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Wer ist gerecht vor Gott?

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Re: Wer ist gerecht vor Gott?

Beitrag  Brigitte am Sa 12 Feb 2011, 19:17

Lieber Harald,

zwei Fragen stellst du in den Raum:

1. Was für ein Gottesbild haben wir eigentlich?
Ich kann da nur von mir reden und ich muss sagen, dass für mich das Gottesbild, wie es im AT vermittelt wird, nicht unbedingt das meine ist. Christus ist Mensch geworden, um uns zu zeigen, wer Gott ist - nicht nur, um uns zu erlösen. Er zeigt doch deutlich, wie wir Gott sehen können. Und Christus spricht von einem Vater, der uns nachgeht, der uns sucht, der uns liebt. Der auch Konsequenz fordert. Glaube ist Gnade und die kann man nicht erzwingen - was ist mit Menschen, die diese Gnade nicht empfangen? Wenn ein Mensch aber auf der Suche ist, seinen Weg zu IHM aber noch nicht gefunden hat, dann denke ich, dass er nicht verloren sein wird. Gott ist "gerecht" - aber nach meinem Verständnis nicht in dem Sinne, wie wir uns das vorstellen. Ich betone es noch einmal - das ist mein persönlicher Zugang zu Gott, der auf eine persönliche Gotteserfahrung zurückgeht, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.

2. Auf was beziehst du deine Liebe für/zu Jesus, wenn du das der Spekulation preisgibst, was in der Bibel steht? Wie kann ich jemanden lieben, wenn ich nichts handfestes über IHN weiß?
Ich gebe nichts der Spekulation preis - ich habe die historische Entwicklung einiger Aussagen der Bibel im Kopf und kann sie nachvollziehen. Die Bibel ist nun mal in einem historischen und sozialen Umfeld eingebettet, das es in diesem Sinne nicht mehr gibt! Das hat mit Wahrheit oder Unwahrheit nichts zu tun. Die einzige "Spekulation", die ich in meinen Gedanken drinnen habe, ist die, dass ich nicht daran glauben (kann), dass Gott Menschen auf ewig verdammen wird, dass er nicht doch noch einen Weg finden wird, sie zu erlösen. IHM ist ALLES möglich! Ja, nenne es so: Gott wird Gnade vor Recht ergehen lassen - weil Gott groß ist und es nicht notwendig hat, Menschen zu "bestrafen". Gnade und Liebe kann wesentlich mehr bewirken als Unbarmherzigkeit und Härte. Dass sich aus dieser Überlegung heraus Probleme ergeben, ist mir klar - aber Probleme ergeben sich nur für uns Menschen, die wir in irdischen Dimensionen denken. Und wer sich im Leben wissentlich von Gott abgewendet hat, der wird es vermutlich auch nach seinem Tod machen und dann in der Gottesferne (Hölle) leben müssen - nur, tut ihm das dann weh, wenn er von jemandem getrennt ist, den er nicht liebt, den er ablehnt?

Und was bedeutet jemanden lieben? Ich liebe Jesus, weil ich ihm glaube, was er uns verheißen hat. Und glauben hat etwas mit Vertrauen zu tun, nicht mit Wissen. Meine Liebe ist nur die Antwort auf die Liebe Gottes, auf den Zuspruch, den mir Gott gegeben hat. ER ist es, der mich bedingungslos annimmt, auch wenn es mir nicht immer gelingt, mich in seinen Willen zu begeben, in seinem Sinne zu handeln. Er liebt mich so, wie ich bin - und er wartet geduldig, bis ich meinen Weg zu IHM finde. Er bestraft mich nicht für das, was ich falsch gemacht habe (der Schmerz, wenn man einen Fehler einsieht ist schon groß genug). Das passt nicht im "mein" Gottesbild hinein. Aber das sehen viele vielleicht anders. Ich orientiere mich verstärkt am NT - und ich bin mir dessen bewusst, dass viele Stellen im NT aus dem AT zitieren (aber auch da weiß ich, wieso dies der Fall gewesen ist, denn auch die Texte des NT sind in einem bestimmten Umfeld, zu einer bestimmten Zeit UND mit einer bestimmten Intention geschrieben worden).


Lieber Otto,

Ich habe vor einem Gott, der alles erschaffen hat und uns Menschen über alles liebt die größte Ehrfurcht. Aber "Furcht", habe ich vor IHM nicht.

Als wiedergeborener (besser neugeborener) Christ, der Du Dein Leben Jesus Christus übergeben hast, an Ihn glaubst, bist Du quasi sündlos, auch wenn Du sündigst. Also hast Du auch Anteil am "Ewigen Leben". Da brauchts gar keine Absolution. Wozu wäre dann Jesus gestorben?
"Wiedergeborener Christ" - sind das jetzt alle Getauften, die ihr Leben Christus übergeben haben? Oder wer ist "wiedergeboren"?

Über die Annahme Jesu nach dem Tode hat Dir Günther schon die Antwort geschrieben: nach dem leiblichen Tod gibt es nur mehr das Gericht.
Das würde voraussetzen, dass Gott nach einer Bestrafung sinnt. Denn in einem Gericht werden die Guten belohnt und die Bösen gerichtet / bestraft. Irgendwie hatten das schon die Alten Ägypter in ihrer Jenseitsvorstellung aus der eindeutig die Jenseitsvorstellungen des AT abzuleiten sind!!!!! Und das NT ist auch zum Großteil aus der Tradition des AT geschrieben worden! Und daher melde ich meine Bedenken an, dass dies wirklich so ist - auch wenn es genauso in der Bibel steht.
Das würde ja bedeuten, dass Gott berechenbar, einkalkulierbar ist - das würde aber bedeuten, dass wir ganz genau wissen, wie Gott ist!
ABER: ein Gott, von dem ich genau weiß, wer er ist, ist kein Geheimnis mehr, seine Transzendenz wäre aufgelöst - GOTT IST DER IMMER GANZ ANDERE!

Lieber Harald, lieber Otto,
ich weiß, ich bin in meinen Ansichten etwas eigen - aber ich ringe darum, überdenke immer wieder, ob ich mich nicht total verrannt habe. Ich kann für mich nicht glauben, dass alles so klar ist. Ich müsste mein ganzes Gottesbild aufgeben, wenn ich die so klare Vorstellung von Gericht, Himmel und Hölle übernehmen würde.
Und an die Liebe Gottes zu glauben, das bedeutet nicht, an den "lieben" Gott zu glauben! Denn Gott ist nicht "lieb", das er Leid zulässt, einkalkuliert hat wegen der Freiheit, die er uns geschenkt hat. Aber wenn ich jemanden liebe, dann gebe ich ihm die Freiheit und zwinge ihn zu nichts. Gott zwingt uns nicht, wird uns aber immer lieben - auch dann noch, wenn wir seine Liebe nicht annehmen und nicht beantworten. UND kann man jemanden, den man liebt, verdammen???? Da klemmt es bei mir. Und ich ringe genau bei dieser Frage mit mir selbst - und ich möchte nicht, dass das als "Spekulation" angesehen wird. Das ist für mich eine Frage der Gottesbeziehung, des Gottvertrauens - nicht des Wissens, das ich aus der Bibel herauslesen kann.

Vielleicht machen wir ja einmal einen Tread auf, mit der Frage: WER IST GOTT (für mich)?
Eine Fragestellung, die jeder für sich beantworten muss - da kann sich vermutlich keiner genau auf eine "Norm" zurückziehen. Da spielen Gottesbegegnungen, Erfahrungen etc. eine große Rolle.

Ich wünsche euch allen eine gesegnete Nachtruhe!
Brigitte

Brigitte
Gast


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Re: Wer ist gerecht vor Gott?

Beitrag  Brigitte am Sa 12 Feb 2011, 19:50

Liebe Heidi,
ja, ein schwieriges Thema. Aber ich würde nie eine "Allbersöhnung" (der Begriff war mir bisher unbekannt) "predigen", denn ich möchte die Menschen dazu bewegen, sich auf Christus einzulassen, IHM nachzufolgen und nach dem Willen Gottes zu leben. Ich setze dabei auf die Liebe, die Gott uns Menschen entgegenbringt. Und diese Liebe kann sehr viel bewirken - mehr als die Aussicht, auf ein "gerechtes" Gericht.
Mein Zugang zu Gott war nicht die Aussicht auf den "Himmel", wenn ich "brav" bin. Mein Zugang war der, dass mich Gott mit all meinen Fehlern liebt - trotz meiner Fehler liebt. Und auf diese Liebe wollte ich - nachdem ich IHM begegnet bin - antworten.
Ich denke, wir beenden diese Diskussion - wir drehen uns im Kreis. Aber ich denke über all das, was ihr geschrieben habt, nach. Und ich ringe nach wie vor um eine Sichtweise, die dem, was Gott uns offenbart hat, entspricht. Ich mache es mir nicht leicht ...

Gottes Segen!
Brigitte

Brigitte
Gast


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Re: Wer ist gerecht vor Gott?

Beitrag  Heidi am So 13 Feb 2011, 17:30

Othi schrieb:Mein Zugang war der, ....
Ich denke, wir beenden diese Diskussion - wir drehen uns im Kreis.

O.k, machen wir - will aber schnell noch ein kleines bisschen dazu sagen. Mein Zugang war über eine Notsituation und ein immenses innereres Aufzeigen meiner Sünden als "Komplettpaket". Meine beste Freundin kann damit auch nichts anfangen, sie wurde einzig durch die Liebe Gottes gezogen, ganz ohne Drücken von Sündenlasten.

Und jetzt gerade durch diese Diskussion fällt mir ein, wie vielfältig uns die Bibel von den einzelnen "Bekehrungen" berichtet. Denk an Paulus, oder die Einwohner der Stadt Ninive - bei denen war es hart. Oder Kornelius, oder den Kämmerer, in Liebe antwortete Gott auf deren Suche mit einem Besuch eines Christen, der weiterhalf, oder die Kranken, oder die Huren, oder die Frau am Brunnen...jeder hatte einen ganz eigenen Weg zu Gott und wurde anders von ihm gefunden.

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