Wer ist online?
Insgesamt sind 5 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 5 Gäste :: 2 Suchmaschinen

Keine

[ Die ganze Liste sehen ]


Der Rekord liegt bei 69 Benutzern am Di 15 Sep 2015, 08:23
Besucher

counteronline.de

Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Heidi am Mo 28 Dez 2009, 19:33

Ich habe Simson`s Geschichten im Buch Richter gelesen und überlege, was wir daraus lernen oder erkennen können.
Bei dem Rätsel vom Honig, den Bienen in den Knochen des Löwen sammelten, verstehe ich gar nicht, was ich daraus lernen oder erkennen soll.

Aus Richter 14, 8-14:
Und nach einigen Tagen kam er wieder, um sie
(die Frau die sich Simson aus den Philistern nehmen wollte) zu holen, und bog vom Wege ab, um nach dem Aas des Löwen zu sehen.
Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Leibe des Löwen und Honig.[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Und
er nahm davon in seine Hand und aß unterwegs und ging zu seinem Vater
und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch aßen. Er sagte ihnen
aber nicht, dass er den Honig aus dem Leibe des Löwen genommen hatte. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Und als sein Vater hinkam zu dem Mädchen, machte Simson dort ein Hochzeitsgelage, wie es die jungen Leute zu tun pflegen. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Und als sie ihn sahen, gaben sie ihm dreißig Gesellen, die bei ihm sein sollten. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Simson
aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Rätsel aufgeben. Wenn ihr mir
das erratet und trefft in diesen sieben Tagen des Gelages, so will ich
euch dreißig Gewänder geben und dreißig Feierkleider. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Könnt
ihr's aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreißig Gewänder und dreißig
Feierkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Rätsel auf, lass
uns hören! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Er sprach zu ihnen: Speise ging aus vom Fresser und Süßigkeit vom Starken.

Also, ich finde dieses Rätsel komisch.
Kann das also sein, dass der Löwe auf Jesus als "Löwe von Juda" hinweist und der Honig dann als etwas Wertvolles und Gutes, das aus ihm entspringt, oder ist das zu weit hergeholt?

Dank meiner Erklärbibeln weiß ich übrigens, dass die ganzen Geschichten über die körperlichen Heldentaten uns belehren, dass auch übermenschliche körperliche Kraft von Gott geschenkt werden kann.

Und aus der Geschichte, dass Simson der zweiten Frau das Geheimnis seiner Kraft verriet, sehe ich persönlich, dass er leider aus dem ersten Fehler, des Rätsels Lösung zu verraten, nichts gelernt hatte, aber Gott dennoch zu seinem Ziel kam, die Philister durch Simson zu schlagen.


heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3310
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am Mo 28 Dez 2009, 20:00

Heidi schrieb:Bei dem Rätsel vom Honig, den Bienen in den Knochen des Löwen sammelten, verstehe ich gar nicht, was ich daraus lernen oder erkennen soll.
Ich kann mich damit jetzt auch nicht im Detail beschäftigen, kann Dir aber zumindest ein wenig zu den damaligen Vorfällen sagen.

Simson war ja ein Nasiräer. Das heißt er hatte sich nach den Geboten für die Nasiräer von drei Dingen zu enthalten. Alles was dem Gewächs des Weinstocks entsprang, dem Schermesser und dem Tod d.h. Leichen. Letztlich spielte Simpson immer in den Grauzonen herum. Um den Honig zu bekommen näherte er sich dem Kadaver des Löwen. Schon davor war er an einem Platz an dem er nichts zu suchen hatte: »als sie an die Weinberge von Timna kamen« (s. Richter 14,5), usw.
Heidi schrieb:Ich habe Simson`s Geschichten im Buch Richter gelesen und überlege, was wir daraus lernen oder erkennen können.
Wenn wir von Simson eines lernen können, dann wie brandgefährlich es ist in Grauzonen herumzuspielen. Als Nasiräer hatte er nichts in der Nähe von Weinbergen und Kadavern zu suchen! Das war mit den Frauen die er sich herausgesucht hatte - da sie nicht zum Volk Israel gehörten - nicht anders.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Heidi am Mo 28 Dez 2009, 20:13

T. J. Walker schrieb:[ Das war mit den Frauen die er sich herausgesucht hatte - da sie nicht zum Volk Israel gehörten - nicht anders.

