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Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Ralf-Peter am Do 21 Feb 2013, 20:49

joerg.evangelist schrieb:Soeben habe ich folgende Verteilbibel für unsere Gemeinde bestellt:

Die Bibel - Gott spricht. Heute.
Verteilbibel (NGÜ + Schlachter)

Paperback, 992 S., Bolanz 11/2012

Ich finde die Bibel sehr schön und auch gut verständlich, hab sie selbst. Auch das alte Testament, das ja in der Schlachter 2000 Übersetzung vorliegt ist gut und verständlich gelungen. Ich kann diese Bibel nur empfehlen.

Liebe Grüße
Ralf-Peter

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Die Bibel - wörtlich oder kommunikativ?

Beitrag  Günter am So 30 März 2014, 19:53

Wörtlich -->

EB - Elberfelder Bibel
ZÜ - Züricher Bibel
Lut. - Lutherbibel
Menge
EÜ - Einheitsübersetzung


NeÜ - Neue evangelistiche Übersetzung - Bibel.heute
Bruns
NGÜ - Neue Genfer Übersetzung (NT und Psalmen)
BasisB - BasisBibel (NT und Psalmen)
NLB  - Neues Leben Bibel
GNB - Gute Nachricht Bibel
das Buch (NT und Psalmen)
HfA - Hoffnung für alle
Willkommen daheim (NT)

→ Kommunikativ


Quelle:
Sonderausgabe: Faszination Bibel Spezial,
Das Bibelübersetz-O-Meter
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Man kann die Darstellung von oben nach unten betrachten oder nun unten nach oben. Je näher eine Bibelübersetzung in der Reihenfolge beim Begriff „wörtlich“ aufgeführt ist, desto weniger „kommunikativ“ ist sie, je näher sie beim Begriff „kommunikativ“ aufgeführt ist, desto weniger entspricht sie wörtlich dem Urtext.

Dazwischen gibt es eine Lücke, die beide „Übersetzungsphilosophien“ deutlich voneinander abgrenzt. Unterhalb der Lücke spricht man besser von Bibelübertragungen, oberhalb von Bibelübersetzungen. Tendenziell kann eine Übersetzung mehr oder weniger wörtlich oder auch mehr oder weniger kommunikativ sein. Die Lücke macht aber deutlich, dass es ein „Mittelding“ nicht gibt.

Einige Übersetzungen sind mehr oder weniger wörtlich übersetzt. Das bedeutet, dass man sich den Text selbst erschließen muss, was das lesen anspruchsvoll macht. Andere Übersetzungen sind mehr oder weniger kommunikativ. Das bedeutet, dass die Auslegung mit der Übersetzung, und damit die Bedeutung schon frei Haus mitgeliefert wird. Diese Übertragungen sind leichter verständlich. Naturgemäß ist das die Auslegung eines Autorenteams mit bestimmten theologischen Ausrichtungen und mit persönlichen Präferenzen, die nicht meine sein müssen.

Wir haben also die Wahl, als Laien mit unzureichendem Wissen die Bibel ein Stück weit selbst  auslegen zu müssen oder Fachleuten zu vertrauen, die das für uns in einer Qualität und Richtung  erledigt haben, die wir nur schlecht einschätzen können.

Ich persönlich bevorzuge Übersetzungen nahe am Urtext, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass mich „reine“ Texte mit meinen persönlichen Präferenzen und Dingen die mich gerade beschäftigen viel besser ansprechen, als Kommentare oder vorinterpretierte Texte, bei denen der „Übersetzer“ bei seiner Interpretation möglicherweise an etwas ganz anderes gedacht hat. Ich habe generell den Eindruck, dass die Lutherbibel (meine Lesebibel) sehr viel besser auf meine jeweiligen persönlichen Befindlichkeiten eingeht, als das die vorinterpretierten Übertragungen je könnten. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

→ Wenn Gott mit Dir reden soll, lies die Bibel.


Zuletzt von Günter am Mo 14 Jul 2014, 22:36 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Günter am Di 13 Mai 2014, 21:31



Man hörte die Lutherbibel im Gottesdienst, man lernte sie im Konfirmandenunterricht auswendig, man las sie zu Hause. Texte wurden dadurch vertraut und legten sich wie ein wärmendes Textil um die Seele.

,,Luther stand.....in einer uralten sakralen Erzähltradition." So sprachen Hebraer, Griechen und Römer, wenn sie von religiösen Dingen redeten. Und es ist eine Linie, die von Luthers erster Übersetzung bis in die aktuelle Fassung von 1984 reicht. Wer sie zur Hand nimmt, taucht unvermittelt in eine andere Welt ein: Die Luft ist voller Hinweise auf Gottes Handeln. Manche der neueren Übersetzungen kommen mir dagegen oft ziemlich nüchtern vor. Alles ist eingängig, aber immer auch ein wenig eintönig und einförmig. Es ist, als lese man irgendein Buch oder eine Zeitung, nicht aber die Bibel.

Quelle:
Faszination Bibel,
Kleines Lob der Lutherbibel – Warum die Übersetzung des Reformators nach 500 Jahren noch Zukunft hat.
Dr. Arndt Elmar Schnepper

Ich finde, das trifft genau den Kern.

