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Warum König Nebukadnezar den Verstand verlor. (Daniel 1-4)

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Warum König Nebukadnezar den Verstand verlor. (Daniel 1-4)

Beitrag  Heidi am So 19 Sep 2010, 19:46

Huhu,

morgen machen wir Bibelstunde über den König Nebukadnezar...mit ganz verschiedenen Leuten und damit hier auch mal wieder was Neues steht, hier die Ausarbeitung...wenn ihr Lust habt zu lesen oder auch gern zu ergänzen oder korrigieren. Übrigens fiel mir erst gerade auf, dass nur Daniels Freunde im Feuerofen waren, aber nicht Daniel selber:

Im alten Testament finden wir viele Stellen "grausam" und verstehen manchmal Gottes Handeln nicht.
In Daniel 1,2 lesen wir, dass es Gott war, der den jüdischen König Jojakim und damit auch Juda in die Hand des mächtigen Königs Nebukadnezar gab. Die Frage kommt auf, warum gibt Gott sein Volk in Feindeshand???

In Jer. 22,13.17 ist berichtet, dass Jojakim ein böser und ungerechter König war, der keinen Lohn zahlte, der nur auf unrechten Gewinn aus war und unschuldiges Blut vergoss.
Schon unter dem vorherigen König Manasse sagte das Volk Israel Gott schon ab und verehrte andere "Götter" (2. Kön. 21,2-7), nämlich den "Gott Baal und Aschera". Diesen Götzen bauten die Juden sogar Altäre und verbrannten für sie Kinder.
Unter dem Hintergrund, dass das 1. Gebot lautet, dass man keine andern Götter neben Gott haben soll (2. Mose 20,3) und um die Liebe, die Gott seinem Volk erwiesen hatte, kann man Gottes Zorn dann verstehen.

Außerdem muss man zum alten Testament wissen, dass Gott sich unter allen Völkern der Erde ein Volk besonders heiligen wollte (1. Chronik 17,21) , das ihn als den wahren Gott anbetet und an dem er sich dann mächtig erweisen kann vor der ganzen Welt. Das Volk Israel sollte Gott ein Volk von Königen und Priestern sein (2. Mose 19,6) und ein heiliges Volk (5. Mose 7,6)....ein besonders Volk also, dass aus aller Welt heraussticht. Nur so ist es zu verstehen, dass Gott mit Israel so oft einen strengen Kurs fuhr.


Thema: Daniel Kapitel 1-4: Über den König Nebukadnezar

König Nebukadnezar befahl aus den Israeliten einige junge Männer auszuwählen, die ihm dann an seinem Hof dienen sollten. Die Wahl fiel auf Daniel und seine Freunde.

Eines Tages hatte der König einen Traum und verlangte, dass ihm seine Wahrsager sagten, was er geträumt hatte und diesen Traum dann auch deuten sollten. Da dies niemand konnte, sollten sie getötet werden und mit ihnen auch Daniel und seine Freunde. Darauf betete Daniel mit seinen Freunden gemeinsam zu Gott, dass er ihm das Geheimnis über des Königs Traum offenbarte - und Gott tat es.

Der König hatte von einer Statue geträumt, deren Kopf aus Gold bestand. Brust, Schenkel und Füße waren aus anderen Materialien. Die Deutung des Standbildes besagte etwas über das jetzige Königtum und über die, die nach Nebukadnezar noch folgen sollten.
Daniel sagte, dass das goldene Haupt der König selber sei, dem Gott Macht, Ehre und Stärke verliehen hatte. (Dan. 2,37). Nicht der König selber bekam also Macht usw aus seiner Stärke, sondern alles wurde ihm von Gott verliehen.

Der König war so beeindruckt, dass Daniel ihm seinen Traum sagen und deuten konnte, dass er Daniels Gott als "Gott aller Götter und Herr über alle Könige" bezeichnete (Dan. 2,47). Komischerweise lesen wir aber nichts davon, dass Nebukadnezar durch diese Einsicht seinen eigenen Götzen abschwor und den wahren Gott verehrte, sondern nur, dass er Daniel Geschenke machte und ihm einen guten Posten gab. (Dan. 2,48-49).
Dann wurde der König so überheblich, dass er seinem Gott (vgl. Dan. 3,12) ein Standbild baute und ein Gebot erließ, dass alle Menschen diese Statue anbeteten.
Daniel und seine Freunde weigerten sich, etwas anderes, als ihren Gott anzubeten. (Dan. 3,18)

Der König wurde darüber so wütend, dass er befahl, Daniels Freunde in den Feuerofen werfen zu lassen. Hochmütig stellte er sich sogar noch über Gott und spöttete: "Lasst sehen, wer euer Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!" Aber sie vertrauten Gott und alle kamen unbeschadet aus dem Feuerofen heraus, ja - man stellte nicht einmal einen Brandgeruch an ihnen fest. Der König sah sogar jemanden mit ihnen im Feuer herumgehen, der aussah, wie ein Gottessohn (=Jesus). Wir dürfen also darauf vertrauen, dass Gott in jeder Gefahr bei uns ist und uns bewahren kann!!!

Über dieses Wunder, dass alle unverletzt waren, lobte Nebukadnezar dann wieder den wahren Gott (Dan. 3,28) und ließ die Wunder Gottes in aller Welt verkünden (Dan. 3,31-32). Dennoch lesen wir nichts davon, dass er das Standbild entfernen ließ und seinem Götzen absagte und den wahren Gott beständig verehrte.

So hatte er erneut einen Traum von einem Baum, der abgehauen würde. Daniel deutete auch diesen Traum, der besagte, dass es nicht an des Königs menschlicher Macht oder eigenen Wollen und Können läge, sondern allein Gott Könige ab- und einsetze. Der König sollte sich losmachen von allen seinen Sünden (z.B. Götzendienst, Ruhmsucht) (Dan. 4,24) Gott drohte sonst an Nebukadnezar ein Exempel zu statuieren, an dem alle Menschen erkennen sollten, dass Gott ein Reich geben kann, wem Er will. (Dan. 4,14). Würden sich doch mehr Könige und Machthaber von heute daran erinnern, in ihrer Regierung Gott die Ehre zu geben.

Daniel warnte also mit der Traumdeutung , dass Nebukadnezar von seinem Königsamt abgesetzt würde und den Verstand verlieren würde und 7 Jahre wie ein Tier ohne Unterkunft lebte. Dennoch veränderte sich der geltungsbedürftige König nicht! Sogar noch ein Jahr nach Daniels ergangener Warnung blickt der König voller stolz und Eigenlob auf sein Reich und sagt: "Das ist das große Babel, dass ich erbaut habe zur Königsstadt durch meine große Macht zu Ehren meiner Herrlichkeit!"

Nachdem der König dann aber aus dem Reich verstoßen wurde und wie ein Tier lebte erkannte er seinen Stand unter Gott und hob endlich seine Augen zum Himmel auf und da kam sein Verstand wieder - und er pries und ehrte dann endlich Gott und sah ein, dass Gott die Gewalt über alles hat (Dan. 4,31) und endlich lobte, ehrte und pries er Gott und sagte, dass Gottes Tun Wahrheit ist und Gottes Wege recht sind und er sah ein, dass sein Stolz auf seine vermeintliche Eigenleistung verkehrt war.

Fazit: Alles Gute kommt von oben! :-)))

Heidi
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Anmerkungen

Beitrag  Harald am Di 21 Sep 2010, 01:11

Hallo,

das mit Daniel war dann in der Löwengrube. Der König (aber nicht mehr Nebukadnezar sondern nach N. kam erst sein Sohn Belsazar und dann Darius an die Macht) hatte böse Ratgeber und ließ sich von denen linken. Er hatte wohl auch nicht die Courage, gegen sein eigenes Gesetz zu entscheiden, für Daniel. So schickte er Daniel in die Löwengrube. In Daniel 6 steht das ...
Er sagte dann:
Da befahl der König, daß man Daniel herbringe und in den Löwenzwinger werfe. Der König hob an und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, der rette dich!
Sehr interessant, was Daniel und seine Freunde an Gottes Eingreifen und Macht erlebten.

Da ich grad in Hesekiel lese und das in der Zeit spielt (denke ich), möchte ich da mal ein paar Verse zitieren, warum Gott sein geliebtes Volk in Feindeshand gegeben hat. Hesekiel 8:
9 "Geh hinein", sagte er, "und schau dir an, was für schlimme Gräuel sie hier treiben!"
10 Ich ging hinein und sah überall an den Wänden die Bilder von Kriechtieren und abscheulichem Viehzeug eingemeißelt, all die Götzen des Hauses Israel.
11 Siebzig Männer von den Ältesten Israels standen davor, und Jaasanja Ben-Schafan war mitten unter ihnen. Alle hatten Räucherpfannen in der Hand, und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor.
12 Da sprach er zu mir: Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, ein jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: Der HERR sieht uns nicht, der HERR hat dieses Land verlassen!
13 Darnach sprach er zu mir: Du wirst noch mehr große Greuel sehen, welche sie begehen!
14 Und er führte mich zu dem Eingang des Tores des Hauses des HERRN, welches gegen Norden liegt; und siehe, dort saßen Weiber, welche den Tammus beweinten.
15 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Du wirst noch größere Greuel sehen, als diese sind!
16 Und er führte mich in den innern Vorhof des Hauses des HERRN; und siehe, am Eingang zum Tempel des HERRN, zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa fünfundzwanzig Männer; die kehrten dem Tempel des HERRN den Rücken, ihr Angesicht aber gegen Aufgang, und sie beteten gegen Aufgang die Sonne an.
17 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Ist es dem Hause Juda zu gering, die Greuel zu tun, welche sie hier verüben, daß sie auch das Land mit Frevel erfüllen und mich immer wieder zum Zorn reizen?

Das steht im krassen Widerspruch zum 1. Gebot, zum wichtigsten Gebot auch heute noch. Gott und Jesus allein die Ehre geben.

Grüße von Harald

Edit: ich habe das verbessert da es sich bei der Begebenheit in der Löwengrube nicht mehr um König Nebukadnezar handelte.
Zudem wollte ich noch ergänzen, dass mit diesem falschen Götzendienst die niedrigsten unmoralischen Praktiken verbunden waren. Tammuz war der "Gott" der Frühlingsvegetation (MacArthur Studienbibel)


Zuletzt von Harald am Di 21 Sep 2010, 14:49 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : siehe Edit)

Harald
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Re: Warum König Nebukadnezar den Verstand verlor. (Daniel 1-4)

Beitrag  Harald am Di 21 Sep 2010, 14:39

Weil es mich doch sehr beeindruckt hat und ich mir eingentlich erhoffe, dass es mich und jeden IMMER so beeindrucken möge, suche ich das noch heraus, was mir im Zusammenhang mit den Jungs im Feuerofen so wichtig erscheint:
Es steht in
Daniel 3:
17 Wenn unser Gott, dem wir dienen, uns retten will, dann wird er uns aus dem glühenden Ofen und aus deiner Gewalt retten.
18 Und wenn nicht, so sollst du, König, dennoch wissen, dass wir deinen Göttern nicht dienen und dein goldenes Bild nicht anbeten werden."
Sie, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, glaubten fest daran, dass Gott die Macht hat, sie aus jeder noch so hoffnungslos erscheinenden Lage zu retten. Ob es Gottes Plan war, wußten sie nicht. Wie auch immer, sie wollten nur Gott dienen, egal welche Konsequenzen es für sie gehabt hätte. Sie haben ihre ganze Hoffnung, ihr Vertrauen auf Gott gesetzt.
Wie ist das bei mir, wenn sich vielleicht jemand über Jesus abfällig äußert, flucht, den Glauben belächelt ... ?
Glaube ich, dass mir Gott beisteht, dass es Gott interessiert, wie es mir geht, was ich durchmache, dass ER mich bewahren kann, egal wie aussichtslos das auch erscheinen mag? Bleibe ich treu, oder gehe ich faule Kompromisse ein?

Das hatte dann sogar der König stark beeindruckt (ok, wen hätte das nicht beeindruckt, aber er fand so ja auch zu Gott):
28 Da rief Nebukadnezzar aus: "Gepriesen sei der Gott von Schadrach, Meschach und Abed-Nego! Er hat seinen Engel geschickt, um diese Männer zu retten, die sich auf ihn verließen und sich dem Befehl des Königs widersetzten.Sie haben ihr Leben gewagt, damit sie außer ihrem Gott keinen anderen verehren oder anbeten müssten!

Grüße Harald

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Re: Warum König Nebukadnezar den Verstand verlor. (Daniel 1-4)

Beitrag  Ralf-Peter am Di 21 Sep 2010, 21:40

Hallo,

letztendlich waren die Bezeugungen des Nebukadnezar doch Schall und Rauch. Er hat erst erkannt, dass er völlig von Gott abhängt, nachdem er den Verstand verloren hatte.
Dennoch ist für mich der König Nebukadnezar wohl der einzige babylonische König, der wirklich erkannt hat, dass der Gott Israels auch der einzige und wahre Gott ist.

LGuGS
Ralf-Peter

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Re: Warum König Nebukadnezar den Verstand verlor. (Daniel 1-4)

Beitrag  Heidi am Mi 22 Sep 2010, 20:06

Ralf-Peter schrieb:
letztendlich waren die Bezeugungen des Nebukadnezar doch Schall und Rauch. Er hat erst erkannt, dass er völlig von Gott abhängt, nachdem er den Verstand verloren hatte.
Ja, stimmt und das Ganze war so, weil der König so stolz war und sich über Gott erhob.
Wir hatten das Thema ja in der Bibelrunde besprochen und kamen dann auch zu dem Schluss, dass man sich z.B. bei Süchten die man nicht lassen w i l l auch über Gott erhebt (z.B. jemand sagt, das Marihuana ja in Holland legal sei und damit doch auch i.O...der Fehler nur hier in der Gesetzgebung läge.) Es gibt auch Psychosen, die durch Marihuana ausgelöst werden...so diese Woche erlebt bei jemanden, der Jesus noch nicht kennt.

Ich würde sagen, dass der König den Verstand wieder bekam in dem Moment, wo er er erkannte, wie klein er war vor Gott, denn da steht ja extra, dass er die Augen zum Himmel e r h o b...also von u n t e n her. Und ab d a , wo er auf Gott blickte, kam der Verstand wieder und ab da konnte er Gott lieben und anbeten.
Dan. 4,31:
Nach dieser Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen auf zum Himmel, und mein Verstand kam mir wieder und ich lobte den Höchsten. Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt


viele grüße von heidi

Heidi
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