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Suizid - ein Ausweg?

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Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Harald am Do 02 Dez 2010, 02:52

Hallo,

ich hatte vorhin fernseh geschaut, und in dem Film, der von jungen Leuten und ihren Träumen handelte, machte eben ein Mädel am Ende des Films einen Suizid. Sie lebte nach einem Spruch von Coco Chanel: Eine Frau, die nicht geliebt wird, ist nichts. Sie lebte in einer Scheinwelt, dass ein Mann sie liebt, der sich aber 1 Jahr nicht mehr meldete. Dann sahen sie sich zufällig wieder, aber nach einer kurzen Episode, konnte sie sich nicht weiter etwas vormachen.
Da sie nun nicht mehr geliebt wurde, war sie zu "Nichts" geworden, ihr Leben war sinnlos. Von daher war es nur konsequent, dass sie nicht mehr weiter leben wollte.

Ich schreibe das, tja, weil es auch mit mir etwas zu tun hat. Die Frau hatte den Suizid vollendet, meiner ging schief. Ich wachte im Krankenhaus auf. Es ist nun schon viele Jahre her, aber jetzt nach diesem Ende des Films kam es mir wieder in den Sinn.
Gleichzeitig frage ich mich, wieso so viele Menschen lebensüberdrüssig sind und in einem Selbst-Mord einen Ausweg sehen? Das Allerschlimmste, das was ich keinem anderen Menschen antun könnte und wollte, das tue ich mir selber an.

Für einen Christen ist ein Freitod keine Möglichkeit, sich aus der Verantwortung zu stehlen, da er darum weiß, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Es kommt noch das Gericht Gottes. Ob nun Gott jemand bestraft bzw. nicht in den Himmel läßt, "nur" weil er sich selbst umgebracht hat, kann ich nicht sagen, aber es ist jedenfalls definitiv so, dass nach dem Tod die Ewigkeit wartet, entweder getrennt von Gott oder mit IHM im Paradies/Himmel.

Was aber bringt die Menschen dazu, lieber ihr Leben wegzuschmeißen? Bei mir war es das Ende einer Beziehung, also wie in dem Film. Andere Gründe sind Einsamkeit, das Gefühl nicht gebraucht zu werden, überflüssig zu sein, keiner vermißt mich, keiner liebt mich, ...
All das kann schon in frühen Jahren beginnen, selbst Kinder bringen sich manchmal schon um.
Es gibt auch noch andere Gründe, hier gab es vor kurzem einen Jagdunfall, ein Jäger erschoß versehentlich einen Treiber. Der Jäger konnte mit dem nicht leben, fuhr heim und erschoß sich selbst. Andere vollführen einen schleichenden Suizid, indem sie Tabletten schlucken, zu viel Alkohol trinken. Andere bringen sich um, weil sie unheilbar krank sind, vielleicht die Schmerzen nicht mehr aushalten.
Es gibt sicher auch noch den Bereich, dass jemandem Schlimmstes angetan wurde, und der/die damit nicht zurecht kommt. Andere sehen wegen ihrer Schulden keinen Horizont mehr und/oder weil sie die Arbeit verloren haben.

Zurück zu den vielleicht verbreitetsten - oder auch nur mir am naheliegendsten - Gründen, dass man überflüssig ist, nicht gebraucht wird, vor allem nicht geliebt wird, einsam ist.
Ehrlich gesagt, auch mit Jesus fühle ich mich manchmal einsam. Einsam soll ok sein, Allein sei man nicht, weil Jesus immer da ist. Sicher ist es so, nur wo ist der Unterschied zwischen einsam sein und allein sein? Vielleicht heißt es auch genau andersrum, ich darf mich allein fühlen aber nicht einsam, weil Jesus da ist? Ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied. Ich weiß es, Jesus ist da, ER ist bei mir, bei JEDEM, der das möchte, naja und dann doch diese Momente, in denen man sich vielleicht auch nur selbst leid tut, oder sich zu viel mit anderen vergleicht, oder denkt wie ungerecht doch alles ist, manches auch in der christlichen Welt.
Es hilft nicht, wenn ich auf mich schaue, in mich hineinhöre, mir irgendwas einrede, mich runterziehe, mich fertig mache, schlecht mache, erniedrige. UND es ist vor ALLEM nicht, wie Gott mich sieht. Gott hat mich erschaffen, ER liebt mich, IHM bin ich unheimlich wichtig, ER weiß sogar wieviele Haare auf meinem Kopf sind. All das steht in der Bibel, in Gottes Wort an uns. Auch das ist eine Entscheidung: Glaube ich das was Gott mir da sagt, oder glaube ich das was ich in mir höre?

Nun, auch wenn ich mich einsam und allein fühle, manchmal, gebe ich mich dem möglichst nicht allzu lange hin. Neben meinem Bildschirm steht ein Kreuz und das ist dann auch der Ansatz, den ich für mich Gott sei Dank wieder sehe: Jesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin - jederzeit. Ich muß nichts zurückhalten, nichts beschönigen, verschweigen. Gott weiß es ja eh, wie es in mir aussieht, was ich denke und fühle. Komm zu Jesus, ER wird deine Seele heilen, deine Wunden verbinden. Und Jesus wird dem nicht überdrüssig, auch wenn ich mich noch hundert Mal einsam fühle oder vielleicht der Eine oder Andere gar an Suizid denkt. Rede bitte erst mit Jesus, schütte IHM dein Herz aus.

Grüße Harald



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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Heidi am Do 02 Dez 2010, 20:34

Lieber Harald,

es ist tröstlich zu wissen, dass unsere Zeit in der Hand Gottes steht. Das sagt Ps. 31,16.

Von den obdachlosen Drogenkandidaten, die manchmal eine Unterkunft suchen, weiß ich, dass man nur sagen muss, dass man sich selber als selbstmordgefährdet sieht und schon hat man einen Platz mit längerer Aufenthaltsdauer in der Psychatrie. Ich denke, dorthin wird man auch eingeliefert, wenn so ein Selbstmordversuch gescheitert ist. Ich habe kürzlich jemand kennengelernt, der nach PsychKg zwangseingewiesen wurde - und ich kann dir sagen, dass ist kein Zuckerschlecken und die Zeit ist auch so schnell nicht mal eben vorbei und gehorsam müssen die dort sein und die Psychopharmaka nehmen und die meisten auf den Stationen sehen aus, wie wandelnde Zombies mit maschinenmäßigem Gang. Ob das normale Leben dann wieder einsetzen kann, bezweifle ich.

Mir tut das richtig, richtig leid für dich, dass du gerade jetzt über Einsamkeit klagst...nur wüsste ich bei deiner langen nächtlichen Arbeitszeit und dem dadurch bedingten unüblichen Tagesablauf kaum, wie du für Aktivitäten mit Freunden überhaupt Zeit hättest zu "normalen" Zeiten. Vielleicht kannst du ja doch mal was mit den Kindern machen oder sonst etwas fürs Reich Gottes - und wenn es nur Traktate verteilen ist...dann eben in Briefkästen. Oft ergibt sich selbst dabei eine Begegnung und ein wohltuendes Gespräch. Oder ein Inserat nach christlicher Gemeinschaft in deiner Ortszeitung schalten, wie wäre das? Du wohnst zwar am Rand der Welt, aber vielleicht hält sich in der Nähe der Einöde doch noch ein Christ versteckt.

Jedenfalls darf man nicht in allzu trübe Gedanken versinken oder die gar hegen und pflegen, denn davon wirds ja auch nicht besser. Ich lese gerade die Apokryphen Jesus Sirach und dort steht: Die Traurigkeit des Herzens schwächt die Kräfte. Und weiter heißt es: Lass die Traurigkeit nicht in dein Herz, sondern weise sie ab. - so einfach ist das!!!!

Also, ich habe nun wahrscheinlich "gut Reden" und so hart in Nehmen, wie ich hier klinge, bin ich ja auch nicht, aber vielleicht ist doch ein Denkanstoß in dem einen oder anderen Wort drin.

