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Zeitschrift SPIEGEL 04/2011: Der Rebell Gottes

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Zeitschrift SPIEGEL 04/2011: Der Rebell Gottes

Beitrag  Heidi am Fr 01 Jul 2011, 21:03

Mich hat jemand gebeten, zu dem Artikel meine Meinung zu sagen und heute kam eine Nachfrage, wie weit ich bin und ich stelle meine Antwort auch hier ein, da mir inzwischen mehrere Leute sagten, dass der Spiegel auf unchristlicher Seite steht.
Ich habe meine Antworten bewusst kurz gehalten und nur mit den wichtigsten Bibelstellen bespickt, damit der Fragesteller beim Lesen nicht gleich einschläft - und muss sagen, der Spiegel kennt aber die Bibel schlecht:

Ich bin noch lange nicht mit dem Artikel durch, ich habe gründlich gelesen und nachgesehen, ob der Spiegel die hingestellten biblischen Wahrheiten auch durch die Bibel belegen könnte.
Auch wenn ich erst 2 Seiten gelesen habe, sieht es so aus, als würde uns hier lediglich eine politische, gegen die damaligen Systeme rebellierende Person des Jesus vorgestellt und nicht etwa ein Jesus, der gekommen ist, um mit seinem Kreuzestod Sünden zu vergeben.
Dabei steht das doch so in der Bibel drin,.... herrliche Sätze:
Der Apostel Paulus sagt es so: Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden...(aus Römer 3,22-26)
Also kein Rebell, sondern ein Opferlamm!

Der Spiegel schreibt weiter einfach, dass sich folgende Punkte aus der Bibel herausschälen:

1.) Jesus lehnt das Finanzsystem des Jerusalemer Tempels ab.

Jesus wurde listig gefragt, ob er denn den damals obligatorischen Tempelgroschen zahle. Und er tat es!!!, und zwar mit der Begründung, dass er keinen Anstoß geben wollte, obwohl Gott als sein himmlischer Vater quasi Inhaber des Tempels war und ein Vater von seinem Kind gewöhnlich für das Betreten des Hauses keine Abgabe verlangt. (Matthäus 17,24-27)

2.) Jesus rief zum Steuerboykott auf
.

Das stimmt auch nicht, denn Jesus sagte: "So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt...!" (Römer 13,6)

3.) Er zählte zu seinen Anhängern Leute aus einer gewalttätigen Kaste.

Petrus war der einzige, der Zelot genannt wurde. Meine Tochter sagte mir gerade, dass Zeloten damals richtige Eiferer für den Glauben waren. In der Bibel wird nur Petrus Zelot genannt. Vielleicht kam es aus diesem Temperament heraus, dass Petrus dem Knecht des Hohepriesters ein Ohr abschlug, als Jesus nach dem Verrat des Judas verhaftet wurde. Jesus sagte darauf dieses:
Da sprach Jesus: Lasst ab! Nicht weiter! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn. (Lukas 22,50-51)

Vielleicht könnte man noch die 2 Jünger Jakobus und Johannes erwähnen. Die waren sauer, weil niemand Jesus eine Herberge geben wollten und sagten: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre. Aber wie reagierte Jesus?
Jesus aber wandte sich um und wies sie zurecht. (Lukas 22,50-51)

Ich glaube sicher, dass die Jünger sich durch die Reaktionen und Anweisungen von Jesus von jeder anderen Gewalttätigkeit entfernt haben. Andere Stellen über gewalttätige Nachfolger fallen mir beim besten Willen nicht ein.


Soweit ein Beitrag zu den Aussagen, die der Spiegel als Wahrheit der Bibel vermarktet - und man sehe und staune - es ist eben nicht so, wie behauptet! Trotzdem frage ich mich bis heute, woran es wirklich liegt, dass die meisten Menschen schnell bereit sind, einer Zeitschrift für 4,- Euro zu glauben, anstatt der Bibel, die doch 16,- Euro kostet. :-))) *Scherz*

Aber wenn Sie darauf eine Antwort haben...lassen Sie es mich wissen.

Fröhlichen Gruß
Heidi



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Re: Zeitschrift SPIEGEL 04/2011: Der Rebell Gottes

Beitrag  Günter am Fr 01 Jul 2011, 23:32

Heidi schrieb:
Trotzdem frage ich mich bis heute, woran es wirklich liegt, dass die meisten Menschen schnell bereit sind, einer Zeitschrift für 4,- Euro zu glauben, anstatt der Bibel, die doch 16,- Euro kostet. :-))) *Scherz*
In der Zeitschrift für 4,- Euro sind eine Handvoll Seiten zu dem Thema zu lesen, in dem dicken, alten Buch sind das so viele Seiten, dass man erst gar nicht damit anfängt. Woher soll man auch die Zeit nehmen?


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Zeitschrift SPIEGEL 04/2011: Der Rebell Gottes

Beitrag  Heidi am Sa 02 Jul 2011, 15:04

Der Spiegel schreibt, dass die Bibel falsch übersetzt wurde, weil Josef nicht Zimmermann, sondern Maurer war. Das ist anfürsich nur eine kleine Sache, aber es bewirkt, dass die Leute sich dann noch mehr schönreden, sie brauchen die Bibel gar nicht lesen, wenn sie schon in kleinen Dingen falsch übersetzt ist. Daher habe ich einen anderen Christen gefragt, was er über den Beruf Josefs weiß.

Außerdem sagt der Spiegel, das der Apostel Simon Petrus in der Bibel den Spitznamen Barjona hatte, was übersetzt Terrorist hieße. Richtig heißt das Wort Bar Jona und Bar heißt Sohn und mit Jona ist wohl der Vater Johannes gemeint - Sohn des Johannes. In der Bibel findet sich immer wieder der Zusatz "der Sohn des xyz".

Anbei die ganze Antwort zu den beiden Sachen von einem Christen, der Tobias heißt und früher hier im Forum war:



Liebe Heidi,
ich kenne niemand der da „Maurer“ übersetzt. Haubeck, Siebenthal – Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament übersetzen ebenso „Zimmermann“, wie Dietzfelbinger in seiner Linearübertragung des NT. Mein Wörterbuch sagt: „Bauhandwerker, Zimmermann“.

Vielleicht haben wir einfach diese Vorstellung das ein Zimmermann ausschließlich Möbel fertigt, wobei er natürlich im Hausbau z.B. beim Dachstuhl usw. eingebunden war/ist. Bei uns kam vor einiger Zeit ein Zimmermann ums Leben, weil er bei einer Dacherneuerung durchgebrochen ist. Einmal abgesehen davon, ob die einfachen Häuser damals „gemauert“ waren. Josef wohnte ja nicht in einer Metropole, sondern in dem kleinen Ort Nazareth. Die meisten Häuser werden dort sehr schlicht gehalten geblieben sein. Oder denke mal an »Und da sie wegen der Volksmenge nicht an ihn herankommen konnten, deckten sie das Dach ab, wo er war; und als sie es aufgebrochen hatten, ließen sie das Bett hinab, auf dem der Gelähmte lag.« (Markus 2,4). Das war keine derart solide Bauweise, wie wir sie heute haben.

Kurz gesagt: Ich habe keinen Zweifel daran, dass Josef Zimmermann war. Nur wird das in der damaligen Zeit sehr viel mehr „Bauhandwerk“ beinhaltet haben, als wir dem in unserer heutigen Vorstellung zugestehen. Auf keinen Fall jedoch taugt dieses Beispiel für eine „schlechte“ oder gar „falsche“ Übersetzung.

Dann:
»Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.« (Matthäus 16,17)
Bar jonah ist aramäisch (bar = Sohn) und man nimmt an, das es sich bei „ionah“ um die volkstümliche Verkürzung von Johannes handelt. In der Überlieferung werden diese Namen manchmal (an anderer Stelle) nämlich auch gerne vertauscht*. Jedenfalls war mit diesem Beinamen ganz eindeutig, welcher „Simon“ gemeint war, nämlich der Sohn des Johannes. Apropos Simon „Petrus“. So heißt er ja nur im griechischen, im aramäischen wird er „Kephas“ genannt. Beides bedeutet „Stein“ (wobei „petros“ mehr „Felsen“ meint, im Gegensatz zu „litos“ – aber das sind jetzt Feinheiten und es ist nicht immer klar voneinander abgegrenzt).

* Mein Vater heißt z.B. Andreas, aber alle kennen ihn hier im Schwäbischen als „Endres“. Als ich einmal auf einem Fest nach „Andreas“ fragte hat man mich prompt zum Falschen geschickt und erst nachdem ich sagte, dass ich zu „Endres“ wollte fand ich ihn endlich. So abwegig ist das also nicht. Möglicherweise war auch „Johannes“ damals allen als „Jona“ bekannt.

Das Neue Testament geht mit Namen sehr unterschiedlich um. „Iesos“ ist einfach die Transliteration von „Jeschua“ d.h. im eigentlichen Sinn keine Übersetzung. (–os am Ende, als griechische maskulin-Endung). Von daher muss man sich das immer im Einzelfall ansehen.
Auch hier wieder kurz: Simon, Bar Jona ist einfach Simon, der Sohn des Jona (bzw. Johannes) im Gegensatz zu anderen Jüngern im Umfeld des Herrn die ebenso Simon hießen.
„Sohn des…“ ist im Altertum eine typische Namensnennung, so auch: „Jakobus, den Sohn des Zebedäus“ (Markus 1,19); „Levi, den Sohn des Alphäus“ (Markus 2,14); „der Sohn des Timäus, Bartimäus, der Blinde“ (Markus 10,46); „Johannes, den Sohn des Zacharias“ (Lukas 3,2); „Jesus, den Sohn des Joseph, den von Nazareth.“ (Johannes 1,45); „Saul, den Sohn des Kis“ (Apostelgeschichte 13,41); „Sopater, der Sohn des Pyrrhus, ein Beröer“ (Apostelgeschichte 20,4)

Das Problem des Spiegel – der schon unter Augstein einen Feldzug gegen die Bibel führte – war schon immer, dass er sich nicht zu schade war auch den abstrusesten Theorien noch ein Forum zu geben. Und zwar unabhängig davon, wie umstritten diese selbst in Forscherkreisen ist.





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