Wer ist online?
Insgesamt sind 8 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 8 Gäste :: 2 Suchmaschinen

Keine

[ Die ganze Liste sehen ]


Der Rekord liegt bei 69 Benutzern am Di 15 Sep 2015, 08:23
Besucher

counteronline.de

Die neuesten Themen
» Den Feind segnen, was passiert dann?
von Eliah Heute um 07:33

» Das Buch Susanne
von Heidi Gestern um 19:55

» Würde Luther wirklich diese Partei wählen, wie das Plakat sagt?
von Eliah Mo 18 Sep 2017, 07:56

» Gute Bibel?
von Eliah Sa 16 Sep 2017, 19:09

» Danke für den Regenbogen
von budde harald Mo 11 Sep 2017, 18:12

» Lieber Gott ich habe viel zu danken ...
von budde harald So 27 Aug 2017, 09:11

» Der Vorhang und die Bundeslade im Neuen Testament
von Eliah Do 17 Aug 2017, 19:49

» Viele Grüße
von Harald Do 17 Aug 2017, 00:20

» Ein sehr erfreulicher Bibelabschnitt
von Eliah Mi 16 Aug 2017, 17:09

» Jesaja 53,10 ... warum?
von Henoch Sa 05 Aug 2017, 07:49

» Das zweischneidige Schwert ...
von Eliah Do 03 Aug 2017, 17:57

» Jesus und der Islam
von Eliah Fr 28 Jul 2017, 08:37

» Wort + Wissen, Schöpfung vs. Evolution
von Harald Fr 21 Jul 2017, 23:22

» Ehe für alle
von Günter Do 20 Jul 2017, 19:11

» Werden wir Essen und Trinken im Himmel bzw. auf der neuen Erde?
von Heidi Mo 17 Jul 2017, 20:32

» Was mann nicht hören will ...
von Harald Mo 17 Jul 2017, 00:33

» Geheiligt werde dein Name (Vater Unser Gebet)
von Eliah So 16 Jul 2017, 18:37

» Toleranz ... einem liberalen Christentum
von Harald Sa 15 Jul 2017, 22:13

» Ehe für Alle – Eine Stellungnahme aus meiner Sicht als gläubiger Christ
von Harald Do 13 Jul 2017, 22:51

Nächstenliebe

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Nächstenliebe

Beitrag  Harald am Mi 01 Okt 2008, 02:33

Hallo,

aus einer Predigt, bzw. das was bei mir hängen blieb...

Es geht um diese Geschichte:
Lukas 10:25-37
Und siehe, ein Schriftgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu ererben? Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen und mit deinem ganzen Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!» Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben! Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen. Es traf sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vorüber. Desgleichen auch ein Levit, der zu der Stelle kam und ihn sah, ging auf der andern Seite vorüber. Ein Samariter aber kam auf seiner Reise dahin, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goß Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher von diesen Dreien dünkt dich nun der Nächste gewesen zu sein dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat! Da sprach Jesus zu ihm: So gehe du hin und tue desgleichen!

Wo fängt Nächstenliebe an?
Die Samariter waren den Juden verhaßt. Sie beteten sogar, daß die nicht in den Himmel kommen mögen.
Da wo wir Menschen hassen, wo wir schlecht über sie denken oder reden, wo wir ihnen nichts Gutes wünschen, wo wir uns verteidigen wollen, wo wir uns im Recht fühlen, wo wir rebellieren, wo wir neidisch sind.

Das kann unter Arbeitskollegen sein, aber auch in Gemeinden, daß man sich verfeindet hat, daß man nicht mehr EINS ist, wie es sein sollte in Seiner Gemeinde, ja letztlich kann es auch in Familien und zwischen Eheleuten so weit kommen, daß man den andern nicht mehr lieben kann, weil der einen vielleicht so tief verletzt hat, oder weil man die Eigenarten des anderen nicht mehr ertragen kann, oder oder oder ...
DAS prangert Jesus an, DAS widerspricht der Nächstenliebe. Ausgerechnet in diese tiefe Wunde legt Jesus die Finger, ausgerechnet das zerrt ER ans Licht. Ausgerechnet mein schlimmster Feind soll zu meinem Vorbild werden.

