß sie auch "wiedergeborene" Christen sind, also daß die alle total irren und nicht treu sind?

Ich möchte nochmal ein Part aus dem ersten Posting zitieren von Ansgar Hörsting (er ist Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden) ....
Zur Situationsbeschreibung gehört, daß ich unterstelle, daß sowohl Befürworter als auch Gegner eine aufrichtige Auseinandersetzung mit der Bibel geführt haben und Gottes Wort gehorsam sein wollen. Das mag zwar nicht für jeden Einzelnen gelten, aber doch für viele. Wir müssen das einander unterstellen, wenn wir miteinander reden wollen - und auch, wenn wir trotz unterschiedlicher Erkenntnisse zusammenbleiben wollen.

Eigentlich sind wir uns hier im Forum ja relativ einig, daß Frauen nicht predigen sollen, nur sind wir nicht die, die das in der Hand haben, wenn z.b. eine evang. Gemeinde eine Pastorin bekommt, oder sich irgendwann (was ich nicht hoffe ich aber doch damit rechne) die FeG Bund mit 2/3 Mehrheit beschließt, die Frauenordination zuzulassen, wobei es dann immer noch jede Gemeinde für sich entscheiden dürfte, ob sie die Frauenordination wollen oder nicht.

Ich halte nur nicht viel davon wenn man anderen den Glauben abspricht, wenn sie etwas anders sehen, womit wir wieder beim heilsentscheidend angekommen wären.
Und da ist für mich momentan der Punkt, daß es für mich weder heilsentscheidend ist, daß Frauen Röcke tragen müssen oder ihren Kopf bedecken müssen, noch daß ich denen rundweg den Glauben absprechen würde, die die Frauenordination befürworten, oder wenn Frauen laut beten im Gottesdienst.

Grüße von Harald

PS: Kurze Randbemerkung: Wie verhält es sich eigentlich mit all den vielen Aufgaben, Belehrungen, die Paulus an die Männer gerichtet hat, u.a. auch im Zusammenhang mit dem Schweigen u. dem untertan sein der Frau in der Gemeinde im 14. Kapitel des Korintherbriefes erwähnt? Beharren wir darauf auch mit dieser Vehemenz und weisen darauf hin, daß all die Männer nicht bibeltreu sind, die das weniger "genau" nehmen bzw. nicht "erfüllen"???

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Do 01 Okt 2009, 20:27

Harald schrieb:

Andrerseits suggeriert dieser Standpunkt, daß alle anderen, die eine andere Meinung haben als du in diesem Punkt, daß sie nicht Bibeltreu wären, daß sie Gottes Wort ignorieren würden.

Lieber Harald,
Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still, wenn das so in der Bibel steht, lässt das wenig Meinungsspielraum zu. Und denk mal dran, dass die Bedingunge für alle Ämter, die die Bibel in leitender Rolle zu vergeben hat, für Männer aufgeschrieben wurden. (Diakone, Bischöfe, Älteste/Lehrer)

grüße von heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Fr 02 Okt 2009, 09:22

Hallo,

wo anfangen? Ich erinnere mich daran, daß du vor der Bundestagswahl schriebst, daß du die Bundeskanzlerin ganz gut findest und sie ggf. wählst.
Wie wär das wohl zu Jesu´ Zeiten gewesen? Du hättest nicht wählen dürfen, weil Frauen nicht zählten, sie hatten sehr viel weniger Rechte wie Männer. Waren sie verheiratet, waren sie Besitz des Mannes. Entließ er sie, mußten nicht wenige ihren Lebensunterhalt äußerst zweifelhaft verdienen. Eine Frau als Bundeskanzlerin wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Man kann sagen, daß das nichts mit der Gemeinde zu tun hat. Aber eine Bundeskanzlerin ist wohl ein "krasses" Beispiel dafür, wie eine Frau über ein ganzes Volk regiert, und da sind eben auch Männer dabei (auch manche wiedergeborene Christenmänner), die dann machen, was diese Frau sagt. Und du hast sie ggf. gewählt.
Wäre es denkbar gewesen, früher, daß es Ärztinnen gibt, daß sich Männer von Frauen gesund machen lassen? Wäre es früher denkbar gewesen, daß Schwarze Präsidenten werden, oder daß Schwarze (ich hoffe der Ausdruck ist nicht rassistisch, das bin ich nämlich nicht) Pastoren werden?

