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Sünde und Schuld

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Sünde und Schuld

Beitrag  budde harald am Sa 12 März 2011, 15:06

sünde schuld gibt es da einen unterschied
wenn ja welchen ?
ich bin unsicher versuche es mal so
schuld können die menschen vergeben
(wie wir vergeben.........)
sünde kann nur Gott vergeben
sünde ist die Gottesferne
das Gott nicht vertrauen
(alles vorsetzlich gemeint )
schuld kann unbewußt entstehen



ich bin sehr unsicher und warte auf nachricht
gruß
harald

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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  Heidi am Sa 12 März 2011, 19:10

Lieber Harald Budde,
ich weiß so ungefähr, was du meinst. Ich habe mal unter dem Stichwort "Sünde" und unter "Schuld" ein bisschen Bibel gelesen und hänge auch gleich an der Frage fest, ob ein Sündopfer und ein Schuldopfer damals dasselbe waren. Vielleicht bringt und das weiter-
Weiß das jemand?

heidi

Heidi
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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  Heidi am So 13 März 2011, 18:44

Oder habe ich dich doch nicht richtig verstanden, meintest du unbewusste Schuld vor Gott? Dann dies:
Ps. 19,13: Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

Heidi
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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  budde harald am Mo 14 März 2011, 17:29

liebe heidi
ich glaube schon d. du mich richtig verstanden hast


sünde und schuld
regeln die ersten 3 gebote das verhältnis des menschen zu Gott (sünde)
und die anderen das verhältnis der menschen zu einander(schuld) ?
schuld kann der Mensch auch vergeben
sünde aber nur Gott
richtig ?
viele liebe
Grüße
harald

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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  Heidi am Mo 14 März 2011, 19:31

Jetzt habe ich es verstanden, da war meine Leitung aber langsam...

Ich baue mal ein Beispiel dazu:

Wenn ich einen anderen Menschen beklaut oder betrogen habe und mich später einmal reumütig bei ihm entschuldige und den Schaden sogar noch ersetze, wird mir sehr wahrscheinlich von diesem Menschen meine Schuld vergeben werden.
Aber - damit ist noch n i c h t alles gut, denn ich muss noch die Sünde vor Gott ausräumen, weil es heißt: Du sollst nicht stehlen. Bzw. ist dieses Gebot in dem enthalten, was Jesus uns gegeben hat: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Und in der Liebe bestiehlt man keinen.

Die Sünde vor Gott wird man durch ein einfaches Gebet im Glauben an Jesus Christus los, der die Strafe für die Sünden auf sich nahm.

Trotzdem würde mich noch die offene Frage interessieren, ob Sündopfer und Schuldopfer nun im AT dasselbe waren.

Viele Grüße von Heidi

Heidi
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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  Harald am Do 17 März 2011, 00:34

Hallo Heidi,
ich habe heute einen Vortrag gehört, auf der Fahrt zur Arbeit bzw. wieder heim über die verschiedenen Opfer.
Da wurde erklärt, dass das Schuldopfer im auf heute übertragenen Sinne ist, dass der Mensch anerkennt, dass nur Jesus allein ihm seine Schuld abnehmen kann. Also sozusagen der vollkommene Zerbruch des Menschen, das Anerkennen, dass man ohne Jesus verloren ist.
Das Sündopfer dagegen ist im übertragenen Sinn dann die fortwährende Gnade, die fortwährende Sündenvergebung bzw. Reinwaschung durch das vergossene Blut Jesu am Kreuz, das uns eben permanent reinigt von aller Schuld, wenn wir darum bitten.
Das Brandopfer wäre als drittes Opfer im übertragenen Sinn dann unsere Bereitschaft, Jesus als Herrn anzuerkennen und uns als Sein Werkzeug gebrauchen zu lassen.
Das ganze legte er nach 3. Mose Kapitel 14 so aus. Z.B. wenn ich es nun etwas verstanden habe, ist der Vers 9 ein Zeichen für das "Brandopfer" bzw. eben, dass man sich "erniedrigt" oder positiver ausgedrückt, die Anerkennung dessen, dass man es nicht aus sich heraus schafft, und daher Jesus als seinen Herrn anerkennt. Wenn ich nun die Wahl habe zwischen zwei Herren denen ich dienen soll, einerseits weiter unter Satans Macht zu leben oder eben Jesus als meinen Herrn anzuerkennen, weil ich WEIß, dass ER mich liebt und gute Gedanken über mich hat, und ich ferner weiß, dass dies die einzigen zwei Auswahlmöglichkeiten sind, dann möchte ich hundert mal lieber Jesus als meinen Herrn haben. Das Zeichen in Vers 9 dafür war, dass man sich die Haare abschnitt und sich so demütigte, man jegliche Hochmut (Haare) abschnitt.

Das Öl symbolisiert den Heiligen Geist. Der Aussatz wird gleichgesetzt mit Sünde. Und der Priester ist Jesus selbst.

