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Johannes 10

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Johannes 10

Beitrag  Gast am Fr 30 März 2012, 12:39

Hallo,

kann mir jemand von Euch die ersten 4 Verse in Johannes 10 erläutern? So richtig bildlich?

Da gibt es soviel Auslegungen dazu, dass ich es erstmals zurückgestellt habe und mich der Aussage des gesamten Textes gewidmet.

Liebe Grüße
Beate

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Re: Johannes 10

Beitrag  Heidi am So 01 Apr 2012, 21:27

Ich habe mich mal mit dem Text und meine Auslegebüchern befasst und fasse mal zusammen, was ich verstanden habe.

Die Worte in Joh 10,1 ff spricht Jesus zu den Pharisäern (s. Kap 9 vorher). Jesus will klarmachen, dass er der r i c h t i g e Hirte ist, der sich bildlich so ausweist, als dass der Türhüter der Schafhürden ihn kennt und einlässt. Ich habe gelesen, dass die ganzen Schafherden früher zur Nacht in ummauerten Schafhürden untergebracht wurden. Morgens kamen dann die Hirten und riefen ihre Herden heraus. Scheinbar klappte das so, dass die Tiere sich auf Zuruf ihres bekannten Hirten gesammelt herausführen ließen. Ich kann mir vorstellen, dass es da einen Türhüter gab, der die Hirten kannte.

Das griechische Wort für diesen Türhüter gibt es nur noch einmal im NT und zwar in femininer Form für die Magd Rhode, die auch auf die Tür Acht hatte. (ApG 12,13-14).

Die Ausleger sind sich nicht einig, als was der "Türhüter" zu verstehen ist, der ja quasi Jesus passieren lässt. Es könnte Gott sein oder der Heilige Geist der im Herzen eines Menschen wirkt und Jesus die Herzenstür öffnet oder die Propheten, die sein Kommen voraussagten.

Ich meine, dass der Türhüter nicht unbedingt der "große Unbekannte" ist, sondern lediglich durch dieses Gleichnis gesagt werden sollte, dass Jesus der r i c h t i g e Hirte ist und dies so versinnbildlicht ist, wie es die Menschen damals am Besten kannten.

Vieleicht hat es damals schon falsche "Messiasse" gegeben, oder aber Jesus meint mit den falschen Hirten die Pharisäer, denen es ja scheinbar nicht um das geistige und allgemeine Wohl ihrer "Schäfchen" ging, für das sie sogar ihr Leben gelassen hätten, um sie zu retten - sondern ihnen wird Gier und Ausbeutung derer vorgeworfen (s. Mk. 12,40, Mk 7,11-12). Außerdem trachteten die Pharisäer danach, die richtigen "Schäfchen", also die damaligen Christen zu verfolgen und umzubringen (Joh. 10,10 a)

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