Wie verhält es sich mit Diakonen? Wo stünden unsere Gemeinden, schon seit Jahrzehnten, wenn es nicht Frauen gäbe, die diesen Dienst mit ausüben würden?

In der Alten Kirche gab es bis zum Ende des oströmischen Reiches auch weibliche Diakone (Diakoninnen, die zwar keinen Altardienst leisteten, aber sonst im gleichen Rang wie die männlichen Diakone standen).
...
Die erste Diakonin wurde 1968 in Hamburg ausgebildet. Die Ausbildung verlagerte sich zunehmend an Fachhochschulen.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Keinen stört es, wenn Diakonissen in Altenheimen ihren aufopferungsvollen Dienst tun.

Apg. 1:14:
Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit etlichen Weibern und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Lukas 11:27+28:
Es geschah aber, indem er dies sagte, erhob ein gewisses Weib aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast! Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
Lukas 24:6b-10a:
Gedenket daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, indem er sagte: Der Sohn des Menschen muß in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte; und sie kehrten von der Gruft zurück und verkündigten dies alles den Elfen und den übrigen allen. Es waren aber die Maria Magdalena und Johanna und Maria ...
Da Frauen nichts galten, steht anschließend nichts mehr davon in der Bibel, daß sie die Ersten waren, die das Grab leer vorfanden.
1. Kor. 15:4b-8:
...und daß er auferstanden ist am dritten Tage, nach der Schrift, und daß er dem Kephas erschienen ist, hernach den Zwölfen. Darnach ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von welchen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Darnach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.

Ich hatte ja geschrieben, daß es mir nicht plausibel erscheint, bzw. daß ich keine Gründe der Befürworter kenne.
Ich hatte auch versucht, darauf hinzuweisen, daß in der Bibel noch viele viele Anweisungen stehen, die wir weit weniger Ernst nehmen, wir wohl eher großzügig überlesen, uns vielleicht auch gar nicht betreffen oder treffen. Spontan fiele mir da z.b. der Missionsbefehl ein, oder der Hinweis, daß wir alles verkaufen sollen und teilen sollen mit den Armen ... oder wie die Männer in der Familie vorstehen sollen, wie sie die Kinder lehren/unterweisen sollen, ihre Frauen so lieben wie Christus die Gemeinde liebt und und und.

Ich schrieb ebenfalls, daß es mir schwer fällt, all denen rundweg ihren Glauben abzusprechen, die für die Frauenordination sind. Dazu hatte ich nochmal eine Textpassage zitiert. Vielleicht, ich sage ja nur vielleicht, ist es doch möglich, daß sie trotzdem die Bibel lieben und achten, und Jesus von ganzem Herzen dienen wollen.
Ich will es auch, Jesus ganz und gar dienen, und doch kann ich es mir z.b. (noch) nicht vorstellen, zu den Armen und Verfolgten an die "Zäune" zu gehen und ihnen das Evangelium zu verkünden. Und doch will ich bibeltreu sein.

Und ein weiterer Punkt, ja ich wiederhole mich, wie gehe ich damit um, wenn nun ausgerechnet die einzige Gemeinde am Ort eine Pastorin bekommen sollte? Ehrlich, ich hätte Mühe damit, große sogar. Aber falls dies nicht heilsentscheidend ist, sollte ich es dann nicht akzeptieren? Diese Frage fängt ja schon viel eher an, z.b. beim Beten etc.

Wir müssen uns deswegen nicht streiten oder "Fronten" aufbauen, hoffe ich zumindest.

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Fr 02 Okt 2009, 23:17

Harald schrieb:Ich erinnere mich daran, daß du vor der Bundestagswahl schriebst, daß du die Bundeskanzlerin ganz gut findest und sie ggf. wählst.
Wie wär das wohl zu Jesu´ Zeiten gewesen? Du hättest nicht wählen dürfen, ...

Lieber Harald,
ich habe deine ganze lange Antwort ganz befremdet gelesen.
Ich finde, man kann die Rolle der Frau als Bundeskanzlerin oder Ärztin gar nicht vergleichen mit dem Lehr-und Leitungsamt im Wort Gottes!
Für die ersteren gelten doch ganz andere staatliche Bestimmungen, deren Obrigkeit wir dann auch anerkennen müssen und für die Pastoren (Lehrer / Hirten) sind die Bibelbestimmungen verbindlich.

