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Bibel und Alkohol

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Bibel und Alkohol

Beitrag  Heidi am Do 04 März 2010, 16:59

Hallo,
hier mal ein neues Thema, vielleicht fällt einem ja noch was ein oder jemand hat eine andere Meinung.
Folgendes war ein etwas gröberes Konzept für eine kleine Bibelrunde:


Eintönigkeit oder Hetze, Langeweile, mangelnde Anerkennung oder fehlende Liebe und Angst bestimmen das Leben der Menschen. Kein Wunder, dass sie sich dann durch Drogen oder Alkohol ein wenig Freude verschaffen wollen.
Auf Dauer macht Alkohol aber nicht glücklich und zerstört letztendlich Lebensfreude und Gesundheit.


Was sagt die Bibel über Betrunkensein?
Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen
(Jes 5,22)

Warum das Weh?
Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davon taumelt, wird niemals weise.(Sprüche 20,1) Wein raubt den Verstand (Hosea 4,11)

Wie fühlt man sich nach zu viel Alkohl?
Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glase so schön steht: Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter. (das ist dann der Kater) Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird Verkehrtes reden, und du wirst sein wie einer, der auf hoher See sich schlafen legt, und wie einer, der oben im Mastkorb liegt (das ist das, wenn man dann torkelt) . »Sie schlugen mich, aber es tat mir nicht weh; sie prügelten mich, aber ich fühlte es nicht. (Man merkt auch nichts mehr richtig von seiner Umwelt, hat eine falsche Wahrnehmung) Wann werde ich aufwachen?
Dann will ich's wieder so treiben.« (Sprüche 23,29-33)

Aber man wird nicht klug, sondern trinkt wieder, wenn man nicht mehr so matt ist.

Wie benimmt man sich nach zu viel Alkohol?
Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. (Epheser 5,18)

Von diesem unordentliche Wesen wird uns bei Noah berichtet. Der hatte sich total betrunken und lag dann ganz nackt auf seinem Lager. (1. Mose 9,21) und Lot zeugte vollgetrunken mit seinen Töchtern Kinder. (1. Mose 19,32)

Was kann man sonst noch unter einem unordentlichem Wesen verstehen?

Was sollen wir tun?
Wir dürfen uns mit dem Wunsch, nicht mehr abhängig von Alkohol zu sein an Gott und Jesus wenden. Gott findet liebevoll einen individuellen Weg, vom Alkohol frei zu werden. Was wir tun müssen, ist darum zu beten.

Und dann?
Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierden, Trinkgelagen, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. (1. Petrus 4,3)

Das heißt, der Alkoholiker muss in dem fest bleiben, was er dann erreicht hat und nicht mehr mitmachen und sich sagen: Es ist genug,was ich früher gemacht habe. Mit Gott soll mein Leben neu werden.

Was bietet Jesus statt Alkohol an?
Jesus verspricht uns keinen “Kater“ oder Torkeln, sondern:
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. (Psalm 23,2)

Wer nicht suchtgefährdet ist, der darf Alkohol trinken, aber sich nicht betrinken.
Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen. (1. Kor. 6,11)

Jesus hat bei einem Hochzeitsfest Wasser in Wein verwandelt
(das war ein Fest und kein Trinkgelage) (Johannes 2,3-9). Aber er selber
war mit Sicherheit nicht betrunken, denn es heißt, dass er Gott gehorsam war bis zum Tod. (Philipper 2,8

Aus welchem Anlass kann man Alkohol trinken?
Zur Freude und mit gutem Mut(!) - und nicht, wenn wir mutlose Gedanken
haben, um uns zu betäuben.
Wir dürfen Alkohol als Medizin verwenden wie er z.B. auch in Tropfen vorkommt oder etwas(!) Wein für den Magen, wenn man krank ist.

Der Wein soll des Menschen Herz erfreuen Psalm 104,15 )

So geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut (Prediger 9,7)

Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist. (1. Tim 5,23)


Heidi
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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Günter am Sa 06 März 2010, 00:34

Hallo Heidi,

ich finde, du hast das sauber herausgearbeitet. Dass Alkohol so oft und schon beginnend mit Noah in der Bibel vorkommt, zeigt, dass er auch im biblischen Zeiten schon zum Alltag gehört hat und die heutigen Probleme auch damals schon bekannt waren. Selbst das Komasaufen wurde von Noah und Lot schon praktiziert. Neu ist lediglich das Flatratesaufen.

Eine Ergänzung scheint mir aber zum Verständnis noch wesentlich:

Spr. 23,30 (Elberfelder 1985):
Die spät beim Wein noch sitzen, die einkehren, um den Mischkrug
A) zu erforschen.
A) Andere üs: um den Mischtrank zu kosten

Wein wurde mit Wasser in einem Verhältnis von 1 zu 8 Anteilen verdünnt, um seine Rauschwirkung zu mindern. Zudem wurden ihm zwecks Geschmacksverstärkung Gewürze beigemischt. Ungemischter Wein wurde starkes Getränk genannt.