In dem Beitrag schreibt der Autor auch darüber, dass die Lutherübersetzung nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz erreicht, dass sie sprachlich wärmer, direkter und persönlicher anmutet, als andere Übersetzungen. Er schreibt über den Klang und den Stil der Lutherbibel. Und er beschreibt, dass die Lutherbibel für viele Generationen im deutschsprachigen Raum ein Stück Heimat war. - Auch das, so empfinde ich, trifft genau den Kern.

Wenn ich in einschlägigen Foren über die Einordnung von Bibelübersetzungen lese, geht es meist „nur“ darum, ob eine Übersetzung eher wörtlich, oder eher kommunikativ ist. - Ich finde, das ist eine sehr eingeschränkte Sichtweise.

Zu guter letzt ist die Lutherübersetzung die Übersetzung der Reformation. Mit ihr hat man angefangen, die Bibel selbst (!) zu lesen. Und sie war über Jahrhunderte die einzige Lesebibel für das gemeine Volk zum selbstlesen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


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NT von Fridolin Stier und NeueLuther 2009

Beitrag  Emanuela am Mo 14 Jul 2014, 19:06

Hallo!

ich habe mich in den letzten Tagen viel damit beschäftigt, welche Bibel wohl für mich die beste wäre.

Zur Taufe entschieden habe ich mich vor gut 10 Jahren beim Lesen einer etwas älteren Version der Guten Nachricht Bibel, die ich von meinem Opa, der katholischer Diakon ist, bekommen hatte. Aber erst bei der Suche vor ein paar Tagen ist mir durch einen Artikel auf bibelportal.de aufgefallen, dass es für mich eine falsche Übersetzung war. Kann leider noch nicht verlinken...

Ich musste aus der Übersetzung nämlich schließen, dass man nur durch die Wassertaufe gerettet werden kann und war total verstört und hab viel geweint, weil ich (dachte, dass ich) als kleines Kind nicht getauft wurde.

Die andere Bibel, die ich vor 2-3 Monaten von meinem Opa bekommen habe, ist die Einheitsübersetzung. Die fällt ja laut diesem Artikel in die gleiche Kategorie... und dann bin ich aufgrund einer anderen Seite noch auf die Empfehlung des NT nach Fridolin Stier gestoßen. Das hab ich mir bestellt und bin sehr glücklich damit. Das soll sehr, sehr nah am Urtext sein:
welche-bibel-blogspot-de

Und der Vollständigkeit halber und damit ich noch eine Bibel habe, die als Grundlage den Textus Receptus hat - was auch wichtig sein soll, wie ich mir von einem Amazonrezensenten der Schlachter 2000 habe sagen lassen - wünsche ich mir zum Geburtstag noch eine NeueLuther 2009. Dann aber eine Taschenbibel (hoffentlich mit Apokryphen... das ging aus der Beschreibung nicht hervor) mit Ledereinband und Reißverschluss, damit ich auch was für unterwegs habe.  I love you

Emanuela
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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Günter am Mo 14 Jul 2014, 21:58


Hallo Emanuela

ich habe mir aus Deinem Beitrag die Schlüsselworte herausgesucht und meine Meinung dazugeschrieben:


- Gute Nachricht Bibel
Eher eine frei übersetzte Bibelübertragung als eine Bibelübersetzung. Wegen der Ungenauigkeiten, gemessen am Urtext, nicht geeignet für die Bibelarbeit. → Manche mögen sie als Lesebibel, ich nicht.


- Einheitsübersetzung
Die üblichen Bibelübersetzungen (Luther, Elberfelder, Schlachter, , …..) umfassen 66 Bücher, die Einheitsübersetzung dagegen sieben Bücher mehr, also 73 Bücher. Meine Lutherbibel beinhaltet diese überzähligen Bücher als Apogryphen.
»Das sind Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten, und doch nützlich und gut zu lesen sind.« Mit diesen Worten kennzeichnete Martin Luther eine Reihe von Schriften, die im Inhaltsverzeichnis seiner Bibel zwar genannt, aber nicht zum Kanon gehören, im Druck deutlich abgesetzt und nicht mitgezählt wurden. Sie kommen in der griechischen und lateinischen Übersetzung der Bibel vor, sind jedoch in der Sammlung der hebräischen Schriften des Alten Testaments nicht enthalten. Deshalb werden sie von den reformierten Kirchen nicht als biblisch im Vollsinn anerkannt, während die katholische Kirche sie im Konzil von Trient (1546) als vollwertige Bücher der Heiligen Schrift aufzählt. Die katholische Kirche begründet mit diesen „überzähligen“ Büchern weitere Lehren, wie z.B. die des Fegefeuers. → Die Lehre der Einheitsübersetzung ist also, was das alte Testament angeht, nicht die selbe, wie die der anderen Bibelübersetzungen und sie ist mir deshalb suspekt.


- NT nach Fridolin Stier
Diese Bibelübersetzung war mir bisher unbekannt.
Im Internet habe ich folgendes gefunden:
Das Neue Testament übersetzt von Fridolin Stier. Düsseldorf 1989
a) Umfang: NT
b) Übersetzungstyp: Wörtlich, konsequent begriffskonkordant.
c) Gesamturteil: Eine Übersetzung von beachtlichem Format, die zu neuer Aufmerksamkeit auf das Bibelwort anleitet, aber mit Manierismen wie gekünstelten Wortbildungen belastet ist und das Prinzip der Begriffskonkordanz auf Kosten der Verstehbarkeit auf die Spitze treibt.
→ Ich habe keine Ahnung, ob konkordante Übersetzungen besser oder schlechter sind als nicht konkordante. Manche schwören darauf. Ich lese die Lutherbibel und die Elberfelder Bibel. Die sind beide nicht konkordant.