Harald schrieb: Wie verhält es sich mit Diakonen? Wo stünden unsere Gemeinden, schon seit Jahrzehnten, wenn es nicht Frauen gäbe, die diesen Dienst mit ausüben würden?

Ich habe eben mal in der Lutherbibel nachgelesen und dort steht, dass uns nicht im Einzelnen überliefert ist, welche Aufgaben die Diakone hatten.
Es muss ja nicht gleich das sein, was man heute unter Diakonie und Diakonissen versteht.
Weiß nicht, wo diese Gemeinden dann stünden. Entweder stünden sie vielleicht gar nicht mehr oder aber die Gemeinde müsste sich aufs Beten verlegen, dass Gott ihnen nach seinem Wort, für die Dienste geeignete Personen schickt, denn ich bin sicher, das liegt in seinem Wollen und das k a n n er auch leicht tun.


Harald schrieb: Und ein weiterer Punkt, ja ich wiederhole mich, wie gehe ich damit um, wenn nun ausgerechnet die einzige Gemeinde am Ort eine Pastorin bekommen sollte? Ehrlich, ich hätte Mühe damit, große sogar. Aber falls dies nicht heilsentscheidend ist, sollte ich es dann nicht akzeptieren? Diese Frage fängt ja schon viel eher an, z.b. beim Beten etc.

Wenn du bei allen Fragen, die nicht heilsentscheidend sind, Kompromisse eingehst, dann hast du eine kompromissvolle Zeit vor dir...und irgendwann verwässert die Bibel.


Harald schrieb: ]Apg. 1:14:[/b]Lukas 11:27+28:Lukas 24:6b-10a

Es will ja keiner in Abrede stellen, dass Frauen auch besondere Aufgaben und eine geliebte Stellung vor Gott haben ....aber die Verse gehen ja am Thema LEHREN total vorbei.

Ich habe grad 1. Tim 4 vor mir aufgeschlagen...der Vers 12:
Sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort...

Harald, in der Liebe immer, aber auch im Wort.

sister heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Harald am Sa 03 Okt 2009, 01:19

Hallo,
Wenn du bei allen Fragen, die nicht heilsentscheidend sind, Kompromisse eingehst, dann hast du eine kompromissvolle Zeit vor dir...und irgendwann verwässert die Bibel.
ich hab mir für mich genügend Gedanken zu diesem Thema gemacht, mir reichts damit für den Moment.
Weißt du, du hättest Recht damit, wenn wir von uns ausgehen. Da wir das aber nicht tun, vertraue ich auf den Heiligen Geist, auf Jesus, auf Gott, unsern Vater im Himmel, der für uns sorgt und gute Gedanken über uns hat.
Nur für mich kann ich sagen, daß die Gefahr größer wäre, ungerecht und egoistisch bzw. rechthaberisch zu werden, wenn ich auf meinem Standpunkt beharren will und denke, dies durchsetzen/verteidigen zu müssen.

Es geht mir nicht um verwässern, aber klar, das kann man mir vorwerfen. Doch weiß ich in etwa, nein ich weiß es wohl nicht annähernd, wie sehr Jesus für jede Sünde von uns leiden mußte. Ich denke mir nur, daß Jesus mit aufrichtigen Nachfolgern weit mehr Geduld hat wie wir, selbst wenn es falsch wäre mit der Frauenordination und dieser im Herzen aufrichtige Nachfolger dennoch einem Irrtum aufgesessen sein sollte. Wir denken aber gleich, wir müßten dem den Glauben, das Recht ein Kind Gottes zu sein, absprechen oder auf jeden Fall anzweifeln.

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am Sa 03 Okt 2009, 12:59

Heidi schrieb:
Wenn du bei allen Fragen, die nicht heilsentscheidend sind, Kompromisse eingehst, dann hast du eine kompromissvolle Zeit vor dir...und irgendwann verwässert die Bibel.
Das ist ein starker Spruch! So was braucht man ab und zu mal, wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.

<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Kann eine evangelische Pfarrerin eine wiedergeborene Christin sein? Oder: Wieviel Irrtum toleriert Christus?

Beitrag  Harald am Do 06 Mai 2010, 02:12

Hallo,

zugegeben mein Beitragstitel ist etwas provokant Smile

Ohne mir jetzt nochmal die ganzen Statements durchzulesen, schreibe ich mal, was mich neulich doch sehr verwunderte. Ein Bruder erwähnte in einem Gespräch mir gegenüber, daß er denkt, daß eine bestimmte evangelische Pfarrerin wiedergeboren sei.
Wie gesagt, für mich irritierend und eher ein Widerspruch ansich. Nur, bei näherer Betrachtung wird der Himmel vermutlich in der Ewigkeit mal gefüllt sein mit Menschen, die mehr oder weniger in Widersprüchen ihr Christ-sein gelebt haben. Wer hätte David nach dem Ehebruch mit Bathseba und dem Mord an ihrem Ehemann Uria noch abgekauft, daß er Gott liebt und IHM weiterhin dienen wollte? Und so könnte man viele Beispiele aufführen. Wer würde denken, daß wir mit unseren täglichen sündigen Gedanken, sowie unseren Sünden in Worten und Taten wirklich wiedergeboren sein könnten?

Da es direkt hier drüber steht, und von Günter nochmal aufgegriffen wurde, denke ich natürlich auch darüber nach, ob dieser Einwand mit dem verwässern nicht zutrifft, was Günter damit meint, daß man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht confused

Wie gesagt, mich irritierte diese Aussage eines "weiseren" Bruders schon, und ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll. Ich werde ihn bei Gelegenheit nochmal darauf ansprechen. Ich machte mir nun eben mal darüber Gedanken, wie ich das mit meinem Glaubensverständnis zusammenbringe, wenn seine Aussage stimmen sollte. Und damit stellt sich dann die Frage, ob das sein kann, daß man Jesus liebt, IHN als seinen Herrn sieht und dennoch vielleicht sogar wichtigste Aussagen der Bibel fehlinterpretiert? Oder eben erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Erkenntnis kommt?

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Günter am Do 06 Mai 2010, 08:10

Hallo Harald,

die theologischen Studiengänge sind (zumindest nach meinen Informationen) i.d.R. der "historisch-kritischen Methode" verpflichtet. Wenn da Frauen Theologie studieren, tun sie das sicher in voller Übereinstimmung mit ihrem Bibelverständnis. Und ein verzerrtes Bibelverständnis verhindert nach meiner Ansicht nicht zwingend, dass diese Pfarrerinnen wiedergeboren sind. Der Weg ins Paradies kann doch sehr einfach sein, wie das Beispiel des Schächers am Kreuz zeigt.


Viele Grüße und Gottes Segen,


<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1373
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Do 06 Mai 2010, 18:56

Harald schrieb: Nur, bei näherer Betrachtung wird der Himmel vermutlich in der Ewigkeit mal gefüllt sein mit Menschen, die mehr oder weniger in Widersprüchen ihr Christ-sein gelebt haben.
...meinst du? ...wo steht das so? Wozu werden wir aufgefordert?

Lieber Harald,
nach meinem Bibelverständnis ist das Lehr- und Leiteramt von Frau Käßmann nicht in der Bibel vorgesehen. Aber wie dem auch sei, gilt Jak. 3,1:
Liebe Brüder, nicht jeder von euch soll ein Lehrer werden; und wisst, dass wir ein desto strengeres Urteil empfangen werden.

Frau Käßmann hat 2007 ihre Scheidung eingereicht, hat propagiert, dass man Scheidungsgottesdienste einführen sollte, hat sich betrunken, hat eine Straftat begangen, in dem sie betrunken Auto fuhr.- Das sind die Dinge, die ich so nebenher mitgekriegt habe, sonst kümmere ich mich nicht groß drum. Ich weiß nicht, ob es noch mehr antibiblisches gibt.
Jedenfalls ist dies kein schönes Vorbild, oder?

Mag sein, dass ihr das lächerlich findet, aber mein "Pastorenbild" von meiner früheren Gemeinde ist total zusammengebrochen, als erst die Pastorenfrau bei rot über die Ampel ging, um noch eine Bahn zu erreichen und die Woche drauf auch der Pastor mit.