Bei der Frau kam es aber vom HERRN.
Richter 14, 2-4:

Ich hab ein Mädchen gesehen in Timna unter den Töchtern der Philister; nehmt mir nun diese zur Frau. Sein
Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Mädchen unter
den Töchtern deiner Brüder und in deinem ganzen Volk, dass du hingehst
und willst eine Frau nehmen von den Philistern,
die unbeschnitten sind?
Simson sprach zu seinem Vater: Nimm mir diese, denn sie gefällt meinen
Augen. Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem HERRN kam; denn er suchte einen Anlass gegen die Philister.


heidi, die sich freut, dem Tobias auch mal was sagen zu können.

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3310
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am Di 29 Dez 2009, 00:02

Wenn Du genau liest, wirst Du sehen, dass Gott Simson als Gerichtswerkzeug benutzt hat, »denn er suchte eine Gelegenheit an den Philistern.«
Gott hätte Simson auch anders als Gerichtswerkzeug benutzen können, aber er lässt Simson bewusst in seinem Eigenwillen laufen. Und Simson geht am Ende unter, das müssen wir ganz nüchtern sehen. Es ging hier nicht um Simson, sondern um die "Gelegenheit an den Philistern".

Es zeigt sich auch an dem was Simson sagt: »Nimm mir diese, denn sie gefällt meinen Augen
Das war es was Simson getrieben hat, was Eva getrieben hat, was Achan getrieben hat… Simson hätte „Nein“ sagen müssen. Dann hätte sich Gott in Ihm verherrlicht ohne das er durch seinen Eigenwillen untergegangen wäre.
Das Gott dem Eigenwillen eines Menschen nachgibt ist Gericht. Als das Volk Israel nach einem König verlangt, da bekamen sie Saul, den König nach dem Herzen der Menschen und eben nicht David, nach dem Herzen Gottes (siehe 1. Samuel 13,14).

Wir sehen an dieser Geschichte sehr gut, dass sich Gott letztendlich verherrlichen kann, auch wenn wir untreu sind. Nur: Wenn Gott uns so laufen lässt, dann verherrlicht sich Gott - aber für den Gläubigen wird es ganz hart. Eva wurde aus dem Paradies vertrieben, Achan musste sterben und auch Simson starb einen elendigen Tod. (Wobei ich Achan jetzt nicht zu den Gläubigen rechne...)

Ich muss das bei dieser Gelegenheit einmal sagen, auch wenn es hart ist: Gott bewahrt uns nicht vor jedem Wahn dem wir erliegen. Es kann sein, dass Gott unserem Eigenwillen nachgibt und damit Gericht über uns bringt. Keine Frage, er verherrlicht sich auch, wenn wir auf unserem Eigenwillen beharren. Aber das kann dann so ausgehen wie bei Simson. So brutal nüchtern müssen wir das sehen...

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Heidi am Di 29 Dez 2009, 16:27

Na gut, wenn Gott eine Gelegenheit / einen Anlass wegen der Philister suchte, dann eben den, dass Simsons Augen die Philisterin gefiel.

Ich habe noch etwas weitergelesen und gefunden, dass es ihm als Gott geweihter Nasiräer ja "mehr als streng" verboten war, gegen Gottes Gesetz zu handeln.
Mit dem Löwen hat er dann auch einen Fehler gemacht, denn:
3. Mose 11,27:
Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Füßen gehen, soll euch unrein sein. Wer ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis zum Abend.


Ich denke mal, das trifft auch auf Knochen zu, denn der Kadaver war sicherlich schon nach den vielen Tagen von den Geiern aufgefressen, sodass die Bienen dort Wohnung bezogen.

Und weil er den Honig aus einem verbotenen Aastier nahm, hat Simson das auch seinen Eltern verschwiegen.

T. J. Walker schrieb:Keine Frage, er verherrlicht sich auch, wenn wir
auf unserem Eigenwillen beharren. Aber das kann dann so ausgehen wie
bei Simson. So brutal nüchtern müssen wir das sehen...

Ich würde sagen, dort wo wir versehentlich Fehler machen, oder Gottes Willen nicht vom Eigenwillen unterscheiden konnten, bringt Gott uns in Liebe und Eifer individuell wieder auf den richtigen Weg und in seinen Plan.
Da aber, wo jemand beharrlich standhaft gegen Gottes Wort handelt, gehts dann manchmal schmerzlicher aus - aber niemals ungeliebt von Gott.

heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3310
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am Di 29 Dez 2009, 17:16

Heidi schrieb:Da aber, wo jemand beharrlich standhaft gegen Gottes Wort handelt, gehts dann manchmal schmerzlicher aus - aber niemals ungeliebt von Gott.
Die Frage dabei ist nur ob unsere Vorstellung von "Liebe" mit der von Gott übereinstimmt.

Wenn wir in den ersten Tagen der Gemeinde leben würden, dann wären unsere Gemeinden - da habe ich keinen Zweifel - entvölkert. Denken wir an Ananias und Sapphira (Apostelgeschichte 5) oder auch an 1. Korinther 11: »Denn wer unwürdiglich ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, indem er den Leib nicht unterscheidet. Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen.« (V. 29-30; Elb.)
Und ich mache mir da keine Illusionen, dass im Rückblick nicht auch ich einem solchen Urteil verfallen gewesen wäre. Ich habe nicht von ungefähr geschrieben: »So brutal nüchtern müssen wir das sehen...«

Gerade habe ich einer Schwester geschrieben:
Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass wir uns vielfach nicht bewusst sind, wie stark wir durch das Denken der antiken Philosophie und der Aufklärung beeinflusst sind. Wir müssen in wirklich allen Fragen radikal zur Schrift, wie die Reformatoren damals das sola scriptura („allein die Schrift“) hochhielten.
Durch das Denken der antiken Philosophie und der Aufklärung stimmt unser Denken in vielen Bereichen nicht mehr mit den Gedanken Gottes überein. Ich schrieb weiter an die Schwester:
War es wirklich so schlimm, das Achan von dem Gebannten nahm oder Ussa die Lade des Herrn berührte? In meinen Augen erscheint das Urteil Gottes hart, zeigt mir aber wo mein Denken noch gleichförmig dieser Welt ist und nicht mit den Gedanken Gottes im Einklang steht…
Wenn eines in diesen Tagen fehlt, so ist es die rechte Erkenntnis von Gott:
»Werdet rechtschaffen nüchtern und sündiget nicht, denn etliche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich's euch.« (1. Korinther 15,34; Elb.)

Deshalb sieht es im evangelikalen Raum heute so aus; da ist keine Ehrfurcht vor Gott - keinerlei Ehrfurcht!

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Heidi am Di 29 Dez 2009, 18:01

T. J. Walker schrieb:
Wenn eines in diesen Tagen fehlt, so ist es die rechte Erkenntnis von Gott:
»Werdet rechtschaffen nüchtern und sündiget nicht, denn etliche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich's euch.« (1. Korinther 15,34; Elb.)

Deshalb sieht es im evangelikalen Raum heute so aus; da ist keine Ehrfurcht vor Gott - keinerlei Ehrfurcht!

Lieber Tobias,

ich war erschrocken, dass du auch in diesem Beitrag Gott etwas einseitig darstellst...jedenfalls lese ich wenig von Gottes Güte, Barmherzigkeit und Liebe und Geduld. Wenig von Abba, lieber Vater.
Wie lange gehst du schon mit Gott und wie viel Gnade hast du schon bei deinen eigenen Verfehlungen erfahren?

Die Stelle aus 1 Kor. 15,34 kann man nicht so verwenden, dass man allgemein damit sagt, dass etliche Christen in Unwissenheit über Gott und vor allem in Unkenntnis über die von dir oft zitierte Strenge und Zorn sind, sondern im Zusammenhang mahnt Paulus hier einen Nichtglauben an die Auferstehung an und dass es dadurch zu einem Wandel nach dem Motto Partyglocke": Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.

Ananias und Saphiras Herz hatte der Satan erfüllt.

heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3310
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am Di 29 Dez 2009, 19:16

Liebe Heidi,

„Unwissenheit über Gott“ meint auch „Unwissenheit über Gott“. Davor steht nicht umsonst: »Werdet rechtschaffen nüchtern und sündiget nicht.« Genau das war nämlich das Ergebnis ihrer Unwissenheit über Gott: Unnüchternheit und Sünde!

Paul Washer hat darüber eine aufrüttelnde Predigt gehalten, die man im Internet unter dem Titel „Zehn Anklagen“ finden kann, wo er unter anderem auf 1. Korinther 15,34 eingeht. Unter anderem sagt er dort:
Paul Washer schrieb:Wenn ich anfange, deine Leute über die Gerechtigkeit Gottes, die Souveränität Gottes, den Zorn Gottes, die Überlegenheit Gottes, die Herrlichkeit Gottes zu unterweisen, dann werden einige deiner besten und ältesten Gemeindemitglieder aufstehen und etwas dieser Art sagen: ‚Das ist nicht MEIN Gott. Ich könnte nie einen Gott wie diesen lieben.’ Weil sie einen Gott haben, den sie nach ihrem eigenen Wille gemacht haben und ihrer Liebe, die sie gemacht haben.

Hervorhebung von mir
Oder um es noch deutlicher zu sagen:
Wilfried Plock schrieb:Joh. Chr. Blumhardt (vor 150 Jahren):
“Die ständige Predigt von der Liebe Gottes macht unser Volk immer gottloser.“
Was würde der wohl heute sagen!? Bitte versteht mich nicht falsch. Ich predige sehr gerne über die Liebe Gottes. Aber „nur Liebe“ ist falsch, satanisch!

Quelle: Wilfried Plock, Die Gerechtigkeit Gottes, www.sermon-online.de
Heidi schrieb:ich war erschrocken, dass du auch in diesem Beitrag Gott etwas einseitig darstellst...jedenfalls lese ich wenig von Gottes Güte, Barmherzigkeit und Liebe und Geduld. Wenig von Abba, lieber Vater.
Es fehlt nicht an Leuten die darüber reden. Über „die Gerechtigkeit Gottes, die Souveränität Gottes, den Zorn Gottes, die Überlegenheit Gottes, die Herrlichkeit Gottes“ aber sehr wohl.
Dr. Martyn Lloyd Jones schrieb:Gott bewahre uns davor, dass wir Gott sozusagen aufteilen! Wir können das natürlich nicht wirklich tun, aber wir können es fälschlicherweise in unseren Vorstellungen tun – zu unserem eigenen Verderben. Darum denken Sie immer daran, dass Gott in seiner ganzen Person in jeder einzelnen Eigenschaft zu finden und er alles im gleichen Augenblick ist.

Quelle: Dr. Martyn Lloyd-Jones, Gott der Vater, 2. Auflage 2005, 3L Verlag, Friedberg
Das ist es auch, was Blumhardt mit seinem Zitat meinte. Einige haben Gott in ihren Gedanken aufgeteilt und seine Liebe ausgespielt gegen seine Gerechtigkeit, seine Souveränität, seinen Zorn, seine Überlegenheit und seine Herrlichkeit.
Und ich sage, dass wenn wir damit nicht endlich aufhören, dies nur ein Merkmal des Niedergangs unter uns bleiben wird.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Heidi am Di 29 Dez 2009, 20:52

Lieber Tobias,
seit wir uns kennen, reden wir über dieses Thema Liebe und Zorn Gottes. Ich mehr über Liebe, du mehr über Zorn. Aber deins ist n i c h t das Evangelium, dass wir verkünden sollen...wenn du draußen a u c h etwas von der Liebe und Geduld Gottes erzählst, bin ich schon beruhigt.
Fernab vom Eingangsthema "Honig im Löwen" ist schon länger mein Wunsch, Gott so kennenzulernen, wie Er sich selber in der Bibel beschreibt...da mal alle Eigenschaften herauszusuchen. Irgendwann fange ich hoffentlich mal damit an.
heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3310
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am Di 29 Dez 2009, 23:28

Heidi schrieb:Aber deins ist n i c h t das Evangelium, dass wir verkünden sollen...
Liebe Heidi,

mir ist nicht so ganz klar, warum Du Dich immer wieder mit solchen Aussagen so weit aus dem Fenster lehnst. Wenn es so wäre, könntest Du den Römerbrief gleich mal aus Deiner Bibel herausstreichen. Dort entfaltet Paulus nämlich das Evangelium, angefangen beim Zorn Gottes, sowohl über Heiden, als auch über Juden. Erst dadurch wird es ja zu einer guten Botschaft. Wer nicht mehr erkennt, wovor er eigentlich gerettet werden muss, wird schwerlich die Tiefen des Evangeliums - oder aber das Evangelium überhaupt - verstehen. Der Kernruf des Evangeliums ist eben »Lasst euch versöhnen mit Gott« (2. Korinther 5,20; Elb.). Voraussetzung um versöhnt zu werden ist aber mindestens die Erkenntnis des feindschaftlichen Verhältnisses des sündigen Menschen gegenüber Gott.

Erst im fünften Kapitel redet Paulus von der Liebe Gottes.

Und eines muss auch klar sein, bezüglich des "nicht des Evangeliums, dass wir verkünden sollen"... Ich kann sagen, dass ich mich auf dem Boden dessen befinde, was auch die Väter als Evangelium dargelegt haben. Jeder der Ehrfurcht vor dem Wort Gottes hatte, sei es ein Spurgeon, ein Edwards oder ein Whitefield gewesen bis hin zu den Puritanern (z.B. Thomas Watson), predigten diese Dinge. Und hier ist der Beweis!
Jonathan Edwards schrieb:Es erscheint uns leicht, einen Wurm zu zertreten, der am Boden dahinkriecht, oder einen Faden zu durchschneiden oder entzwei zu brennen, an welchem etwas aufgehängt ist; ebenso leicht fällt es Gott, seine Feinde in die Hölle zu werfen, wenn es ihm beliebt. Wer sind wir denn eigentlich, dass wir glauben, wir könnten vor Ihm stehen, vor dessen Schelten die Erde erzittert, vor dem die Felsen fallen?

2. Die Gottlosen verdienen es auch, in die Hölle geworfen zu werden; die Gerechtigkeit Gottes steht dem keineswegs im Wege; sie erhebt durchaus keinen Einspruch, wenn Gott seine Macht gebraucht, um Sünder in irgendeinem Augenblick zu verderben. Im Gegenteil: Die Gerechtigkeit ruft laut nach einer schonungslosen Bestrafung ihrer Sünden Die göttliche Gerechtigkeit sagt von dem Baum, der Früchte wie diejenigen Sodoms hervorbringt: "Haue ihn ab! Warum hindert er das Land?" (Lukas 13,7). Das Schwert der göttlichen Gerechtigkeit wird jeden Moment über ihren Häuptern geschwungen, und nur Gottes souveräne Gnade und sein erhabener Wille halten es noch vor dem vernichtenden Schlag zurück.

3. Das Gerichtsurteil, die Verdammnis zur Hölle, ist schon gefällt. Die Sünder haben es nicht nur verdient, dorthin zu gelangen; gegen sie steht der Rechtsspruch im Gesetz Gottes, jene ewige und unumstößliche Rechtsordnung, die Gott zwischen sich und der Menschheit aufgestellt hat; schon deshalb sind die Sünder jetzt schon für die Hölle bestimmt. Johannes 3, 18: "Wer nicht glaubt, der ist schon verdammt." Demnach gehört jeder unbekehrte Mensch jetzt schon der Hölle; dort ist sein Platz; von dorther stammt er ja. Johannes 8, 23: "Ihr seid von unten!" Und dorthin ist er schon unterwegs nach dem Ort, den die Gerechtigkeit, das Wort Gottes und das Urteil eines unveränderlichen Gesetzes ihm zuweisen.

Quelle: Jonathan Edwards, Der Sünder in den Händen eines zornigen Gottes, Predigt
Darauf (!!!) baut das Evangelium auf, das Menschen wie wir die die Verdammnis verdient hätten, gerettet werden können. Deshalb sagt Spurgeon:
Charles H. Spurgeon schrieb:Gottes Prediger muß zwar Gottes Schrecken so eindringlich predigen wie Gottes Gnade; wir müssen den Donner des Gesetzes Gottes ja erschallen lassen; wenn die Menschen Sünde tun, so müssen wir ihnen sagen, daß sie deshalb Gericht und Verdammnis zu erwarten haben; und wenn sie Unrecht vorhaben, wehr dem Wächter, der sich scheut zu sagen: „Der Herr kommt, zu strafen!“ (Jud. 14.15). Wir wären treulos an dem teuren Amt, das uns Gott anvertraut hat, wenn wir gottvergessen genug sein könnten zu verschweigen alle Gotteswarnungen. Wenn Gott spricht: „Die Gottlosen müssen zur Hölle gekehrt werden, alle Heiden, die Gottes vergessen“ (Ps. 9,18), ist es unsere Pflicht, es zu verkündigen. Wenn der liebevolle Heiland selber vom feurigen Pfuhl spricht, und vom Wurm, der nicht stirbt, und vom Feuer, das nicht verlöscht, so ist es unsere Pflicht, zu reden, wie er redete, und die Sache nicht zu vertuschen. Es geschieht den Menschen keine Barmherzigkeit, wenn man ihnen ihre Verdammnis verschweigt.

Quelle: Charles H. Spurgeon, Christi Erhöhung, Predigt / Hervorhebung von mir
Spurgeon bezeichnet es also sogar als treulos und gottvergessen die Gotteswarnungen zu verschweigen.
George Whitefield schrieb:Wie viele Menschen genießen das Leben in vollen Zügen, halten sich für Christen und schmeicheln sich damit, dass sie sich für Jesus Christus interessieren; wenn wir dann aber nach ihren Erfahrungen fragen, dann sehen wir, dass ihr Friede nur ein vom Teufel gemachter Friede ist - es ist kein Friede, der von Gott kommt - es ist kein Friede, der den menschlichen Verstand übersteigt.
...
Ich werde mich mit meiner ganzen Seele dafür einsetzen, dass ich vom Blut derjenigen freigesprochen bin, zu denen ich predige - denn ich möchte den ganzen Ratschluß Gottes erklären.
...
Erstens: Bevor ihr euren Herzen Frieden zusprechen könnt, müsst ihr aus tiefstem Herzen erkennen, dass ihr gegen Gottes Gesetz gesündigt habt. ... wie viele Höllen, meine Freunde, verdient jeder von uns, dessen ganzes Leben nur eine einzige Rebellion gegen Gott darstellt!

Quelle: George Whitefield, Das Wesen der Gnade, Predigt / Hervorhebung von mir
Nur aus der völligen Unkenntnis der Kirchengeschichte heraus kann die peinliche Ansicht kommen, dass das was heute gepredigt würde das Evangelium wäre. Gerade mal ein halbes, aber auch damit wird es kein ganzes, sondern gar kein Evangelium mehr.
Und warum haben die Väter gepredigt wie oben dargelegt? Weil sie Ehrfurcht hatten vor Gott und Ehrfurcht vor seinem Wort! Sie haben darauf vertraut, dass dieses Wort sein würde wie Feuer und wie ein Hammer der Felsen zerschmettert (s. Jesaja 23,29)
»Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.« (Hebräer 4,12-13; Elb.)

Spurgeon sagte ein anderes Mal:
C. H. Spurgeon schrieb:Ich habe nichts anderes mehr zu predigen, wenn ich mit diesem Buch fertig bin. In der Tat, ich habe kein Interesse überhaupt noch zu predigen, wenn ich nicht fortfahren darf, die Gegenstände auszulegen, die ich in diesen Blättern finde.

Quelle: Charles Haddon Spurgeon, Es steht geschrieben, 3. Auflage 2004, CLV, Bielefeld
So will auch ich sagen, dass ich kein Interesse habe überhaupt irgend etwas anderes in diesem Forum darzulegen, als was ich in der Schrift finde.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Harald am So 03 Jan 2010, 00:38

Hallo,

eher Offtopic:
wir hatten das Thema ja schon mal, wer überbetont was und wenn ja, warum, und ob das dann noch biblisch ist.
In erster Linie sehe ich es tendenziös zumindest auch (fast) so wie Tobias. Ich schrieb auch schon mal von einem Prediger, der da sagte, daß 90% Gericht und 10 % Liebe eine Predigt ausmachen sollten.
Sicher kann man über diese Gewichtung diskutieren. Ob sie richtig ist, vermag ich nicht zu sagen. Sicher ist aber, daß ohne Erkenntnis der Sünde natürlich keine Buße möglich ist.

Ebenso sicher ist aber auch, daß Jesus keinen der mühselig beladenen, die zu ihm kamen, daß er denen zunächst mal bis ins kleinste Detail veranschaulichte was für Sünder sie sind. Das war ihnen nämlich schon klar geworden und darum kamen sie zu Jesus.
Und da sehe ich eine Differenzierung, denn wenn schon jemand am Boden liegt, dem muß ich nicht noch den letzten Dolchstoß versetzen, dem ist nämlich schon seine Verlorenheit ohne Jesus klar, der braucht keine Gerichtsbotschaft sondern die Liebesbotschaft von Jesus, daß ER (Jesus) ihn erquicken will, daß ER ihn annimmt, ER ihm vergibt, ER ihn trotzdem liebt, ER für seine Schuld am Kreuz bezahlt hat.

Und was mir noch dazu auf dem Herzen liegt ist, daß es mir ganz wichtig ist, daß man die persönliche Beziehung zu Jesus nicht "vergißt", nicht kleinredet. Mich beeindruckte eine Predigt über Johannes 21, u.a. die Verse ...
17Und zum drittenmal fragt er ihn: Simon Jona, hast du mich lieb? Da ward Petrus traurig, daß er ihn zum drittenmal fragte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe.
weil es mich anspricht, weil es mir hilft, weil es mir Mut macht, auch wenn ich vieles nicht kapiere und nicht weiß wie was nun bis ins Detail gemeint ist in der Bibel und welche Zusammenhänge man da finden könnte. Für mich sagt dieser Vers eben aus, daß ich mich nicht zu sorgen brauche, denn die Hauptsache ist, daß ich Jesus lieb habe und das andere wird ER schon richten (natürlich nicht, wenn ich auf die faule Haut liege - ein Selbstläufer ist ja die Liebe ansich eh nicht, immer muß man für die Liebe was tun).

Immer wieder gibt es Situationen, in denen ich mich unwürdig fühle, überhaupt etwas zu sagen/zu schreiben, weil mich meine Sündhaftigkeit belastet. Und mich erstaunt die Freimütigkeit eines Winrich Scheffbuch, der in fast jedem Vortrag davon redet, wie sündig er ist, zu was er alles fähig ist, zumindest in Gedanken, und wie sehr er auf die Gnade Jesu angewiesen ist.
Oft hört man das nicht, bei vielen Christen kann man den Eindruck haben, als wollten sie sich als gerecht und (fast) sündlos darstellen, aber das ist Selbstbeweihräucherung.

Ich kann nur glücklich leben, weil ich weiß, daß ich einen gnädigen Gott habe, einen Herrn, der mich gerechtfertigt hat vor Gott, indem ER selbst meine ganzen Sünden, auch die, die ich in Zukunft noch begehen werde, daß ER die alle für mich gesühnt hat. Ja und ich darf zu diesem Gott, der das alles für jeden Menschen anbietet, zu DEM darf ich dann auch noch Abba, lieber Vater sagen. Zu DEM Gott, der ALLES erschaffen hat, der unvorstellbar Heilig und mächtig ist.

Grüße von Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1695
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Simsons Rätsel vom Honig im Löwen, Richter 14

Beitrag  Gast am So 03 Jan 2010, 01:26

Danke für Deine Ergänzungen, Harald.

Vielleicht ist es gut, nach diesen Ausführungen noch ein paar persönliche Worte darzulegen. Es geht mir gerade darum, das wir die Dinge nicht überbetonen und auf der linken oder der rechten Seite extrem werden. Zwei Schlüsselverse zur Liebe Gottes sind:
»Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.« (Römer 5,8; Elb.)
»Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, auf daß wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.« (1. Johannes 4,9-10; Elb.)

Anders gesagt: Wer das Sterben am Kreuz, wer also das Opfer nicht versteht, der versteht auch die Liebe Gottes nicht. Wenn wir Gottes Liebe verstehen wollen, dann müssen wir das Opfer am Kreuz verstehen. Golgatha, das Sühnopfer, war der Höhepunkt der Liebe Gottes. Und dort tritt uns zuerst einmal ein gerechter Gott entgegen, der dieses Opfer fordert, der die Sünde nicht ungestraft lassen kann. Der Mensch denkt immer, dass er ja gar nicht so schlimm sei und vielleicht mal einzelne Sünden tut, aber die Bibel zeigt ihm, das er seinem innersten Wesen nach ein Sünder ist, der in Rebellion gegen einen heiligen Gott steht. Und dann muss der Sünder Gott Recht geben! Dieses Todesurteil hatte ich verdient! In Christus werde ich im wahrsten Wortsinn begnadigt! Das Todesurteil wird hinweggetan, weil das Opfer des Herrn der Gerechtigkeit Gottes Genüge getan hat. Mehr noch: Ich bekomme Gotteskindschaft, etc.

Warum betrachten wir beim Abendmahl denn Brot und Wein? Den Leib und das Blut des Herrn? Beides hat Er für uns hingegeben, der "Gerechte für die Ungerechten".

Geschwister, wenn wir so auf das Kreuz sehen, den Leib und das Blut symbolisch vor uns, wer von uns bleibt dann in seinem Herzen unbewegt? Wenn dieses Opfer uns nicht voller Dankbarkeit erfüllt und wir von dieser Liebe Gottes ergriffen werden, dann wehe unserem Herzen. Der Herr Jesus hat in diesem Opfer Gott vollkommen verherrlicht. Und wir: »Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.« (1. Korinther 11,26; Elb.) - und wir bringen Ihm die Dankbarkeit unserer Herzen.

Und dann verstehen wir auch: Millionen Opfertiere die durch die Jahrhunderte in Israel starben waren nur ein sehr schwacher Abglanz dessen, was das vollkommene Opfer des Herrn war. Ich sage es noch einmal: Wenn wir die Liebe Gottes - soweit es uns in unserer Schwachheit möglich ist - verstehen wollen, dann müssen wir danach trachten das Opfer von Golgatha - immer tiefer - zu verstehen.

In Simson sehen wir - übrigens - wie Gott in Zeiten des Abfalls und des Niedergangs auch Gläubige gebraucht, die nicht sauber stehen. Auch das ist eine Gnade Gottes. Wollen wir doch danach Trachten im Herrn einen sauberen Stand zu haben, so das wir wahrhaftig Werkzeuge zu Seiner Ehre sein dürfen.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten