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Die Vorsehung Gottes

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Die Vorsehung Gottes

Beitrag  Otto am Mo 28 Dez 2009, 11:31

Was genau meint die "Vorsehung (nicht Vorhersehung) Gottes? Im Psalm 103,19 heisst es:
Jehova hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein Reich herrscht über alles.(unrev. Elberfelder)
Auch findet man in Matth. 10,29-30
29 Werden nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig verkauft? Und nicht einer von ihnen fällt auf die Erde ohne euren Vater;
30 an euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt.
Die Lehre von der Vorsehung Gottes meint also, dass Er alle Ereignisse bestimmt, sie vorsieht und nicht nur voraussieht.
Daraus ergeben sich viele Fragen, wobei die der freien Willensentscheidung die vordergründigste wäre, so z.B. die des Judas Ischariot: hatte er denn überhaupt eine Chance, wenn Gott in seiner Vorsehung gerade ihn für "das Amt des Verräters" auserkoren hatte. Oder welche Chance habe ich, der ich mich abstrampele um die schwierigen Themen zu verstehen um dann, wenn ich meine, eine Atwort gefunden zu haben, irgendwann wieder auf solche Themen, wie die Vorsehung Gottes stosse und somit meine anderen, schon beantwortet geglaubte Erkenntnisprobleme wieder einmal in den Müll stopfen kann, wenn Gott es vorsieht, mich verzweifeln zu lassen?
L.G. Otto

Otto
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Re: Die Vorsehung Gottes

Beitrag  Heidi am Mo 28 Dez 2009, 19:02

Ohhh, Otto, ich weiß ja, wie lange und wie sehr dich diese Frage der
Vorherbestimmung und dem Handeln nach dem eigenen Wollen und Willen
dich schon beschäftigt und wünschte, du bekämst eine Antwort, mit der
du "leben kannst".

Bei mir ist es so, dass ich wirklich meinen eigenen Willen gern an den
Nagel hängen würde, weil ich fest darauf vertraue, dass Gottes Pläne
immer die besten für seine Kinder sind. Oft frage ich mich, ob
bestimmte Begebenheiten oder Begegnungen oder was sonst so im Leben
eines Christen passiert nun Fügungen Gottes sind, die "so kommen
mussten". Für Christen würde ich mal sagen: "Ja, diese Fügungen kommen
von Gott!", weil Gott Gebet hört. Auch Nichtchristen haben wohl schon
so manches Gebet gesprochen, ohne Gott als Vater zu kennen - und auch
dies hört Gott und leitet ggf. deren Wege.

Aber andererseits heißt es auch, dass man eine Wahlmöglichkeit hat:
5.Mose 30,19:
Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen,


Und ich weiß aus der Bibel und aus Erfahrung, dass Gott seine schützende Hand dort wegnimmt, wo er unerwünscht ist.

Ich habe mir schon oft überlegt, warum die Bibel so oft von Fürbitte
schreibt. Und kam für mich ganz persönlich auf die Idee, dass Gott
keinen zwangsbekehrt, damit der Teufel nicht sagen kann, dass Gott
allein der Handelnde war. Also habe ich, wie andere Christen auch, es
mir aus diesem Grund z.B. auf ein Fähnchen geschrieben, für Menschen zu
beten, damit sie zum Glauben und damit in den Segen Gottes kommen. Das
mache ich z.B. auch bei 90 Prozent aller Tatü-tata Krankenwagen, die
hier teils reichlich zu hören sind, dass ich bete, dass Gott den
Kranken noch rechtzeitig durch seinen Geist erreicht und zur Not noch
in der letzten Minute Gelegenheit gibt, sich richtig zu entscheiden.
Und ich meine ernstlich, dass Gott jedes Gebet erhört und Dinge dann
eben seinen Lauf nehmen.

Oder Gott legt uns manchmal eine gute Sache vor, die wir nicht erkennen können oder wollen und wählen etwas anderes Selbstbestimmtes, womit wir dann nicht weiterkommen und letztendlich kommt Gott durch negative Erlebnisse dann doch zu seinem eigentlichen Ziel - nur die Länge und Schwere des Weges hat man dann selber zu verantworten.