Most, welcher frisch ist und keine oder eine geringere Gärung aufweist, war mit "Wein" (so wie man das fälschlicher Weise gelegentlich im Internet findet) wohl nicht gemeint, weil er dann auch explizit als "Most" benannt wird.

Was meinen eigenen Umgang mit dem Alkohol angeht: Betrunken war ich die letzten 25 Jahre nicht mehr, weil mir das aus der Erinnerung heraus sehr unangenehm ist und ich das nicht haben muss. Aus meinen "wilden Jahren" davor weis ich aber, dass ich im betrunkenen Zustand nicht aggressiv oder sonst wie unangenehm für meine Mitmenschen wurde, sondern einfach nur ruhig, wenn ich die Übersicht über meine Gespräche verloren habe. "Aussetzer" habe ich nie erlebt. Am nächsten Tag wusste ich immer noch Bescheid, was Sache war.

Seit ich vor einigen Jahren zudem aufgehört habe, alkoholische Getränke als Lebensmittel zu betrachten und seither nur noch als Genussmittel im engeren Sinn ansehe, hat der Psalm 104,15 (der Wein erfreue des Menschen Herz) für mich eine ganz andere Qualität. Ich trinke selten (manchmal Wochen lang nicht), und wenn, dann nicht ohne positiven Anlass und nur ein oder zwei Viertel ausgesuchter (!) Weine oder einen guten Weinbrand, oder wenn der Magen verstimmt ist, darf es auch mal ein (!) weich gebrannter, klarer Kirsch- oder Williamsbirne-Schnaps sein. Alle anderen gut gemeinten Geburtstagsgeschenke, wie etwa Weinsorten, die ich weniger mag und hochprozentige sonstige Alkoholika (die ich selbst nicht kaufen würde) trinke ich nicht etwa, weil sie da sind. Alles, was davon nicht zum kochen taugt, kommt konsequent in der Ausguss.

Wenn ich so über dieses Thema nachdenke, stelle ich auch fest, dass in meinem engeren Umfeld derzeit niemand für mich erkennbar Alkoholprobleme hat, was aber nicht immer so war.

Das hat sich für mich alles so ergeben und ich sehe, dass ich in diesem Punkt Bibelkonform bin.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Heidi am Sa 06 März 2010, 20:51

Lieber Günter,

danke für die zusätzliche Erklärung. Ich hatte nie gewusst, was eigentlich "starkes Getränk" ist.

Wir wissen von einem Ex-Alkoholiker, der jetzt eine Selbsthilegruppe leitet, dass ein Alkoholiker mit der Zeit aggressiv wird. Kannst ja mal versuchen, so einen am Trinken zu hindern oder dem die Flasche weg zu nehmen, wenn alle Büdchen geschlossen haben.

Was ist ein Trunkenbold?

grüße von heidi

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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Günter am So 07 März 2010, 02:39

Heidi schrieb:
Was ist ein Trunkenbold?
"Trunkenbold" ist ein anderes Wort für "Säufer". Ich habe ein Gedicht gefunden, das den "Trunkenbold" sehr moderat, aber trotzdem recht gut und in seiner Entwicklung folgerichtig beschreibt:

Franz der Trunkenbold

Ich bitt’ dich, Franz, so merk´ dir wohl,
Des Ganges Feind heißt Alkohol,
Du trinkst nun wahrhaft allzu viel,
Für dich ist dies ja nur ein Spiel,
In deiner stet’gen Trunkenheit,
Da gibt es nichts, was dich noch reut.
Du kannst gar schlafen wie ein Stein,
Passieret dies zwar nur durch Wein,
Doch Bier, das macht dich ganz vital,
Die Stimme dröhnt laut durch’s Lokal,
Denn Traurigkeit ist dir ein Feind,
Der Krug dafür dein bester Freund.
Du kehrtest heim zu Weib und Kind,
Die, welche dies gewohnt schon sind,
Doch Franz, was hast du angestellt?
Versoffen hast du alles Geld,
Nun aufgebraucht den Monatslohn,
Das findet hier niemand mehr schön.
Die Trunksucht hat dich krank gemacht,
Du merkst nicht, dass nun keiner lacht,
Du warst ein ew’ger Trunkenbold,
Dich hat der Tod nun doch geholt,
Versagt hat Leber ihren Dienst,
Du bist gestorben einst in Wien...

Quelle: Internet
Ich habe mal einige Zeilen fett formatiert. Man könnte aber genau so gut das ganze Gedicht fett machen.



Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Heidi am So 07 März 2010, 16:25

Danke Günter,

d a s beschreibt das wirklich gut...traurig, nicht?