Kurze Beispiele aus 3. Mose 14:
17 Das übrige Öl aber in seiner Hand soll er dem, der gereinigt werden soll, auf das rechte Ohrläpplein tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes, oben auf das Blut des Schuldopfers.
Der Heilige Geist - sprich das Öl - wird auf das Blut oben aufgebracht. Ohne das reinigende Blut Jesu, ohne dass man zuvor diesen Schritt gegangen ist und das Opfer Jesu, das Kreuz von Golgatha, zur eigenen Errettung angenommen hat für sich, kann der Heilige Geist auch nicht kommen bzw. wirken. Das Ohrläppchen symbolisiert das Hören, der Daumen das Tun und die große Zehe den Weg. All das soll man heiligen, quasi so, als ob Jesus oder eben der Heilige Geist überall bei einem wäre - was ER ja auch wirklich ist, wir uns aber oft nicht so bewußt machen.

13 Darnach soll er das Lamm schächten an dem Ort, da man das Sündopfer und das Brandopfer schächtet, an heiliger Stätte.
hiermit ist angedeutet, dass diese Opfer ständig wiederkehren, während das Schuldopfer einmalig ist. Aber ich muß auch als "Gereinigter" oder vom Aussatz befreiter immer noch die Sünden bekennen und ebenso bekennen, dass ich nicht mein eigener Herr sein möchte, sondern Jesus als den Herrn anerkenne, jeden Tag aufs Neue.

so ungefähr habe ich das verstanden auf der Fahrt.
vielleicht hilfts ja ein wenig weiter.
Grüße Harald

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Re: Sünde und Schuld

Beitrag  Heidi am Do 17 März 2011, 17:00

Lieber Harald,

danke für den Hinweis auf 3. Mose 14. Es lohnt sich wirklich, die Verse 1-32 unter dem Aspekt zu lesen, dass dies eine Vorschattung auf Jesus ist. Sehr interessant!, was du sagtest: Der Aussatz steht für die Sünde, man musste zum Priester gehen und später mussten die Opfer gebracht werden. Im neuen Bund ist der Priester dann Jesus - zu dem man ja nun gehen muss:
Hebr. 7,16 und aus 16,21: Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit.

Ob in dem Haare abschneiden in 3. Mose 14,9 anstatt einer Gesundheitsvorschrift tatsächlich die Demut oder die eigene Erniedrigung herauszulesen ist, weiß ich nicht.

Nach Vers 25 war das Schuldopfer ein Lamm (V. 24) . Das Blut des Schuldopfers wurde dem Schuldigen dann an Ohr, Daumen und Zeh gestrichen. Darin würde ich allerdings dann den neuen Wandel in "auf Gott hören" (Ohr), nach Gottes Willen handeln (Daumen) und auf dem neuen Weg gehen (Zeh) sehen. Das Sündopfer war dann eine Turteltaube (V. 31-31)

Ich habe im Internet noch eine Definition zu Sünd- und Schuldopfer gefunden:

Das Sündopfer (und Schuldopfer) soll mit dem Blut des Tieres, als Sitz des Lebens und der Kraft, Sühne schaffen (3.Mose 4 und 5):
-Sündopfer ist für ein vorsätzliches Vergehen - eine Sünde
-Schuldopfer ist für eine Tat, die nicht beabsichtigt war und wo der Mensch doch schuldig geworden ist!


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Sünde und Schuld, Unterschied?

Beitrag  UriKulm am Di 14 März 2017, 20:26

Ich hak hier noch mal ein, zur Anregung im Blick auf das Opfer Christ

Sünde = Schuld

> Sünde ist das Übertreten göttlicher Gebote und versündigen an Mitmenschen = Sünder
> Schuld/Ungerechtigkeit ist die Folge der Sünde = Schuldner

> sündigen, eine Sünde bzw. Sünden begehen (Tatsünden),
> Sünde (Grundsatz)
Sünde muss bekannt, vergeben und gesühnt werden
Vergebung und Sühnung durch Sündopfer

> schuldig werden, schuldig sein, Schuld bzw. Schulden auf sich bringen,
> Schuld (Grundsatz)
Schuld muss bekannt, erlassen und die zur Schuld geführte Sünde vergeben und gesühnt werden
Vergebung und Sühnung durch Schuldopfer und "Wiedergutmachung", Genugtuung

Sünde bzw. Schuld eines Einzelnen, eines Priesters, eines Fürsten, der Gemeinde

Grundsätzlich 3.Mose 16

im Einzelnen z.B. 3.Mose 5 und 6, Versündigen oder Verschulden
> aus Versehen, aus Unwissenheit, aber bekannt gemacht, geworden
> willentlich bzw. mit erhobener Hand
Gebote übertreten

Aufgrund des einmaligen stellvertretenden und sühnenden Opfers Christi am Kreuz (die AT-Opfer sind Schatten dieses Opfers) ist Sünde und Schuld gesühnt und Gott befriedigt und der Sünder kann Sündenvergebung und Schulderlass durch
> Sündenerkenntnis
> Sündenbereuen
> Sündenbekenntnis
> Sündenunterlassen
> Schulderstattung

Mithin zusammengefasst "Buße tun" und der "Buße würdige Frucht bringen" vor Gott und Menschen, um die Stellung eines ehemalien Sünders und Schuldbefreiten und Wiederherstellung einer verlorenen Gemeinschaft zu erlangen.

Die verschiedenen Opfer und ihre Bedeutung siehe auch
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Uri

1.Joh 1,9; 4,8; 1.Kor 15,3

Ps 32,1 Glückselig der, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist!
Jes 1,18 Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden.
2. Mo 34,7 der Güte bewahrt auf Tausende hin, der Ungerechtigkeit, Übertretung und Sünde vergibt, – aber keineswegs hält er für schuldlos den Schuldigen

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