Meine Tochter war damals 15 Jahre alt und hin und wieder fahren wir auch mal Bahn und standen an einer Ampel - eine ganz schmale, kleine Straße, bei der man anfürsich schnell bei rot rüberlaufen kann. Die Bahn stand also keine 10 Meter von uns entfernt...und ich kenne das nur so, dass man der Obrigkeit untertan sein soll...und dass es bußgeldpflichtig verboten ist, bei rot zu gehen und dass Gott alles sieht...also haben wir von einem Fuß auf den anderern tretend gewartet und der Bahnfahrer hat sich wohl beömmelt über uns - aber er hat gewartet!! Ich habe mich damals drüber gefreut und habe vielleicht meinem Kind ein ganz klein bisschen eingepflanzt, dass man auch in den kleinsten Dingen möglichst immer korrekt sein sollte.

Deine Gedanken über David waren aber auch interessant...ich habe das so noch nie gesehen. Aber ich denke, in den Psalmen lesen wir dann, wie sehr David darüber vor Gott über seine Sünde bekümmert war und...um es mit dem "Fachwort" zu sagen: Buße getan hat.

grüße von heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Ralf-Peter am Do 06 Mai 2010, 19:54

Hallo,

interessant, was doch so alles mal geschrieben wurde und später wieder aufgegriffen wird, ich glaube ich muss doch mal alle Beiträge hier lesen (stöhn... so viele...) Shocked


Ich hatte heute in der Bibelstunde ein Thema das ich jetzt mit dem Ehebruch Davids in Verbindung bringe.
Eigentlich hat es ja mit dem Wachstum des Reiches Gottes zu tun aber wenn ich das hier so lese...

Das Gleichnis steht im Markus 4, 26 ff.

26 Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft
27 und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht wie.
28 Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre.
29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

David durfte von Gott her gesehen auch wachsen ...

Mag sein, dass ihr das lächerlich findet, aber mein "Pastorenbild" von meiner früheren Gemeinde ist total zusammengebrochen, als erst die Pastorenfrau bei rot über die Ampel ging, um noch eine Bahn zu erreichen und die Woche drauf auch der Pastor mit.

Heidi, wenn ich diesen Satz auf das Gleichnis beziehe, dann frage ich mich, ob nicht vielleicht bei dem schlechten Vorbild eventuell nur Gras zu sehen ist?? Könnte doch sein. Leider ist es nun mal eine menschliche Schwäche, dass wir immer und immer wieder gegen Gebote, Verbote, Verordnungen verstoßen (wollen). Deswegen will ich einfach kein Damoklesschwert über diese Menschen austeilen. Gott wird schon tun (es sei denn, der Mensch will partout nicht). Ich jedenfalls merke auch gerade wieder an diesen Beiträgen, dass es mit unserer Geduld doch nicht weit her ist. Und dann bin ich dankbar darüber, dass Gottes Geduld doch weit, weit, weit .... höher ist als meine bzw. unsere.


Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden ...
hat mal jemand gesagt und ich füge hinzu, um daraus zu lernen!!

Und Jesus vergibt die Fehler, wenn wir sie erkennen und bekennen.

Viele Grüße
Ralf-Peter

Ralf-Peter
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 796
Anmeldedatum : 06.04.10
Alter : 46
Ort : Lotte - NRW

Nach oben Nach unten

Kann eine evangelische Pfarrerin eine wiedergeborene Christin sein? Oder: Wieviel Irrtum toleriert Christus?

Beitrag  Harald am Fr 07 Mai 2010, 00:05

Hallo,

es ging mir nicht um die ehemalige Bischöfin sondern um eine evangelische Pastorin hier in der Gegend.

Grüße von Harald

Edit:
Günter schrieb:
Und ein verzerrtes Bibelverständnis verhindert nach meiner Ansicht nicht zwingend, dass diese Pfarrerinnen wiedergeboren sind. Der Weg ins Paradies kann doch sehr einfach sein, wie das Beispiel des Schächers am Kreuz zeigt.
Vielleicht sagt das alles zu dem Thema in diesem kurzen Satz?

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1700
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Dürfen Frauen predigen?

Beitrag  Heidi am Mo 13 Jun 2011, 12:06

Darf eine Frau lehren?

Eine Frau darf nicht "didasko" :

Was bedeutet 1. Tim 2,12: Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre,...

Für "lehren" steht hier das griechische Wort "didasko". Es bedeutet: lehren, unterweisen durch das mdl. Wort und beinhaltet die Absicht, die Kenntnisse desjenigen zu beeinflussen, der gelehrt wird. Diesem Wort entsprechen auf der anderen Seite "akouo": hören, um zu verstehen und "manthano": lernen von "mathetes" : Lernender Schüler, Jünger.

Der eine lehrt ("didaskei") und der andere lernt oder nimmt es als Teil von sich auf ("matheleuei".)


Hier einige Verse, in denen das Wort "didasko" vorkommt:

ApG 15,1:
Und einige kamen herab von Judäa und lehrten (didasko) die Brüder: Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht selig werden.

Lk. 12,11-12:
Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeit, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt;
denn der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren (didasko) , was ihr sagen sollt.

Mt 28,15:
Sie nahmen das Geld und taten, wie sie angewiesen (didasko) waren

Lk 11,1:
...sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten (didasko),...


Paulus z.B. war so ein Lehrer (didaskalos) 1. Tim 2,7: Lehrer der Nationen
Nikodemus z.B. war auch so ein Lehrer (didaskalos) Joh. 3,10: Israels Lehrer


Eine Frau darf also nicht im Sinne von "didasko" lehren, also nicht die Stellung eines Paulus oder Nikodemus haben wollen und wenn ich es richtig verstanden habe, Männern in befehlerischer Weise Anweisungen erteilen.


Aber eine Frau darf: "kerysso" und "evangelizo" und "propheteou":

In der Bibel steht aber nicht für jede mündliche Verkündigung das Wort "didasko", sondern es gibt noch das griechische Wort "kerysso": Herold sein, ausrufen, verkündigen, predigen, das nicht die selbe Erwartung des Lernens und der Aufnahme dessen hat, was gelehrt wird oder "evangelizo" für: verkündigen, die gute Botschaft verkündigen oder propheteou: prophezeien, weissagen, kommende Dinge voraussagen oder ankündigen, göttliche Wahrheiten auf Grund des Wortes Gottes und der Geistesgabe des Propheten aussprechen. Lt1 Kor. 11,5, darf eine prophetisch reden.

Hier einige Verse zu diesen Wörtern:
Mt 9,35:
Und Jesus ging ringsum in alle Städte und Dörfer, lehrte (didasko)in ihren Synagogen und predigte (kerysso) das Evangelium von dem Reich...

Lk. 20,1:
Und es begab sich eines Tages, als er das Volk lehrte (didasko) im Tempel und predigte das Evangelium (evangelizo),

ApG 5,42:
und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren (didasko) und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus (evangelizo) (Elbefelder-Übersetzung: Jesus als den Christus zu verkündigen).


Eine Frau darf also das Evangelium verkündigen und von Jesus weitersagen, was sie weiß.

In Mt. 28,7 spricht der Engel zu den Frauen:...und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und in Vers 10 beauftragt Jesus die Frauen selber:"Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen."

Neben Miriam (2. Mo. 15,20) und Debora (Ri. 4,4) gab es noch die Prophetin Hulda (2 Chr. 34,22 ff). Interessant ist, dass mehrere Männer auf Befehl des Königs zu ihr gingen und sie zu dem gefundenen Gesetzbuch befragen sollten. Und Hulda erzählte von den Folgen des Ungehorsams und Götzendienstes und auch von der Gnade Gottes, für die, die sich vor ihm demütigten.

Aus dem NT möchte ich noch die Prophetin Hanna anführen, die Gott pries und zu allen von Gott redete, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. (Lk. 2,36.38)

Ich schließe daraus, dass Frauen alles sagen dürfen, was sie von Jesus wissen und darüber hinaus auch das, was sie sonst aus der Bibel und von Gott wissen können, so wie die Prophetin Hulda es tat.


Warum sollten außer dem "didasko-Lehren" Frauen alle diese Dinge heute nicht mehr sagen dürfen, was sie wissen von Jesus, von Auferstehung, von der Bibel, von Auslegung und von Gott und wie Hanna, ihn preisen vor allen Menschen?


viele grüße von heidi


Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3359
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Seite 1 von 3 1, 2, 3  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten