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Jesaja 55,1-3 - 2 Fragen dazu

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Jesaja 55,1-3 - 2 Fragen dazu

Beitrag  Heidi am Mo 13 Dez 2010, 21:57

Hier der Bibeltext:
Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben.


Darüber haben wir im Bibelkreis gesprochen und so richtig erklärbar waren für mich 2 Dinge nicht.

Es heißt, dass man ohne Geld Wein und Milch kaufen kann. Ich gehe mal davon aus, dass Wein hier für Freude steht (vgl Ps. 104,15 und Prediger 10,19) und Milch für die Anfangsgründe des Glaubens (1. Kor. 3,2). Aber warum steht dort, dass man das ohne Geld k a u f e n kann. Was denkt ihr, warum hier "kaufen" steht?

Und was sind die beständigen Gnaden Davids? Ich habe als Erklärung nur Ps 89,4-5 gefunden, wo Gott einen ewigen Bund versprochen hat. Das andere dort passt vielleicht doch besser auf einen König, bzw mit dem Thron k ö n n t e man aus Offenbarung noch was herleiten auf einen normalen Christen...bzw die Aussage, dass man König und Priester ist. Aber das scheint mir doch etwas weit hergeholt, oder?

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Re: Jesaja 55,1-3 - 2 Fragen dazu

Beitrag  Ralf-Peter am Di 14 Dez 2010, 19:08

Heidi schrieb:
Es heißt, dass man ohne Geld Wein und Milch kaufen kann. Ich gehe mal davon aus, dass Wein hier für Freude steht (vgl Ps. 104,15 und Prediger 10,19) und Milch für die Anfangsgründe des Glaubens (1. Kor. 3,2). Aber warum steht dort, dass man das ohne Geld k a u f e n kann. Was denkt ihr, warum hier "kaufen" steht?

Jesaja ruft das ganze auf dem Marktplatz aus, wo viel Volk für möglichst wenig Geld möglichst um viel Ware feilschte. Das ganze ist also ein Aufhänger für die Marktbesucher gewesen. Jesaja ging es vor allem darum, darauf aufmerksam zu machen, dass es im Volk überhaupt nicht mehr um Gott ging. Gott bietet hier aber noch immer seine Gnade an, bevor dann, weil das Volk nicht hören wollte, die Gefangenschaft in Babylon folgte.

Liebe Grüße
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Re: Jesaja 55,1-3 - 2 Fragen dazu

Beitrag  Heidi am Di 14 Dez 2010, 19:23

Lieber Ralf-Peter,
damit ich nicht lange suchen brauche: Woher weißt du das mit dem Marktplatz, steht das wo in der Bibel? Ich habe mal eine DVD über Jesaja gesehen, wie es wohl gewesen sein muss, als er seine schweren Prophetien vor die Leute brachte, daher kann ich mir das gut vorstellen mit dem Marktplatz.

Wir hatten noch folgende Gedanken:
Durch das Wort "kaufen" stellt Gott sich als Kaufmann dar - man muss also:
1. zu ihm hinkommen, wenn man was haben will und
2. wenn der Kaufpreis auch kein Geld ist, sich das Ganze doch etwas kosten lassen - wenn auch kein Geld - , nämlich zumindest Hinwendung und Glauben und Gebet.

Wenn da stehen würde: "Nehmt umsonst" könnte jeder "Strauchdieb" im Vorüberhuschen diese Gnandengaben Davids ja einfach mal so einsacken. Weiß nicht, ob man das nun so verstehen kann, wie ich es ausdrücken wollte.

Außerdem sind wir heute noch darauf gestoßen, dass in Off. 3,18 auch noch die Rede von "kaufen" ist und zwar hier das Gold (welches, vgl. 1. Pt. 1,7), weiße Kleider (der Gerechtigkeit) und Augensalbe (für die, die nicht sehen, worauf es ankommt). Das sind alles auch so Dinge, die etwas "kosten", wenn es auch kein Geld ist.

Ob die Gedanken richtig sind oder weit hergeholt, weiß ich nicht. Vielleicht ist die einfache Variante mit dem Marktplatz ja auch die, die ausreicht.

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Re: Jesaja 55,1-3 - 2 Fragen dazu

Beitrag  Ralf-Peter am Di 14 Dez 2010, 19:50

Hallo Heidi,

das mit dem Marktplatz hab ich aus einem Bibellexikon, da wurde das daher abgeleitet, dass Geschichtsschreiber sowohl aus Griechenland als auch aus Israel beschrieben, dass sich Propheten immer entweder auf dem Platz der Rechtsprechung (also beim König) oder auf belebten Plätzen aufhielten, um ihre Botschaft zu vermitteln. Diese belebten Plätze waren meist die Märkte oder in Israel der Tempel, wo allerdings auch Handel mit Opfertieren betrieben wurde. Zum anderen weißt Jesaja 55, 2 indirekt darauf hin.

Liebe Grüße
Ralf-Peter

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