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Ehe für Alle – Eine Stellungnahme aus meiner Sicht als gläubiger Christ

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Ehe für Alle – Eine Stellungnahme aus meiner Sicht als gläubiger Christ

Beitrag  Harald am Do 13 Jul 2017, 22:51

Der Mensch wollte schon immer selbst entscheiden, klug sein, sich über Gesetze und Normen hinweg setzen.

Das begann bei Adam und Eva die der Verlockung nicht widerstehen konten, als ihnen die Schlange versprach, sie könnten sein wie Gott. Was für ein Irrweg!

Doch hören wir, was die Bibel in Bezug auf die Ehe zu sagen hat:

1.Mose 1,27: Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; Mann und Frau schuf er sie.

1.Mose 2,18: Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, seines Gleichen.

1.Mose 2,24: Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Epheser 5:25: Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat,

Es wird deutlich, was Gott will, wie ER die Menschen geschaffen hat. Und es wird auch deutlich, dass der Mann zwar über der Frau steht, er aber diese Stellung, die er von Gott zugedacht bekam, in keinster Weise ausnutzen darf. Denn er soll seine Frau lieben, wie Christus seine Gemeinde liebt. Und der Herr Jesus hat sein Leben für seine Gemeinde gegeben. Was für eine Liebe!

Die Ehe wird auch an einigen Bibelstellen direkt auf Jesus Christus und seine Gemeinde gedeutet, die seine Braut ist.
Epheser 5,32: Dieses Geheimnis ist groß; ich aber sage es in Bezug auf Christus und auf die Versammlung.

Galater 3,28: Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
Nun ist die Frau von ihrer Rolle her zwar „unter“ dem Manne, aber doch sind sie alle vor Gott gleich viel Wert.


Nirgends in der Bibel kann man lesen, dass Gott auch gleichgeschlechtliche Beziehungen gutheißen würde – ganz im Gegenteil:

Römer 1,26-27: Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn sowohl ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch in den unnatürlichen verwandelt, als auch ebenso die Männer, den natürlichen Gebrauch der Frau verlassend, in ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie Männer mit Männern Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen.

1.Korinther 6,9: Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher

Galater 5,19: Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht,

Galater 6,7: Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

Gott segnet die Ehe zwischen Mann und Frau, wenn Sie nach Gott fragen und sich nach IHM ausrichten, quasi eine Ehe führen, in der ER der Mittelpunkt ist, wie das Wort EHE schon ausdrückt:

In jeder Ehe verbinden sich zwei Menschen, die von Natur aus Egoisten sind:

E goistin

H ERR

E goist

Es geht nicht mehr um mein Recht, um meinen Willen, um Stolz, sondern dass man bestenfalls gemeinsam fragt, „Herr, was willst du, das wir tun sollen?“.


Aus all diesen Gründen kann ich nicht verstehen, warum vor allem eine Partei, die sich christlich nennt, nun diesem Gesetz zugestimmt hat, dass die Ehe geöffnet wurde für alle Lebenspartnerschaften.
ABER, um es positiv auszudrücken, in der Fraktion von CDU/CSU haben mehr als drei Viertel der Abgeordneten das neue Gesetz abgelehnt. Alle anderen vertretenen Parteien haben mit allen Vertretern zugestimmt.


Dabei geht es nicht um verurteilen von den Menschen, die ihr Leben nach anderen Maßstäben leben. Ich kann, so hoffe ich wenigstens, jeden Menschen tolerieren, egal welche Einstellung er hat, ob er nun in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, oder unverheiratet mit jemandem zusammen lebt, oder oder oder.

Heute wird der Begriff Toleranz leider meist anders gefüllt und manche Vertreter dieser Gender-Bewegung werfen Christen vor, sie seien ultrakonservativ, ewig-gestrige, intolerant, wenn sie ihr Anliegen nicht unterstützen, nicht gut heißen. „Wer nicht dafür ist, ist dagegen“.

Toleranz bedeutet aber, Achtung und Duldung gegenüber anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen."Toleranz gegenüber einer anderen Lebensweise/Religion zeigen". Und genau das machen Christen.

Ich heiße es zwar nicht gut, wenn ein gleichgeschlechtliches Paar zusammen lebt, aber ich toleriere es. Sind es mir nahestehende Personen, bete ich für sie, dass sie Gott kennen lernen, und nicht für einzelne Vergehen.


Eine weitere Frage sollten wir uns als Christen stellen: Haben wir eine Mitschuld, dass es so weit gekommen ist, und dieses Gesetz nun beschlossen wurde? Haben wir unsere Aufgabe erfüllt, wie sie hier beschrieben wird?

1.Timotheus 2,1-5: So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, 2 für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit; 3 denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter, 4 welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat.


Haß oder Wut zeugt nur wieder dasselbe. Gerade wir als Christen sollten unsere Mitmenschen so sehen, wie sie Gott sieht. Jesus, unser Herr und Retter, möchte nicht, dass sie verloren gehen. Das sollte auch unser Anliegen sein.



Viele Grüße Harald

Harald
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