Ansonsten gilt IMMER, dass Gott allmächtig ist und uns hilft und Wunder tut. Ich bin so froh, dass wir Ihn haben und du weißt ja...die paar Jahre hier kriegen wir auch noch rum. Außerdem sei mal dankbar für die Zeiten, wo du mit anderen Christen Kurzurlaube verbringst - das ist doch auch schön. Ich war z.B. dieses Jahr nicht weg und so manch einer hier z.B. aus dem Forum eben auch nicht. Edit: ich habe mir das nochmal durchgelesen...huch, der letzte Absatz klingt aber bös. Ich habe das aber mit einem Lächeln im Gesicht gesagt, wenn ich meine: Nu sei aber mal schön dankbar....

Alles Liebe
heidi

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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Harald am Fr 03 Dez 2010, 02:56

Hallo,

tja das mit der Psychiatrie stimmt wohl - normalerweise. Ich hatte damals "Glück". Mein Freund oder meine Freundin bürgten quasi dafür, dass sie mich nicht alleine lassen die nächsten 24 Std., auf mich aufpassen, da wohl die Gefahr besteht, dass man nochmal einen Suizid-Versuch macht. Ich weiß nicht, was die mir gegeben hatten, jedenfalls war es so, dass ich einen Tag lang nicht ruhig sitzen konnte, vermutlich war es irgendein Aufputschzeug. Wie gesagt, es ist lange her und ich hoffe, es wird nie wieder so weit kommen, dass ich mein Leben wegwerfen möchte.

Ich weiß auch nicht, wenn ich arbeite hab ich Streß ohne Ende, brauche Stunden nach der Arbeit, bis ich abschalten kann. Habe ich dann endlich frei, bin ich so kaputt, dass ich mich zu nichts aufraffen kann. Über mangelnde Aufgaben kann ich ja auch nicht klagen, hm, eher hab ich manchmal den Gedanken, dass mir das alles viel zu viel ist und ich den Erwartungen nicht gerecht werden kann. Meinen Eltern gehts ja auch nicht so gut, auch da könnte ich jedes freie Wochenende hinfahren, sollte ich vielleicht sogar, und meine Schwester ablösen, dass sie frei machen kann. Ich fürchte auch da, dass ich das nicht schaffe, meiner Schwester auf Dauer diese Entlastung sein zu können.
Christen hab ich doch genügend vorort - leider schlafen die, wenn ich munter bin Smile nö, es geht schon, wenn ich wirklich ganz dringend jemand bräuchte zum reden, würde sich schon ein Termin finden.

Aber zurück zur eigentlichen Frage, denn das verstehe ich nicht, wieso es so eine Ecke im menschlichen Hirn gibt, die fast schon eine Todessehnsucht hat, auch wenn das total hirnrissig ist. Wenn ich beispielsweise auf einem Berg stehe, habe ich Angst ganz nach vorne zu gehen, dasselbe auf einem Turm. Wenn man dann aber nach unten schaut, kommt schon mal so ein Gedanke, der einen überlegen läßt, wie es wäre, wenn man jetzt da runterfliegen würde.
Oder wenn ich im Auto zur Arbeit fuhr, dachte ich auch schon mal daran, wie es wäre, wenn ich jetzt gegen einen Baum fahren würde ...

Ich denke aus heutiger Sicht, dass es uns der Teufel eingibt, ja vielleicht versucht er mir sogar einzureden, "hey, du glaubst doch an Gott, und der wird dich bestimmt nicht im Stich lassen, Er wird einen Engel schicken und du landest unbeschadet auf deinen 2 Beinen, wenn du nur glaubst".

"Sei mal dankbar" hilft nicht - also wenn ich jetzt an jemand denke, der mit dem Gedanken spielt sich umzubringen. "Ist doch nicht so schlimm" - "Reiß dich mal zusammen" - "Anderen geht es noch viel schlechter als dir" - etc.pp. sind so Weisheiten, die einen aber nicht wirklich erreichen.
Ich sage mir dann noch, dass ich nun eben die Konsequenzen tragen muss für das, was ich alles falsch gemacht hatte in meinem Leben. Auch das ist nicht angenehm, sich das einzugestehen. Manches muß man wohl annehmen/tragen und nicht versuchen wegzudiskutieren.

Natürlich bin ich dankbar, unheimlich dankbar, weil Gott mich hält, ER es aushält mit mir, ER weiß ja alles von mir, wahrscheinlich mehr als ich selbst weiß und mehr als mir lieb ist. Neee, gut dass Gott alles weiß und mich ja trotzdem liebt. Das gilt dann genauso für jeden anderen und egal was der "andere" dann angestellt hat. Niemand ist zu schlecht, zu sündig, zu böse für Gott - genau dafür hat Jesus gelitten am Kreuz - ja leider auch viel für mich. Aber auch Gottseidank für mich.
Ich hatte es ja auch oben schon geschrieben, und du hast es nochmal betont, einzig und allein hilft es, wenn wir unseren Blick von uns weg auf Jesus hin richten, der Blick muß nach oben gehen, hin zu iHM, NICHT traurig den Kopf nach unten halten, in mich hineinschauend.
Jetzt fällt mir das Gedicht/Lied ein von den Fußspuren im Sand. Das kann man hier nachlesen ----> [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Jesus ist auch in Wüstenzeiten da! IMMER!

Grüße

PS: ist das so Usus unter Christen, dass man nicht sagen "darf" dass man sich allein fühlt?

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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Heidi am Fr 03 Dez 2010, 14:57

Harald schrieb:PS: ist das so Usus unter Christen, dass man nicht sagen "darf" dass man sich allein fühlt?

Nicht ohne dass man dann vielleicht eine Idee oder vielleicht einen gut gemeinten Rat bekommt oder hört: Du mir gehts auch so. Mal eben vorbeikommen geht ja wegen der Entfernung nicht.

Meine Oma war auch alleine - keiner wohnte in der Nähe und manchmal haben wir gesagt: Du tust uns leid, du bist immer so alleine! Und die Oma sagte dann: Ich bin nicht alleine, der Heiland ist bei mir! Ich staune darüber immer noch...sie hatte keine Christen um sich, kein christliches Internet, kein Bibel-TV, keine christliche Zusatzliteratur, sondern eben "nur" den Heiland.

grüße von heidi

Heidi
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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Ralf-Peter am Fr 03 Dez 2010, 18:36

Hallo,

mir fällt zu diesen Gedanken, wie es wohl wäre, wenn... die Geschichte von Jesu Versuchung ein, wo ihn der Teufel auf eine der Zinnen des Tempels stellt und ihm einredet - Spring! Denn er hat seinen Engeln befohlen...

Genauso fängt er es meistens auch bei uns Menschen an, er greift uns an unseren schwächsten Punkten an, sei es unsere Einsamkeit, unsere Schwachheit oder vielleicht Dinge, mit denen wir absolut nicht klar kommen. Meistens ist unser großes Problem dann, dass wir mit dem Teufel zu diskutieren anfangen. Aber dann verlieren wir, weil der Satan schon ein paar Jahre mehr Erfahrung mit Versuchungen hat als wir.

Als ich mir vor ca. 10 Jahren versuchte das Leben zu nehmen, habe ich auch nur noch negative Gedanken gehabt, und dann hilft kein noch so gut gemeinter Rat.
Der einzige, der hier helfen kann ist Jesus selbst, falls er es noch schafft zu jemandem durchzudringen.

Liebe Grüße
Ralf-Peter

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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Otto am Fr 03 Dez 2010, 20:56

Hallo Harald,
aus gegebenen Anlass melde ich mich mal wieder und wie Du siehst, bin ich nicht verschütt vgegangen und verfolge nach wie vor dieses lütte Forum mit nach wie vor mit Interesse.
Über das Alleinsein kann ich kompetent sprechen, denn ich habe wahrlich kaum jemanden mit dem ich mich so von jetzt auf gestern austauschen kann, also stimmlich und manchmal stinkt mir, wenn ich aus welchen Grund auch immer, jemanden bräuchte um mich "seelisch" zu entschlacken und von den paar Menschen die mich z.B. telefonisch erreichen könnten, ist gerade niemand da oder wenn man sie erwischt, habe ich manchmal den Eindruck, dass ich gerade ungelegen störe. Mich ärgert es manchmal auch, dass immer ich es bin, der sich meldet aber die anderen scheinbar meine Telefonnummern "vergessen" haben. Na ja, sei´s drum!
Aber letztendlich bin ich trotzdem ganz froh, alleine zu sein, denn Alleinsein ist ein grosses Geschenk, finde ich. Schlimm ist es allerdings, Einsamkeit ertragen zu müssen und leider sind dies zu viele Menschen denen es so geht. Da hilft nur das Gebet zu Gott, ganz intensiv und vertrauensvoll, sich aber nicht danach sich wartend hinzusetzen, wann sich das Wunder nun einstellen wird. Nein, ich denke, man muss es auf sich zukommen und einwirken lassen. Gott weiss schon, wann und wie Er hilft!
Also Harald, ich denke, dass es Dir aber trotzdem gut geht, was das Alleinsein angeht: sicher, manchmal kommt so eine Trarigkeit über uns, mir geht es da nicht anders, aber irgendwie finde ich diese Traurigkeit auch als Gewinn, denn in dieser Melancholie verspüre ich komischerweise auch so was tröstliches und ich bin sicher dass ich in diesen Trost die Nähe Gottes zu spüren vermag. Danach bin ich auch richtig relaxt und happy.
Ich bin ja so froh, dass ich Gott finden durfte, dass mir diese unverdiente Gnade zuteil geworden ist! Halleluja!
L.G. Otto

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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Eva am Fr 03 Dez 2010, 22:52

Harald schrieb: ist das so Usus unter Christen, dass man nicht sagen "darf" dass man sich allein fühlt?
Man darf das als Christ sagen, ich sage das auch, wenn ich mich so fühle und leide deshalb nicht unter schlechtem Gewissen, weil sowas vielleicht einem Christ nicht passieren darf.

Vor einigen Jahren hatte ich auch Siuzidgedanken, nach dem Scheitern meiner Ehe, ich hatte mir schon einen Baum ausgesucht oder auch bei einem dicken Betonpfeiler dachte ich - an den könnte ich mit meinem Auto fahren. Bei Gesprächen mit anderen Christen, von denen sich auch der Ehepartner/in getrennt hatte, erfuhr ich, dass die oft die gleichen Gedanken hatten - auch mit dem Auto gegen einen Baum fahren. Warum nun gerade diese Art des Suizid einen da in den Sinn kommt ? - vielleicht weil auch Wut eine Rolle spielt und man die irgendwie abreagieren will. Bei mir waren es aber immer nur die Gedanken, eine Weile, ich hätte es wahrscheinlich nie gemacht bzw. hat mich der Gedanke an meine Kinder davon abgehalten.
Wenn ich auf einem Turm oder hohen Gebäude stehe oder auf einem Berg, geht es mir genauso wie dir, Harald, oft denke ich, wie wäre es, wenn jetzt das Geländer nachgibt.... und dann ist es mir ganz flau in den Beinen.
Oder wenn ich am Bahnsteig stehe und der ICE rast vorbei, kommen auch manchmal so Gedanken, wenn ich jetzt die paar Meter da vor laufe...
Als du das schriebst, musste ich, genauso wie Ralf-Peter, an die Versuchung Jesu durch den Teufel denken.... er hat seinen Engeln befohlen.....
Ich denke, es ist wirklich der Teufel, der uns damit versuchen will.

Die Gedanken, an einen Baum oder sonstwas zu fahren, kamen noch nie wieder. Es war damals schon eine Extremsituation.
Jetzt lebe ich zwar allein, naja, so ganz allein doch nicht, meine Kinder kommen ja jedes WE nach Hause. Aber seit sie die Woche über außerhalb zu Ausbildung und Studium sind, kommen doch hin und wieder Gedanken, vielleicht auch vom Teufel, wo sich Unzufriedenheit über das Alleinleben breit machen will, ja manchmal sogar Resignation, wenn auch nur für kurze Minuten, was soll ich denn noch hier auf dieser Welt.......und fange an zu hadern, weil ich eben die Konsequenzen für mein eigenwilliges Handeln vor vielen Jahren tragen muss.
Wenn ich mich dann nicht aufraffe und versuche meinen Gedanken eine Wendung zu geben, besteht die Gefahr, dass ich mich den ganzen Tag selbst bemitleide. Dann denke ich auch manchmal diesen Satz wie Heidi... die paar Jahre hier kriege ich auch noch rum.
Aber ich kann mich an GOtt wenden und das tue ich, und dann wird mir wieder bewusst, ER hat mich hier an diese Stelle gestellt und irgendwie kann ich GOtt dienen, ER will mich hier noch gebrauchen, für andere Menschen, für meine Kinder, meine Mutter, wenn ich auch nicht der große Missionar bin, dann kann ich aber beten für alle Menschen, die GOtt mir aufs Herz legt. Und dann klingelt manchmal gerade in so einem düsteren Moment das Telefon und jemand freut sich, dass er/sie mich gerade erreicht.

Vor ein paar Tagen und auch heute wieder hat Gott es mir deutlich gemacht, dass mein Leben noch nicht vorbei sein soll: als ich auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und auf die Gegenfahrbahn und mir da ein Auto entgegenkam - aber kurz davor ich wieder auf meine Seite kam, auch die weiteren Schlinger mich nicht im Seitengraben landen ließen, es war nicht mal der kleinste Kratzer irgendwo am Auto ! Und heute kam nach einer Krebsvorsorgeuntersuchung ein Brief : o.B. ! Hätte auch anders ausgehen können.

Wenn dann wieder mal solche düsteren Hadergedanken kommen wollen, kann ich nur auf JESUS schauen und IHN bitten, diese von mir wegzunehmen.

Liebe Grüße
Eva



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Re: Suizid - ein Ausweg?

Beitrag  Harald am Sa 04 Dez 2010, 07:51

Hallo Otto,

tja hm, das stimmt natürlich, dass du wohl noch weniger Kontakte hast Sad
Wobei, vielleicht ist es auch nicht so "dramatisch" wenn das immer so in etwa gleichbleibend ist, wie bei dir vermutlich - und vielleicht doch gravierender, zumindest in der Wahrnehmung, wenn man eben Stress ohne Ende hatte und dann irgendwann von 180 auf 0 runter kommt und dann alleine ist.
Aber es ging mir ja hauptsächlich um Suizid, weil das heute wohl mehr denn je verbreitet ist, und das schon unter Jugendlichen. Und das ist doch seeeehr traurig, dass sie keine Lebensperspektive mehr sehen. Die kann Jesus bieten, so immens, dass sie aus allen Poren quillt (meist jedenfalls ... ok, zumindest häufiger wie die Gedanken der Einsamkeit).

Es freut mich immer, Otto, wenn ich von dir lese oder sehe, dass du da bist.
Und Eva, es ist ja schon irgendwie auch gut, dass es dir auch so geht, wenn du auf einem Turm stehst, ich dachte schon, ich bin vielleicht doch etwas verquer.

Das mit dem telefonieren verstehe ich schon, nur darf man halt auch die andere Seite nicht übersehen, wenn du den ganzen Tag arbeitest, vielleicht noch Haushalt machen mußt, dich um Kinder kümmern, im Chor bist oder sonstwo engagiert, dann bleibt nicht sehr viel Zeit übrig und da kann es wohl schon vorkommen, dass man ungünstig anruft. Ich denke, es ist dann aber kein Abwimmeln oder böse Absicht.
Wir müssen uns halt doch im Frühjahr mal alle treffen cheers in Solingen ... aber das ist ein andres Thema.

Grüße

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