Ich habe mir das ausgedruckt und ich gebe es jemand, der mich darum bat für einen Betroffenen weiter.
Wie du weißt, kenne ich Gott als Gott der Geduld...auch bei Süchten. Aber machmal war es auch so, dass Gott durch eine "härtere Ansprache" Wunden geschlagen hat, die dann aber wieder einer verband, der an Gottes Liebe erinnerte...es entspringt beides aus seiner Liebe.

heidi

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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Heidi am Sa 28 Jul 2012, 13:09

Ich habe noch 2 Stellen zum Thema gefunden:

In Titus 2,3 sind zwar die alten Frauen angeredet, aber auch insgesamt die Heiligen:

...sage...dass sie sich verhalten, wie es sich für Heilige ziemt, ... nicht dem Trunk ergeben.

Und wenn man von Gott angesprochen wurde, besser die Finger vom Alkohol zu lassen, dann können uns diese hier ein Vorbild in der Standhaftigkeit NEIN zu sagen sein Jer. 35,5-6:
Und ich setzte den Männern vom Hause Rechab Krüge voll Wein und Schalen vor und sprach zu ihnen: Trinkt Wein!
Sie aber antworteten: Wir trinken keinen Wein; denn unser Vater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns geboten: Ihr und eure Nachkommen sollt niemals Wein trinken.

Gestern lernte ich eine über 90 jährige Christin beim Bibelkreis kennen und sie erzählte uns aus ihrem Leben dies:
Sie trank früher jeden Tag heimlich eine ganze Flasche Gin. Eines Tages wurde ihr bewusst, dass das vor Gott nicht in Ordnung ist. Kurz nach dieser Erkenntnis ging plötzlich die Barfachtür nicht mehr auf, so sehr sie auch daran zog. Es war so, als hielte die Tür von der anderen Seite jemand zu. Nach diesem Erlebnis sagte sie ihrem Mann, dass sie gar keinen Alkohol mehr trinken wollte. Da ihr Mann immer dachte, sie trinkt nur mal ein Gläschen, verstand er ihren Entschluss gar nicht. Sie flehte auf Knien vor Gott, sie doch bitte vom Alkohol frei zu machen. Am nächsten Morgen ging sie aber doch in alter Gewohnheit als erstes schnell zu dem bewussten Schrank und als die die Flasche in der Hand hielt, war es, als höre sie eine innere Stimme: "Du bist doch frei!" - und sie goss die ganze Flasche in den Ausguss und hat nie mehr etwas Alkoholisches angerührt. Sie sagte zu uns: Wir brauchen doch gar keinen Alkohol, nicht? Very Happy

heidi





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Re: Bibel und Alkohol

Beitrag  Heidi am Sa 05 Jan 2013, 00:29

Heidi schrieb: ...und als die die Flasche in der Hand hielt, war es, als höre sie eine innere Stimme: "Du bist doch frei!" - und sie goss die ganze Flasche in den Ausguss und hat nie mehr etwas Alkoholisches angerührt. Sie sagte zu uns: Wir brauchen doch gar keinen Alkohol, nicht? Very Happy

Ich habe kürzlich eine Bibelstelle gefunden, die ich noch einem ganz besonders lieben und von Gott geliebten Menschen hierher schreiben möchte:

3. Mose 10,8-9:
Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:

Du und deine Söhne, ihr sollt weder Wein noch starke Getränke trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen.


Dies sagte Gott zu den Priestern, wenn sie die Stiftshütte betraten und damit in die Gegenwart Gottes kamen.



Da Christen im NT in Bezug auf ihre Aussonderung von Gott ebenfalls als Priester Gottes bezeichnet werden, dachte ich mir, das sollte auch für uns gelten, - dass wir nicht besoffen in die Gegenwart Gottes treten.

Auch wenn ich weiß, dass Gott viel Geduld und Nachsicht mit uns hat - er ist auch heilig, daran erinnert er seine Kinder dann und wann mal.

Jesus hat auch Wein getrunken, aber ich glaube nicht, dass er sich jemals betrunken hat. Und ich glaube auch nicht, dass er sich Alkohol für "zu Hause" kaufte, um mal alles zu vergessen.

Die Bibel verbindet Wein immer mit Freude und Festen. So habe ich für mich persönlich beschlossen, dass ich bei diesen Gelegenheiten gern auch mal mit Alkohol mitfeiere - aber mir sonst keinen Alkohol kaufe und trinke.

Bei einem Suchtproblem bleibt immer nur ein klares NEIN - und ein Durchhalten auch mit Zähnezusammenbeißen! - die Sucht verblasst immer mehr und mehr. Es wird immer leichter. Es ist eine Willensentscheidung, aber eine, die sich lohnt.
Und ich glaube, Gottes weise Warnungen zum Alkohol kann man vielleicht auch auf andere Drogen übertragen.

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von größer Güte. Viel Erfolg, Gott liebt dich - er hat einen besseren Weg für dich.






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