- NeueLuther 2009 (hoffentlich mit Apokryphen... das ging aus der Beschreibung nicht hervor)
Die Lutherbibel wird von der deutschen Bibelgesellschaft revidiert, die NeueLuther auf Basis der Luther 1912 von einem kleineren Verlag, was nicht nachteilig sein muss. Wenn von Apokryphen keine Rede war, werden wohl auch keine enthalten sein.


- Textus Receptus
Manchen Übersetzungen liegen diese Texte zugrunde, anderem Übersetzungen eben andere Texte. → Ich würde da keine Aussage wagen wollen, obwohl ich mich schon intensiver mit dem Ursprung der Heiligen Schrift beschäftigt habe. Ich wundere mich gelegentlich, wie hartnäckig manche „Rezensenten“ auf Ihrer Meinung beharren, jeder für seine Textbasis. Im täglichen Leben relativiert sich das alles für mich, wenn ich sehe, wie viele Missverständnisse schon unter deutschsprachigen Personen im Alltag auftreten, ohne dass der Text auch noch übersetzt wird.


Es gibt Standardübersetzungen, die über allen Zweifeln erhaben sind, egal auf welchem Text sie basieren. Die Lutherübersetzung zählt dazu. Ganze Generationen von Christen hatten über einem Zeitraum von mehreren Jahrhunderten nur diese Übersetzung, wenn sie des lateinischen nicht mächtig waren und ich denke, das war völlig ausreichend, den lebendigen Gott zu finden. Ich persönlich kann kaum einen Unterschied zwischen den Lutherausgaben von 1912 (Copyright frei) und der von 1984 erkennen. So wird auch der Unterschied  zwischen den Ausgaben von 1912 und der NeueLuther 2009 eben so gering sein. Der Unterschied liegt lediglich darin, wie wenige, nicht mehr gebräuchliche Wörter und Ausdrücke von 1912 in heutige lebendige Sprache übersetzt werden.

Ich hoffe, ich habe Dir mit meiner Meinung keine Deiner Übersetzungen madig gemacht.

Und noch ein Gedanke zum Schluss, der mir wichtig ist:

2.Kor 3,6
..... der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.


Mit anderen Worten: Wir können uns trefflich darüber streiten, welche Übersetzung noch ein Quäntchen genauer ist als alle anderen Übersetzungen und ob der Sinn dieses oder jenes Wortes vom Urtext besser getroffen wurde. Das wird uns aber wenig nutzen, wenn wir darüber vergessen, dass wir eigentlich Gott in der Bibel kennenlernen sollen. Kleben wir also bei der Beschäftigung mit der Bibel nicht am Buchstaben, der tötet, sondern suchen wir den lebendigen Gott!  


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter



Zuletzt von Günter am Mo 14 Jul 2014, 23:32 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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NT nach Fridolin Stier

Beitrag  Emanuela am Mo 14 Jul 2014, 22:52

Günter schrieb:Ich hoffe, ich habe Dir mit meiner Meinung keine Deiner Übersetzungen madig gemacht.

Nein, auf gar keinen Fall! Smile
Danke für deine Meinung!

Die Meinung über die Stier-Bibel hatte ich auch irgendwo gelesen. Und ich muss sagen, dass ich bzgl. der Verstehbarkeit nicht mit dem Rezensenten übereinstimme. Ich finde, sie spricht den Geist sehr an und wirkt für mich auf geistiger ebene verständlicher als z.B. die Einheitsübersetzung.

Hier z.B. eine Gegendarstellung vom "welche-bibel" blogspot:

Die Bibel nach Fridolin Stier - keiner kommt dem Urtext näher

Dies ist keine Bibel zum "Drüberlesen", Vorlesen oder Zusammenfassen. Die Textgenauigkeit nimmt hier eine Dimension an, die im Deutschen kaum noch zu übertreffen ist, will man als Ergebnis eine noch flüssig lesbare Übertragung. Sie erfolgt streng begriffskonkordant und damit texttreuer als sämtliche andere Bibel-Übersetzungen auf dem Markt. Sie erlaubt einen tiefen Einblick in die Wortgewalt der Heiligen Schrift und die Welt von Jesus, zwar altertümlich in der Wortwahl, aber ungeheuer kraftvoll und verlässlich. Einzigartig auf dem Markt! Da es keine Kommentare oder ähnliches gibt lässt sie sich rein drucktechnisch sehr gut lesen und der Leser wird nicht durch Erläuterungen u.ä. vom Originaltext abgelenkt.

Für wen besonders geeignet:

+ Liebhaber altertümlicher Sprache und Wortwahl
+ wenns so nahe am Urtext wie möglich sein soll
+ intensives Bibelstudium zum Gewinnen besonders tiefer Einblicke
+ auch gut als Zweit- oder Begleitbibel

Ich habe jetzt nicht das gesamte NT durchgelesen (lese zuerst das Johannes Evangelium). Aber interessehalber habe ich das Vater Unser nachgeschlagen. Statt "erlöse uns von dem Bösen" steht dort beispielsweise "entreiße uns dem Bösen". Beim Beten hat sich diese Formulierung viel hoffnunggebender (ich bin mal so frei, Worte zu erfinden) angefühlt. Interessant fand ich auch "Unser Brot für morgen gib uns heute". Das Brot, welches uns für das Morgen - für die Ewigkeit mit Gott - bereit macht?!

Und gerade habe ich noch etwas entdeckt! Und ich danke Gott, dass ich jetzt verstehen darf, was mit den so viel selig gepriesenen "geistig Armen" oder "Armen im Geiste" (oder Zeugen Jehovas: "die, die die ihre geistigen Bedürfnisse kennen"  Neutral ) gemeint ist!! cheers Das war mir immer ein Rätsel! Aber Stier hat es geschafft, es mir verständlich zu machen! Er schreibt: "Selig die aus dem Geiste Armen,".  Arrow  (in etwa:) Selig sind die, welche den heiligen Geist haben und aufgrund dessen in materieller Armut leben.

Die Seligpreisungen sind mir jetzt so verständlich geworden!
Und das ist wahrscheinlich erst der Anfang!!  Very Happy 

Die NeueLuther 2009 werde ich mir auch auf jeden Fall kaufen. Habe bis jetzt auch nur Gutes gehört. Und sie soll ja noch verständlicher gemacht worden sein, ohne dass es inhaltlich negative Auswirkungen gehabt hätte.


Zuletzt von Emanuela am Mo 14 Jul 2014, 22:53 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Harald am Di 06 Okt 2015, 15:32

Hallo,

vermutlich ist es nicht komplett super durch geordnet, aber ich möchte doch vorschlagen, dass wir hier die Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten nur kurz vorstellen und eben kurz die Besonderheiten herausstellen, damit man wenigstens ein bisschen den Überblick behalten kann. Wenn aber dazwischen noch 5 oder 10 Beiträge stehen, in denen diskutiert wird, geht der Überblick vollends verloren.

Darum habe ich die letzten Beiträge auch verschoben - [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Ggf. macht einen extra Thread auf, in dem wir künftig über allgemeine Fragen zu verschiedenen Bibelübersetzungen diskutieren können.

Grüße Harald

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Harald am Di 06 Okt 2015, 15:52

Hallo,

neulich gab es ja von der evang. Kirche so eine Veranstaltung auf der Wartburg zum bevorstehenden Luther-Jahr. Dort wurde u.a. feierlich die neue Luther-Übersetzung die zum Jubiläum erscheinen soll, vorgestellt. Die "Würdenträger" erhielten schon mal eine Ausgabe geschenkt. Ich habe nun nachgeschaut, ob und wann man die ggf. käuflich erwerben kann - tja für das normale Volk gibt's die erst Ende nächstes Jahr zu kaufen.
Die aktuelle Revision wird den Angaben zufolge an vielen Stellen den Ausgangstext entsprechend dem Forschungsstand genauer wiedergeben. Bewusst werde in zahlreichen Fällen zum Wortlaut der Bibelübersetzung von 1545 zurückgekehrt, sagte Kähler
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Das Jubiläum wird übrigens deshalb gefeiert:
Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug.  

Ich habe mir vor kurzem eine gebrauchte ältere Scofield Bibel gekauft, weil mich dieses  Kettensystem interessierte, das verwandte Bibelverse miteinander verbindet und man so leichter einem Thema über verschiedene biblische Bücher hinweg folgen kann. So habe ich mal damit angefangen, die meisten Bibelverse herauszuschreiben, die sich mit dem Wort "Glauben" beschäftigen. Ich hab mir diese Ausgabe ausgesucht,  Neu durchgesehen (1914) nach dem vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss genehmigten Text. Mit Einleitungen, Erklärungen und Ketten-Angaben. Herausgeber C. I. Scofield, D.D. Herausgebendes Komitee der neuen Ausgabe von 1967 E. Schuyler English, [u. a.]. Autorisierte deutsche Übersetzung Gertrud Wasserzug-Traeder.

Grüße Harald

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Jeder muss sich im Klaren sein, wieso er die Bibel liest

Beitrag  Pavle am So 10 Jan 2016, 10:21

(Ich werde kein Wort über N/A, TR oder Mehrheitstext verlieren. Das ist ein anderes Thema.)

Jeder muss sich im Klaren sein, wieso er die Bibel liest.
Ist es um Gottes Wort zu lesen oder die Meinung der Übersetzer?

Versucht bitte den Satz "Ich liege unter einer Decke." zu übersetzen. Es gibt zwei vollkommen verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten. Oder lasst bitte eine Alt-Griechen und einen heutigen Menschen den Begriff Demokratie erklären. Zwei vollkommen verschiedenen Erklärungen. Übersetzt "It's raining cats and dogs." oder "Es schüttet wie aus Eimern." oder "Es regnet Bindfäden.". Da wir modernes Englisch und Deutsch kennen, haben alle drei Sätze die gleiche Bedeutung. Aber was wenn wir nicht die Umgangssprache so gut kennen?

Bibelhebräisch und Koine sind so unterschiedlich zu unserem heutigen Deutsch, dass jede Übersetzung ein Tanz auf dem Hochseil sein sollte. Leider handelt nicht jeder Übersetzer so. Viele Übersetzten nach dem was Sie denken, dass das Original meint. Das kann unproblematisch wirken, wenn der Übersetzer zufällig die gleiche theologische Meinung hat wie der Leser, aber ein unentschlossener Leser, hat hier keine Möglichkeit eine eigene Meinung zu bilden - er bekommt ja alles vorgekaut - niemand wird da je wieder herausfinden ob vielleicht der Urtext etwas anderes gemeint hat.

Daher sollte das Grundprinzip sein: Je wörtlicher, desto besser.

Man kann die 19 erhältlichen Vollbibeln in zwei Gruppen teilen (habe ich alle):
1. die philologischen (wörtliche) Übersetzungen und
2. die wirkungstreuen Bibeln

Gruppe 1:
*Einheitsübersetzung
*Elberfelder (CSV)
*Elberfelder 2006
*Herder
*Luther 1912
*Luther 84
*Menge
*Neue Welt
*NeueLuther Bibel
*Pattloch
*Schlachter 2000
*Zürcher 2007

*Bruns (ist grenzwertig)

Gruppe 2:
*Bibel in gerechter Sprache
*Gute Nachricht Bibel 1997
*Hoffnung für alle 1996
*Volxbibel
*Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ)
*Neues Leben

Zuerst zur zweiten Gruppe: Die lehne ich für mich vollkommen ab. Das sind eher biblische Nacherzählungen, Romane - leichte Literatur eben. Die zahlreichen Verfälschungen (ob es Absicht ist oder nicht, will ich nicht entscheiden) kommen dann noch sehr erschwerend hinzu. Nicht einmal Kinder brauchen so etwas Vorgekautes. Meine eigene Erfahrung zeigt, dass Kinder problemlos mit wörtlichen Übersetzungen klarkommen.

Also zu Gruppe 1:
Neue Welt ist die Übersetzung der Zeugen Jehovas, welche zwar sehr gut Übersetzt haben, allerdings nur das was ihnen gepasst hat, aber viele Teile ausgelassen oder stellenweise (wo es nicht gepasst hat) bewusst gefälscht haben.
Die drei katholischen (Einheitsübersetzung, Pattloch und Herder) sind zwar angemessen wortgetreu, aber ganz klar folgen sie der katholischen Theologie und haben zusätzlich die Apokryphen über das AT verteilt. Deswegen sind diese von mir auch ganz entschieden abgelehnt.

Die restlichen neun, kann man in zwei Untergruppen teilen:
1. die formalgleichen Übersetzungen und
2. die ausgewogen-wortgetreuen Übersetzungen.

Zur ersten gehören die beiden Elberfelder Übersetzungen. Die CSV ist ein wenig formaltreuer als die 2006er Überarbeitung. Diese beiden sind nicht als Lesebibeln ideal - vor allem nicht für Neulingen. Als Studienbibeln sind sie jedoch unverzichtbar (es sei denn ihr könnt Bibelhebräisch und Koine-Griechisch). Ich persönlich bevorzuge die CSV, weil sie nicht immer blind der Textkritik folgt.

Zur ausgewogen-wortgetreuen Gruppe gehören diese sieben:
°Bruns
*Luther 1912
*Luther 84
*Menge
*NeueLuther Bibel
*Schlachter 2000
*Zürcher 2007

Luther 12 und Menge sind schöne Übersetzungen (obwohl Menge sehr frei ist), jedoch ist die Sprache sehr altertümlich. Ich bin Historiker und sogar ich habe stellenweise Probleme. Wenn hier jemand jenseits von 95 (für Luther 12) oder 65 (für Menge) ist, findet er vielleicht Freude an der Sprache seiner Kindheit, aber für die jüngeren - nicht zu empfehlen.

Bruns ist sehr frei Übersetzt, es war ja sein Ziel, die Bibel verständlich zu machen. Er ging zwar nicht ganz so weit wie die wirkungstreuen Übersetzer, aber m.M.n. eindeutig zu weit. Zusätzlich hat er zahlreiche Kommentare (ob richtig oder nicht sei dahingestellt), die einem das Denken ersparen sollen. Also auch nicht zu empfehlen.

Die Zürcher fällt bei mir raus, wegen ihrer Bibelkritik!!!!!!! Leider ist die Bibel Zwinglis seit der Revision 1931 nicht mehr lesbar. Man mag es kaum glauben, aber diese Bibel führt einen stellenweise eher weg von Gott. Traurig, was aus dem Erbe Zwinglis wurde.

Nun zur Luther 84. Nachdem die Revision der 1912er Luther im Jahr 1975 fehlgeschlagen ist, "rückrevidiere" man die Lutherbibel 1984. Daher ist die Sprache auch nicht aus den 80ern sondern eher aus den 1930ern (siehe Menge Bibel), mit einer großen Portion Luther (ich finde es gut, aber das ist so eine Geschmackssache). Kein Wunder, dass jeder welcher unter 65 ist, damit stellenweise Probleme hat. Daneben sind die nicht zu übersehenden liberaltheologischen, teilw. sogar synkretistische Tendenzen. Also, lesbar, aber ich würde es nicht empfehlen. (Bitte beachtet, dass die Unterschiede Luther 12 und Luther 84 riesig sind. Also bitte nicht gleichsetzen.)

Bleiben noch die NeueLuther und die Schlachter 2000. Abgesehen von den Fehlern aller Bibeln (γαιεννα -> Hölle, αἰών -> ewig, ...), sind mir keine nennenswerten Makel bei der Übersetzung bekannt. Beide sind sehr gut verständlich, auch für die Jugend. Ein Manko sind die Fußnoten der Schlachter 2000. Darin verstecken sich Kommentare, welche nichts in einer Bibel verloren haben. Die Lösung ist die die Ausgabe: "Die Bibel - Gott spricht. Heute.", welche keine Fußnoten hat, leider aber auch keine Paralellstellen. Alle NeueLuther-Bibelausgaben haben Parallelstellen aber keine Fußnoten und sind somit zu empfehlen. Also für Luther-Deutsch Liebhaber: NeueLuther und für den Rest Die Bibel - Gott spricht. Heute. (mit dem Schlachter 2000 Text im AT und NT; Vorsicht: ältere Ausgaben haben teilweise andere Übersetzungen!!!).

Zuletzt noch zu den Studienbibeln: Gott hat uns ein Gehirn gegeben, also wozu Kommentare????? Kommentare sind Meinungen des Autors. Jeder der genug Intelligenz hat die Kommentare zu verstehen, hat auch genug Intelligenz auf dieselben zu verzichten. Daher nutze ich uneingeschränkt nur die Thompson-Studienbibel. Auch anderen ziehe ich manchmal zu Rate, aber empfehlen zum uneingeschränkten Gebrauch, kann ich diese nicht.

Ich hoffe ich konnte helfen.


Zuletzt von Pavle am Di 08 März 2016, 11:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Eliah am So 10 Jan 2016, 10:39

hallo Palve,

Danke für die Zeilen und deine Gedanken, die ich weitgehend unterzeichne.
übrigens: wir haben 2 Threads hier, die sich tw. überschneiden:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Persönlich habe ich -nach einigermaßen gründlicher Recherche - folgende Ü herausgehoben:

* Elb, revidiert /ggf. Edition CSV -tw. Textus Rezeptus TR
* Schlachter 2000 TR
* Luther 1984 TR
* Luther 1912  TR

bei genaueren Wortbetrachtungen kann man mit der Interlinear Ü Gr/D ggf. weiterkommen, obwohl sie Leider leider Nestle Alant text hat. Es ist interessant den Text Wort-für-Wort zu lesen (aber eben nur NA-Ü!! - für genaueste Wortwahl ist u.g. nötig!) und/ oder
noch besser: Koine`Greek New Testament ISBN 978 1 86228 097 7 - TR <--- hier etwa das genaue Wort untersuchen, auch wenn man kein Griechisch kann, das ist durchaus machbar!

*TR = Textus Rezeptus, der Grundtextnäheste Text entgegen der von der Würtemb. Bibelanstalt verbreitete udn teils verfälschte Nestle Alant Text - siehe Thread

Auch die Tompson Bibel kenne ich und hatte sie recht bald früher auch: sie ist schön zu lesen, hab schöne Bilder und Erkärungen, aber für eine Wortgetreue Studie, ist sie eher weniger Geeignet. Mein Tip: Gern als Nachlesebibel zum Vergleich heranziehbar, aber eben nicht auf Grundtextnähe ausgelegt, wie wohl die Würtemb. Studienbibel, dich ich aber nicht selbst kenne.

Und ja, auch hierin stimme ich dir zu: Kommentare sollte man nicht zuerst lesen zu einem Thema, der Geist derer die IHM gehorchen wollen wird das allermeiste schon aufschlüsseln und klar machen. Einen Kommentar sollte man ggf. bestenfalls zusätzlich zum Vergleich zu Rate ziehen und dann auch nicht (an Hand der Schrift) ungeprüft übernehmen.

Schalom Geschwister!
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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Pavle am So 10 Jan 2016, 11:01

Hallo Eliah,

Elberfelder seit 1985 und Luther seit 1956 folgen fast uneingeschränkt dem kritischen Text (NeueLuther folgt 100% TR).
Bei er Elberfelder CSV hast du recht. Von den rund 1.200 Unterschieden (davon nur ein Bruchteil relevant - ich kam auf ca. 25), geht sie in etwa 700 Fällen nach TR.

Was das Bibelstudium angeht, kann jede Bibel hilfreich sein. Und die Texte in den Ursprachen sind, dank Internet, auch sehr wichtig (wobei ich glaube, dass Mt, Mk, Jo, He, Jk, 1+2Pt, 1-3Jo und Ju, vielleicht auch 1+2Th, in aramäisch geschrieben wurden und der gr. Text schon eine Übersetzung ist).

Noch ein Wort zu den Studienbibeln: Die sollten nicht das denken ersetzen. Ich verwende Sie eigentlich nur aus zwei Gründen:
1. Parallelstellen suchen und
2. Sach- und Worterklärungen (aber bitte ohne versteckte Kommentare).

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Heidi am So 10 Jan 2016, 11:39

Hallo Pavle,

weißt du auch etwas über die Konkordante Übersetzung? ich habe hier 2 NT diese Ausgabe, eins sogar von 1939.

In unserem Bibelkreis verwendet das frischeste Gotteskind die Züricher Bibel. Wieso ist hierin eine Bibelkritik enthalten? Kannst du einen Vers angeben?

Mit der Neue Welt Übersetzung hast du Recht. Sie scheint wirklich wortgetreu, ich kann sie mit meiner Luther Bibel 84 querlesen, ohne bei jedem Satz gravierende Veränderungen zu erkennen, aber hier und da ist es dann doch sehr anders: Wo in Off. 19,6 'Zeugen Jesu* steht, heißt es in der NWÜ: 'Propheten' und wo eindeutig der Herr Jesus gemeint ist, steht dort schlichtweg Jehova.

Allgemein habe ich als ganz persönliche Meinung die, dass - bis auf die NWÜ - der Heilsweg aus Gnade basierend auf Jesus Christus in allen Übersetzungen / Übertragungen richtig beschrieben ist....aus 'Glauben'...hm, manche schreiben auch 'Vertrauen' - ich persönlich komme besser mit dem Wort 'Glauben' zurecht...andere mit 'Vertrauen'

Viele Grüße und schön, dass du da bist im Forum
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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Pavle am So 10 Jan 2016, 13:08

Hallo Heidi,

danke für´s Willkommenheißen!

Wort-für-Wort-Übersetzungen können gefährlich sein. Hier bekommt der Leser den Eindruck: Das kann ja nicht falsch sein! Dieser Eindruck ist aber falsch. Oft hat ein Wort in der einen Sprache mehrere Übersetzungsmöglichkeiten (Bitte übersetzt Liebe ins Altgriechische). Grundsätzlich sind aber Wort-für-Wort-Übersetzungen für nicht-Kenner der Ausgangssprache unumgänglich.
Das Konkordante NT ist aber eine sehr freie Wort-für-Wort-Übersetzung (ich selber halte sie nicht für konkordant). Ich würde Sie eigentlich noch einen Tick freier einstufen als die beiden Elberfelder Übersetzungen. Das Hauptproblem ist aber, dass die aktuelle Version nur Vaticanus, Sinaiticus und Alexandrinus folgt, und das ist eine miserabel kleine Textgrundlage. Aber wie bei allen Studienbibeln, wenn man die Mängel kennt - sehr hilfreich (Leider kenne ich die 39er Ausgabe nicht).

Zur Zürcher: Die Bibelkritik ist nicht im Bibeltext, sondern in Einleitungen, Anmerkungen und im Anhang. Jeder der Zugang zu einer hat soll bitte die Bucheinleitungen usw. lesen - da sträuben sich einen die Haare. Ich denke nicht, dass die Bibelinhalte Legenden und Sagen sind - die Herausgeber der Zürcher schon.

Auszuschließen sind aber alle Bibeln mit Apokryphen. Diese widersprechen den Inhalten der Bibel sehr oft (ich glaube in diesem Thread waren ein paar Beispiele). Deswegen sind die katholischen Bibeln für mich ein klares no-go. Apokryphen sind für mich als Historiker sehr interessant und nützlich, aber für mich als Christenmenschen schlicht falsch.

Was die Übertragungen angeht, so habe ich mit Glauben/Vertrauen auch kein Problem, aber sehr wohl habe ich ein Problem damit ob Gott wollte, dass wir das Böse nicht kennen oder er uns dumm halten wollte (1Mo 2,17 GNB), für mich ist es auch etwas ungeschickt, dass niemand gerettet wird laut den Übertragungen (Mt 5,20 HfA/NGÜ/NeÜ), auch ein Problem habe ich damit ob wir entscheiden ob wir Gut sind oder Gott das entscheidet (Mt 9,13 GNB/NLB), ... . Deswegen auch ein klares no-go für die Übertragungen.

Beste Grüße
Pavle

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Harald am Mo 11 Jan 2016, 02:00

Hallo,

auch von meiner Seite hier nochmal Herzlich Willkommen Pavle.

Es ist immer ein Abwägen, wieviel Diskussion in einem Thema, das eigentlich eine andere Zielsetzung hat, "gut" ist. Anliegen war ja in erster Linie Bibelausgaben vorzustellen und ihre Besonderheiten darzulegen.
Für mich ist es momentan kein Problem, diese Diskussion zu führen über Unterschiede der Übertragungen - im Gegenteil. Ich finde es interessant, nachzuschlagen, was in der HfA oder in der Gute Nachricht steht, eben an dem Beispiel von ...

Matthäus 9,12+13.
Gute Nachricht: Jesus hörte es und antwortete: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken! Überlegt doch einmal, was es bedeutet, wenn Gott sagt: ›Ich fordere von euch nicht, dass ihr mir irgendwelche Opfer bringt, sondern dass ihr barmherzig seid.‹ Ich bin nicht gekommen, solche Menschen in Gottes neue Welt einzuladen, bei denen alles in Ordnung ist, sondern solche, die Gott den Rücken gekehrt haben.«
Hoffnung für Alle: Ich bin gekommen, um Menschen in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, die ohne ihn leben - und nicht solche, die sich sowieso an seine Gebote halten."
Schlachter dagegen: Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer« Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.
Die beste Wahl ist es vermutlich also nicht gerade, sich für HfA oder GNB zu entscheiden.

Schon mehrfach hatte ich die Verteil-Bibel Gott spricht - Heute empfohlen, vermutlich hat Pavle die gemeint, die gibt es eben neu als Hardcover in der Schlachter Übersetzung für 3.95€ ISBN: 978-3-86603-287-3
Eine gute und günstige Alternative zum weiter geben.

Grüße Harald

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Pavle am Mo 11 Jan 2016, 07:15

Hallo Harald,

dir auch Dank für das Willkommen!

Genau diese Ausgabe meine ich. Die gibt es als Softcover (ISBN-13: 978-3866032866) sogar noch günstiger, für 2,50 €. Aber bitte Vorsicht bei den Gebrauchten. Erst die Ausgabe ab 2015 bestellen, die hat den Schlachter 2000-Text im der gesamten Bibel (obwohl vor dem Neuen Testament Neue Genfer Übersetzung steht - ist wohl ein Überbleibsel aus der 2. Auflage von 2012, dort war tatsächlich die NGÜ im NT. In der 1. Auflage von 2010 was das AT GNB und das neue NGÜ).

Gruß
Pavle

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Eliah am Mo 11 Jan 2016, 10:14

Das Problem bei Diskusionen ist, das bereits erarbeitetes, weiter vorn, hernach gar nicht mehr gelesen wird.
Es geht schlicht in den Posts unter...

Was zudem schade ist, wenn wer neu einsteigt: er liest dann allermeist nur die letzten vieleicht 3-4 Posts und fängt u.U. die Sache nochmal von vorn an zu diskutieren, bzw. bringt gern auch durchaus berechtigte Einwände zum zuletzt geschriebenen, die er vllt. gar nicht bringen würde, wenn er alles gelesen hätte.
Da man nun nicht zumuten kann, oder gar erwarten kann, das jeder von vorn den ganzen Thread durchliest, gibts ein Konversationsproblem: Man muss ständig alles wiederholen, oder auf bereits gesagtes verweisen.

Ein Nachblättern sozusagen, zum Fazit des Themas wird später auch schwer, man weis ja nicht mehr wo die entscheidenden Argumente oder Schriftstellen standen.

Eine Möglichkeit wäre am Ende eines Threads nochmal zusammenzufassen - so mein Gedanke dazu gerade.
Was denkt ihr?
Ich finds halt immer schade wenn mühsam erarbeitetes in der Diskusion immer mehr untergeht, ... leider ist das so in Foren. Deshalb mein Vorschlag
Very Happy

schalom Geschwister!
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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Pavle am Mo 11 Jan 2016, 14:09

Hallo Eliah,

jede Zusammenfassung spiegelt in der Regel die Meinung des Autors wieder. Der Thread ist nicht so lang, da kann man den schon komplett durchlesen. Sollte ich etwas übersehen haben, darf mich jeder gerne darauf aufmerksam machen. Ich fasse das dann als gutgemeinten Rat auf.
Nichtsdestotrotz sind Wiederholungen in einer Diskussion unvermeidlich. Solange sie sich aber in Grenzen halten, sehe zumindest ich kein Problem.

Beste Grüße
Pavle

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Re: Verschiedene Bibelübersetzungen und ihre Besonderheiten

Beitrag  Eliah am Mo 11 Jan 2016, 18:05

ja das stimmt auch wieder, jup Pavle,

hier nochmal der andere Thread: http://jesus.aktiv-forum.com/t1181p30-gute-bibel#10468

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HfA - Nach 8-jähriger Revision liegt nun die Bibel ''Hoffnung für alle'' 2015 in neuer Form vor

Beitrag  Harald am Mi 09 März 2016, 03:45

Hallo,

vielleicht ist die HfA nun doch einigermaßen brauchbar, nachdem 4 Menschen 8 Jahre lang den Text Bibelvers für Bibelvers begutachtet und überarbeitet haben.
Ich schreibe mal den Kommentar zur HfA aus [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Der Text wurde gründlich überarbeitet, inhaltlich präziser, wissenschaftlich aktueller und wieder näher am Grundtext.
...
Gerade für junge Leute und ''Bibellese-Einsteiger'', die Probleme mit alten Ausdrucksweisen haben, ist diese Übertragung leicht und flüssig zu lesen, dadurch bekommen auch ''schwierige'' Bibelabschnitte schnell eine Bedeutung für den Alltag.
Zum weiterführenden, tiefergehenden Bibelstudium allerdings ist eine traditionelle, urtextnahe Bibelübersetzung unersätzlich, sowie ein fundierter Kommentar oder eine Bibellesehilfe empfehlenswert. Als Zweit- oder Drittbibel bietet sie aber doch gelegentlich gute Vorschläge zu moderneren und verständlicheren Formulierung und erlaubt durch die flüssige Sprache, z.B. bei Geschichten aus dem Alten Testament, ein schnelleres Lesen und ein leichteres Erfassen des roten Fadens.

Online kann man diesen neuen Text wohl nicht finden, jedenfalls ich habe nichts gefunden, um jetzt beispielsweise o.g. Vers in Mt 9 anzuschauen.
Als "Drittbibel" oder als Einstiegsbibel für junge Leute die bisher noch nie eine Bibel in der Hand hatten, erscheint die HfA 2015 doch fast als Hoffnungsschimmer, dass viele der falsch übersetzten Bibelstellen nun etwas genauer wiedergegeben wurden, und sie dann vielleicht doch für diese Zwecke empfehlenswert sein könnte.

Grüße Harald

PS: auf der Homepage zur HfA findet sich dieser Text:
Textgrundlage war im Alten Testament die BHS (Biblia Hebraica Stuttgartensia) und im Neuen Testament Nestle-Aland, 28. Auflage.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Dies mag nun eventuell nicht den höchsten Ansprüchen an den Grundtext genügen, was ich aber eh nicht beurteilen kann. Und ich denke, wenn jemand auf der Suche nach dem Heil, nach dem Heiland, nach seinem Er-Löser ist, dann mag die Grundtextnähe nicht unbedingt das wichtigste Kriterium sein. Und dieser Thread hier ist eigentlich mehr dazu gedacht, die einzelnen Bibelübersetzungen (-Übertragungen) mit ihren Besonderheiten vorzustellen, damit man sich eben über diverse Bibeln einen (mehr oder weniger genauen) Überblick verschaffen kann.

Harald
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