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Zivilcourage

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Zivilcourage

Beitrag  Harald am Sa 14 Jan 2012, 01:57

Hallo,

eigentlich geht es "nur" um einen Film, der eben im Ersten lief. Der Titel ist der Titel dieses "Bretts". Da es ein Thema ist, das für mich über TV-Empfehlungen hinaus geht, hab ich das auch nicht dort gepostet.

Immer wieder liest man von solch krassen Übergriffen auf Menschen, dass fremde Menschen von relativ jungen Menschen zusammengeschlagen werden und noch am Boden liegend getreten werden, und das selbst dann noch, wenn die am Boden liegenden Menschen längst keinen Mucks mehr von sich geben können. Darum ging es in dem Film. Im Film wird aufgezeigt, wie es dem ergeht, der Zivilcourage gezeigt hat, dem Täter entgegengetreten ist, dem Opfer das Leben gerettet haben dürfte, und dann noch den Täter angezeigt hat, den er auf Polizeifotos erkannt hatte.
Damit begann der Alptraum für den Zeugen. Erst wurde ihm verbal gedroht, dann seiner erwachsenen Tochter, dass ihr oder ihrem Kind etwas zustößt, wenn der Vater die Anzeige nicht zurückzieht, dann wurde er selbst bedroht, ein Finger angebrochen, dann seinem Freund und seiner Frau Todesangst gemacht und dem Freund der Arm ausgekugelt, dann wurde seine Wohnung verwüstet und er zusammengeschlagen. Bei alldem stand er alleine da. Die Polizei konnte nichts machen, weil die anderen viele Zeugen nannten, die bezeugten, dass der Täter zu der Tatzeit woanders gewesen sei.

Ich lebe ja sozusagen aufm Land - wenn man das sah, wie selbst die Kids mit den Tätern sympathisierten und hässliche Sprüche dem Zeugen nachschrien und bis an die Ladentüre kamen um ihm Angst zu machen, da dachte ich, mann ich würde meine Sachen packen und wegziehen, abhauen, fliehen, zumal wenn dann die Erwachsenen Verbrecher noch damit drohen, dass sie dem eigenen Kind oder Enkel was antun, wenn man nicht spurt.
Es sagt sich so leicht - und das kam im Film auch raus - hey toll, man du bist der Held von ganz Berlin oder sonstwo, weil du Zivilcourage gezeigt hast, ABER dann nachher zogen die Nachbarn den Vorhang zu, als der Zeuge von den Kids vorm Haus zusammengetreten wurde. Auch sein Freund machte große Sprüche, dass er bloß nicht kneifen solle, aber als ihm der Arm ausgekugelt wurde, beschimpfte er seinen Freund, weil der die Polizei holen wollte und Anzeige erstatten wollte. Da war dann nicht mehr viel von Zivilcourage.

Relativ am Ende des Films besuchte der Zeuge dann noch das Opfer, dem er das Leben gerettet hatte. Aber der beschimpfte ihn auch nur, und wär lieber gestorben, weil sein Hund ins Tierheim musste und ihn der Zeuge nicht aufgenommen hatte. Da kam dann der kurze Gedanke, dass der es nicht "wert" war, was er jetzt alles auf sich genommen hat, er bedroht wurde, zusammengetreten wurde, seine Familie bedroht wurde, sein Laden verwüstet wurde, er hat fast sein ganzes bisheriges Leben verloren durch die Zivilcourage ... und der Dank dafür ???
So darf man nie nie nie nie denken, und als Christ schon gar nicht. Nicht der und der ist es "wert", dass man ihm hilft und andere sind es nicht "wert", es ist auch egal, ob sich das Opfer hinterher für die Hilfe bedankt. Es ist grotesk, dass einem solche Gedanken überhaupt kommen. Andrerseits hm, sind einem seine Kinder und Enkele auch nicht grad egal.
Mich würden eure Gedanken dazu interessieren - und gerne auch von Leuten die in Großstädten leben. Würdet ihr da einschreiten, wenn jemand zusammengetreten wird? Ich hoffe, ich würde es tun, aber so besonnen, dass nicht am Ende zwei am Boden liegen und auf sie eingetreten wird.

Harald

Hier noch die Filmbeschreibung - leider wird der Film wohl nicht wiederholt. ABER hier könnt ihr ihn euch ansehen, ist wirklich ein sehenswerter Film und ein brisantes Thema ----> [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Peter Jordan (Götz George) lebt seit fast 30 Jahren in einem sogenannten Berliner Problemviertel. Das überrascht, denn man sollte meinen, der kulturbeflissene, ältere Herr passe nicht in diesen sozialen Brennpunkt. Doch Jordan hat sich arrangiert. Mit seiner schmucken Altbauwohnung und seinem präsentablen Antiquariat hat er sich Oasen geschaffen, die der rauen Umgebung standhalten. Diese nimmt er ohnehin kaum wahr. Selten geht Jordan weiter als die paar hundert Meter zwischen seiner Wohnung und seinem Arbeitsplatz. An den Anblick der ausländischen Jugendlichen etwa, die gegenüber seines Ladens herumhängen und gern mit lauter Musik und Machogehabe auf sich aufmerksam machen, hat er sich gewöhnt. Es stört ihn, dass seine Tochter (Maria Simon) vor kurzem an den Stadtrand gezogen ist, um ihrem Kind endlich ein friedliches Aufwachsen in behüteter Umgebung zu ermöglichen. "Wenn jeder nur wegläuft, wird sich nie etwas ändern", sagt Jordan und vergisst dabei einen Moment lang die Gitter an den Fenstern seiner Buchhandlung. Als Jordan Jessica (Carolyn Genzkow), ein 15-jähriges Mädchen aus seinem Viertel kennenlernt, die bei ihm ein Schülerpraktikum absolvieren will, prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jessicas zunächst widerspenstige, alles andere als intellektuelle, wissbegierige Art und ihre verkürzte Sprache verstören ihn. Jordan bemüht sich, sie für Literatur zu begeistern und ihr Disziplin und Pünktlichkeit beizubringen. Erst nach wenigen Tagen erfährt er, dass das Mädchen mit seiner phlegmatischen Mutter und zwei kleinen Geschwistern in Harz-IV-Verhältnissen lebt und weder lesen noch schreiben kann. Jordans Leben nimmt eine Wende, als er sich durch den brutalen Überfall auf einen Obdachlosen gezwungen sieht, eine wichtige Entscheidung zu fällen. Er tritt dem Täter, einem ausländischen aggressiven Jugendlichen, entschieden entgegen, rettet das grausam zugerichtete Opfer und zeigt den Jungen bei der Polizei an. Doch Afrim Lima (Arnel Taci), so der Name des Schlägers, ist ausgerechnet Jessicas Freund und gehört zu der Gruppe, die täglich gegenüber von Jordans Antiquariat lungert. In seinem Kampf für Zivilcourage hat Jordan vor allem Afrims älteren Bruder, Dalmat Lima (Marco Mancic), unterschätzt. Dalmat, ein intelligenter junger Mann aus Kroatien, kämpfte im Krieg und musste mitansehen, wie seine Eltern ermordet wurden. Nun versucht er alles, um in Deutschland mit einer redlichen Arbeit Fuß zu fassen. Doch nachdem Jordan seinen jüngeren Bruder, für den er sich verantwortlich fühlt, angezeigt hatte, fühlt er sich in seiner Ehre und beruflichen Zukunft empfindlich gestört. Dalmats Drohungen nehmen Ausmaße an, die nicht nur Jordans Leben gefährden, sondern auch das seiner Familie. Bei seinen Freunden (Hansjürgen Hürrig, Cornelia Schmaus), ehemaligen Alt-68ern, erfährt Jordans energisches Eintreten zunächst großen Zuspruch. Doch als auch sie Opfer der gewaltbereiten Gruppe werden, distanzieren sie sich von ihm; vergessen sind all ihre progressiven Wertvorstellungen. Für einen Moment scheint Jordan allein dazustehen. Selbst die Polizei ist mit der Flut von Anzeigen berüchtigter Täter aus dem sozialen Brennpunkt überfordert. Jordan überlegt, seine Anzeige zurückzuziehen, und um sich zu schützen, besorgt er sich sogar eine Waffe. Doch er hat seine Schülerin Jessica unterschätzt ...

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Re: Zivilcourage

Beitrag  Gast am Do 22 März 2012, 07:46

Hallo,
wenn ich so etwas lese,schnürt es mir fast den Hals zu,so sehr regt mich das auf.Ich wohne zwar nicht in einer Großstadt,aber in unserem Ort gibt es das auch.Nicht in diesem Ausmaß, aber solche Taten beginnen ja im Kleinen.In der Bibel steht"wehret den Anfängen".Und da sind wir alle gefragt unsere Kinder wirklich so zu erziehen,dass wir für sie gute Vorbilder sind.Ich krieg schon die Krise,wenn Kinder,wirklich noch Kinder mit ihren Eltern herumspringen wie ihresgleichen und die sich das gefallen lassen.Ich hab mal erlebt,dass ein 4jähriger seiner Mutter gegen das Bein getreten hat und sie hat dazu gelächelt.Da fängt es doch an.Die Respektlosigkeit vor meinem Gegenüber.Ich habe damals versucht der Mutter klar zu machen,was sie damit durchgehen lässt,doch sie hat nur gelacht.
Die andere Seite ist,wenn ich heute mein Kind mal einen Klapps auf den Po gebe,ist das nicht mehr legitim.Welche Rechte haben denn die Eltern noch?
Als wir Schulkinder waren haben wir uns auch mal gekloppt,aber da war eine Grenze.Die ist heute leider bei vielen nicht mehr da.
Ich weiß genau,dass ich eingreifen würde und auch schon habe,wenn ich so eine Szene miterleben würde.Ich kann nicht wegsehen,wenn man hilflose Menschen am Boden liegen sieht oder auch wenn im Bus respektlos mit Älteren umgegangen wird.Das soll nicht heißen,dass ich mich ins Gewühl mit reinstürze.Ich musste mir auch oft dumme Sprüche anhören und wurde mit häßlichen Worten fertig gemacht,aber ich habe dem Anderen damit auch gezeigt,dass er nicht allein ist und ich denke,dass das gut tut.Wenn es ganz arg wird, gibt es auch andere Möglichkeiten,z.B.hat fast jeder heute ein Handy dabei.In prenzlichen Situationen rufe ich die Polizei.Auch hoffe ich,wenn mir das passieren wird,dass ich nicht kopflos werde,sondern auch in solchen Ereignissen meinen Herrn mitnehme,dass er mich leitet und Schutz gibt und mich vor Unüberlegtem bewahrt.
L.G.
Gidde

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Re: Zivilcourage

Beitrag  Heidi am Do 22 März 2012, 20:43

Liebe Gidde,

du hast Recht, es ist schon wichtig, wie Kinder von klein auf angeleitet werden mit Anderen umzugehen und sich auch in die Gefühle des Anderen hineinzuversetzen. Meinst du, ob jemand sensibel ist, ist angeboren oder eher anerzogen? Vielleicht beides.

Mir tun die Kinder leid, die ganz auf sich gestellt sind - weil die Mutter entweder keine Zeit hat oder sich keine Zeit nimmt. Diese Kinder lungern dann schnell mit schlechten Freunden in gleicher Situation auf der Straße herum und lassen sich von dem "Frechsten" und Oberhaupt der Clique "erziehen".

Zum Thema Zivilcourage - wir können mit Gott helfen, wo es möglich ist. Heute sprach ich noch mit jemandem genau über dieses Thema und hörte, dass es nicht in jedem Fall so klar ist, auf wessen Seite man sich bei einem schlimmen Streit "schlagen" sollte - denn es kann ja genauso gut sein, dass der, der gerade kräftemäßig überlegen zu sein scheint, der Unschuldige ist, selbst in Notwehr handelte, oder?

Für welche Fälle der Bibelrat in Spr. 26,17 passt, weiß ich nicht, was denkt ihr? - aber ich weiß ungefähr, was passiert, wenn man einen Hund bei den Ohren zwackt:
Wer vorübergeht und sich mengt in fremden Streit, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwackt.

heidi




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Re: Zivilcourage

Beitrag  Günter am So 25 März 2012, 22:54

Spr. 26,17:
Wer vorübergeht und sich mengt in fremden Streit, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwackt.


Die Krankenkassen sehen das wohl ähnlich, wenn sie Leuten mit Zivilcourage den Kieferchirurgen nicht bezahlen wollen, zumindest habe ich das so in der Zeitung gelesen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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