Liebe Deine Feinde, liebe die dich hassen...
Das können wir nicht von uns aus, aber wir können darum bitten, wir können wissen, daß Jesus es kann, in uns und durch uns, daß ER uns die Kraft dazu gibt, daß wir erstens um Vergebung bitten können, IHN und ggf. auch den Menschen selbst, und zweitens, daß wir auch anderen vergeben können.

Wir haben nur eine Chance, wenn wir erkennen wollen, was nun richtig und falsch ist, wo wir unterscheiden müssen, wo vielleicht auch Trennung der einzige Weg ist, wenn wir demütig nicht auf uns schauen, sondern immer wieder darum bitten: Herr, nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe. Du, Herr, mußt wachsen, ich aber muß abnehmen. Wenn ich das nicht frustriert sondern glücklich beten kann, liegt uns auch nichts mehr an unserem Ego, sind wir daruf bedacht, daß es unseren Geschwistern gut geht, sehen wir unseren Nächsten und ist uns dessen Wohlergehen wichtiger als unser eigenes, denn wir wissen uns geborgen in Jesu´ Hand. Dann ist es meine größte Freude, wenn es anderen gut geht. Dann schaue ich nicht neidisch darauf, daß vielleicht mein Bruder oder meine Schwester mehr gebraucht wird, vielleicht auch mehr "Frucht" für Jesus bringt.

Grüße von
Harald

Harald
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1687
Anmeldedatum : 29.09.08
Alter : 57
Ort : Schwörstadt

http://jesus.aktiv-forum.com

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Heidi am Do 02 Okt 2008, 14:42

Lieber Harald,

ich wollte auch noch zwei Dinge dazu anmerken:
Manchmal könnte man drüber verzweifeln, dass man nicht j e d e n Nächsten nicht so richtig l i e b e n kann. Für mich schloss das immer ein, dass ich dann ein wirklich herzliches innerlich umarmendes Gefühl entwickeln muss, bis ich dann auf folgenden Vers stieß:

Römer 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Da habe ich erkannt, dass es gar nicht um ein fast "Verliebt sein" geht, sondern in allen Fällen grundsätzlich gefordert ist, dass ich in der Liebe zu meinem Nächsten ihm nichts Böses tue, sondern ihn so behandle, wie ich selbst behandelt sein will.

Manchmal ist es leider so, dass ich gar nicht darüber traurig sein kann, wenn mein Nächster - über den ich mich geärgert habe - dann auch mal die "Quittung bekommt" für seine "Schandtaten".

Aber bevor ich mich dann richtig f r e u e halte ich mir 3 Verse aus der Bibel vor Augen und dann vergeht mir gleich wieder die Freude an dem Unglück des Nächsten:

1. Kor. 13,6
Die Liebe freut sich nicht an Ungerechtigkeit.
Ich soll mich schließlich in der Liebe Gottes im Herzen freuen, wenn das Gute siegt und nicht mein Nächster eins in die Kniekehle kriegt.

Sprüche 24,17-18:
Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück; der HERR könnte es sehen und Missfallen daran haben und seinen Zorn von ihm wenden.

Hiob 31,29-30:
Hab ich mich gefreut, wenn's meinem Feinde übel ging, und mich erhoben, weil ihn Unglück getroffen hatte? Nein, ich ließ meinen Mund nicht sündigen, dass ich verwünschte mit einem Fluch seine Seele.


Aber ich bin dankbar, d a s s Gott uns ein neues Herz geschenkt hat, damit ist m.E gegenüber den "alten Ich" mit Gott eine menschlich nicht erklärbare Wandlung vor sich gegangen, die dem Nächsten ganz anders herzlich begegnet. Vielleicht muss man das auch einfach mal w a g e n , dem anderen mit der Liebe daherzukommen, mit der der Nächste eigentlich gar nicht rechnen kann.

grüße von heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3273
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Günter am Do 02 Okt 2008, 19:24

Das mit der Nächstenliebe ist so eine Sache, weil gerade mein Nächster ein so unangenehmer Mensch ist. Wie Heidi schon ausgeführt hat, geht es dabei nicht um ein romantisches, warmherziges Gefühl der Liebe, sondern eher um Wohlwollen und fairen Umgang miteinander. In diesem Sinn verliert auch die Nächstenliebe ihren Schrecken.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1372
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Eva am Do 02 Okt 2008, 23:28