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Re: Die Vorsehung Gottes

Beitrag  Otto am Mi 30 Dez 2009, 06:25

Und wieder so ein Zitat aus dem Johannesevangelium was mich wieder total kirre macht und auch mit der Vorsehung zu tun hat, denn wie heisst es doch? "Der Mensch denkt und Gott lenkt."
Also, und nun zum Zitat aus Johannes 12:
39 Darum konnten sie nicht glauben, weil Jesajas wiederum gesagt hat:
40 "Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, auf daß sie nicht sehen mit den Augen und verstehen mit dem Herzen und sich bekehren, und ich sie heile." Jes 6:9; Hes 12:2; Mt 13:14; Markus 4:12; Lk 8:10; Apg 28:26; Röm 11:8;
41 Dies sprach Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete
Ich kann suchen wo ich will, nirgends finde ich eine Erklärung dafür und wie ich sehe, hat von Euch auch niemand eine Erklärung dafür, was es mit Gottes Vorsehung auf sich hat.Sad
L.G. Otto

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Re: Die Vorsehung Gottes

Beitrag  Günter am Mi 30 Dez 2009, 09:57

Otto schrieb:.....denn wie heisst es doch? "Der Mensch denkt und Gott lenkt."
Hallo Otto,

kennst du auch die Vergangenheitsform davon? ---> Der Mensch dachte und Gott lachte.

Es gibt in der Bibel sowohl Hinweise auf den freien Willen von uns Menschen, es gibt aber auch genügend Hinweise auf Gottes Souveränität. Und wir haben uns schon mehrfach darüber auseinandergesetzt, wie groß unser freier Wille denn wirklich ist, ohne wirklich die Grenzen ziehen zu können. Die Wahrheit liegt irgend wo dazwischen. Wo genau? - darüber sind wir uns noch nicht einig geworden und werden es wohl auch nicht.

Bei dir habe ich den Eindruck, dass du dich in eine Richtung verrannt hast und du dir auch nur diese Belegstellen heraussuchst, die im übrigen nicht falsch sind, nur eben etwas einseitig.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


Zuletzt von Günter am Mi 30 Dez 2009, 23:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Die Vorsehung Gottes

Beitrag  Gast am Mi 30 Dez 2009, 13:37

Otto schrieb:dass Er alle Ereignisse bestimmt, sie vorsieht und nicht nur voraussieht.
Manche Calvinisten gehen soweit, ja. Das geht soweit, dass manche sogar sagen: Gott bestimmt alles und daher auch die Sünden der Menschen, bis hin zu jedem Rechtschreibfehler, den ich in diesem Text fabriziert habe.

Freundlich ausgedrückt hat man mit solch einer Sichtweise die Nüchternheit weit hinter sich gelassen. Kirchengeschichtlich resultieren solche Lehren aus der absoluten Überbetonung von Gottes Souveränität über Calvin zurück zu Augustinus. Und Augustinus war beeinflusst von antiker Philosophie, sowie seiner eigenen Biographie.

Letztlich geht es immer darum, das man das was die Schrift sagt bis ins letzte Detail mit aristotelischer Logik fassen will, auch wenn es weit über unseren Verstand hinaus geht. Man übersieht dabei fahrlässig, dass Gott außerhalb der Zeit existiert und nicht wie wir an Beschränkungen von Raum und Zeit gebunden ist.

Wenn wir uns den Pharao ansehen werden wir noch etwas sehen können. Erst nachdem der Pharao sein Herz vielfältig verstockt hatte, geht Gott hin und verstockt sein Herz vollständig.
»Und Jahwe sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.« (2. Mose 7,14; Elb.)
»Und der Pharao wandte sich und ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen.« (2. Mose 7,23; Elb.)
»Und als der Pharao sah, daß Erleichterung geworden war, da verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe geredet hatte.« (2. Mose 8,15; Elb.)
»Aber der Pharao verstockte sein Herz auch dieses Mal und ließ das Volk nicht ziehen.« (2. Mose 8,32; Elb.)
Erst danach heißt es:
»Aber Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, und er wollte sie nicht ziehen lassen.« (2. Mose 10,27; Elb.)

Auch beim Volk Israel war das nicht anders:
»Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!« (Matthäus 23,37; Elb.)
Wenn Gott das Herz von Menschen verstockt, dann ist das Gericht. Das Volk hatte den Gesandten Gottes verworfen, vielfach danach getrachtet ihn zu töten und die Wunder die er tat den Dämonen zugeschrieben (s. Matthäus 12,24). »Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie gesehen und gehaßt sowohl mich als auch meinen Vater. Aber auf daß das Wort erfüllt würde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: "Sie haben mich ohne Ursache gehaßt".« (Johannes 15,24-26; Elb.)
Ja, das Wort wurde erfüllt, aber nicht weil Gott diesen Hass in den Menschen hervorgerufen hätte - sie haben ohne Ursache gehaßt -, sondern weil der Mensch hier sein ganzes Sündenmaß offenbart; Der natürliche Mensch hasst sogar die Liebe Gottes! Deshalb schlugen sie den Herrn ans Kreuz.

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