Ich habe einen SEHR unangehmen Menschen in meiner nächsten Umgebung, der absolut KEINE Freunde hat und mit allen Nachbarn verstritten ist. Dieser Mensch macht mir die "Nächstenliebe" am schwersten von allen Menschen, denen ich bisher begegnet bin. Vor ein paar Tagen sprach meine Tochter wieder einmal u.a. die unangenehme Situation zu diesem Mann (es ist ihr Opa) an. Ich betete dann dafür und heute erzählte meine Tochter, dass er ihr ganz freundlich an der Haustür begegnet ist. Sie konnte es gar nicht fassen. Ich weiß nicht, wie lange das anhält, aber Gott hat heute etwas bewirkt.

Viele Grüße
Eva

Eva
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 200
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Thüringen

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  fetarubil am So 27 Dez 2015, 16:00

Hallo,

ich schließe mich mal an das Thema an mit einer Frage:

Wie kann man den nächstenlieben? Insbesondere beschäftigt mich zu Zeit sehr

Wie kann ich meinen Feind lieben?

In manchen schwierigen Situationen geht es für mich leicht. In anderen Situationen tue ich mich absolut schwer, zumindest "keinen Hass" zu empfinden. Aber allein vom (eigenen) Willen ist das Schwierig. Und zu Wissen das es falsch ist, bringt auch keine Hilfe.

Wie macht man das praktisch? Wie macht ihr das?

Lg
Fetarubil

fetarubil
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 01.07.13

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Günter am So 27 Dez 2015, 16:10

Gott liebt dich, ich persönlich finde dich ausgesprochen schwer zu ertragen.

Das wäre schon mal ein Anfang.

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1372
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Ein Beispiel aus der Praxis

Beitrag  Eliah am So 27 Dez 2015, 16:21

das muss dir der Herr geben, das können wir nicht.

Du wolltest ein Beispiel?!
Im Sommer legte ich für mein jährliches Teleskoptreffen Campingsachen bereits vor die Türe um am nächsten Tag nicht alles erst aus der Wohnung räumen zu müssen. -  so würde es leichter und ein kleines Stück Weg wäre schon von mir vorab geschafft, da ich wusste, das ich ein,- zwei Helfer hätte.
einer fragte mich warum ich das schwere Teleskop etwa nicht im Keller hätte, und ich erwiederte, das man so ja dann das Ding noch ne ganze Treppe höher hiefen müsse, so aber nur nach unten tragen muss - das hatte er wohl nicht verstanden.
Ich legte auch alles an die Wand, sodass noch genügend Platz war bequem drum herum zu laufen (hätte ich früher wohl auch net so bedacht=

So dachte ich mit für die, die mir tragen helfen würden.
Nun aber weg von mir, also ich lagerte das ganze Zeugs am Tag vorher erst mal vor meiner Wohnungstüre den Gang entlang.
Am nächsten Morgen war eine Abdeckplane weg und eine Isomatte - Das erzählte ich meinem (noch) nicht wiedergeborenen Nachbarn.
Der regte sich sehr sehr auf und beteuerte das er den Dieb fände.
Ich sagte ihm, (Nachbarn) das ich denke, das das nicht bewusst Diebstahl war, sondern der wohl meinte das das Sperrmüll sei und sich so wohl noch schnell etwas bedient hatte, und sagte es ist schon ok so, auch wenns klar ärgerlich ist im Prinzip.
Ich sagte das ich nicht denke, das das vorsätzlicher Diebstahl war. Das mochte er nun gar nicht verstehen.

Im Fazit sehe ich das so:
* Man denkt mehr an andere,
* fühlt besser in den anderen ein, wie er es gern hätte.
* man schaut mehr von sich selber weg auf andere und
* man orientiert sich zunehmend in der Praxis auf sein Wort, das einem dann schon rechtzeitig einfällt zur Orientierung.
* man nimmt sich zurück und versucht den anderen zu verstehen und vergibt recht schnell und letztlich mit Freuden, bzw. herzlich gern.
* je mehr Ärger man zulässt, desto schwieriger wird das alles aber!
* man meint es eher gut mit dem anderen.

sicher hab ich was vergessen....und klar, gelingt das nicht immer oder immer gleich, aber spätestens wenn der vllt. sogar überkochende Topf etwas abgekühlt hat, sollte man etwa recht schnell vergebungsbereit sein, von Herzen.
denn wenns wirklich um Hass geht, wirds klar eng, dann ist dringend Vergebung angesagt meine ich. UND Gebet FÜR den anderen.
Und  nicht etwa, "Herr ändere den bitte so das..." Sondern eher: "Herr du siehst xy, du weist wie ers meint, hilf du ihm und komme ihm nahe und hilf uns...bla..." (oder so)

Des weiteren ist mE. Nächstenliebe auch, nicht die vordersten Plätze beim Besuch der Gmde zu nehmen, in der Spülmaschine hinten anzufangen einzuräumen, deren Kosten von Retouren bei Klamotten etwa von Amazon zu bedenken, das sind immense Kosten,- und nicht leichtsinnig zig Sachen zu bestellen, die leere Klo-Rolle gleich wieder zu ersetzen.... uvam. das die anderen mehr beachtet und bedenkt, was mein Verhalten auf sie bedeutet. Bei der Parkplatzsuche dem anderen den Vorzug zu lassen... vllt. macht wer ne Liste hier sonst wirds im Post zu viel. (?)

Es ist viel was wahre Nächstenliebe bedeutet, (Verdienen können wir uns damit jedoch nichts, wie in den Großkirchen erzählt wird.)
Aber echte Nächstenliebe wirkt der Geist schon mit der Zeit: ER erinnert uns, er korrigiert uns, erzieht uns...das kann man kaum "lernen", das geschieht.

Eliah
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1142
Anmeldedatum : 18.01.15
Alter : 57
Ort : 86xxx

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Günter am So 27 Dez 2015, 19:17


Eliah schrieb:das muss dir der Herr geben, das können wir nicht.

Hallo Eliah,

diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen, wie kommst du darauf? Worauf berufst du dich da?

Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1372
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  fetarubil am So 27 Dez 2015, 23:44

Günter schrieb:Gott liebt dich, ich persönlich finde dich ausgesprochen schwer zu ertragen.

Das wäre schon mal ein Anfang.

Vielen vielen vielen Dank Günter! Der Satz hat sofort gewirkt in mir. Das war wie Erste-Hilfe-Leisten. Mit ihm bin ich heute super über den Tag gekommen. Danke dafür.

fetarubil
Profi
Profi

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 01.07.13

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Eliah am Mo 28 Dez 2015, 11:56

Günter schrieb:
Eliah schrieb:das muss dir der Herr geben, das können wir nicht.

Hallo Eliah,

diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen, wie kommst du darauf? Worauf berufst du dich da?

Naja, ist wie mit den Früchten oder? --> also ein Baum wird nicht versuchen mit Gewalt aus sich heraus gute Früchte zu produzieren, er denkt überhaupt nicht drüber nach = es geschieht einfach.
Ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen, das geht überhaupt nicht, wenn er faul ist, oder krank vllt. So sehr er es auch versuchen könnte, was eigentlich Quatsch ist....
So versuchen viele, viele Früchte mit Gewalt zu produzieren, was überhaupt nicht geht. - Gut, ein bissl mehr Freundlichkeit kriegt jeder noch so hin, meist, oder mit "Gewalt" sich zusammenzureißen für etwas mehr Geduld,- aber ich denke da gerade an den Baum:
Wenn er eine "Pflanzung d. Herrn" ist, dann kommen irgendwann klar Früchte, sonst ist was faul.
Das geht aber auch bei uns ganz von alleine durch den neuen Geist.
--> Klar muss man wollen, doch selbst das kommt doch von ihm (er gibt das wollen und vollbringen) Und wenn es wem woran mangelt kann er ja beten.

Ebenso die Liebe, also die AGAPE, die Christus meint, die kommt nicht aus uns, sondern weil er in uns ist, oder nicht??
Wir selbst, in uns quasi oder aus uns, sind dazu nicht wirklich fähig, oder?
Man wird anders, man wird geheiligt, verändert, oder nicht?
Früchte müssen reifen, das braucht manchmal - je nach Frucht - schon ne ganze Weile. Ebenso die Liebe.

"Daran wird man erkennen das ER gesandt wurde vom Vater, wenn WIR Liebe haben unter uns!"
= Kein Bauchgefühl oder Sympathie, sondern tiefere Liebe - So was kommt nicht aus uns oder aus dem alten Menschen.
Wir sind jedoch eine neue Pflanzung d. Herrn, mit neuem Geist, der liebes - fähig ist und Früchte bringen wird.
Oder wie am Weinstock: außerhalb von ihm können wir nichts tun, wir müssen denn am Weinstock bleiben, dann kommt das fast von alleine:
Wir "müssen" nur wollen! Letztlich ist es aber er selbst, der dieses Wollen gibt, wenn wir gefügig werden/Bleiben/Sind...

nun klarer?  I love you

Eliah

Bibelstellen:

Ich kann ja mal ein paar Bibelstellen bringen, damit man nicht immer Rätseln muss, oder wem die Worte nicht bekannt vorkommen:
Ich bin zwar eher nicht einer der mit Bibelstellen zu textet, aber hier gern mal ein paar:

Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Röm 7,18 Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.  --> nur der "neue" Mensch in Christus kann das!
2Kor 8,11 Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie die Bereitwilligkeit des Wollens, so auch das Vollbringen da ist, nach dem, was ihr habt. --> das geht nur "IN" ihm. /An Ihm.
Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. --> ER ist der handelnde!
Mt 7,18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

Eliah
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1142
Anmeldedatum : 18.01.15
Alter : 57
Ort : 86xxx

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Günter am Mo 28 Dez 2015, 20:34


OK, die passendste Bibelstelle, die du, Eliah, aufgeführt hast, ist Phil 2,13. Sie beschreibt Gottes Beitrag
zu unserem Christsein:

Phil 2,13:
Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu <seinem> Wohlgefallen.

Ist er deshalb auch der (alleine) Handelnde, so wie du das vermutest?

Einen Vers weiter sind wir dann schon wieder beim freien Willen des Menschen angekommen:

Phil 2,14:
Tut alles ohne Murren und Zweifel,

In den verschiedenen Bibelübersetzungen haben die Übersetzer über Phil 2,12f folgende Überschriften (= Kommentare) gesetzt:

Schlachter 2000:
Ermahnung zu einem heiligen Wandel

Rev. Elberfelder 1986:
Aufforderung, Vorbild in der Welt zu sein

Luther 1984:
Sorge um das Heil

Alle drei Übersetzungen sehen die Verse Phil 2,12 und folgende im Zusammenhang als Aufforderung an die Gläubigen, mit den
gottgegebenen Gaben etwas anzufangen. Auch wenn Gott diese Gaben gegeben hat, passiert von alleine nichts,
auch nicht Gottes Wirken zu seinem Wohlgefallen, wie in Phil 2,13 verhiesen. Umgekehrt würde ohne Gottes Unterstützung
alleine durch den Willen des Gläubigen auch nichts rechtes herauskommen.

Speziell zu deiner Aussage zur Nächstenliebe "das muss dir der Herr geben, das können wir nicht":

Ich würde das lieber so interpretieren wollen:
"Der Herr hat es dir als Gläubigen ins Herz gelegt, mach was draus!"

Hierin sind beide Aspekte berücksichtigt, Gottes handeln und der freie Wille des Menschen.

"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" heisst es im Volksmund.


PS:
Bei meiner Aussage Gestern um 7:17 pm ging es mir nicht um die Feindesliebe, da liegst du sicher nicht falsch. Mein Problem damit war eher, dass Gott als Person zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas bestimmtes in diesem konkreten Einzelfall tun muss, deiner Erwartung nach. Kontrollieren/beobachten können wir das nicht, also muss man so eine Aussage mit einer Bibelstelle belegen können. Aber letztlich bleibt eine solche Aussage wie: "Der Herr muss dies oder jenes tun" immer eine Interpretation, auf die wir verzichten sollten. Ich denke wir können sein Handeln im einen oder anderen Fall versuchen, anhand der Bibel nachvollziehen. Aber wir haben sicher keinen Plan von Ihm in der Tasche und er ist für uns auch nicht berechenbar.



Günter
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1372
Anmeldedatum : 01.10.08
Ort : Rheinland-Pfalz

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Eliah am Di 29 Dez 2015, 10:29


Ich würde das lieber so interpretieren wollen:
"Der Herr hat es dir als Gläubigen ins Herz gelegt, mach was draus!"

Hierin sind beide Aspekte berücksichtigt, Gottes handeln und der freie Wille des Menschen.

"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" heisst es im Volksmund.

Hallo Günter,

mt dem ersteren kann ich mich anfreunden, gut, ja, tun wir unseren Teil dazu, wenn du magst, nichts gegen einzuwenden, von Füße hoch legen habe ich ja auch nichts gesagt Wink

mit dem zweiten Teil, das mit dem Volksmund, - das ist purer Atheismus - da liegt der Volksmund, wie allermeist direkt voll daneben.
Denn das hieße ja das man sich erstmal anstrengen müsse damit Gott seinen Segen iwie dazu geben könne - genau das ist Religion und nicht Evangelium.

Aber ich denke, wir sind näher beisammen, als es vllt. manchmal aussieht!
Ich denke da an Epheser 2, einem grundsätzlichen Leitvers indem es heist, das letztlich alles von ihm kommt, sogar dein Glaube - nicht das sich am Ende wer rühmt.
Aber klar müssen nein sollten wir und tun wir auch "UNSEREN Teil" dazu tun, wir werden ja auch zum Glauben aufgefordert, obwohl er uns etwa lt. Epheser gegeben wird.
Wir sollen unsere Gaben einsetzen, sogar danach trachten, obwohl sie uns gegeben werden.
Alles hat - denke da sind wir uns einig - eine göttliche und eine menschliche Seite. Letztlich gebührt ihm alleine die gesamte Ehre und wir werden sogar evtl. erhaltene Siegeskränze vor ihm niederwerfen, samt uns. Wink

Schalom!

Ach so, lese ich jetzt erst: nein, ich habe nichts interpretiert, sondern nur zusammengefasst. Die Bibelstellen sind im übrigen unter meinem Text oben zu finden.
Und wie gesagt, nirgends habe ich gesagt, gemeint oder gedacht, das wir nichts tun müssten, und die Füße hochlegen sollen. Man kann auf beiden Seiten vom Pferd fallen Wink
Am Beispiel des Glaubens können wir das gut sehen: Wir sind zum Glauben aufgerufen, oder/und zur Heiligung, und letztlich kommt aber beides von ihm - ER ist der tuende, wenn wir mitmachen <--- so war das gemeint Wink



Erinnerung/Bibelstelle: Eph.2, 5-10

5 (... ER ...hat)auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr gerettet!
6 Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt4 in Christus Jesus,
7 damit er in den kommenden Zeitaltern5 den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus.
8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.

10 Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

IHM allein sei die Ehre, heute und in alle Ewigkeit!

Eliah
Foren Legende
Foren Legende

Anzahl der Beiträge : 1142
Anmeldedatum : 18.01.15
Alter : 57
Ort : 86xxx

Nach oben Nach unten

Re: Nächstenliebe

Beitrag  Heidi am Di 29 Dez 2015, 22:26


Günter schrieb:"Der Herr hat es dir als Gläubigen ins Herz gelegt, mach was draus!"

Eliah schrieb:ER ist der Tuende, wenn wir mitmachen

Finde ich beides sehr passend. Ich wüsste im Moment zwar keinen Bibelbezug, um das wortwörtlich zu untermauen, aber ich habe das oft so erlebt in meinem Leben mit Gott - und nicht nur im Bereich der Nächstenliebe, sondern allgemein.

Man könnte vielleicht auch noch sagen: Tu, was du kannst, den Rest übernimmt Gott.

heidi

Heidi
Methusalem
Methusalem

Anzahl der Beiträge : 3273
Anmeldedatum : 30.09.08
Ort : NRW

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten